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Erhebungseinheiten |
Haushalte, Personen |
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Auswahlgrundlage |
Liste der Zählbezirke der Volks- und Berufszählung 1961 (ca.
600.000 Zählbezirke mit durchschnittlich jeweils 100 Personen).
Aktualisierung: Erfassung der Neubautätigkeit in den Zählbezirken
durch die Mikrozensus-Interviewer sowie anhand von
Bauleitplanungsunterlagen für Flächen, die 1961 noch nicht bebaut
waren |
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Auswahlverfahren |
Geschichtete einstufig zweiphasige Klumpenstichprobe |
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1. Phase : Ziehung der
10-Prozent-Stichprobe |
Anordnung der Gemeinden nach Bundesland (Schichtung), Kreis,
Anzahl der Zählbezirke je Gemeinde (bei gleicher Anzahl: nach
Alphabet)
Systematische Ziehung jedes 10. Zählbezirks innerhalb jedes
Kreises, mit Bestimmung der Ziehung des ersten Zählbezirks im
ersten Kreis durch Zufallszahl. Stichprobenumfang: 59.200
Zählbezirke |
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2. Phase : Ziehung der
10-Prozent-Mikrozensus Stichproben (systematische Ziehung jedes 10.
Zählbezirks) |
"Normalzählbezirke" (ohne
Gemeinschafts- und Anstaltsunterkünfte): Anordnung der Gemeinden
nach Gemeindegrößenklasse und Anzahl der Zählbezirke. Gemeinden
einer Gemeindegrößenklasse mit gleicher Anzahl von Zählbezirken
bilden eine Schicht, wobei Gemeinden mit 21 und mehr Zählbezirken
(d.h. mehr als 50.000 Einwohner) zu einer eigenen Schicht
zusammengefasst wurden. Die konkrete Anordnung der Zählbezirke
variiert in Abhängigkeit von der Anzahl der Zählbezirke pro
Gemeinde. Bei den Normalzählbezirken werden 3 Zählbezirksschichten
unterschieden:
1. Gemeinden mit einem Zählbezirk: Anordnung nach
Regierungsbezirk und Anzahl der Gebäude im Zählbezirk (bei
gleicher Gebäudezahl nach Anzahl der Personen im Zählbezirk)
2. Gemeinden mit mehr als 2 Zählbezirken, ohne Gemeinden mit
100.000 Einwohner und mehr: Anordnung nach regionaler Ordnung der
Gemeinden und je Gemeinde nach Anzahl der Gebäude in den
Zählbezirken (bei gleicher Gebäudezahl: Personen im Zählbezirk)
3. Gemeinden mit 100.000 Einwohnern und mehr: Anordnung nach
regionaler Ordnung der Gemeinden und je Gemeinde der Zählbezirke
nach der Gebäudezahl (Gruppen: 0-4, 5-9, 10-14, 15-19, 20-29,
30-39, 40+)
"Anstaltszählbezirke": Nach Einteilung in 6
Anstaltsgruppen werden Anstaltszählbezirke nach Bundesland,
Anstaltsgruppe und Anzahl der Anstaltspersonen angeordnet. Anstalten
mit über 150 Personen werden für eine Teilauswahl zerlegt (150-299
Personen: Halbierung des Anstaltszählbezirks; 300-999 Personen:
Viertelung; 1000+ Personen: Zehnteiung). Systematische Auswahl jedes
10. Anstaltszählbezirks |
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Bundesland (11 Kateg.), Gemeindegrößenklasse (10), Anzahl der
Zählbezirke je Gemeinde (22) [Anordnungsmerkmale: regional je
Gemeinde nach der Zahl der Gebäude im Zählbezirk; s.o.] |
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1 Prozent |
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systematische Auswahl |
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Geschlechtsspezifische Anpassung der Mikrozensus-Ergebnisse an
Eckwerte der Bevölkerungsfortschreibung je Bundesland durch
zufälliges Doppeln oder Streichen von Personensätzen |
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Ein Zählbezirk verbleibt 3 Jahre in der Stichprobe, jährlich
wird 1/3 der Zählbezirke ausgetauscht. |
Besonderheiten der Mikrozensus-Zusatzerhebung 4/71
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Berichtswoche |
18.-24.4.1971 |
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Zielpopulation |
Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die 1956 und früher
geboren wurden
Auswahlsatz: 1 Prozent
Erfasste Personen: 446.734
Für Auswertungen zugrunde zu legender Stichprobenumfang: 456.313
Personen (nach Anpassung/Fallselektion durch Variable V106)
Die Anpassung an die Bevölkerungsfortschreibung [V106=1, 2, 5]
führt zur Vergrößerung der Fallzahl um den Faktor 1,021 (=
456.313 / 446.734)
Fallzahl im Datensatz: 486.642 (einschl. der durch das
Anpassungsverfahren gedoppelten und ergänzten Fälle sowie
Personen, die nicht zur Wohnbevölkerung zählen) |
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Zusammenführung mit MZ-Grundbefragung |
Fälle der MZ-Zusatzbefragung: 448.421; Fälle MZ-Grundbefragung:
665.369 – 189.260 nicht zu befragender Personenkreis = 476.109;
Zusammengeführte Fälle: 464.366 |
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Konzepte, Definitionen |
In der MZU 4/71 wurden für die Erfassung der beruflichen
Stellungen und der Wirtschaftszweige andere Konzepte als bei der
MZ-Grunderhebung verwendet (siehe Erhebungsunterlagen) |
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Erhebungsmethode |
Mündliches Interview durch MZ-Interviewer
Fremdauskünfte (Proxy-Interviews) waren möglich (siehe Variable
V105)
Bekannte Erhebungsprobleme: teilweise unvollständige Erfassung
der beruflichen Veränderungen 1960-1971 durch Interviewer; bei den
Retrospektivfragen zur beruflichen Stellung bzw. Erwerbstätigkeit
sind teilweise Schulwechsel und Ausbildungsetappen nicht erfasst
worden
Weitere Informationen zu Interviewer-Schulung, Signier-Kontrolle
und Erhebungsfehler etc. in Tegtmeyer (1979) |
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Literatur |
Stichprobenplan der Mikrozensus-Flächenstichprobe ab Oktober
1961, in: Bevölkerung und Kultur, Nr. A6/I, hrsg. v. Statistischen
Bundesamt, Wiesbaden 1964. [Abgedruckt in Abschnitt E2, S. 21-39 in:
Statistisches Bundesamt (1999): Arbeitsunterlagen zum Mikrozensus.
Das Erhebungsprogramm des Mikrozensus seit 1957. Wiesbaden
(Loseblattsammlung)]
Tegtmeyer, Heinrich, 1979: Berufliche und soziale Umschichtung
der Bevölkerung: Methodische Anmerkungen zur Planung, Durchführung
und Aufbereitung der Befragung. S. 17-47 in: ders. (Hg.): Soziale
Strukturen und individuelle Mobilität. Beiträge zur
sozio-demographischen Analyse der Bundesrepublik Deutschland.
Schriftenreihe des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung; 6.
Boppard: Boldt. |