zurück zur Übersicht ¬ Abschied von der D-Mark - Euro willkommen?

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4 Folgen der Euro-Einführung für Arbeitsmarkt und Wirtschaft

 

[63-F] Bahnmüller, Reinhard, Dr.; Schulten, Thorsten (Bearbeitung); Bispinck, Reinhard, Dr. (Leitung):

Tarifpolitik unter dem Euro

INHALT: Zielsetzung ist die Beschreibung des Einflusses der Europäischen Währungsunion auf die Tarifpolitik in der Metallindustrie ausgewählter Länder (BRD, Frankreich, Belgien, Holland, Großbritannien, Schweden, Finnland) in Europa und der Ansätze einer supranationalen Koordinierung der Tarifpolitik. GEOGRAPHISCHER RAUM: Europäische Währungsunion

METHODE: Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe. DATENGEWINNUNG: Aktenanalyse, offen. Beobachtung, teilnehmend (Tarifkommissionen der Gewerkschaften). Qualitatives Interview (Tarifexperten der Tarifverbände). Sekundäranalyse von Aggregatdaten.

VERöFFENTLICHUNGEN: Bahnmüller, Reinhard: Das kurzzeitige "Ende der Bescheidenheit" und der lange Arm des "Bündnisses für Arbeit". Die ersten zwei Tarifrunden in der deutschen Metallindustrie unter dem Euro. in: Bispinck, Reinhard; Schulten, Thorsten (Ed.): Collective bargaining within the European Monetary Union. The example of the European metal industry. Brüssel 2000.+++Bahnmüller, Reinhard; Bispinck, Reinhard: Deutschland: Ende der Bescheidenheit in Euroland? in: Schulten, Thorsten; Bispinck, Reinhard (Hrsg.): Tarifpolitik unter dem Euro. Perspektiven einer europäischen Koordinierung: das Beispiel Metallindustrie. Hamburg: VSA-Verl. 1999, S. 71ff. ISBN 3-87975-740-2.+++Dies.: Tarifsystem und Tarifpolitik in der deutschen Metall- und Elektroindustrie 1980-1997. WSI-Diskussionspapier, Nr. 52. 1998.+++Dies.: Collective bargaining in the German metal industry 1980-1997. WSI Discussion Paper, No. 53. 1998.

ART: gefördert BEGINN: 199701 ENDE: 200012 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Hans-Böckler-Stiftung

INSTITUTION: Forschungsinstitut für Arbeit, Technik und Kultur e.V. an der Universität -FATK- (Haußerstr. 43, D-72076 Tübingen); Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut in der Hans-Böckler-Stiftung (Bertha-von-Suttner-Platz 3, D-40227 Düsseldorf)

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[64-F] Bauer, Thomas, Dr.; Euwals, Rob, Dr.; Ritchie, Felix, Dr.; Thalmaier, Anja (Bearbeitung); Zimmermann, Klaus F., Prof.Dr. (Leitung):

Europäisierung der Arbeitsmärkte

INHALT: Die europäischen Arbeitsmärkte verflechten sich zusehends miteinander. Die anstehende Erweiterung der Europäischen Union und die Einführung einer einheitlichen Währung verstärken diesen Effekt nur noch. International tätige Unternehmen verlangen nach regional flexiblen Mitarbeitern und adäquaten Produktionsbedingungen. Qualifikationsprofile stehen deshalb auf dem Prüfstand - sowohl für die innerhalb Europas miteinander konkurrierenden Arbeitnehmer als auch für die Standorte selbst. Überfordert die Europäisierung die Bürger oder bietet sie neue Chancen? Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um Hindernisse dieser unausweichlichen Entwicklung auszuräumen, zugleich aber deren Sozialverträglichkeit zu gewährleisten? Von der Europäisierung der Märkte und der Einführung des Euro sind wichtige Einflüsse auf die Durchführbarkeit und Effektivität nationaler Wirtschaftspolitik zu erwarten. Kann eine Regierung in einer globalisierten Wirtschaft noch wirksame Arbeitsmarktpolitik betreiben? Welche Effekte hat die Wirtschaftspolitik anderer EU-Staaten auf den deutschen Arbeitsmarkt? Wie sollte ein europäisches Tarifsystem organisiert werden und welche arbeitsmarktpolitischen Konsequenzen sind von europaweit einheitlichen Tarifverhandlungen zu erwarten? Diesen Fragen geht das IZA innerhalb des Forschungsschwerpunktes nach.

METHODE: Mikroökonometrie.

VERöFFENTLICHUNGEN: Zimmermann, K.F.: Immigration und Arbeitsmarkt: eine ökonomische Perspektive. in: Bowler, K.A.; Heinritz, G.; Wiessner, R. (Hrsg.): Europa zwischen Integration und Regionalismus. Stuttgart 1998, S. 56-66.+++Zimmermann, K.F.: German job mobility and wages. in: Ohashi, Isao; Toshiaki, Tachibanaki (eds.): Internal labor markets, incentieves and emloyment. Houndmills 1998, 5, S. 300-332. ARBEITSPAPIERE: Rotte, R: Sorties from the fortress: the current system of anti-immigration policies in Germany. IZA Discussion Paper, Nr. 13. Bonn1998.+++Rotte, R.; Vogler, M.: Determinants of international migration: empirical evidence for migratio from developing countries to Germany. IZA Discussion Paper, Nr. 12. Bonn 1998.

ART: Eigenprojekt BEGINN: 199810 ENDE: 200310 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution

INSTITUTION: Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit GmbH (Schaumburg-Lippe-Str. 9, D-53072 Bonn)

KONTAKT: Institution (Tel. 0228-3894-201)

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[65-L] Belke, Ansgar:

EWU, Geldpolitik und Reform der Europäischen Arbeitsmärkte, in: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften, Bd. 49/1998, H. 1, S. 26-50 (Standort: UuStB Köln(38)-FHM Haa 00957)

INHALT: In dem Beitrag wird untersucht, ob die Europäische Währungsunion die Möglichkeit der Implementierung von Strukturreformen auf den europäischen Arbeitsmärkten, durch die sowohl der Arbeitslosigkeit als auch der Inflation entgegenzuwirken ist, erhöhen wird. Hierzu wird ein einfaches Basismodell in der Tradition von Barro/ Gordon (1983) und Kydland/ Prescott (1977) entwickelt. In diesem lassen sich die Geldpolitik und das Ausmaß der Arbeitsmarktreformen gleichzeitig endogen bestimmen. Das Modell impliziert, "daß die EWU nur dann die Anreize zu Arbeitsmarktreformen erhöht, wenn die Inflationsneigung der Europäischen Zentralbank ohne Reformen durch die EWU größer wird und/ oder das Risiko makroökonomischer Schocks ohne Reformen durch die EWU steigt." (IAB2)

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[66-F] Büttner, Thiess, Dr.; Buscher, Herbert S., Dr.; Heinemann, Friedrich, Dr.; Müller, Claudia; Puhani, Patrick, Dr.; Steiner, Viktor, Dr. (Bearbeitung); Franz, Wolfgang, Prof.Dr. (Leitung):

Arbeitsmarkteffekte der EWU

INHALT: Ziel des Projekts ist es, die Konsequenzen der Einführung des EURO auf Arbeitslosigkeit und Beschäftigung in Europa festzustellen. Mit dem Wegfall der nominalen Wechselkurse werden Wechselkursschwankungen und -risiken im Bereich der EWU ausgeschlossen. Durch die Wechselkursstabilisierung entstehende Wachstums- und Beschäftigungseffekte gilt es zu identifizieren. Mit dem EURO fallen jedoch sowohl der flexible Wechselkurs als auch die nationale Geldpolitik als Anpassungsinstrumente weg. In der Studie wird daher zum einen geprüft, inwieweit Schocks in Europa noch asymmetrisch, also unterschiedlich auf Nationen bzw. Regionen, wirken. Zum andern wird untersucht, inwiefern beide Instrumente in der Vergangenheit auftretende Schocks abfedern konnten. Entsprechend der gegenwärtigen Rolle der differenzierten Wechselkurs- und Geldpolitik und dem Ausmaß asymmetrischer Schocks ergibt sich der in Europa vorhandene Bedarf an alternativen regionalen Ausgleichsmechanismen. Die grundsätzlich in Frage kommenden Instrumente Arbeitsmobilität, Lohn- und Preisflexibilität, Kapitalmobilität und Finanztransfers werden daraufhin im Projekt auf ihre Eignung als Anpassungsinstrumente geprüft. Schwerpunktmäßig wird dabei der Einfluß der jeweiligen Instrumente auf die Beschäftigungssituation in den europäischen Staaten untersucht. Der zusätzliche lohnpolitische Flexibilitätsbedarf in der Währungsunion und Unterschiede im Flexibilitätsgrad des Lohnsetzungsverhaltens in den einzelnen Ländern sind von zentraler Bedeutung für die potentiellen Beschäftigungseffekte der EWU. Im Rahmen einer ökonomischen Analyse wird daher die Abhängigkeit des Lohnsetzungsverhaltens vom Zentralisierungsgrad der Lohnverhandlungen in einzelnen Ländern und vom Wechselkursregime betrachtet. GEOGRAPHISCHER RAUM: Europa

VERöFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Abschlußbericht.

ART: gefördert BEGINN: 199801 ENDE: 199812 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Deutsche Post-Stiftung

INSTITUTION: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH -ZEW- (L 7,1, D-68034 Mannheim)

KONTAKT: Steiner, Viktor (Dr. Tel. 0621-1235-151, e-mail: steiner@zew.de)

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[67-L] Dohse, Dirk; Krieger-Boden, Christiane:

Währungsunion und Arbeitsmarkt: Auftakt zu unabdingbaren Reformen, (Kieler Studien / Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel, 290), Tübingen: Mohr Siebeck 1998, X, 216 S., ISBN: 3-16-146963-1

INHALT: Welche Auswirkungen sind von der Europäischen Währungsunion auf die Arbeitsmärkte der Mitgliedstaaten zu erwarten? Unter welchen Bedingungen kann die Einführung der Wirtschafts- und Währungsunion eine dauerhafte Reduktion der Arbeitslosigkeit bewirken? Dies sind die Kernfragen, denen die Autorin und der Autor des Instituts für Weltwirtschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft nachspüren. Der Forschungsauftrag wurde im September 1997 abgeschlossen. Dohse und Krieger-Boden konzentrieren ihre Analyse auf die Auswirkungen, die sich aus dem Fortfall des Wechselkurses für die Arbeitsmärkte ergeben. In den ersten beiden Kapiteln untersuchen sie, welche Chancen und Risiken die Einführung der Währungsunion sowohl aus theoretischer Sicht als auch nach den Ergebnissen empirischer Untersuchungen beinhaltet. Daran anschließend werden die gegenwärtigen Rahmenbedingungen auf den EU-Arbeitsmärkten analysiert und herausgearbeitet, wie groß die Anpassungsflexibilität der nationalen Arbeitsmärkte ist. Ausgehend von unveränderten Rahmenbedingungen untersuchen Dohse und Krieger-Boden, wie hoch die Auswirkungen der Einführung der Währungsunion auf die Arbeitslosigkeit einzuschätzen und welche Rückwirkungen der Währungsunion auf die Rahmenbedingungen zu erwarten sind. Im Schlußkapitel zeigen sie auf, wie die arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen ausgestaltet werden müssen, damit ein beschäftigungspolitischer Erfolg erzielt werden kann. Die Autorin und der Autor kommen zu dem Ergebnis, daß die Arbeitsmarktflexibilität in den Mitgliedstaaten zu gering und dies die wesentliche Ursache für die hohe Arbeitslosigkeit sei (114). Empfohlen wird mehr Flexibilität in den Beschäftigungskosten, der Arbeitszeit und des Kündigungsschutzes sowie eine Reform der Arbeitslosenversicherung (117). Diese erfordere jedoch vor allem institutionelle Reformen, die in die Richtung einer größeren beschäftigungspolitischen Verantwortung der Tarifparteien weisen (121). Die Verankerung von beschäftigungspolitischen Kompetenzen auf europäischer Ebene wird skeptisch beurteilt. Nach Ansicht von Dohse und Krieger-Boden sollten die Mitgliedstaaten 'darüber wachen, daß mit der Akzeptanz des Beschäftigungskapitels nicht die Tür geöffnet wird für eine aktive europäische Beschäftigungspolitik' (120). (ZPol, NOMOS)

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[68-L] Dohse, Dirk; Krieger-Boden, Christiane; Soltwedel, Rüdiger:

EMU calls for comprehensive labour market reform, in: Intereconomics, Vol. 34/1999, No. 2, S. 55-63

INHALT: Die Autoren untersuchen den Zusammenhang zwischen der Einführung des Euro und den Arbeitsmärkten. Sie meinen, daß die Währungsunion die Flexibilisierung der Arbeitsmärkte noch dringlicher macht. (IAB)

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[69-L] Dullien, Sebastian; Horn, Gustav-Adolf:

Auswirkungen der Europäischen Währungsunion auf die deutsche Wirtschaft, (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung , Sonderhefte, 167), Berlin: Duncker & Humblot 1999, 95 S., ISBN: 3-428-10017-4

INHALT: "Diese Arbeit soll die konkreten Auswirkungen der Europäischen Währungsunion auf die deutsche Wirtschaft beleuchten. Dabei werden zunächst in Kapitel 2 Theoretische Vorbemerkungen die theoretischen Grundlagen der Arbeit dargelegt. In Kapitel 3 Geldpolitik in der EWU wird dann die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank untersucht. Kapitel 4 Fiskalpolitik in der EWU betrachtet die Konsequenzen der EWU auf die Fiskalpolitik sowie die Rolle, die der Fiskalpolitik in der EWU zustehen sollte. Dabei wird besonders auf die Folgen und Implikationen des Dubliner Stabilitäts- und Wachstumspakts eingegangen. Die Betrachtungen zur Lohnpolitik und den Arbeitsmärkten in Europa und in Deutschland, Kapitel 5 Lohnpolitik und Arbeitsmarktentwicklungen, ist das umfangreichste Kapitel dieser Arbeit. Hier wird zunächst gefragt, wie eine langfristig wachstumsfördernde Lohnpolitik in der EWU aussehen sollte. Dabei wird in einer Simulationsstudie untersucht, wie sich Lohnsenkungen in einzelnen Teilnehmerstaaten auf Deutschland und in Deutschland auf den Rest der EWU auswirken. Lohnpolitik kann jedoch nicht unabhängig von Arbeitsmarktstrukturen gesehen werden. Deshalb wird im Anschluß analysiert, welche Arbeitsmarktstrukturen im Hinblick auf geeignete Lohnpolitik vorteilhaft sind. Danach wird betrachtet, inwieweit die deutsche Lohnfindung diesen Kriterien genügt und inwieweit das deutsche Tarifsystem damit den Anforderungen der EWU gewachsen ist. Dabei bilden die Erfahrungen Ostdeutschlands mit dem westdeutschen Tarifsystem nach der Wiedervereinigung 1990 einen Schwerpunkt. Kapitel 6 Sozialversicherungen unter der EWU stellt im Anschluß dar, inwieweit unterschiedliche Niveaus und institutionelle Ausgestaltungen der Sozialversicherungen in Europa mit der EWU kompatibel sind. In Kapitel 7 Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im Rahmen der EWU wird gefragt, welche Auswirkungen die EWU auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft hat." (Autorenreferat)

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[70-L] Europäische Kommission (Urheber):

Jahreswirtschaftsbericht 1999, in: Europäische Wirtschaft, 1999, Nr. 67, S. 1-150

INHALT: Der Bericht, der Anfang 1999 fertiggestellt wurde, gibt im ersten Teil einen Überblick über die Wirtschaftslage in der EU bei der Einführung des Euro und resümiert die wirtschaftspolitischen Vorteile und Herausforderungen, die mit dem Euro verbunden sind. Der zweite Teil gibt einen knappen Überblick über die Lage in den 15 einzelnen Mitgliedsländern im Jahre 1998. (IAB)

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[71-L] Gollbach, Jochen; Schulten, Thorsten:

Tarifpolitik unter dem Euro und der Bildungsbedarf bei tarifpolitischer Koordinierung in Tarifpartnerschaften, in: Arbeit und Politik, Jg. 11/1999, Nr. 26, S. 47-53

INHALT: Tarifpolitische Entwicklungstrends in Westeuropa verlaufen gegenwärtig zwischen Dezentralisierung und neokorporatistischer Re-nationalisierung. Auf dem Gebiet der supranationalen Tarifpolitik gibt es in Europa bislang nur bescheidene Ansätze. Hier ist als alternative Strategie einer Europäisierung der Tarifpolitik der Koordinierungsansatz entwickelt worden, bei dem innerhalb der europäischen Branchengewerkschaften gemeinsam tarifpolitische Ziele entwickelt werden, die dann nach der Konvergenzmethode unter den jeweils besonderen Bedingungen innerhalb der verschiedenen nationalen Tarifsysteme umgesetzt werden sollen. Eine Operationalisierung dieses Ansatzes stellt die Initiative der IG Metall zur Schaffung grenzüberschreitender Tarifpartnerschaften dar, bei denen insbesondere während der aktuellen Tarifrunden ein Austausch von Tarifpraktikern aus angrenzenden Ländern vorgesehen ist. So kann die europäische Dimension von der Basis her in den gewerkschaftlichen Alltag eingebracht werden. Die gewerkschaftliche Bildungsarbeit muss hierzu die geeigneten Voraussetzungen schaffen. (ICE)

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[72-L] Hein, Eckhard:

Beschäftigungsorientierte Wirtschaftspolitik in der EWU: zur Notwendigkeit institutioneller Reformen, in: WSI Mitteilungen, Jg. 54/2001, H. 7, S. 450-457 (Standort: UuStB Köln(38)-Haa964; Kopie über Literaturdienst erhältlich)

INHALT: "Mit der Abkühlung der Weltkonjunktur ist ein Stillstand des Beschäftigungsaufbaus im Euro-Raum zu erwarten. Es stellt sich daher die Frage, was die europäische Wirtschaftspolitik zum Abbau der immer noch hohen Arbeitslosigkeit beitragen kann. Eine historisch vergleichende Analyse zeigt, dass trotz des stagnativen Wachstumstrends seit Mitte der 70er Jahre eine große, relativ geschlossene Ökonomie wie die USA in den 90er Jahren sehr wohl in der Lage war, durch eine binnenwirtschaftlich orientierte Makropolitik die Arbeitslosigkeit deutlich zu reduzieren, ohne damit das Inflationsproblem wieder auf die wirtschaftspolitische Tagesordnung zu setzen. Ob ein solcher Weg auch für die Europäische Union oder die Europäische Währungsunion gangbar ist, hängt davon ab, ob es gelingt, das doppelte Koordinationsproblem der Makropolitik zu lösen. Für eine koordinierte Makropolitik sind jedoch institutionelle Reformen in allen makroökonomischen Politikbereichen erforderlich." (Autorenreferat)

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[73-L] Heine, Michael; Herr, Hansjörg:

Verdrängte Risiken der Euro-Einführung, in: WSI Mitteilungen, Jg. 52/1999, H. 8, S. 539-547 (Standort: UuStB Köln(38)-Haa964; Kopie über Literaturdienst erhältlich)

INHALT: "Der Beitrag behandelt die potentiellen Gefahren für Wachstum und Beschäftigung in der EWU, die sich durch die Einführung des Euro ergeben haben. Dabei geht es nicht, wie ansonsten üblich, um eine Diskussion über Sinn oder Unsinn der Konvergenzkriterien, sondern um das nunmehr entstandene institutionelle Vakuum und die sich daraus ergebenden Unsicherheiten. Denn mit der Einführung des Euro wurden zwischen den Teilnehmerländern im ökonomischen Sinn Binnenmarktverhältnisse geschaffen, ohne daß die politische Integration mit dieser Dynamik hätte Schritt halten können. Die Gefahren werden an zwei ausgewählten Bereichen beispielhaft diskutiert: der Fiskal- und der Lohnbildungspolitik. Im ersten Fall besteht die Klippe darin, daß innerhalb der EWU keine, dem Nationalstaat vergleichbare Institution besteht. Unter dieser Bedingung drohen alle Teilnehmerländer, sich künftig prozyklisch zu verhalten. Im zweiten Fall ist eine deflationär wirkende Lohndumping-Politik zwischen den Teilnehmerländern nicht auszuschließen, da kein abgestimmter Lohnbildungsmechanismus existiert und die 'Vorteile' einer sogenannten wettbewerbsorientierten Lohnpolitik nicht länger durch Aufwertungen zunichte gemacht werden. In diesem Kontext werden mögliche Lösungsansätze knapp skizziert." (Autorenreferat)

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[74-L] Horn, Gustav-Adolf.; Scheremet, Wolfgang; Zwiener, Rudolf:

Wages and the Euro, (Contributions to economics), Heidelberg: Physica-Verl. 1999, 143 S., ISBN: 3-7908-1199-8

INHALT: Die Autoren, Forscher im DIW, analysieren zunächst die theoretischen Zusammenhänge zwischen Währungsunion, Geldpolitik und Lohnpolitik. Sie plädieren für eine Lohnpolitik, die sich am Inflationsziel der Europäischen Zentralbank und der Produktivitätsentwicklung (unter Berücksichtigung regionaler und sektoraler Besonderheiten) ausrichtet, was eine entsprechende Zentralisierung der Lohnfindung voraussetzt. Vorbild könnte hier die deutsche Lohnpolitik sein. Empirische Analysen der Autoren für die EU-Länder 1970-1996 zeigen, daß bei der optimalen Orientierung der Lohnpolitik noch Anpassungsbedarf in einigen Länder besteht. (IAB)

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[75-L] Kittel, Bernhard; Traxler, Franz:

Lohnverhandlungssysteme und Geldpolitik: ein internationaler Vergleich und seine Implikationen für die Währungsunion, in: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 27/2001, H. 1, S. 11-40 (Standort: UuStB Köln(38)-XH1749; Kopie über Literaturdienst erhältlich)

INHALT: "Durch den Vertrag von Maastricht wurde die Asymmetrie zwischen supranationalen und nationalen Entscheidungszentren insofern vertieft, als der Geldpolitik (EZB) eine außerordentlich einflußreiche Rolle zugewiesen wurde. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit die Interaktion institutionell verschiedener nationaler Lohnverhandlungssysteme mit der Geldpolitik unterscheidbare nominelle und reale Effekte zeitigt. Die Ergebnisse der Studie lassen den Schluß zu, daß sich die Lohnverhandlungssysteme in ihrer Responsivität gegenüber geldpolitischen Signalen signifikant unterscheiden. Mit diesen Unterschieden in der Responsivität der Lohnpolitik verbinden sich unterschiedliche realwirtschaftliche Effekte. Welche Schlußfolgerungen ergeben sich aus diesen Befunden für die Lohnpolitik in der WWU? Eine effektive transnationale Koordinierung der Lohnpolitik innerhalb der WWU ist zwar schwierig, scheint aber in einem dezentralisierten Verhandlungskontext auf der Grundlage sektoraler Lohnführerschaft möglich." (Autorenreferat)

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[76-L] Kuhlmann, Reinhard:

Europäische Tarifpolitik: gibt es das?, in: Gewerkschaftliche Monatshefte, Jg. 50/1999, H. 9, S. 566-573 (Standort: UuStB Köln(38)-Haa950; FES Bonn(Bo133)-X1085; Kopie über Literaturdienst erhältlich)

INHALT: Die vertragliche Regelung der Arbeitsbedingungen ist ein Kern des europäischen Sozialmodells. Die Gewerkschaften sind herausgefordert, nicht nur den nationalen tarifpolitischen Status quo zu verteidigen, sondern ihre Tarifpolitik "wetterfest" für die vollständige Integration des europäischen Binnenmarktes zu machen. In ihrem konzeptionellen Rahmen, in ihren Instrumenten und Strukturen hat die Europäisierung begonnen. Der Autor schildert mit dem Euro als Motor der Europäisierung von Tarifpolitik und durch europäische Koordinierung wichtige Schritte auf diesem Weg. Die IG Metall hat im Rahmen des Europäischen Gewerkschaftsbundes hierbei eine aktive Rolle übernommen, gemeinsam mit den Metallgewerkschaften der Nachbarländer, die im Zuge der europäischen Integration die Wirkungen der Tarifpolitik in Deutschland direkt und unmittelbar erfahren. (prh)

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[77-L] Lauer, Charlotte:

The effects of European Economic and Monetary Union in wage behaviour, (Discussion Paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit GmbH, 29), Bonn: 1999, 21 S. (Standort: IAB-471 BH 322; Graue Literatur)

INHALT: Die Autorin untersucht die Auswirkungen der Währungsunion auf die Lohnpolitik und das Lohnsetzungsverhalten. (IAB)

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[78-L] Lemper, Alfons (Hrsg.):

Der Euro und die Folgen: Probleme und Perspektiven, Frankfurt am Main: P. Lang 1998, 215 S., ISBN: 3-631-34021-4

INHALT: Diese Broschüre will Verständnisdefiziten und Unsicherheiten, die im Zusammenhang mit der Einführung des Euro bestehen, begegnen. Dabei geht es nicht darum, 'Informationsarbeit im Detail zu leisten', sondern darum, 'Zusammenhänge auszuleuchten, die sich hinter der Fassade des rein Praktischen verbergen, Zusammenhänge, deren Kenntnis für eine sachliche Bewertung des gesamten Projektes EWU wichtig ist' (10). Inhaltsverzeichnis: Erich Stoffers: Kann der Euro stabil sein? Vortrag an der Universität in Bremen. 12. Juni 1998 (13-29); Heinrich Frick: Der Euro - Risiken und Chancen unter besonderer Berücksichtigung der Anlegerinteressen (31-42); Dieter Claus: Der Euro - eine neue Kraft im Weltwährungssystem (43-61); Axel Sell: Möglichkeiten nationaler Beschäftigungspolitik nach Einführung des Euro (63-96); Peter Kalmbach: Tarifpolitik nach der Einführung des Euro: Neuland oder 'Im Westen nichts Neues'? (97-114); Gerhard Maximilian Feldmeier / Manfred Michael Gößl: Der Euro - Herausforderung für Unternehmen und Märkte in einem sich verändernden Wettbewerbsumfeld (115-159); Marco Scharmer: Führt der Euro zu einem steigenden Transfervolumen in Europa? (161-191); Susanne Heidel: Wie beeinflußt der Euro die Sozialstandards in Europa? (193-212). (ZPol, NOMOS)

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[79-L] Neck, Reinhard; Holzmann, Robert (Hrsg.):

Was wird aus Euroland?: makroökonomische Herausforderungen und wirtschaftspolitische Antworten, (Schriftenreihe des Ludwig Bolzmann-Instituts für ökonomische Analysen wirtschaftspolitischer Aktivitäten, Bd. 16), Wien: Manz 1999, 326 S., ISBN: 3-214-07006-1 (Standort: HWWA Hamburg(H3)-A001281)

INHALT: "Der vorliegende Sammelband ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, das vom Ludwig Boltzmann-Institut zur Analyse wirtschaftspolitischer Aktivitäten initiiert und organisiert wurde. Sein Gegenstand sind die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der seit dem 1. Jänner 1999 in elf Ländern der Europäischen Union ('Euroland') in ihrer Dritten Stufe bestehenden Wirtschafts- und Währungsunion. Aus der Tatsache, daß für dieses Euroland eine gemeinsame Geldpolitik vom Europäischen Zentralbankensystem und insbesondere der Europäischen Zentralbank formuliert und exekutiert wird, ergeben sich zahlreiche Probleme für die Gestaltung der nationalen wirtschaftspolitischen Maßnahmen in den an der Wirtschafts- und Währungsunion beteiligten Ländern. Während in tagespolitischen Auseinandersetzungen oft wechselnde und nicht immer sehr relevante Themen dominieren, ist es die Aufgabe der Wissenschaft, auch längerfristige Auswirkungen von Änderungen wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen zu analysieren und wirtschaftspolitische Lösungsansätze zu erarbeiten. Diese Aufgabe soll in dem hier vorliegenden Buch aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive für die makroökonomischen Folgen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion erfüllt werden." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Reinhard Neck und Robert Holzmann: Gesamtwirtschaftliche Probleme der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion und wirtschaftspolitische Antworten: Einleitung und Übersicht (13-23); Jürgen von Hagen: Makroökonomische Konsequenzen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (25-40); Helmut Frisch und Sylvia Staudinger: Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank: Ist die Taylor-Regel eine Alternative? (43-59); Christophe Deissenberg: Handelsbilanz-Gleichgewichtsbeschränkungen, Zentralbanksystem und Arbeitslosigkeit in einer Währungsunion (63-74); Paul de Grauwe, Hans Dewachter und Yunus Aksoy: Die Wirksamkeit der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und ihre Abstimmungsregeln (75-95); Fritz Breuss: Wozu fiskalische Tragfähigkeit in der Wirtschafts- und Währungsunion der Europäischen Union? (97-155); Alfred Greiner und Willi Semmler: Staatsverschuldung, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit der Fiskalpolotik in Deutschland (161-178); Bas van Aarle, Jacob C. Engwerda, Joseph E. J. Plasmans und Arie Weeren: Gestaltung der Geld- und Fiskalpolitik in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion: Ein Dynamische Spielansatz (181-197; Gerald Kraner: Geld- und Fiskalpolitik in einer Währungsunion: Eine dynamische spieltheoretische Analyse (199-211); Reinhard Neck und Gottfried Haber: Zur Gestaltung der Makroökonomischen Politik in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion: Ein numerischer spieltheoretischer Ansatz (213-235); Heinz Glück und Stefan P. Schleicher: Fiskaldisziplin und geldpolitische Regeln in der Europäische Wirtschafts- und Währungsunion: Auf der Suche nach einer empirischen Basis (237-249); Andrew Hughes Hallett und Laura Piscitelli: Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion in der Realität: Auswirkungen einer gemeinsamen Geldpolitik auf Volkswirtschaften mit verschiedenen Transmissionsmechanismen (253-279); Gert D. Wehinger: Ursachen der Inflation in ausgewählten EU-Ländern, den USA und Japan: Ein struktureller VAR-Ansatz (281-314).

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[80-L] Noe, Claus:

The euro - wages - employment, in: Transfer, Vol. 4/1998, No. 1, S. 36-47

INHALT: "Mit dem Euro entfallen alle Möglichkeiten, zu hohe oder zu niedrige Lohnabschlüsse durch Wechselkurse abzupuffern. Bei Massenarbeitslosigkeit und extrem niedrigen Preisraten ist zu befürchten, daß zu niedrige Löhne mit dem Ziel vereinbart werden, Märkte zu Lasten der Euro-Partner zu erobern. Es drohen merkantilistische Abwertungswettläufe, eine Deflationsspirale würde die möglichen Wachstums- und Beschäftigungserfolge zerstören. Es ist notwendig, bei einheitlicher Geld- und koordinierter Fiskalpolitik (EU-Stabilitätspakt) auch die Einkommenspolitik zu konzertieren. Die Beteiligten müssen sich auf eine makroökonomische Regel der Lohnfindung verpflichten: Der jeweilige Produktivitätstrend der Volkswirtschaften plus die von der Europäischen Zentralbank für unvermeidlich gehaltene Zielinflationsrate ist makroökonomisches Orientierungsdatum. Diese Konzertierung, bisher in den Verträgen vernachlässigt, ist Aufgabe der Arbeitsmarktparteien und der Gemeinschaftsorgane." (Autorenreferat)

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[81-L] Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung -OECD- (Hrsg.):

EMU: facts, challenges and policies, Paris: OECD 1999, 208 S., ISBN: 92-64-17027-8

INHALT: Der Bericht informiert über die wirtschaftspolitischen Gründe und Konsequenzen der Euro-Einführung und geht dabei auch auf die Bedeutung der Arbeitsmärkte ein. (IAB)

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[82-L] Rhein, Thomas:

Europäische Währungsunion: Konsequenzen für die Beschäftigungs- und Lohnpolitik, in: Hilmar Schneider <Hrsg.>: Europas Zukunft als Sozialstaat: Herausforderungen der Integration, Baden-Baden: Nomos Verl.-Ges. 2000, S. 97-117, ISBN: 3-7890-6554-4

INHALT: "Die Einführung des Euro stellt unmittelbar nur eine Änderung der geldpolitischen Rahmenbedingungen dar. Die Mitgliedsländer übertragen ihre geldpolitische Souveränität an die EZB und können keine autonome Geldmengen-, Zins- und Wechselkurspolitik mehr betreiben. Damit aber sind indirekt auch die Arbeitsmärkte tangiert. Denn Produktions- und Beschäftigungsschwankungen in einem Land können jetzt nicht mehr durch Zins- oder Wechselkursänderungen kompensiert werden. Auch die Möglichkeiten der Fiskalpolitik werden durch den Stabilitätspakt eingeschränkt. Damit steigen die Anforderungen an die Flexibilität der Arbeitsmärkte. Außerdem wirkt sich die EWU als weiterer Schritt der Marktintegration nach dem Binnenprogramm auch auf Wettbewerb und Wachstum aus. Auch das beeinflusst die Beschäftigung. Diese Zusammenhänge sollen EWU-kritische Sichtweise, die in der Literatur bisher überwog (zumindest in der deutschen), aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt ist, dass aber andererseits auch der Euro die EU-Beschäftigungsprobleme mit derzeit rund 18. Mio. Arbeitslosen nicht wird lösen können. Ein separater Abschnitt befasst sich zudem mit den Perspektiven einer europäischen Beschäftigungspolitik in der Währungsunion." (Autorenreferat)

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[83-L] Rodemer, Horst; Dicke, Hartmut:

Globalisierung, europäische Integration und internationaler Standortwettbewerb, Baden-Baden: Nomos Verl.-Ges. 2000, 325 S., ISBN: 3-7890-6767-9 (Standort: ULB Münster(6)-3H59725)

INHALT: "Das massive Anschwellen des wirtschaftlichen Anpassungsdrucks hat in den Ländern des Westens zu heftigen Diskussionen über das Wesen der Globalisierung und zu ganz unterschiedlichen Reaktionen in den verschiedenen weltanschaulich-politischen Lagern geführt. In Deutschland lassen sich zwei unterschiedliche Reaktionen im Hinblick auf die Globalisierung unterscheiden, die gerade auch in der Beurteilung des Vertragswerks von Maastricht und Amsterdam zum Ausdruck kommen. Die dem Erhalt des Sozialstaates in seiner überkommenen Form zuneigenden Angehörigen des korporativ-sozialstaatlichen Blocks sehen in dem Vertragswerk das Fundament für eine auf wirtschafts-, sozial- und finanzpolitische Absprachen abzielende Politik, die geeignet ist, die wettbewerbsverschärfenden Folgen der Globalisierung von den Mitgliedsländern der Europäischen Union fernzuhalten oder zumindest doch den Standortwettbewerb abzuschwächen. In der Beseitigung des währungspolitischen Wettbewerbs in der Europäischen Union sehen sie den entscheidenden Baustein für eine solche Politik. Im Unterschied dazu wird aus wirtschaftsliberaler Sicht die globalisierungsbedingte Verschärfung des Standortwettbewerbs ausgesprochen positiv beurteilt. Damit hängt zusammen, daß die Mehrheit der Wirtschaftsliberalen dem Vertragswerk von Maastricht und Amsterdam aufgrund seiner nicht nur auf währungspolitischem Gebiet bestehenden korporativen Implikationen skeptisch gegenübersteht. In Frankreich und anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union werden mit dem Vertragswerk von Maastricht und Amsterdam ganz offensichtlich auch über das Wirtschaftliche hinausreichende Ziele verfolgt. Im Kern geht es bei diesen Bestrebungen darum, den nach der Wiedervereinigung neu gewonnenen außenpolitischen Handlungsspielraum Deutschlands zu beschneiden. Die Autoren kommen im Hinblick auf die Europäische Währungsunion zu dem Ergebnis, daß es zwar logisch nicht unmöglich, aber doch sehr unwahrscheinlich ist, daß der Euro eine der Deutschen Mark vergleichbar gute Währung wird. Der Beschluß, ein gutes Geld durch ein Geld zu ersetzen, das nur vielleicht gut wird, sowie eine weltweit hohes Vertrauen genießende Zentralbank durch eine Zentralbank zu ersetzen, die sich ein solches Vertrauen nur in einem langwierigen Prozeß erwerben kann, war in jedem Falle ökonomisch falsch. Die Arbeit an dieser Studie wurde begonnen, als sich abzuzeichnen begann, daß die Politische Klasse in Deutschland in jedem Fall gewillt war, die Deutsche Mark abzuschaffen und die Deutsche Bundesbank von ihrer Verantwortung für die Geldwertstabilität zu entbinden. Antrieb erhielt sie auch durch Äußerungen von Befürwortern einer gemeinsamen Währung, die das Abenteuerliche des gesamten Vorgangs in besonderer Weise aufhellten. So tat sich der Chef-Volkswirt der Deutschen Bank mit der Bekundung hervor, daß Bismarcks Satz, Politik sei die Kunst des Möglichen, nur für die Tagespolitik gelte. Gute und große Politik sei, das unmöglich Scheinende möglich zu machen." Zum Thema werden die korporative und die wirtschaftsliberale Position und die sozialistische Sicht mit einer systemtheoretischen Deutung der Globalisierung dargestellt. (Textauszug)

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[84-F] Rubsch, Michael (Bearbeitung); Gumpel, Werner, Prof.Dr. (Betreuung):

Das Interesse der deutschen Großbanken an der Europäischen Währungsunion - Darstellung und Begründung

INHALT: Der Weg zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU). Die Kritik der Wirtschaftsprofessoren: Ja zum Euro - aber nein zu einem späteren Zeitpunkt. Die Perspektiven deutscher Großunternehmen ausgewählter Branchen in der EWWU: Elektronik: Siemens AG; Straßenfahrzeugbau: Daimler Benz AG, BMW AG; Chemische Industrie: BASF AG; Versicherungen: Allianz AG; Softwarehersteller: SAP AG; Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung: Wedit GmbH. Das Interesse der deutschen Großbanken an der europäischen Währungsunion: Chancen - Risiken. ZEITRAUM: 1951-1998 GEOGRAPHISCHER RAUM: Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, Bundesrepublik Deutschland

METHODE: deskriptiv; analytisch; empirisch.

ART: Diplom BEGINN: 199801 ENDE: 199807 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Wissenschaftler

INSTITUTION: Hochschule für Politik München (Ludwigstr. 8, D-80539 München)

KONTAKT: Grün (Tel. 089-285018)

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[85-L] Traxler, Franz:

Das Tarifverhandlungssystem in der Wirtschafts- und Währungsunion: Von nationalen zu supranationalen Institutionen?, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft, 2000, H. 40, S. 93-111 (Standort: UuStB Köln(38)-M Einzelsign; UB Bonn(5)-Einzelsign; Kopie über Literaturdienst erhältlich)

INHALT: "In der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) hat das Tarifsystem die Hauptlast der Anpassung an ökonomische Ungleichgewichte zwischen den Mitgliedsländern zu tragen. Dabei koexistiert die supranationale Geldpolitik mit einer nach wie vor national angeleiteten Tarifpolitik. Vor diesem Hintergrund untersucht dieser Aufsatz drei Fragen. Inwieweit unterscheiden sich die nationalen Tarifsysteme in ihrer Anpassungsfähigkeit an die Anforderungen der WWU? Der Umstand, dass es signifikante Unterschiede in der nationalen Anpassungsfähigkeit tatsächlich gibt, deutet darauf hin, dass sich die ökonomische Ungleichheit innerhalb der WWU eher noch verstärken wird. Die zweite Frage betrifft das Verhältnis zwischen der nationalen und supranationalen Dimension der Tarifpolitik. Da selbst eine hohe Anpassungsfähigkeit der nationalen Systeme aus supranationaler Sicht zu suboptimalen Ergebnissen führen kann, ergibt sich ein Bedarf an supranationaler Koordinierung der Tarifpolitik. Die Frage der Aussicht auf Realisierung solcher supranationaler Institutionen wird abschließend diskutiert. In der einschlägigen Debatte dominiert die Auffassung, dass allein ein elaboriertes eurokorporatistisches System diese Koordinierungsfunktion übernehmen könnte, das freilich keine Realisierungschancen hat. Dagegen wird hier die These vertreten, dass die im Entstehen begriffenen, 'weichen', netzwerkförmigen Institutionen unter bestimmten Voraussetzungen für eine effektive Koordinierung ausreichen könnten." (Autorenreferat)

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[86-L] Urban, Hans-Jürgen:

Währungsunion und politische Wohlfahrtsproduktion: Anmerkungen zu den Auswirkungen des EURO auf die sozialen Sicherungssysteme aus gewerkschaftlicher Sicht, in: Sozialer Fortschritt, Jg. 47/1998, H. 11, S. 265-272 (Standort: UuStB Köln(38)-Haa1098; Kopie über Literaturdienst erhältlich)

INHALT: Im Sinne einer idealtypischen Abstraktion lassen sich die einander gegenüberstehenden Grundauffassungen wie folgt zusammenfassen: "Hofft die eine Position, die mit den Wechselkursen verschwindenden Währungsturbulenzen und Transaktionskosten ließen sich in Wettbewerbsvorsprünge und damit in zusätzliche Arbeitsplätze überführen, so hebt die andere hervor, daß mit dem Wegfall der währungspolitischen Autonomie ein einsetzbarer Puffer zum Ausgleich nationaler Krisen oder asymmetrischer Schocks verloren gehe und somit Löhne, Arbeitsmärkte und schließlich das gesamte Institutionengefüge unter erhöhten Anpassungsdruck gerate. Während die erste Einschätzung neue sozial- und beschäftigungspolitische Spielräume nahelegt, läßt die zweite erhöhten Druck auf Arbeitsplätze sowie Arbeits- und Sozialstandards befürchten." In dem Beitrag werden einige Vermutungen zum Thema begründet, die im Ergebnis zu einer eher skeptischen Einschätzung gelangen und aus der Einführung des EURO kurz- bis mittelfristig mehr Risiken als Chancen für Erhalt und Modernisierung der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland erwarten. (IAB2)

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[87-L] Wogau, Karl von:

Soziale Markwirtschaft - Modell für Europa: vom EURO zum Europäischen Heimatmarkt, Bonn: Europa Union Verl. 1999, 75 S., ISBN: 3-7713-0576-4

INHALT: Nach welchem ordnungspolitischen Modell soll die Wirtschaftspolitik der Europäischen Union künftig gestaltet werden? Von Wogau - Mitglied des Europäisches Parlaments seit der ersten Direktwahl und dort Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Währung und Industriepolitik - sieht die Antwort in der Realisierung des Modells der Sozialen Marktwirtschaft auf EU-Ebene. Er beurteilt die Einführung des EURO und die Schaffung der Europäischen Zentralbank als wichtige Grundlagen für die Verankerung dieser Wirtschaftsform in der EU. Seine Erfahrungen haben gezeigt, daß im Europäischen Parlament zwar generell Zustimmung zu einer ökologisch und sozial orientierten Marktwirtschaft herrscht, über ihre konkreten Bestandteile jedoch noch große Meinungsverschiedenheiten bestehen. Dieses knappe Büchlein, es umfaßt lediglich 38 Seiten Text, bietet im Anhang Reden des Autors sowie einen Bericht von Wogaus ('Konvergenz und einheitliche Währung'), der vom EP im April 1998 verabschiedet wurde. (ZPol, NOMOS)


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