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Basisumfrage 1991 (ZA-Nr. 1990)
Erhebungszeitraum:
Primärforscher:
- Peter Ph. Mohler, Michael Braun, Michael Häder (ZUMA, Mannheim);
- Erwin K. Scheuch (Universität Köln)
Datenerhebung:
Inhalt:
Trenderhebung zur gesellschaftlichen Dauerbeobachtung von Einstellungen,
Verhalten und sozialem Wandel in Deutschland. Die Schwerpunkte dieser
Untersuchung sind für 1991:
- Einstellungen zu Politik und Wirtschaft
- Nationalstolz
- Einstellungen zur deutschen Vereinigung
- Arbeit und Beruf
- Einstellungen zur sozialen Ungleichheit
- Einstellungen zu Ehe, Familie und Partnerschaft
- Sonstiges
- ALLBUS-Demographie
- Daten zum Interview
- Religion I (ISSP 1991)
- Abgeleitete Indizes
Themen:
-
Einstellungen zu Politik und
Wirtschaft: Zufriedenheit mit der Demokratie in der
Bundesrepublik; Meinung zur Funktionsfähigkeit unseres politischen Systems
(politische Unterstützung); Zufriedenheit mit den Leistungen der
Bundesregierung und der Landesregierung; Wahlberechtigung und
Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl; Wahlrückerinnerungsfrage;
Wahlabsicht (Sonntagsfrage); politisches Interesse; Postmaterialismus
(Wichtigkeit von Ruhe und Ordnung, von Bürgereinfluß, von
Inflationsbekämpfung und von freier Meinungsäußerung); politische
Partizipation; Präferenz für Steuersenkung oder erhöhte soziale
Leistungen; Einstellung zum Zuzug von Aussiedlern, Asylsuchenden,
EG-Arbeitnehmern und Nicht-EG-Arbeitnehmern; Selbsteinstufung auf einem
Links-Rechts-Kontinuum; Beurteilung der derzeitigen und zukünftigen
Wirtschaftslage in der Bundesrepublik und im eigenen Bundesland;
Beurteilung der eigenen derzeitigen und zukünftigen wirtschaftlichen
Situation; Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung in den alten und den
neuen Bundesländern.
-
Nationalstolz:
Stolz auf deutsche Einrichtungen und deutsche Leistungen; Stolz, ein
Deutscher zu sein.
-
Einstellungen zur deutschen
Vereinigung: Wiedervereinigung ist vorteilhaft für
Westen bzw. Osten; Abhängigkeit der Zukunft im Osten von der
Leistungsbereitschaft seiner Bürger; Fremdheit der Bürger im anderen Teil
Deutschlands; Leistungsdruck in den neuen Bundesländern; Einstellung zum
Umgang mit individueller Stasi-Vergangenheit; wichtigste Kritikpunkte an
der ehemaligen DDR; Einschätzung des Sozialismus als Idee.
-
Arbeit und Beruf:
Arbeitsorientierung und wichtigste Charakteristika des Berufs; Interesse,
sich künftig beruflich selbständig zu machen; eigene berufliche
Selbständigkeit in der Vergangenheit.
-
Einstellungen zur sozialen
Ungleichheit: Gerechter Anteil am Lebensstandard;
wichtigste Voraussetzungen für Erfolg in der Gesellschaft; Einstellung zum
Sozialstaat und zu sozialen Unterschieden.
-
Einstellungen zu Ehe, Familie
und Partnerschaft: Heirat bei dauernder Partnerschaft oder
Geburt eines Kindes; Familie als Glücksvoraussetzung; Erziehungsziele;
Einstellung zur Berufstätigkeit von Frauen; Taufe der Kinder; regionale
Herkunft des Lebenspartners bzw. Ehepartners.
-
Sonstiges:
Allgemeines Vertrauen zu Mitmenschen und zu Politikern; sozialer
Pessimismus und Zukunftsorientierung (Anomia); Verbundenheit mit der
eigenen Gemeinde, mit dem Bundesland, mit der alten Bundesrepublik bzw.
DDR, mit Gesamtdeutschland sowie mit der EG; Wichtigkeit von
Lebensbereichen; Furcht vor Verlust des Arbeitsplatzes bzw. der
betrieblichen Existenz.
-
ALLBUS-Demographie:
- Angaben zur befragten Person: Geschlecht; Geburtsdatum, Alter;
Wohnort (Bundesland, Regierungsbezirk, politische Gemeindegröße,
Boustedt-Gemeindetyp); Herkunft und Staatsangehörigkeit, Übersiedlung
nach Ost- oder Westdeutschland, Interesse an einer Übersiedlung in den
Ost- bzw. Westteil; Konfession, Kirchgangshäufigkeit; allgemeiner
Schulabschluß, berufliche Ausbildung; Erwerbsstatus; Angaben zum
gegenwärtigen Beruf, Stellungsdauer, Branche, Zugehörigkeit zum
öffentlichen Dienst, berufliche Aufsichtsfunktion, wöchentliche
Arbeitsdauer, Arbeitswegdauer; Angaben zum ersten Beruf; Zeitpunkt der
Aufgabe hauptberuflicher Erwerbstätigkeit; Angaben zum ehemaligen Beruf;
Dauer von Arbeitslosigkeit; Befragteneinkommen; Familienstand;
Führerscheinbesitz; Alter beim Verlassen des Elternhauses; Ehebiographie.
- Angaben zum gegenwärtigen Ehepartner: Zusammenleben vor der Ehe;
Alter; allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung; Erwerbsstatus,
Angaben zum gegenwärtigen bzw. ehemaligen Beruf; Zeitpunkt der Aufgabe
hauptberuflicher Erwerbstätigkeit.
- Angaben zum ehemaligen Ehepartner: Alter; Angaben zum Beruf.
- Angaben zum nichtehelichen Lebenspartner: Dauer des Zusammenseins;
gemeinsamer Haushalt mit Lebenspartner; Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter
des Partners; allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung;
Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen bzw. ehemaligen Beruf.
- Angaben zu den Eltern des Befragten: Allgemeiner Schulabschluß von
Mutter und Vater; Angaben zum Beruf des Vaters.
- Haushaltsbeschreibung: Haushaltsgröße, Anzahl von über 17-jährigen
Haushaltspersonen (reduzierte Haushaltsgröße); Haushaltseinkommen; Zahl
der Kinder; Wohnungstyp; Telephonanschluß.
- Angaben zu den einzelnen Haushaltspersonen (Haushaltsliste):
Verwandtschaft der Haushaltspersonen zum Befragten; Geschlecht der
Personen; ihr Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter; Familienstand.
- Gegenwärtige Mitgliedschaften des Befragten (Deutscher
Gewerkschaftsbund (DGB), Deutsche Angestelltengewerkschaft (DAG),
Christlicher Gewerkschaftsbund (CGB), Union Leitender Angestellter (ULA),
Deutscher Beamtenbund (DBB), Bauernverband, Gewerbeverband,
Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Berufsverband der freien
Berufe, sonstiger Berufsverband; Gesangverein, Sportverein,
Hobby-Vereinigung, Heimat- oder Bürgerverein, sonstige gesellige
Vereinigung, Vertriebenen- oder Flüchtlingsverband, Wohlfahrtsverband,
kirchlicher oder religiöser Verein, Jugend- oder Studentenorganisation,
politische Partei (auch frühere Mitgliedschaft), Bürgerinitiative,
andere Vereine oder Verbände).
-
Daten zum Interview:
Interviewbeginn und -ende; Interviewdauer; Gemeindegröße; Anwesenheit des
Befragten in den letzten 4 Tagen vor dem mündlichen Interview.
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Religion I (ISSP):
Persönliche Glückseinschätzung; Einschätzung der sozialen Verantwortung
des Staates bezüglich der Arbeitsbeschaffung und der
Einkommensnivellierung; härtere Strafen und Todesstrafe als Maßnahmen zur
Verbrechensbekämpfung; Einstellung zu vorehelichem Geschlechtsverkehr und
zum Seitensprung in der Ehe; Einstellung zur Homosexualität und zur
Abtreibung; Beurteilung der Rollenverteilung in der Ehe und Einstellung zu
berufstätigen Frauen; Steuerehrlichkeit und Einstellung zur Ehrlichkeit
des Bürgers gegenüber dem Staat; Vertrauen in Institutionen wie Bundestag,
Handel, Industrie, Behörden, Kirchen, Gerichte und Schulen; Einstellung zu
gottesungläubigen Politikern und Amtsträgern; Beeinflussung der Wähler
sowie der Regierung durch Kirchenführer; Meinung zur Macht von Kirchen und
religiösen Organisationen.
Zweifel oder fester Gottesglaube; empfundene Nähe zu Gott; Entwicklung des
persönlichen Glaubens an Gott; Glauben an ein Leben nach dem Tod; Glaube
an den Teufel, den Himmel, die Hölle und an Wunder; Bewertung der Bibel;
Fatalismus; Sinn des Lebens und christliche Lebensdeutung; Verbindung mit
Verstorbenen; religiöse Bindung an einen Wendepunkt im Leben;
Religionszugehörigkeit des Vaters und der Mutter; eigene
Religionszugehörigkeit; Kirchgangshäufigkeit des Vaters, der Mutter und
des Partners; eigene Glaubensrichtung und Kirchgangshäufigkeit im
Jugendalter; Häufigkeit des Betens und der Teilnahme an religiösen
Aktivitäten; Selbsteinstufung eigener Religiosität; Einstellung zum
Schulgebet; eigenes Gewissen, gesellschaftliche Regeln oder Gottes Gesetze
als persönliche Entscheidungsbasis; Einstellungen zum Verbot von
Religionskritik in Literatur und Filmen; Aufgaben der Kirche; Aberglaube:
Glaube an Glücksbringer, Wahrsager, Wunderheiler, Sternzeichen und
Horoskope.
-
Abgeleitete Indizes:
Postmaterialismus-Index (nach Inglehart); Familientypologie,
Haushaltsklassifikationen (nach Porst und Funk); Berufsvercodung gemäß
ISCO (International Standard Classification of Occupations) 1968 und 1988;
Berufsprestige (nach Treiman); Magnitudeprestige (nach Wegener);
Klassenlagen (nach Goldthorpe); Einordnungsberufe (nach Pappi und Terwey);
Transformationsgewicht; Ost-West-Gewicht für gesamtdeutsche Auswertungen.
Grundgesamtheit und Auswahl:
- Untersuchungsgebiet: Bundesrepublik Deutschland
- Haushaltsstichprobe: Mehrstufig geschichtete Zufallsauswahl
(ADM-Mastersample) aus Privathaushalten in den alten und neuen
Bundesländern. Befragt wurden deutschsprachige Personen, die bis zum
Befragungstag das 18. Lebensjahr vollendet hatten.
- Grundlage für die Auswahl war in Westdeutschland das von Infratest
modifizierte ADM-Master-Design, in Ostdeutschland das
Infratest-Mastersample Ost mit jeweils anschließendem Random-Route. Der
disproportionale Stichprobenansatz war so gestaltet, daß die Zahl der
auswertbaren Interviews ca. 3000 betrug, davon jeweils ca. 1500 aus West-
und Ostdeutschland.
Erhebungsverfahren:
- Mündliche Befragung mit standardisiertem Fragebogen (PAPI - Paper and
Pencil Interviewing)
- schriftliche Zusatzbefragung (drop off) im Rahmen des ISSP
Primary Sampling Units / Sample-Points:
| West: |
314 |
Stimmbezirke (geschichtete Zufallsauswahl
aus den Infratest zur Verfügung stehenden 3500 Stimmbezirken der
ADM-Hauptstichprobe) |
| Ost: |
408 |
Sample-Points (aus Infratest-Mastersample
von Gemeinden) |
Ausschöpfungsquote:
Datensatz:
| Anzahl der Befragten: |
3058 |
| Anzahl der Variablen: |
522 |
Weitere Hinweise:
- Bei einem Teil der Fragen aus der ALLBUS-Demographie waren die
Antwortvorgaben an die jeweiligen Besonderheiten in Ost- und
Westdeutschland angepaßt. Die Frage nach Kritikpunkten an der früheren DDR
wurde nur in Ostdeutschland gestellt.
- Eine in der Demographie vereinfachte Version des Datensatzes (231
Variablen) ist als
ALLBUScompact 1991 (ZA-Nr. 3715)
zusätzlich vorhanden.
English site
© GESIS Michael Terwey
16.04.2008
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