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Rechtsradikalismus im Internet:

Ausgewählte Hyperlinks zu Literatur, Institutionen und Beispielen für rechtsradikale Internet-Seiten
[Stand: 14.11.2000
. Da die Seiten, auf die hier verwiesen wird, nicht in der Verantwortung des IZ liegen, können sich im Lauf der Zeit Veränderungen gegenüber den hier angegebenen Informationen ergeben.]

Im folgenden sind einige Internet-Adressen zusammengestellt, die sich zur Einführung in den Themenbereich Rechtsradikalismus gut eignen und die hier vorgelegte Dokumentation abrunden sollen.

Allgemeines, Einführungen, Übersichten, Hyperlink-Sammlungen

Der Verfassungsschutzbericht 1999, der sich auf den Seiten 13-87 umfassend und detailreich mit dem Rechtsradikalismus in der BRD befaßt, steht unter der Adresse http://www.verfassungsschutz.de/ zur Verfügung.

Von Interesse ist auch das Rechtsradikalismus-Kapitel des Verfassungsschutzberichtes 1999 des Innenministeriums Sachsen-Anhalt http://www.mi.sachsen-anhalt.de/broinfo/verfbe99/index.htm, das einen guten Überblick über rechte Parteien und Gruppierungen sowie Grafiken und Tabellen zu deren Gewalt- und Straftaten bietet.

I. Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet auf ihrer Homepage http://www.bpb.de/ ausgewählte und kommentierte Hyperlinks zu weiterführender Literatur, aber auch zu

II. Bundeszentrale und Landeszentralen für politische Bildung bieten außerdem eine gemeinsame Suchmaschine an, die unter der Adresse http://www.politische-bildung.de/links/voll.php3?viewCat=5 zugänglich ist.

III. Eine kurze Übersicht über die Zahl rechtsextremer Organisationen und ihrer Mitgliedschaften gibt
http://www.innere-sicherheit.de/Bundestag/CDU_CSU/Rechtsextremismus/rechtsextremismus.html -
wenn auch leider nicht mehr ganz aktuell (Stand: Ende 1997).

IV. Komplementär dazu bietet das Innenministerium Niedersachsen eine tabellarische Übersicht über "Verbote neonazistischer Vereinigungen" (seit 1992): http://www.niedersachsen.de/MI_tabelle_verbote.htm

V. Gute, gut geordnete und kommentierte Hyperlinks zu Darstellungen der rechtsradikalen Szene finden sich auf der Seite "Rechtsradikalismus im Internet" (http://www.uiowa.edu/~german/media/).
Zum Einstieg in den Themenkomplex Rechtsradikalismus - Neonazis - Skinheads scheint diese Seite besonders gut geeignet. Allerdings verweist sie nicht nur auf sachliche und kritische Darstellungen, sondern z. T. auch auf Originalseiten der Neonazi-Szene, etwa das rechtsextreme Thule-Netz. Für eine sachlich-kritische Darstellung des Thule-Netzes siehe http://www.burks.de/artikel/taz3.html Eine kurze Geschichte des Thule-Netzes gibt http://www.baden-wuerttemberg.de/verfassungsschutz/recht11q.htm.
A propos Thule-Netz: Nicht mehr ganz neu, aber immer noch höchst interessant und aufschlußreich ist das Buch von Burkard Schröder: Neonazis und Computernetze. Wie Rechtsradikale neue Kommunikationsformen nutzen, rororo-Sachbuch 1490, Reinbek bei Hamburg 1995, dessen thematischer Schwerpunkt das Thule-Netz ist.

VI. Zum Themenkomplex Nutzung moderner Informationstechnik durch Rechtsextremisten sei hier auch das gleichnamige Kapitel aus einem Bericht des Verfassungsschutzes Baden-Württemberg empfohlen:
http://www.baden-wuerttemberg.de/verfassungsschutz/99jb-r11.htm

Rechtsradikalismus in der DDR

I. Schließlich sei hier noch auf ein bisher wenig aufgearbeitetes Thema hingewiesen, das auch in der vorliegenden Dokumentation nicht erscheint. Es ist dies der Rechtsextremismus in der DDR. Dazu sei auf einen recht fundierten Aufsatz hingewiesen:
http://www.jochen-hippler.de/Aufsatze/Rechtsradikalismus_in_der_DDR/rechtsradikalismus_in_der_ddr.html

O-Ton Rechtsradikalismus

Eine kurze Geschichte der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) kann unter http://www.kommunale-info.de/index00.html?/Themen/Antifa/Antifa.015.htm nachgelesen werden. Dort finden sich auch gute Darstellungen anderer rechtsradikaler Parteien: "Deutsche Volksunion" (DVU), "Deutsche Liga für Volk und Heimat" (DLVH) und "Die Republikaner" (REP).

Wer sich angesichts der aktuellen Vorbereitungen für ein NPD-Verbot anhand parteieigener Internetseiten über die NPD informieren will, kommt allerdings nicht weit. Die Seiten sind - vorübergehend? - gesperrt.

Über die Frage, wie effektiv und sinnvoll solche Sperren und Verbote sind, läßt sich mit denselben Argumenten streiten wie über das NPD-Verbot selbst. Der Volksmund sagt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Das gilt auch fürs Internet: Wird heute eine Seite verboten oder gesperrt, sind morgen drei Kopien davon frei zugänglich. Trotz emsiger Kontrollen ist im Internet sowieso alles zu haben - von Hitlers "Mein Kampf" bis zum unsäglichen "Leuchter-Report" -, wenn man nur weiß, wie.

Es sei ersatzweise auf Verfassungsschutz-Seiten verwiesen, die teilweise eineeindrucksvolle Blütenlese rechtsradikaler Texte enthalten. Sie zu lesen, ist gut gegen Illusionen. (Vgl. zum Beispiel den Abschnitt "Lieder von & gegen Rechts" weiter unten!)

Broschüren über Rechtsextremismus zum Download (Auswahl)

Das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg http://www.baden-wuerttemberg.de/verfassungsschutz/dateien.htm bietet eine Reihe von Broschüren zum Download an, darunter folgende, die den Rechtsradikalismus betreffen:

I. "Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland", Mai 1998

II. "Skinheads", November 1997

III. "Junge Nationaldemokraten (JN)", Dezember 1997

IV. "Die Partei ,Die Republikaner' (REP) - konservativ oder rechtsextremistisch? (ohne Jahresangabe)

Technische Angaben (Umfang, Dateiformat) werden jeweils mitgeliefert. Die meisten Dateien sind im PDF-Format. Der zum Lesen benötigte Acrobat Reader kann über ein Hyperlink geladen werden.

Aktuelles & mehr: "Netz gegen Rechts" und "ShoaNET"

I. Tagesaktuelle Meldungen, Presseschau, Argumentationshilfen (etwa gegen die Auschwitzlüge), Kommentare, ein Diskussionsforum, eine 'Virtual Library' mit Informationen zur Geschichte des 3. Reiches u. a. finden sich im "Netz gegen Rechts" der SPIEGEL-Online-Ausgabe (http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/nf/0,1518,89095,00.html). Zu dieser Offensive gegen Rechts haben sich "Die Woche", das ZDF, "Die Welt", die "Süddeutsche Zeitung" und andere Medien und Initiativen zusammengetan, um Front gegen Fremdenfeindlichkeit, rechtsextreme Parolen und Neonazis zu machen: "Netz gegen Rechts organisiert den Widerstand der Netzdemokraten gegen braunes Gedankengut. ... Über die aktuelle Berichterstattung hinaus wollen wir der Diskussion um dieses wichtige Thema mit Hintergrundberichten, Analysen und Aktionen neue Impulse geben. Rechtsextremismus ist kein Problem, das Politiker allein lösen können. Es geht uns alle an."

II. Viele aktuelle und historische Informationen, Film- und Veranstaltungshinweise und dgl. mehr sowie zahlreiche Hyperlinks bietet ShoaNET, ein deutschsprachiges Informationsangebot zum Thema Holocaust und Judentum: http://shoanet.hbi-stuttgart.de/shoan.htm.

Lieder von & gegen Rechts

Abschließend noch etwas zu dem Liedgut, das beide Seiten - die Rechten und ihre Gegner - hervorgebracht haben. Die hier angeführten Songs sind längst Klassiker des Rock gegen Rechts.

Auf der Seite des niedersächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz (http://www.niedersachsen.de/File/skin.txt) finden sich neben einer sachlichen Darstellung der Skin-Szene auch die Texte einiger Lieder von rechtsradikalen Gruppen. Wer sich noch Illusionen über das Gewaltpotential des Rechtsextremismus macht, sollte einmal hier nachlesen.

Zum Ausgleich aber auch ein paar Texte von Liedern gegen Rechts: Unter http://whg.work.de/Piening/Sascha.htm steht "Sascha ... ein aufrechter Deutscher", das Lied von den "Toten Hosen", unter http://art.artsci.nau.edu/~kbc/MTRL/ROCK/keinen.html findet sich Udo Lindenbergs Song "Sie brauchen keinen Führer", und unter http://www.bap-fan.de/arschhuhzaengussenander.html kann man BAPs berühmtes Lied "Arsch huh, Zäng ussenander!!" nachlesen, das der gemeinsamen Initiative der Kölner Rockgruppen 1992 den Namen gab. (Für Leser, die des Kölnischen nicht mächtig sind, ist eine Übersetzungs ins Hochdeutsche beigefügt.)

Unter http://www.bap-fan.de/kristallnaach.html findet sich schließlich die beklemmende "Kristallnaach" (=Kristallnacht"), ebenfalls von BAP. Das Lied bringt "die Angst vor dieser Spießerideologie, vor dieser sehr, sehr einfachen und simplen Ideologie des Faschismus" zum Ausdruck. Dem Titel zum Trotz, war es "nicht speziell auf Deutschland gemünzt". Entstanden ist es bereits 1981 während eines Griechenlandurlaubs - ausdrücklich auch als Reflex auf die erst kurz vergangene Diktatur der dortigen Militär-Junta.

 


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