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9 ... und Therapien - Was können wir tun?

[165-F] Beyrich, Martina, Dipl.-Päd. (Bearbeitung); Busche-Baumann, Maria, Dr. (Leitung):

Informationssystem "Netzwerk Soziale Arbeit: Jugend, Gewalt, Rechtsextremismus und Interkulturelle Arbeit"

INHALT: Das Ziel der Entwicklung eines Informationssystems Rechtsextremismus, Gewalt und Interkulturelle Arbeit ist es, ein umfangreiches, geordnetes Informationsangebot herzustellen, um unterschiedliche Gruppen jeweils zielgerichtet mit dem gewünschten Material bedienen zu können. In einem ersten Schritt werden möglichst die sozialpädagogischen Projekte in den genannten Arbeitsfeldern dokumentiert und analysiert. Zur Zeit umfaßt die Datenbank ca. 200 Projekte, die ab März 1997 per Diskettenversion in der DIGESA erhältlich ist. ZEITRAUM: Erhebung von Datenmaterial ab 1996 GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland

METHODE: Bundesweite quantitative Umfrage (standardisierter Fragebogen) ca. 3.500 Institutionen angeschrieben; qualitative Inhaltsanalyse von Projektberichten. Untersuchungsdesign: Querschnitt. DATENGEWINNUNG: Inhaltsanalyse, standardisiert; Inhaltsanalyse, offen (Stichprobe: ca. 300; Auswertung von Projektberichten). Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: 3.500; Institutionen -Totalerhebung-). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts.

VERÖFFENTLICHUNGEN: Vahsen, F.; Hebel, M. v.; Döring, G.; Jörns, G.; Fandel, H.: Jugendarbeit zwischen Gewalt und Rechtsextremismus. Darstellung und Analyse aktueller Handlungsansätze. Hildesheimer Schriftenreihe zur Sozialpädagogik und Sozialarbeit, Bd. 4. Hildesheim: Olms 1996.+++Netzwerk Sozialpädagogik. Jugend - Gewalt - Rechtsextremismus. Projektberichte über aktuelle Handlungsansätze zur Gewaltprävention und Intervention in den alten und neuen Bundesländern. Diskettenversion.+++Montau, Robert: Das Handlungsfeld interkultureller Arbeit. in: FORUM Jugendhilfe, 1997, 3, S, 29-34.+++Projektdatenbank: Netzwerk Soziale Arbeit ... Hildesheim 1997.

ART: gefördert BEGINN: 199512 ENDE: 199707 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Bundeszentrale für politische Bildung

INSTITUTION: Fachhochschule Hildesheim-Holzminden, FB Sozialpädagogik, Dokumentations- und Informationsstelle zur Geschichte der Erziehung und Sozialen Arbeit -DIGESA- (Hohnsen 1, D-31134 Hildesheim)

KONTAKT: Bearbeiterin (Tel. 05121-881-429)

[166-L] Bottländer, Johannes:

Wirksame Bekämpfungsmaßnahmen gegen den jugendlichen Rechtsextremismus im sozialpädagogischen Handlungsfeld, in: Unsere Jugend, Jg. 50/1998, H. 10, S. 453-458

INHALT: Die unterschieldlichen Erscheinungsformen jugendlichen Rechtsextremismus machen eine Analyse der diversen Verursachungsmomente nötig, um endlich die Schuldfrage beantworten und eine Klärung der Verantwortlichkeit zu erhalten. Es dürfte zumindest Einigkeit darin bestehen, daß der gegenwärtigen Anwendung von Gewalt von allen am Erziehungsprozeß Beteiligten Einhalt geboten wird. Reale Möglichkeiten der Einflußnahme und des Abbaus aggressiver Verhaltensweisen bieten sich durchaus auch im sozialpädagogischen Spannungsfeld Schule. Der Autor berichtet von der erfolgreichen, konsequenten Anwendung von Sanktionen im "Haus des Lernens", die soziale Lernprozesse gewaltfrei, aber konsequent fördert. (DJI/EL)

[167-L] Deiters, Friedrich-Wilhelm; Pilz, Gunter A. (Hrsg.):

Aufsuchende, akzeptierende, abenteuer- und bewegungsorientierte, subjektbezogene Sozialarbeit mit rechten, gewaltbereiten jungen Menschen - Aufbruch aus einer Kontroverse: Dokumentation eines Workshops aus Anlaß des 10jährigen Bestehens des Fußballfanprojektes Hannover, (Sport - Gewalt - Gesellschaft, Bd. 1), (Workshop zum 10jährigen Bestehen des Fußballfanprojektes Hannover, 1995, Hannover), Münster: Lit Verl. 1998, 140 S., ISBN: 3-8258-3468-9 (Standort: UB Paderborn(466)-P11IBE3147)

INHALT: "So einig man sich ist, daß Gewalt und Rechtsradikalismus nicht hingenommen werden können und dürfen, so uneins ist man sich bezüglich der Frage, wie Gewalt und Fremdenfeindlichkeit kanalisiert und zurückgedämmt werden können. Auch innerhalb der Sozialpädagogik und Sozialarbeitswissenschaft wird sehr kontrovers diskutiert und zum Teil erbittert gestritten. Die Frage ob 'aufsuchende' oder 'cliquenorientierte', 'akzeptierende' oder 'subjektbezogene', 'abenteuer- und bewegungsorientierte' oder 'lebensweltorientierte' Jugendsozialarbeit droht mehr und mehr zu einem Glaubenskrieg zu werden. Um die Kontroverse konstruktiv im Interesse sozialpädagogischer Bemühungen der Gewaltprävention zu wenden, hat das Fußballfanprojekt Hannover aus Anlaß seines 10jährigen Bestehens Vertreter der unterschiedlichen sozialpädagogischen Ansätze zur Arbeit mit rechten, gewaltbereiten jungen Menschen zu einem Meinungsaustausch eingeladen. Dieses Buch enthält die Originalbeiträge zu diesem Workshop und ein persönliches Resümee von Oskar Negt zur Bedeutung sozialpädagogischer Intervention in der Gewaltprävention. Im abschließenden Kapitel zeigen die Herausgeber, daß es sich bei den unterschiedlichen Ansätzen weniger um ausgeprägte sozialpädagogische Kontroversen, als vielmehr um unterschiedliche Akzentsetzungen bei der Arbeit und im Umgang mit gewaltbereiten, rechten jungen Menschen handelt. Durch das Vermeiden von Pointierungen der Gegensätze und durch das Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten wird der Boden bereitet für künftige sozialpädagogische Maßnahmen und Konzeptionen in der Arbeit gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsradikalismus und Gewalt." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Gunter A. Pilz: 10 Jahre Fan-Projekt Hannover: Eine (selbst-) kritische Bestandsaufnahme zur aufsuchenden, "akzeptierenden" Jugendarbeit mit gewaltfaszinierten Fußballfans und Hooligans. Erfahrungen, Enttäuschungen, Ermutigungen (17-40); Franz Josef Krafeld: Plädoyer für eine "akzeptierende" und "cliquenorientierte" Jugendarbeit (41-51); Josef Held: Politische Orientierung und Gewaltbereitschaft junger Menschen - Folgerungen für die Jugendarbeit (52-69); Peter Becker: Plädoyer für eine abenteuer- und bewegungsorientierte Jugendarbeit. Entführt mich in ein anderes Leben, aber holt mich zum Abendessen zurück. (70-87); Hartmut M. Griese: "Wider die Re-Pädagogisierung in der Jugendarbeit. Eine soziologisch-provokative Kritik der Erlebnispädagogik" (88-112); Oskar Negt: Jugendliche in kulturellen Suchbewegungen. Ein persönliches Resümee (113-124); Friedrich-Wilhelm Deiters / Gunter A. Pilz: Unterschiedliche Akzentuierungen statt Kontroverse - Ein zusammenfassender Ausblick (125-140).

[168-F] Dittrich, Irene (Bearbeitung); Wurr, Rüdiger, Prof.Dr. (Leitung):

Straßensozialarbeit und Jugendgewalt

INHALT: Einbindung gewaltbereiter und/ oder rechtsextremistisch gefährdeter Jugendlicher in Streetworkprojekten; Vernetzung mit verschiedenen sozialen Einrichtungen; Dialog mit Polizei und Justiz. GEOGRAPHISCHER RAUM: Schleswig-Holstein, Bundesrepublik Deutschland

METHODE: Handlungsforschung; Moderation der Praxis durch wissenschaftliche Begleitung/ teilnehmende Beobachtung. Untersuchungsdesign: Fallstudie; Evaluationsstudie; qualitative Forschung; Erfassung von (egozentrierten) Netzwerken. DATENGEWINNUNG: Beobachtung, teilnehmend. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts.

VERÖFFENTLICHUNGEN: Wurr, R.; Dittrich, I.: Straßensozialarbeit und Jugendgewalt. Kiel: agimos Verl. 1997.

ART: Auftragsforschung BEGINN: 199403 ENDE: 199703 AUFTRAGGEBER: Land Schleswig-Holstein Innenministerium; Land Schleswig-Holstein Ministerium für Arbeit, Soziales, Jugend und Gesundheit FINANZIERER: Auftraggeber

INSTITUTION: Fachhochschule Kiel, FB Soziale Arbeit und Gesundheit (Sokratesplatz 2, D-24149 Kiel)

KONTAKT: Leiter (Tel. 0431-970281)

[169-L] Eckert, Roland; Willems, Helmut:

Fremdenfeindlichkeit - Skizze eines Präventionsprogramms, in: Roland Eckert <Hrsg.>: Wiederkehr des "Volksgeistes"?: Ethnizität, Konflikt und politische Bewältigung, Opladen: Leske u. Budrich 1998, S. 373-386, ISBN: 3-8100-2073-7

INHALT: "Die Autoren versuchen ein Präventionsprogramm zu skizzieren, das sich an den Konflikten orientiert, in denen sich gegenwärtig Fremdenfurcht und Fremdenfeindlichkeit herausbilden. Sie gehen von der Überzeugung aus, daß kosmopolitische Solidarität nicht einfach nur verkündet werden kann, sondern daß die Lebenslagen von Menschen so gestaltet werden müssen, daß Weltbürgertum 'Sinn' macht, und formulieren Konsequenzen für eine Integrationspolitik, für inner- und überstaatliche Konfliktregulierung, für Polizei und Justiz und schließlich für Schule, politische Bildung und Jugendarbeit. Wenn verhindert werden soll, daß immer mehr Jugendliche - und später dann Erwachsene - aus den gewaltfreien Konfliktregelungsformen von Rechtsstaat und Demokratie ausscheiden und einander gewalttätig bekämpfen, dann liegen erhebliche Anstrengungen vor uns, die von allen Bürgern anerkannt und getragen werden müssen." (Textauszug)

[170-F] Eser Davolio, Miryam (Bearbeitung); Nezel, Ivo (Leitung):

Prävention und Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt

INHALT: Aus den Ergebnissen mehrerer Studien zu Rassismus kristallisiert sich ein gemeinsamer Nenner heraus: Anfällig für autoritär-nationalistische, rassistische und fremdenfeindliche Einstellungen sind vor allem die Jugendlichen, die sich mit den herrschenden Werten Geld, Karriere und Erfolg identifizieren und unkritisch die Anforderungen ihrer Eltern übernehmen, das Leistungs- und Ordnungsprinzip verabsolutieren und die zwischenmenschlichen Beziehungen auf ihre Funktionalität für die Eigeninteressen reduzieren. Es beteiligen sich fast ausschliesslich junge Männer an fremdenfeindlichen und rassistisch motivierten Gewalttaten. Sie verfügen meist über einen niedrigen bis mittleren Bildungsabschluss. Ausgehend vom derzeitigen Forschungsstand soll ein Präventionsprogramm mit folgender Fragestellung entwickelt werden: Mit welcher Themengestaltung und mit welchen Unterrichtsmethoden lassen sich fremdenfeindliche, rassistische und gewaltbejahende Einstellungen effektiv und nachhaltig beeinflussen? Im Mittelpunkt des Projekts steht die Erprobung und Evaluation von einstellungsverändernden Interventionsstrategien vorwiegend bei männlichen Jugendlichen des unteren Bildungsniveaus. Es sollen Grundlagen für zukünftige, ähnlich gelagerte Präventionsprogramme, sowie für die Lehrmittelentwicklung , Jugendarbeit, Schule und politische Bildung erarbeitet werden. Lernziel in den Präventionsprogrammen ist das Differenzieren, Relativieren und eventuell Revidieren bisheriger Einstellungen oder Vorurteile sowie das Sensibilisieren der Jugendlichen gegenüber der Situation von Ausländern, Asylbewerbern und Juden durch Standortverlagerung.

METHODE: Die Untersuchung basiert auf einem anderthalbtägigen Interventionsprogramm (ca. 12 Lektionen) mit 15 Berufsschulklassen (ca. 230. Lehrlinge) handwerklicher Richtung. Zur Überprüfung des Lernerfolgs und der erfolgten Einstellungsänderungen wird ein Fragebogen konzipiert, welcher den Schülern vor und unmittelbar nach Durchführung des Interventionsprogramms vorgelegt wird. Nach drei Monaten erfolgt eine Nachbefragung, mit der die Langzeiteffekte ermittelt werden sollen. Zudem wird nach jedem einzelnen Programmteil innerhalb des Projekts eine Kurzbefragung durchgeführt, die Aufschluss über die Verarbeitungsweise und den Erfolg eines jeden Treatments geben soll. Weiter werden mit einzelnen Jugendlichen, welche durch fremdenfeindliche oder gewaltbejahende Haltungen aufgefallen sind, anschliessend an das Projekt Tiefeninterviews durchgeführt, um Rezeption und Verarbeitungsweise der Projektinhalte zu erfragen. Begleitend findet eine Unterrichtsbeobachtung statt, welche das Unterrichtsgeschehen und wichtige Auslöser, wie etwa Zwischenrufe oder variierende Rahmenbedingungen festhalten soll. Ebenso sollen die Erfahrungen der beteiligten KursleiterInnen ausgewertet werden. Zusammen mit dem Feedback der teilnehmenden Schüler sollten daraus Aussagen für die Optimierung des Unterrichtskonzepts gewonnen werden können.

ART: gefördert BEGINN: 199607 ENDE: 199807 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung, NFP 40 Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalität

INSTITUTION: Pestalozzianum Zürich Institut zur Förderung des Schul- und Bildungswesens und der Pestalozzi-Forschung, FB Schulpädagogik und Erwachsenenbildung (Stampfenbachstrasse 121, CH-8035 Zürich)

[171-L] Glaß, Christian:

Politische Bildungsarbeit vs. Gewaltbereitschaft und Rechtsextremismus Jugendlicher: theoretische Festlegungen - Praxisreflexionen - Trends, in: Sozialwissenschaftliche Literatur Rundschau, Jg. 21/1998, H. 37, S. 69-84 (Standort: UuStB Köln(38)-M XG 05303; Kopie über Literaturdienst erhältlich)

INHALT: Vorgestellt werden Positionen innerhalb des Diskurses über politische Bildung und ihren Einfluss zur Orientierung Jugendlicher an Gewalt und Rechtsextremismus. In die Diskussion einbezogen wurden unter anderem die Auswirkungen der gesamtdeutschen Entwicklung nach 1990 sowie die Ergebnisse des in Ostdeutschland durchgeführten Aktionsprogramms gegen Aggression und Gewalt. Daraus schlussfolgernd werden Grundannahmen für die künftige praktische Arbeit mit gewaltgeneigten oder rechtsradikal orientierten Jugendlichen formuliert. Weiterführenden Forschungen wird empfohlen, die spezifisch ostdeutschen Belange zu berücksichtigen, Konzepte für politische Bildungsarbeit zu erarbeiten und stärker Grundlage für jugendpolitische Politikberatung zu sein. (prh)

[172-L] Hamburger, Franz:

Interkulturelle Erziehung in einem Land mit unkritisierter Ausländerpolitik?, in: Kind Jugend Gesellschaft, Jg. 43/1998, H. 3, S. 67-71 (Standort: UuStB Köln(38)-XG 2339)

INHALT: In diesem Beitrag beschreibt der Autor die Ausländerpolitik der Bundesregierung der letzten Jahre und fordert eine gestaltende Politik in Bezug auf die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die bildungs- und sozialpolitische Konsequenzen beinhaltet. Ein Aspekt dieser Diskussion ist die Frage nach der Einbürgerung ausländischer Kinder, die Verknüpfung von Ausländern mit dem Anstieg von Kriminalität ein anderer. Während die Ausländerpolitik zunehmend mit Bedrohungsängsten bestritten wird, hat im Bildungsdiskurs der Begriff Fremdheit Fuß gefaßt. Damit wird das Terrain der Kultur beschritten, was nicht ganz unproblematisch ist, weil häufig Migrationsfolgen als Kulturprobleme, d.h. als Konflikte zwischen Wissenssystemen definiert werden. Die Verknüpfung der Diskussion über Gewalt und Kriminalität mit dem Status Ausländer kann zu ihrer Marginalisierung führen. In diesem Kontext wird es immer mehr zu einer zentralen pädagogischen und kulturelle Aufgabe, allen Jugendlichen Möglichkeiten zu Schulerfolg und Berufsausbildung zu eröffnen. Ein umfangreiches Handlungsfeld interkultureller Erziehung ist also die Schule. Der Autor zeigt einige wichtige Elemente einer "guten Schule" in bezug auf die interkulturelle Erziehung auf. (DJI/Sd)

[173-F] Himmelmann, Karl-Heinz, Prof. (Bearbeitung):

Entwicklung von Bildungsmedien zu Gewalt und Rechtsextremismus von Jugendlichen und Positionen der Sozialen Arbeit

INHALT: 1. Dokumentation von Erklärungsansätzen zu Gewaltverhalten und rechtsextremen Einstellungen bei Jugendlichen. 2. Bestandsaufnahme/ Dokumentation exemplarischer Projekt-Konzeptionen in den Bereichen offene Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, Konfliktbewältigung. 3. Konzeptionelle Probleme eines freien Trägers der Jugendhilfe in Ostdeutschland nach 1990. 4. Der Blick von Jugendlichen auf Soziale Arbeit. Zu: 1. und 2. Videodokumentation einer Fachtagung in didaktischer Aufbereitung für Zwecke von politischer/ sozialpädagogischer Bildung (fertiggestellt), Begleitbuch in Vorbereitung; zu 3. und 4. je ein Videofilm in Vorbereitung. ZEITRAUM: 1998-1999 GEOGRAPHISCHER RAUM: Ostdeutschland

METHODE: Bewertung von Praxiskonzepten mittels Experteninterviews.

VERÖFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Kultur der Toleranz. Ergebnisse einer Fachtagung gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit am FB Sozialwesen der FH Lausitz (2.12.1998). Teil 1: Wissenschaftliche Positionen (32 Min.). Teil 2: Praxiskonzepte (53 Min.). Realisation: Prof. Karl-H. Himmelmann. 1999.

ART: Eigenprojekt BEGINN: 199904 ENDE: 200003 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution

INSTITUTION: Fachhochschule Lausitz, FB Sozialwesen (Lipezker Straße, D-03048 Cottbus)

KONTAKT: Bearbeiter (Tel. 0355-5818-410, e-mail: khimmelm@fh-lausitz.de)

[174-L] Jahn, Joachim:

Strafrechtliche Mittel gegen Rechtsextremismus: die Änderungen der Paragraphen 130 und 86a StGB als Reaktion auf fremdenfeindliche Gewalt im Licht der Geschichte des politischen Strafrechts in Deutschland, (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2, Rechtswissenschaft, 2496), Frankfurt am Main: P. Lang 1998, 275 S., ISBN: 3-631-33605-5

INHALT: Der Autor widmet sich den strafrechtlichen Änderungen, die infolge des nach der Vereinigung erfolgten Anstiegs rechter Gewalt strafrechtlichen Änderungen im Rahmen des Verbrechensbekämpfungsgesetzes 1994 erlassen wurden. Können 'Schritte gegen rechtsextremistisches Gedankengut überhaupt einen Einfluß auf diese fremdenfeindlichen Delikte haben (...) oder (... fehlt) es diesen Tätern nicht ohnehin an einem derartigen Weltbild'? Diesen Fragen geht Jahn in Kapitel 2 nach, bevor er prüft, ob durch die Änderungen nicht 'Gesinnung anstelle von Taten unter Strafe' (13) gestellt würde. Dazu untersucht er, ob sich die jüngsten Novellen in eine entsprechende Kontinuität einreihen lassen (Kapitel 3). Schließlich unternimmt er eine verfassungsrechtliche Prüfung der beiden neugefaßten Straftatbestände der Volksverhetzung Paragraph (130 StGB) - wodurch insbesondere auch die Auschwitzlüge explizit verboten wird - und der Kennzeichenverwendung (Paragraph 86 StGB). Jahn gelangt zu dem Ergebnis, daß die strafrechtlichen Maßnahmen zur Bekämpfung rechter Gewalt ins Leere gehen und vor allem symbolischer Natur sind. Das Verbot der Auschwitzlüge hält er für verfassungsrechtlich bedenklich. Außerdem will der Autor zudem den Vorwurf widerlegt haben, daß Polizei und Justiz im Zusammenhang mit den rechten Gewalttaten auf dem rechten Auge blind seien. Doch besonders hier erscheinen seine Argumente und Schlußfolgerungen nicht immer schlüssig. (ZPol, NOMOS)

[175-L] Kiefl, Walter:

Evaluation einer Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt, in: Soziale Arbeit, Jg. 48/1999, H. 9, S. 296-301 (Standort: UuStB Köln(38)-Haa1082; Kopie über Literaturdienst erhältlich)

INHALT: "Im Dezember 1995 hat das Bundesministerium des Innern (BMI) ein Projekt zur Evaluation der seit Ende März 1993 laufenden Aufklärungskampagne der Innenminister von Bund und Ländern gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt unter dem Motto 'FAIRSTÄNDNIS - Menschenwürde achten - Gegen Fremdenhaß' ausgeschrieben. Die Evaluation wurde in der ersten Jahreshälfte 1996 am Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München durchgeführt und basiert auf einer ex-post Analyse von Zuschriften zur Kampagne sowie einer ergänzenden Multiplikatorenbefragung." (Autorenreferat)

[176-L] Klose, Christiana; Rademacher, Helmolt; Hafeneger, Benno; Jansen, Mechtild M.:

Gewalt und Fremdenfeindlichkeit - jugendpädagogische Auswege: fünf Modellprojekte im Hessischen Jugendaktionsprogramm gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus ; Werkstattbericht, Opladen: Leske u. Budrich 2000, 174 S., ISBN: 3-8100-2480-5 (Standort: UB Bonn(5)-99-12531)

INHALT: "Gewalttätiges Auftreten Jugendlicher in der Öffentlichkeit, fremdenfeindliche Parolen und Taten sowie eine steigende Akzeptanz rechtsextremen Gedankenguts sind ein besorgniserregendes Alarmsignal, auf das in Hessen fünf Modellprojekte reagierten, indem sie exemplarisch Wege aus der Verstrickung von Randale und No-future-Gefühl aufzeigten. Die von einer unabhängigen Fachjury ausgewählten Projekte erreichten unterschiedliche Zielgruppen: 'rechte' Jungen, randständige Cliquen unterschiedlicher Nationalitäten, schwierige Schulklassen, von Gewalt bedrohte Mädchen und junge Frauen, Täterinnen und Opfer. Besondere Aufmerksamkeit galt den geschlechtsspezifischen Unterschieden sowohl bei der aktiven Beteiligung an Gewalttaten, des impliziten Gewinns bei der MittäterInnenschaft und der unterschiedlichen Betroffenheit durch erlittene Gewalttaten bei Mädchen und Jungen." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Christiana Klose, Helmolt Rademacher: Intention und Methode (9-19); Christiana Klose, Helmolt Rademacher: Fünf Werkstattberichte (21-121); Benno Hafeneger: Jugend, Gewalt und Rechtsextremismus in den neunziger Jahren - Eine Bilanz zum Beitrag von Jugendarbeit (123-164); Mechtild M. Jansen: Die Geschlechterfrage in der Gewaltdebatte. Überlegungen einer Beirätin (165-173).

[177-L] Lämmer, Manfred; Ruskin, Hillel (Hrsg.):

Fair play und der Kampf gegen Gewalt im Sport: deutsch-israelisches Seminar Jerusalem, 31. August - 2. September 1994 ; Bericht, (Deutsch-israelisches Seminar "Fair play und der Kampf gegen Gewalt im Sport", 1994, Jerusalem), Sankt Augustin: Academia Verl. 1998, 91, 84 S., ISBN: 3-88345-743-4 (Standort: UB Bonn(5)-99-6737)

INHALT: "Die Verbände und Institutionen des Sports haben nicht nur die Aufgabe, Training und Wettkampf zu organisieren und zu reglementieren, sie tragen auch Verantwortung für die Bewahrung seiner erzieherischen Werte und sind verpflichtet, alles in ihren Kräften Stehende zu tun, um ihn vor Inanspruchnahme durch Politik, Kommerz und vor anderen sportfremden Interessen zu schützen. Dies gilt vor allem für all diejenigen, die im Bereich der Jugend tätig sind, in dem persönlichkeits- und gemeinschaftsbildende Arbeit geleistet wird. Unfairneß, medizinische Manipulation, Aggression und Gewalt im Sport machen jedoch vor nationalen Grenzen nicht halt. Das schlechte Vorbild wird dank der Entwicklung moderner Medien in Sekundenschnelle rund um den Erdball ins Bild gesetzt. Der Globalisierung der Wahrnehmung folgt die Globalisierung der Probleme. Angesichts dieser Entwicklung veranstalteten die Deutsche Sportjugend und die Fair-Play-Initiative des deutschen Sports gemeinsam mit der Gesellschaft Sovlanut ('Toleranz') und dem Komitee für Jugendaustausch bei den Sportverbänden Israels vom 31. August bis 2. September 1994 in Jerusalem ein Seminar unter dem Titel 'Fair play und der Kampf gegen Gewalt im Sport', das vom Cosell-Zentrum für Leibeserziehung, Freizeit und Gesundheitsförderung der Hebräischen Universität organisiert wurde. 40 Vertreter des Sports, der Sportwissenschaft und des öffentlichen Lebens aus Israel und Deutschland nahmen daran teil. Das mehr als 25 Jahre bestehende deutsch-israelische Austauschprogramm auf dem Gebiete des Sports, hat einen wichtigen und spezifischen Beitrag zur Vertrauensbildung und Annäherung der Jugend beider Völker geleistet, so daß heute ein Netzwerk von sportlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern besteht, das in seiner Vielfalt, Dichte und Dauerhaftigkeit international ohne Beispiel ist. Die Organisation Sovlanut wiederum hat - ausgehend von ihrem ureigenen Anliegen, den Dialog in der israelischen Gesellschaft zu fördern und Gewalt als Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung zu mindern - in den vergangenen Jahren durch bemerkenswerte Initiativen auf dem Gebiete des Sports Zeichen gesetzt und das öffentliche Bewußtsein für die Fair-Play-Problematik geschärft." (Textauszug). Inhaltsverzeichnis: Netanel Lorch: Die Einstellung der Sovlanut zur Vermeidung von Gewalt in Israel (13-17); Norbert Wolf: Fairness im Sport (18-23); Hillel Ruskin: Gewalt im Sport - Erscheinungsformen und Möglichkeiten der Auseinandersetzung (25-28); Manfred Lämmer: Die Fair-Play-Initiative des deutschen Sports. Ziele, Strukturen, Perspektiven (29-33); Zeev Bravermann: Toleranz und Duldsamkeit in der jüdischen Tradition (34-36); Walter Tokarski: Nationalismus und Rassismus in Freizeit und Sport in Deutschland (37-47); Doron Shochat: Erziehung zu Demokratie und Koexistenz (48-54); Fedor Weiser: Zuschauergewalt und Fan-Projekte im deutschen Profi-Fussball (55-64); Gilad Weingarten: Aggression und Sport (65-69); Hans Jürgen Heringer: Erziehung zu Fair play. Didaktische Überlegungen und Projekte (70-79); Hillel Ruskin: Das Fair-play-Projekt im Rahmen der Sportvereinigung für Schulen in Israel (80-90).

[178-F] Lockmann, Michael; Siebels, Volker (Bearbeitung); Pilz, Gunter A., Dr. (Leitung):

Fußballfans und Hooligans. Struktur, Wandlungen, Bedingungen und sozialpädagogische Erreichbarkeit der Fußballfan- und Hooliganszene

INHALT: Erfassung des Hooliganismus und der Fußballfanszene, sowie Entwicklung und Erprobung gewaltpräventiver Maßnahmen.

METHODE: Gewalt als Ursache lebensweltlicher Problemlagen junger Menschen. DATENGEWINNUNG: Teilnehmende Beobachtung. Standardisierter Fragebogen. Narrative Interview. Sozialpädagogische Intervention.

VERÖFFENTLICHUNGEN: Deiters, F.-W.; Pilz, G.A. (Hg.): Aufsuchende, "akzeptierende" erlebnisorientierte Jugendarbeit mit rechten, gewaltbereiten jungen Menschen. Aufbruch aus einer Kontroverse. Münster 1998. ARBEITSPAPIERE: Pilz, G.A.: Aufsuchende, "akzeptierende" Jugend(sozial)arbeit mit gewaltfaszinierten, gewaltbereiten und "rechten" Jugendlichen. Ergebnisse und Perspektiven aus Forschung und praktischer Arbeit mit Fußballfans und Hooligans. Bericht der wissenschaftlichen Begleitung des Fan-Projektes Hannover. Hannover 1994.+++Ders.: Fußballfans und Hooligans in Hannover. Struktur, Wandlungen, Ursachen, Bedingungen und sozialpädagogische Erreichbarkeit der Fußballfan- und Hooliganszene. Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitung des Fan-Projektes Hannover. Hannover 1992.

ART: gefördert BEGINN: 198501 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Kultusministerium

INSTITUTION: Universität Hannover, FB Erziehungswissenschaften, Institut für Sportwissenschaft (Am Moritzwinkel 6, D-30167 Hannover)

[179-L] Meyer zu Utrup, Wolfram:

Das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit im Land Brandenburg, in: Friedrich-Ebert-Stiftung Forschungsinstitut Abt. Arbeit und Sozialpolitik <Hrsg.>: Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit im vereinten Deutschland: Erscheinungsformen und Gegenstrategien, Bonn: 1999, S. 51-64, ISBN: 3-86077-788-2 (Standort: UuStB Köln(38)-20000106081)

INHALT: Am 22. Mai 1997 gründete das Land Brandenburg das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, nachdem in den Jahren nach der Wende besonders Brandenburg durch spektakuläre Aktionen von Rechtsextremisten und Fremdenfeinden bekannt geworden war. Der Autor beschreibt Entstehung, Tätigkeitsbereiche und die zukünftig geplanten Ziele des Aktionsbündnisses. Seit seiner Gründung konnte das Bündnis vor allem wichtige Themen in die öffentliche Diskussion einbringen und ein Netzwerk zwischen Regierung, Nichtregierungsorganisationen und lokalen Initiativen knüpfen. (ST)

[180-F] Tramitz, Christiane, Dr.; Blumtritt, Jörg (Bearbeitung); Wahl, Klaus, PD Dr. (Leitung):

Fremdenfeindlichkeit und Gewalt: von Affekten zu Konflikten. Lebensgeschichtliche Entstehung, gruppendynamische Eskalation, präventive Möglichkeiten

INHALT: Soziale Interaktionen zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen werden beobachtet und analysiert. Dabei interessieren besonders die vorbewußten emotionalen Aspekte des Sozialverhaltens und seine Genese in der Sozialisation in Familie und peer groups. GEOGRAPHISCHER RAUM: Raum Leipzig und Raum München

METHODE: Entwicklung und Auswirkung von sozialen Emotionen in Bezug auf fremde (deutsche und ausländische) Menschen werden mit Ansätzen der Verhaltensforschung, Psychologie und Soziologie analysiert. Videobeobachtungen (mit versteckter Kamera), sentographische Messungen der affektiven Reaktionen auf tachistoskopisch präsentierte Bilder von Personen unterschiedlicher ethnischer Herkunft und sonstige Stimuli sowie biographische Interviews und Rückgriff auf Längsschnittsdaten ergänzen sich methodisch. Untersuchungsdesign: Querschnitt. DATENGEWINNUNG: Beobachtung, nicht teilnehmend; Experiment; Qualitatives Interview (Stichprobe: 128; 18-20jährige Jugendliche, männlich und weiblich, die bei Voruntersuchungen besonders fremdenfeindliche bzw. -freundliche Einstellungen zeigten; Auswahlverfahren: Kontrastgruppe). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts.

VERÖFFENTLICHUNGEN: Wahl, Klaus: Wraschdebnoe otnoschenie k immigrantam: Problemy nasilija (Interethnische Aspekte der Bevölkerungs- und Migrationsgeschichte: Gewaltprobleme). in: Institut Molodeschi/ Goethe-Institut Moskau (Hrsg.): Molodesch i nacilie: Pritschiny, formy projawlenija, metody predupreschdenija (Jugend und Gewalt: Ursachen, Formen, Methoden der Vorbeugung). Moskau: Biblioteka sozialnoi raboty (Bibliothek der Sozialarbeit) 1995, S. 17-33.+++Ders.: Einleitung zu Deutsches Jugendinstitut (Hrsg): Gewalt gegen Fremde. Rechtsradikale, Skinheads und Mitläufer. Zweite, aktualisierte und erweiterte Auflage. München 1995, S. 5-10.+++Ders.: Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Gewalt. Eine Synopse wissenschaftlicher Untersuchungen und Erklärungsansätze. in: Deutsches Jugendinstitut (Hrsg.): Gewalt gegen Fremde. Rechtsradikale, Skinheads und Mitläufer. Zweite, aktualisierte und erweiterte Auflage. München 1995, S. 11-74.+++Ders.: German Youth and Religious and Political Fundamentalism: The Situation in the Nineties. in: Tomasi (ed.): Fundamentalism and Youth in Europe. Collana di sociologia. Milano 1995, p. 81-94.+++Ders.: Wie "radikal" ist die Jugend? in: Das Parlament, 1996, H. 3-4, S. 3.+++Ders.: Youth violence and interethnic aggression in Germany. in: Korea Institute for Youth Development (ed.): Youth-violence. Seoul 1997.+++Ders.: Sozioökonomische Modernisierung als Potential für Fremdenfeindlichkeit und Gewalt? in: Silva-Zürcher, Eliane; Zürcher, Alfons (Hrsg.): Perspektiven des Abbaus sozialer Gewalt in Deutschland und Brasilien. Regensburg: Roderer 1998, S. 103-116.+++Europäische Kommission; DJI e.V. (Hrsg.): Dokumentation zur Tagung "Fremde - Freunde - Feinde", Leipzig, 9.12.1997. München: DJI 1998.

ART: gefördert BEGINN: 199507 ENDE: 199912 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Lotte-Köhler-Stiftung; Europäische Union

INSTITUTION: Deutsches Jugendinstitut e.V. Abt. 03 Jugend und Politik (Nockherstr. 2, D-81503 München)

KONTAKT: Leiter (Tel. 089-62306-128, e-mail: wahl@dji.de)

[181-F] Universität Koblenz-Landau Abt. Landau:

Rezipientenreaktionen zu einer Kampagne gegen Ausländerfeindlichkeit unter Heranwachsenden. Evaluation der Aktion "Vorbilder statt Feindbilder"

ART: Auftragsforschung AUFTRAGGEBER: Deutscher Kinderschutzbund e.V. FINANZIERER: Auftraggeber

INSTITUTION: Universität Koblenz-Landau Abt. Landau, FB 08 Psychologie, Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik (Xylanderstraße 1, D-76829 Landau)

KONTAKT: Institution (Tel. 06341-9217-11, Fax. -9217-12, e-mail: IKM@uni-landau.de)

[182-L] Weber, Klaus:

Arbeiten an einem Netz ohne Netz: Ohnmacht und Selbstfesselung in der Sozialen Arbeit zum Thema Rassismus/ Rechtsextremismus, in: Unsere Jugend / Beihefte, Jg. 50/1998, H. 6, S. 249-257 (Standort: DZI Berlin(B249)-0135)

INHALT: Anhaltende rassistische, völkisch-nationale und neofaschistische Probleme verlangen einen effizienten Widerstand, der sich nicht in eigenen Widersprüchen der helfenden Person erschöpft. Der symbolische Vergleich mit der Arbeit in und an einem und ohne Netz deutet auf verschiedene Ebenen der Arbeit an einem Gegenstand mit großem Gebrauchswert - bei vorausgesetzter Funktionsfähigkeit. Als hilfreiche Empfehlung wird eine selbstreflexive Vorgehensweise empfohlen, die von der kritischen Überprüfung der subjektiven "kohärenten Selbstkonstruktion" ausgeht. Bereits erprobte Analysekriterien sind Subjekt, Tätigkeit, Brüche, Leerstellen, Widersprüche, Klischees, implizite Theorien und offene Fragen. Eine Selbstfesselung (im Netz) sollte dadurch vermieden werden. (DJI/EL)


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