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Datenreport-Einführung
Der Datenreport erscheint seit 1983 alle zwei Jahre und präsentiert
Ergebnisse der amtlichen Statistik und der wissenschaftlichen
Sozialberichterstattung.
Es handelt sich um eine umfassende Darstellung der wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Situation in der Bundesrepublik Deutschland in Form
eines Sozialberichts.
Herausgegeben wird der Datenreport vom Statistischen Bundesamt (DESTATIS)
in Zusammenarbeit
mit dem Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)
und dem Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (GESIS-ZUMA)
in Mannheim.
Die Zusammenarbeit zwischen amtlicher Statistik und wissenschaftlicher
Sozialberichterstattung beruht auf einer spezifischen Arbeitsteilung und
schlägt sich in einer Zweiteilung des Datenreports nieder. Während
der erste Teil die faktischen Lebensbedingungen und ihren Wandel mit den
Daten der amtlichen Statistik beschreibt, enthält der zweite Teil
eine Beschreibung und Analyse der Wohlfahrtsentwicklung und des
sozialstrukturellen Wandels auf einer spezifisch
sozialwissenschaftlichen Datenbasis, die insbesondere auch Informationen
über die subjektiven Wahrnehmungen und Bewertungen der objektiven
Lebensbedingungen aus der Sicht der Bürger umfasst.
Der erste Teil des Datenreports "Gesellschaft, Wirtschaft, Staat im
Spiegel der Statistik" folgt einer Gliederung, die wichtige Bereiche der
Lebensbedingungen, wie z.B. Bildung, Erwerbstätigkeit, Wohnen, Gesundheit
und Freizeit abdeckt, aber zugleich auch an der Organisationsstruktur der
amtlichen Statistik orientiert ist. Internationale Vergleiche sind einem
speziellen Abschnitt vorbehalten, in dem demographische,
soziale und ökonomische Daten über die Bundesrepublik Deutschland denen
anderer EU-Staaten sowie möglicher EU-Beitrittskandidaten gegenübergestellt werden.
Die im ersten Teil des Datenreports zusammengestellten Informationen
beruhen nicht auf einer einzigen speziellen Erhebung, sondern stellen eine
spezifische Auswahl aus dem gesamten Datenbestand der amtlichen Statistik
dar.
Der zweite Teil des Datenreports erweitert das Informationsangebot der
amtlichen Statistik um die Perspektive einer nicht-amtlichen, wissenschaftlichen
Sozialberichterstattung. Dieser Teil des Reports stützt sich nicht
nur auf eine nicht-amtliche, speziell für die gesellschaftliche
Dauerbeobachtung konzipierte Datenbasis,
sondern wird auch stärker durch sozialwissenschaftliche Konzepte strukturiert
und geprägt. Während sich die amtliche Statistik in ihrer Berichterstattung
auf objektive Lebensumstände und Merkmale der demographischen, ökonomischen
und sozialen Strukturen beschränkt, umfasst der zweite Teil des Datenreports
auch das subjektive Wohlbefinden und untersucht Zusammenhänge und
Diskrepanzen zwischen den objektiven Lebensbedingungen und deren subjektiver
Wahrnehmung und Bewertung. Die
in erster Linie an Lebensbereichen orientierte Gliederung stellt sicher,
dass sich die beiden Teile des Datenreports in wesentlichen Punkten
inhaltlich entsprechen und ergänzen. Hinzu kommen lebensbereichsübergreifende
Betrachtungen - z.B. des subjektiven Wohlbefindens - und Untersuchungen zur
Situation spezifischer Bevölkerungsgruppen. Die Präsentation von Zeitreiheninformationen
und die Analyse des zeitlichen Wandels der Lebensbedingungen und des subjektiven
Wohlbefindens steht im Mittelpunkt der Berichterstattung. Teil II des
Datenreports ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Zentrum für
Sozialindikatorenforschung und dem
Bereich Datenmanagement des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB).
Herausgeber sind Roland Habich (Wissenschaftzentrum Berlin) und Heinz-Herbert
Noll (GESIS-ZUMA).
Der aktuelle Datenreport 2006 ist bei der Bundeszentrale für Politische
Bildung (Adenauerallee 86, 53113 Bonn, Tel.: 01888 - 515-0, E-Mail info[at]bpb.de) erhältlich.
Einzelexemplare können auch hier
angefordert werden!
© GESIS Heinz-Herbert Noll
22.04.2008
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