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ALLBUS 2000 PAPI (ZA-Nr. 3452)

Erhebungszeitraum:

  • Januar 2000 bis Juli 2000

Wissenschaftlicher Beirat:

  • Jutta Allmendinger, Universität München;
  • Hans-Jürgen Andreß, Universität Bielefeld;
  • Wilhelm Bürklin, Universität Potsdam;
  • Andreas Diekmann, Universität Bern;
  • Hubert Feger, Freie Universität Berlin;
  • Johannes Huinink, Universität Rostock;
  • Heiner Meulemann, Universität zu Köln;
  • Walter Müller, Universität Mannheim;
  • Karl Dieter Opp, Universität Leipzig;
  • Erwin K. Scheuch, Universität zu Köln;
  • Heike Solga, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin

Datenerhebung:

Infratest (München)

Inhalt:

Erhebung zur gesellschaftlichen Dauerbeobachtung von Einstellungen, Verhalten und sozialem Wandel in Deutschland. Schwerpunkte dieser Untersuchung sind für 2000:

  1. Einstellungen zu Familie, Ehe und Partnerschaft
  2. Wichtigkeit von Berufsaspekten
  3. Politische Einstellungen
  4. Abweichendes Verhalten und Sanktion
  5. Einstellungen zur deutschen Vereinigung
  6. Einstellungen zu ethnischen Gruppen und Migration
  7. Nationalstolz
  8. Einstellungen zur sozialen Ungleichheit
  9. Sonstiges
  10. ALLBUS-Demographie
  11. Daten zum Interview
  12. Abgeleitete Indizes

Themen:

  1. Einstellungen zu Familie, Ehe und Partnerschaft: Familie als Voraussetzung für Glück; Einstellung zur Heirat bei dauernder Partnerschaft oder Geburt eines Kindes; Einstellung zur Rolle der Frau in der Familie; Einstellung zur Berufstätigkeit von Frauen; Erziehungsziele; Einstellungen zum Schwangerschaftsabbruch.
  2. Wichtigkeit von Berufsaspekten: Präferenzen bei einer beruflichen Tätigkeit (Sicherheit, Einkommen, Verantwortung etc.).
  3. Politische Einstellungen: Politische Partizipation; Parteipräferenz; Vertrauen in öffentliche Einrichtungen und Organisationen (Gesundheitswesen, Bundesverfassungsgericht, Bundestag, Stadt- oder Gemeindeverwaltung, Bundeswehr, Kirchen, Justiz, Fernsehen, Zeitungswesen, Universitäten, Bundesregierung, Gewerkschaften, Polizei, Arbeitsämter, Rentenversicherung, Arbeitgeberverband, Europäische Kommission, Europäisches Parlament, Europäischer Gerichtshof); Verbundenheit mit der eigenen Gemeinde, mit dem Bundesland, mit der alten Bundesrepublik bzw. mit der DDR, mit Gesamtdeutschland sowie mit der EU; politisches Interesse; Postmaterialismus (Wichtigkeit von Ruhe und Ordnung, Bürgereinfluß, Inflationsbekämpfung und freier Meinungsäußerung); Selbsteinstufung auf einem Links-Rechts-Kontinuum; Einfluß von Politik auf eigenes Befinden; politische Unterstützung (Demokratiezufriedenheit in Deutschland).
  4. Abweichendes Verhalten und Sanktion: Meinung zu ausgewählten Delikten und Vergehen bezüglich ihrer Verwerflichkeit und ihrer Sanktionswürdigkeit; Gesetzestreue; Wahrscheinlichkeit, genannte Gesetzesübertretungen in Zukunft zu begehen; selbstberichtetes abweichendes Verhalten; Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, bei verschiedenen Delikten entdeckt zu werden; Senkung der Kriminalität durch härtere Strafen; eigene Viktimisierung.
  5. Einstellungen zur deutschen Vereinigung: Einstellung zur Forderung nach mehr Opferbereitschaft im Westen und mehr Geduld im Osten; Wiedervereinigung ist vorteilhaft für Westen bzw. Osten; Abhängigkeit der Zukunft im Osten von der Leistungsbereitschaft seiner Bürger; Fremdheit der Bürger im anderen Teil Deutschlands; Leistungsdruck in den neuen Bundesländern; Einstellung zum Umgang mit individueller Stasi-Vergangenheit; Einschätzung des Sozialismus als Idee.
  6. Einstellungen zu ethnischen Gruppen und Migration: Einstellung zum Zuzug von Aussiedlern, Asylsuchenden, EU-Arbeitnehmern und Nicht-EU-Arbeitnehmern; Staatsbürgerschaften des Befragten; Ethnozentrismusskala; Kontakte zu Ausländern in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis.
  7. Nationalstolz: Stolz auf deutsche Einrichtungen und deutsche Leistungen; Stolz, ein Deutscher zu sein.
  8. Einstellungen zur sozialen Ungleichheit: Wichtigste Voraussetzungen für gesellschaftlichen Erfolg und Aufstieg; Realisierung persönlicher Erfolgsvorstellungen; Einschätzung angemessener Ausbildungschancen für alle; Selbsteinschätzung der sozialen Schichtzugehörigkeit; gerechter Anteil am Lebensstandard; Einstellung zum Sozialstaat und zu sozialen Unterschieden; Meinungen zum deutschen Wirtschaftssystem und Beurteilungen von wohlfahrtsstaatlichen Maßnahmen; Einstellungen zu sozialen Unterschieden und Erfolgsbedingungen; Zufriedenheit mit dem Leben in Deutschland; Bewertung der eigenen sozialen Sicherung; Haltung zur Ausweitung oder Kürzung von Sozialleistungen.
  9. 9.) Sonstiges: Sozialer Pessimismus und Zukunftsorientierung (Anomia); Vertrauen in Mitmenschen; Selbsteinstufung der Religiosität; kirchliche Trauung; Taufe der Kinder; Kinderwunsch; Freunde (egozentrierte Netzwerke) mit Angaben über deren Erwerbstätigkeit, sowie Wahlverhalten, gegenseitige Bekanntschaft, deutsche Staatsangehörigkeit der Freunde; Beurteilung der derzeitigen und zukünftigen Wirtschaftslage in Deutschland; Beurteilung der eigenen derzeitigen und zukünftigen wirtschaftlichen Situation; Wirtschaftslagen im Zeitvergleich; geschätzte Arbeitslosenzahlen.
  10. ALLBUS-Demographie:
    • Angaben zur befragten Person: Geschlecht, Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter, Herkunft, Wohndauer und Mobilität, Staatsbürgerschaft (Nationalität), Wohnort (Bundesland, politische Gemeindegröße, BIK-Stadtregion), Konfession, Kirchgangshäufigkeit, Wahlabsicht (Sonntagsfrage), allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung, Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen Beruf, Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst, berufliche Leitungsfunktion, wöchentliche Arbeitsdauer, Dauer von Arbeitslosigkeit, Angaben zum ehemaligen Beruf, Zeitpunkt der Beendigung hauptberuflicher Erwerbstätigkeit, Befragteneinkommen, Familienstand, Ehebiographie, Mitgliedschaft des Befragten in einer Gewerkschaft oder Partei.
    • Angaben zum gegenwärtigen Ehepartner: Alter, allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung, Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen Beruf.
    • Angaben zu nichtehelichen Lebenspartnern: Gemeinsamer Haushalt mit Lebenspartner, Alter des Partners, allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung, Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen Beruf, Arbeitsteilung im Haushalt.
    • Angaben zu den Eltern des Befragten: Allgemeiner Schulabschluß von Mutter und Vater, Angaben zum Beruf des Vaters.
    • Haushaltsbeschreibung: Haushaltsgröße, Anzahl von über 17-jährigen Haushaltspersonen (reduzierte Haushaltsgröße), Haushaltseinkommen; Wohnungstyp.
    • Angaben zu den einzelnen Haushaltspersonen (Haushaltsliste): Verwandtschaft der Haushaltspersonen zum Befragten, Geschlecht der Personen, Alter, Familienstand.
    • Angaben zu Kindern außerhalb des Haushalts: Geschlecht, Alter.
  11. Daten zum Interview: Interviewdauer und Interviewdatum; Korrekturhäufigkeit; Anwesenheit Dritter beim Interview (Anwesenheit von Ehegatte, Partner, Kindern, Familienangehörigen, sonstigen Personen); Eingriff Dritter in das Interview; Zuverlässigkeit der Angaben der befragten Person; Erreichbarkeit der Befragungsperson; Angaben zum Wohngebäude des Befragten; Teilnahme an den ISSP-Zusatzbefragungen;
    Angaben zum Interviewer: Geschlecht, Alter, Schulabschluß, Identifikationsnummer, Interviewerfahrung; Zahl der Kontaktversuche.
  12. Abgeleitete Indizes: Postmaterialismus-Index (nach Inglehart); Familientypologie, Haushaltsklassifikationen (nach Porst und Funk); Berufsvercodung gemäß ISCO (International Standard Classification of Occupations) 1968 und 1988; Berufsprestige (nach Treiman); SIOPS (nach Ganzeboom); ISEI (nach Ganzeboom); Magnitudeprestige (nach Wegener); Einordnungsberufe (nach Terwey); Klassenlagen (nach Goldthorpe); Ost-West-Gewicht für gesamtdeutsche Auswertungen.

Grundgesamtheit und Auswahl:

  • Untersuchungsgebiet: Bundesrepublik Deutschland
  • Personenstichprobe: Zweistufige, disproportional geschichtete Zufallsauswahl in West- (incl. West-Berlin) und Ostdeutschland (incl. Ost-Berlin) aus allen deutschsprachigen Personen, die zum Befragungszeitpunkt in Privathaushalten lebten und vor dem 01.01.82 geboren sind.
  • In der ersten Auswahlstufe wurden Gemeinden in Westdeutschland und in Ostdeutschland mit einer Wahrscheinlichkeit proportional zur Zahl ihrer erwachsenen Einwohner ausgewählt.
  • In der zweiten Auswahlstufe wurden Personen aus den Einwohnermeldekarteien zufällig gezogen.

Erhebungsverfahren:

  • Mündliche Befragung mit standardisiertem Fragebogen (PAPI - Paper and Pencil Personal Interviewing)

Primary Sampling Units / Sample-Points:

West:  111 Sample-Points (in 105 Gemeinden)
Ost:  51 Sample-Points (in 46 Gemeinden)

Ausschöpfungsquote:

West:  52,2 %
Ost:  56,5 %

Datensatz:

Anzahl der Befragten:  666
Anzahl der Variablen:  675

Weitere Hinweise:

  • Befragte aus dem Bereich der neuen Bundesländer sind in den Daten überrepräsentiert (oversample).
  • Erstmals wurde in der ALLBUS-Serie CAPI (Computer Aided Personal Interviewing) als Erhebungsmethode in der Hauptherhebung eingesetzt. Daher gibt es mit der hier dokumentierten Zusatzstudie auch eine kleiner PAPI- Erhebung (Paper and Pencil Interviewing), in der die Fragen aus beiden Splits des ALLBUS 2000 CAPI an alle Befragten gestellt wurden.
  • Diese zusätzliche PAPI-Erhebung ermöglicht einen Vergleich zwischen CAPI- und PAPI-Ergebnissen.
  • Die CAPI-Studie ist ebenfalls im GESIS-ZA  erhältlich (ZA-Nr. 3451). Die dort enthaltenen ISSP-Fragen (deutsche Version) wurden in der PAPI-Zusatzerhebung nicht gestellt.
  • Eine in der Demographie vereinfachte Version des Datensatzes (275 Variablen) ist als ALLBUScompact 2000 PAPI (ZA-Nr. 3722) zusätzlich vorhanden.

 

 

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© GESIS Michael Terwey 16.04.2008