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Vergleich von Datenerhebungsverfahren
In einer von der DFG finanzierten empirischen Studie untersuchten
Karl-Heinz Reuband und Jörg
Blasius, ob sich das Antwortverhalten in face-to-face-, telefonischen
und schriftlichen Befragungen unterscheidet. Dabei wurde insbesondere
geprüft, ob die Art der Datenerhebung einen Einfluß auf die
Antwortbereitschaft und auf selektive Ausfälle von Befragtengruppen bzw.
auf die Qualität der Antworten hat. In weiteren Methodenexperimenten
wurde auch untersucht, ob es eine optimale Anzahl von Kontakten bei der
Telefonbefragung gibt, ob es sinnvoll ist, Verweigerer ein zweites Mal
aufzusuchen, und wie die Ausschöpfungsquote bei allen drei Erhebungsarten
maximiert werden kann.
Ausgewählte Literatur:
- Jörg Blasius und Karl-Heinz Reuband: Telefoninterviews in der
empirischen Sozialforschung: Ausschöpfungsquoten und
Antwortqualität. In: ZA-Information, Heft 37, 1995, S. 64-87.
- Jörg Blasius und Karl-Heinz Reuband: Postalische Befragungen in der
empirischen Sozialforschung: Ausschöpfungsquoten und
Antwortqualität. In: Planung und Analyse 1/96, 1996, S. 35-41.
- Karl-Heinz Reuband und Jörg Blasius: Face-to-face-, telefonische
und postalische Befragungen: Ausschöpfungsquoten und Antwortmuster in
einer Großstadt-Studie. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie
und Sozialpsychologie, 48, 1996, S. 296-318.
- Karl-Heinz Reuband und Jörg Blasius: Situative Bedingungen des
Interviews, Kooperationsverhalten und Sozialprofil konvertierter
Verweigerer. Ein Vergleich von telefonischen und face-to-face
Befragungen. In: Volker Hüfken (Hrsg.), Methoden in
Telefonumfragen. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 2000, S.
139-167.
Ein wichtiges Problem in der empirischen Sozialforschung ist die
Behandlung von "fehlenden Werten". In mehreren methodisch
angelegten Sekundäranalysen untersuchen Jörg
Blasius und Victor Thiessen (Dalhousie University, Halifax, Kanada),
ob z.B. die Mittelkategorien von Likert-Skalen als "fehlende
Werte" betrachtet werden können oder ob es sich dabei um substantive
Antworten handelt. Eine Fragestellung ist dem Nachweis von Response-Sets
gewidmet und wie diese diagnostiziert werden können.
Ausgewählte Literatur:
- Victor Thiessen und Jörg Blasius: Distinguishing between
Substantive and Non-Substantive Responses: Using Multiple
Correspondence Analysis to Analyze the Structure of Response
Categories. In: Jörg Blasius und Michael Greenacre (eds.), Visualization
of Categorical Data. San Diego: Academic Press, 1998, S. 239-252.
- Jörg Blasius und Victor Thiessen: Methodological Artefacts in
Measures of Political Efficacy and Trust. Erscheint in: Political
Analysis (9, Heft 1, 2001)
© GESIS Jörg Blasius
02.10.1996
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