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Soziometrische Strukturen und Gewalt in der Schule
INHALT: Bisherige schulische Gewaltforschung basiert überwiegend auf Lehrer- und Schülerselbsturteilen zur Ausprägung von Gewalt und Aggressivität. In dieser Studie wird bei rund 2000 SchülerInnen der 6., 8. und 10. Klassen untersucht, wie sich Selbst- und Fremdbeurteilung (per Beurteilung in soziometrischen Fragen) der Aggressivität und Gewalttätigkeit zueinander verhalten. Oftmals nehmen sich Täter nicht als solche wahr, obwohl die Meinung der peers eindeutig ist. Zudem ermöglicht der soziometrische Zugang die Ermittlung von Beziehungskonstellationen, die Intragruppenkonflikte provozieren. Als vermittelnde Variablen werden erstmals auch Temperament, N-Sozialität (Skala zur Ermittlung der präferierten Gruppengrößen), die gewaltbilligende und u.U. stimulierende Rolle der Mädchen bei Jungengewalt und ästhetische Präferenzen erhoben. Der besondere Schwerpunkt wird die Untersuchung des Verhältnisses von aus- und inländischen Kindern und Jugendlichen bezüglich der personalen Gewalt sein.
METHODE: Soziometrie und soziale Identitäts Theorie (Tajfel). Untersuchungsdesign: Querschnitt. DATENGEWINNUNG: Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: 1.500; Schüler. Stichprobe: 1.100; Eltern). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts.
ART: keine Angabe BEGINN: 199601 ENDE: 199912 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe
INSTITUTION: Universität Bielefeld, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (Universitätsstr. 25, D-33501 Bielefeld)
KONTAKT: Bearbeiter
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[2-L] Eisner, Manuel; Manzoni, Patrik; Ribeaud, Denis:
Gewalterfahrungen von Jugendlichen: Opfererfahrungen und selbst berichtete Gewalt bei Schülerinnen und Schülern im Kanton Zürich, (Pädagogik bei Sauerländer : Schwerpunkt: Schule und Gewalt, Bd. 31), Aarau: Sauerländer 2000, 114 S., ISBN: 3-7941-4721-9 (Standort: ULB Münster(6)-3H59113)
INHALT: "Diese Studie präsentiert Befunde einer aktuellen Untersuchung zu Umfang und Ursachen von Gewalt unter Jugendlichen. Eine repräsentative Auswahl von Jugendlichen des Kantons Zürich wurde zu ihren Opfererfahrungen, zu selbst berichtetem Gewalthandeln sowie zu schultypischen Formen der Gewalt in Opfer- wie Täterperspektive befragt. Die Zürcher Befunde können mit gleich angelegten Untersuchungen in verschiedenen deutschen Städten verglichen werden." (Autorenreferat)
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[3-F] Finze, Falk-Rüdiger, Dr. (Leitung):
Aggression und Gewalt an Schulen in Sachsen
INHALT: Das Ziel des Projektes besteht in der Replikation und Sicherung von Ergebnissen einer Querschnittsuntersuchung (Vorläuferprojekt - gefördert vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus) zur Genese von Aggression und Gewalt im Schulbereich in Sachsen. Mit Hilfe einer Längsschnittstudie sollen Quantität und Qualität aggressiven Verhaltens im Bereich von Mittelschule und Gymnasium aus Lehrer- und Schülersicht aufgeklärt, Ursachen entdeckt und Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen werden. Die erste Untersuchungsetappe konnte im September/ Oktober 1999 abgeschlossen werden. GEOGRAPHISCHER RAUM: Sachsen
ART: keine Angabe AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe
INSTITUTION: Technische Universität Dresden, Fak. Mathematik und Naturwissenschaften, Fachrichtung Psychologie Institut für Allgemeine Psychologie, Biopsychologie und Methoden der Psychologie Professur für Methoden der Psychologie (Mommsenstr. 13, D-01069 Dresden)
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[4-L] Fuchs, Marek:
Ausländische Schüler und Gewalt an Schulen, in: Heinz Günter Holtappels, Wilhelm Heitmeyer, Wolfgang Melzer, Klaus-Jürgen Tillmann <Hrsg.> - 2., korr. Aufl.: Forschung über Gewalt an Schulen: Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention, Weinheim: Juventa Verl. 1999, S. 119-136, ISBN: 3-7799-0463-2 (Standort: Bibl. TH Aachen(82)-Le66)
INHALT: Der Verfasser stellt zunächst den Forschungsstand zum Thema "Gewalt an Schulen bei ausländischen Jugendlichen" dar. Er legt vor diesem Hintergrund Ergebnisse einer eigenen, für das Bundesland Bayern repräsentativen empirischen Untersuchung vor, in deren Verlauf Lehrer (n=786) und Schüler (n=3609) an allgemein- und berufsbildenden Schulen befragt wurden. Drei Fragestellungen stehen im Mittelpunkt: (1) ausländische Schüler als Verursacher von Gewalt im Self-Report; (2) Beteiligung ausländischer Schüler an Gewaltakten aus Sicht der Lehrer; (3) Ausländeranteil und Gewaltniveau. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass sich ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Ausländerstatus und der Gewalt an Schulen insgesamt eher nicht bestätigen lässt. (ICE2)
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[5-L] Fuchs, Marek; Lamnek, Siegfried; Luedtke, Jens:
Tatort Schule: Gewalt an Schulen 1994-1999, Opladen: Leske u. Budrich 2001, 395 S., ISBN: 3-8100-3093-7 (Standort: UB Bonn(5)-2001-1711)
INHALT: 'Jugend' steht immer wieder unter 'Verdacht', kriminell und/oder gewalttätig zu sein. Wer also 'ganz selbstverständlich von der Flut, dem Hereinbrechen, dem Überschwappen krimineller Handlungen (...) spricht, kann sicher sein, fest auf dem Boden altbewährter Dichotomien zu stehen' (Findeisen/Kersten 1999: 18) - die aber durch wissenschaftliche Ergebnisse so nicht legitimierbar sind. Dennoch: Jugendkriminalität und mit ihr Gewalt an Schulen haben erneut Konjunktur, nicht zuletzt wegen der Ereignisse im Herbst 1999, als mit der Ermordung einer Lehrerin in ihrer Schule eine neue Dimension der Schulgewalt erreicht zu sein schien. Wenn sich wissenschaftliche Forschung (auch) als Aufklärung versteht, wird sie sich notwendigerweise mit den öffentlich-politischen Stereotypen (und den dahinter stehenden oder erst geschürten diffusen Ängsten) auseinander setzen müssen. Eine erste Forschungsstaffel zur Gewalt an Schulen in Deutschland Anfang bis Mitte der 90er Jahre war schwerpunktmäßig damit befasst, intersubjektiv vergleichbar den Ist-Zustand der innerschulischen Gewalt festzustellen. Das war nicht zuletzt eine Folge des Berichtes der Gewaltkommission, beruhte aber auch auf den Darstellungen in vielen Massenmedien, deren Berichte den Eindruck erweckten, deutschen Schulen drohten die gefürchteten sogenannten 'amerikanischen Zustände'. Demgegenüber mussten die wissenschaftlichen Resultate aus Sicht von Sensationshungrigen und/oder Kulturpessimisten eher enttäuschend gewirkt haben: Gewalt ist ein Thema an Schulen, aber auf keinen Fall mit der Qualität und Quantität wie gerne und oft behauptet wird. Inzwischen haben sich die Untersuchungsziele etwas gewandelt: Im Zentrum stehen jetzt zum einen die Fragen nach der Entwicklung und Veränderung von schulischer Gewalt (vgl. u. a. Tillmann 1997)- die Längsschnittstudien erforderlich machen - und zum anderen die Fragen nach Intervention und Prävention (vgl. u. a. Schubarth 1999). Wir möchten mit dieser Studie versuchen, auf die erstgenannte Fragestellung räumlich und zeitlich begrenzt mit einer Trenduntersuchung Antworten zu geben: 1994 führten wir eine Repräsentativerhebung an allgemein- und berufsbildenden Schulen in Bayern zur Gewaltlage in Form einer schriftlich-postalischen Befragung von Lehrern und Schülern sowie parallelen Gruppendiskussionen mit Schülern und Lehrern durch. Im Frühjahr 1999 erfolgte die (erste) Replikationsuntersuchung, bei der vergleichbare, ebenfalls repräsentative Stichproben von Schülern und Lehrern mit einem fast unveränderten Instrument befragt wurden. (Wir beabsichtigen, nach weiteren fünf Jahren erneut ins Feld zu gehen, um die Langzeitentwicklung abschätzen zu können.). Anders als die bislang vorliegenden beiden Längsschnittuntersuchungen - Hurrelmann/Mansel (1998) und Tillmann (1997) bzw. Holtappels et al. (1996) - deren Vergleichsgröße die allgemeine Devianz bzw. Delinquenz ist, erfassen wir speziell die Gewalt von Schülern an Schulen und können im Fünfjahresabstand Aussagen zu ihrer Entwicklung machen." (Textauszug)
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[6-L] Funk, Walter:
Aggression und Gewalt von Kindern und Jugendlichen, in: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Jg. 21/2001, H. 3, S. 323-327 (Standort: UuStB Köln(38)-XG02735; Kopie über Literaturdienst erhältlich)
INHALT: Der Beitrag bespricht fünf neuere Arbeiten zum Titelthema. Alle Arbeiten verfolgen aus der Sicht des Rezensenten den Erfolg versprechenden Weg zur Analyse von Gewalt (an Schulen), in dem Gewalt als Merkmal sozialer Situation aufgefaßt und explizit nach gewaltbegünstigenden bzw. hemmenden Bedingungen der sozialen Umwelt gefragt wird. Gewalt geschieht aus und in Gruppenzusammenhängen. Sie bekommt dort Sinn und richtet auch dort Schaden an. Bemerkenswert für alle Arbeiten ist weiterhin, dass sie nicht bei einer Bestandsaufnahme der Gewalt von Kindern und Jugendlichen stehen bleiben, sondern versuchen, Wege zur Problemlösung aufzuweisen bzw. alternative Denk-, Verstehens- und Handlungslogiken zu initiieren. Insofern sind die Arbeiten innovativ und eröffnen Horizonte. (ICA)
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[7-L] Geng, Bernd:
Befunde einer Schülerbefragung, in: Neue Kriminalpolitik, Jg. 11/1999, H. 2, S. 32-35
INHALT: Der Autor stellt Ergebnisse einer Schülerbefragung von 1998 vor, die die Gewalterfahrungen mehrheitlich 15jähriger Schüler in Greifswald zum Gegenstand hat. Die Daten bestätigen den positiven Zusammenhang zwischen fremdenfeindlichen, rechtsextremen Einstellungen und Gewaltakzeptanz. Dabei zeigen männliche Schüler deutlich größere Anteilswerte als weibliche. Auch die Befragung zur Täter-Opfer-Relation läßt vergleichbare Tendenzen erkennen. Betrachtet wird weiterhin, welchen Einfluss Fremdenfeindlichkeit hat als Legitimation zur Gewaltausübung. Der Autor folgert, dass fremdenfeindlichen und rechtsextremen Einstellungen in entsprechenden Situationen eine Art Selektions- und Rechtfertigungsinstanz zukommen kann. Krisenhaft verlaufende, instabile Identitätsbildungsprozesse bei den Jugendlichen sind in vertiefenden Analysen als Ursache sichtbar geworden. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Kindern und Jugendlichen frühzeitig alternative Möglichkeiten eröffnet werden müssen, die nicht ausgrenzen, sondern insbesondere emotional ansprechende Erfahrungen vermitteln und eine positive Identitäts- und Selbstwertentwicklung befördern. (prh)
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[8-F] Kaiser, Claude; Rochat, Francois; Egloff, Michelle; Cortolezzis, Caroline; Dumont, Patricia (Bearbeitung); Clemence, Alain (Leitung):
Dynamiques et significations de la violence dans l'univers scolaire des adolescents
INHALT: keine Angaben GEOGRAPHISCHER RAUM: Suisse romande
METHODE: Questionnaires standardises auto-administres (directions, eleves, enseignants); entretiens semi-directifs; recueil de donnees: inteviews qualitatives, entretiens standardises par correspondance.
VERöFFENTLICHUNGEN: Clemence, Alain; Egloff, Michelle; Cortolezzis, Caroline; Rochat, Francois: La violence dans les ecoles secondaires en Suisse romande: le point de vue des directions. Lausanne: Univ. 1997, 14 p. (avec la collaboration de C. Kaiser, M. Barbier, M. Bernoulli, P. Dumont, D. Hausser, P. Marc, G. Meyer, M. Nicolet).+++Clemence, Alain; Cortolezzis, Caroline; Dumont, Patricia; Egloff, Michelle; Kaiser, Claude; Rochat, Francois: La violence dans les ecoles secondaires en Suisse romande: le point de vue des enseignants et des eleves. Lausanne: Univ. 1999, 34 p. ARBEITSPAPIERE: Clemence, Alain et al.: Dynamiques et significations de laviolence dans l'univers scolaire des adolescents: rapport scientifique final. Lausanne: Univ. 1999, 135 p., annexes.
ART: gefördert BEGINN: 199703 ENDE: 199903 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung, NFP 40 Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalität
INSTITUTION: Universite Lausanne, Faculte des Sciences Sociales et Politiques, Institut des Sciences Sociales et Pedagogiques -ISSP- (BFSH 2, CH-1015 Lausanne); Canton de Geneve Departement de l'Instruction Publique Service de la recherche en Education -SRED- (Quai du Rhone 12, CH-1205 Geneve)
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[9-F] Katholische Universität Eichstätt:
Aggression und Gewalt an polnischen Schulen
INHALT: In Polen wird in jüngster Zeit immer wieder diskutiert, warum die Anwendung von Gewalt unter Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren zugenommen hat. Nach übereinstimmender Meinung vieler Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Schulformen ist vor allem in der Schule das Klima aggressiver geworden. Schon in den ersten Schuljahren wird erpreßt, geprügelt, zerstört. Viele Schüler haben keinen Respekt mehr voreinander sowie vor den Lehrerinnen und Lehrern. Was Schulpsychologen beunruhigt, sind nicht so sehr die in der Öffentlichkeit hervorgehobenen Einzelfälle, sondern das zunehmend fehlende Unrechtsbewußtsein vieler Schüler. Ein Projekt des polnischen Pädagogen Dr.Dr. Janusz Surzykiewicz fragt nach den individuellen und gesellschaftlichen Faktoren für diese Entwicklung. In Zusammenarbeit mit Prof.Dr. Hans-Ludwig Schmidt, Lehrstuhl für Sozialpädagogik an der Universität Eichstätt, und Frau Prof.Dr. Krystyna Ostrowska, Inhaberin des Lehrstuhls für Prophylaxe und Rehabilitation an der Universität Warschau sowie Direktorin des Methodischen Zentrums für Psychopädagogische Hilfe beim Polnischen Bildungsministerium, werden nach einer Aufarbeitung der vorhandenen Literatur und der theoretischen Definition der Begriffe Aggression und Gewalt empirische Untersuchungen durchgeführt. Nach einer Pilotstudie an Warschauer Schulen werden 2.880 Schüler aus Grund- und weiterführenden Schulen in ganz Polen Fragebögen ausfüllen, deren Auswertung Grundlage für die Erarbeitung eines sozialpädagogischen Handlungsansatzes für Interventionen und Prävention liefern soll. Aus Mitteln des ZIMOS konnte die das Projekt vorbereitende Studie, die u.a. neueste kriminalstatistische Daten und Zusammenhänge umfänglich aufarbeitet, finanziert werden. Die Ergebnisse sind erschienen in: Janusz Surzykiewicz. Aggression und Gewalt von Kindern und Jugendlichen in Polen - Beitrag zu einer Situationsanalyse als Voraussetzung für Forschung und Erziehungspraxis, Hrsg.: Hans-Ludwig Schmidt und Erhard Hischer. Reihe diritto Wissenschaft - BPB, Eichstätt 1996. GEOGRAPHISCHER RAUM: Polen
VERöFFENTLICHUNGEN: Surzykiewicz, Janusz: Aggression und Gewalt von Kindern und Jugendlichen in Polen. Beitrag zu einer Situationsanalyse als Voraussetzung für Forschung und Erziehungspraxis. Forschung am Lehrstuhl für Sozialpädagogik der Katholischen Universität Eichstätt, Bd. 1. Eichstätt 1996.+++Ders.: Schule und Gewalt. Eine Bilanz von Befunden und Interventionsperspektiven interdiszplinärer Forschung in Polen. Forschung am Lehrstuhl für Sozialpädagogik der Katholischen Universität Eichstätt, Bd. 2. Eichstätt 1998.
ART: keine Angabe ENDE: 199912 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe
INSTITUTION: Katholische Universität Eichstätt, Zentralinstitut für Mittel- und Osteuropastudien (Ostenstr. 27, D-85072 Eichstätt)
KONTAKT: Institution (Tel. 08421-931717, Fax: 08421-931780)
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[10-L] Krumm, Volker:
Methodenkritische Analyse schulischer Gewaltforschung, in: Heinz Günter Holtappels, Wilhelm Heitmeyer, Wolfgang Melzer, Klaus-Jürgen Tillmann <Hrsg.> - 2., korr. Aufl.: Forschung über Gewalt an Schulen: Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention, Weinheim: Juventa Verl. 1999, S. 63-79, ISBN: 3-7799-0463-2 (Standort: Bibl. TH Aachen(82)-Le66)
INHALT: Basis der methodenkritischen Untersuchung sind 39 empirische Arbeiten zum Thema "Gewalt in der Schule" aus den Jahren 1990 bis 1996. Der Verfasser konstatiert Schwächen in der Konzeption und der methodischen Anlage vieler Untersuchungen. Konzeptionelle Schwächen liegen in irreführenden Titeln und unzureichenden Fragestellungen, einer unbefriedigenden Reflexion zentraler Konzepte, einer einseitigen Berücksichtigung des Forschungsstandes und der Vernachlässigung theoretischer Erkenntnisse. Methodische Schwächen betreffen einseitige Erhebungsverfahren, Probleme der Operationalisierung, das Vertrauen auf fragwürdige Auskunftspersonen, Schwächen in der Berichterstattung sowie fragwürdige Schlussfolgerungen aus den Untersuchungen. Der Verfasser plädiert abschließend für eine neue, erweiterte Perspektive bei der Untersuchung von Gewalt in der Schule. (ICE2)
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[11-L] Lamneck, Siegfried:
Die Gewaltentwicklung an Schulen in Deutschland: Status quo ante?, in: Gesine Foljanty-Jost <Hrsg.>: Schule, Schüler und Gewalt: Beiträge zu Deutschland, Japan, China und der Mongolei, München: iudicium Verl. 2000, S. 31-52, ISBN: 3-89129-640-1 (Standort: UB Duisburg(464)-79-ICG-1408)
INHALT: Die massenmediale Kriminalitätsberichterstattung geht mit ihrer Tendenz zur Dramatisierung von drastischen Einzelfällen aus, verallgemeinert schwere Delikte und unterstellt eine allgemeine Zunahme von Gewalt. Im Vergleich dazu gelangte die sozialwissenschaftliche Forschung in den 90er Jahren zu weit weniger drastischen Ergebnissen. Auch wenn leichte Gewaltformen relativ häufig sind, kann jedoch nicht einmal in diesem Bereich von einem Massenphänomen gesprochen werden. Eine echte Längsschnittstudie wurde in den Jahren 1994 und 1999 in Bayern durchgeführt. Diese Studie bestätigt, dass das Gewaltniveau an Schulen nach wie vor nicht besorgniserregend hoch ist. In den letzten fünf Jahren ist eine Zunahme lediglich bei verbaler Gewalt zu konstatieren. Der Verfasser formuliert abschließend Vorschläge zur Reduktion der Gewaltbereitschaft und zur Gewaltprävention. (ICE)
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[12-L] Luedtke, Jens:
Drogen und Gewalt in den 90ern: zur Lage an bayerischen Schulen, in: Soziale Probleme, Jg. 10/1999, H. 2, S. 115-143 (Standort: UuStB Köln(38)-XG07368; Kopie über Literaturdienst erhältlich)
INHALT: "Inwieweit beeinflusst der Drogenkonsum von Schülern ihr Gewalthandeln in der Schule? Dieser Frage wird anhand von zwei Repräsentativuntersuchungen zur Gewalt an bayerischen Schulen (1994 und 1999) nachgegangen. Es zeigte sich, dass der Drogenumgang bayerischer Schüler bis Ende der 90er-Jahre insgesamt anstieg (Lebenszeitprävalenz und Konsumintensität). Beim Einfluss des Drogenkonsums auf die Gewaltaktivität in der Schule ist die Annahme bestimmend, dass die Schüler in bezug auf Devianz eine hohe Konsistenz zeigen. Verschiedene Formen abweichenden Verhaltens treten häufig in verschiedenen Bereichen auf, wobei die Devianz der Peergroup (erfasst über die Polizeiauffälligkeit der eigenen Clique) als entscheidender Einflussfaktor vermutet wird. Daneben sind auch deviante Einstellungen (Lust an Verbotenem) und Handlungen (Waffenmitnahme in die Schule) von Bedeutung. Hier zeigen sich deutliche Zusammenhänge auch zur Art des Drogenkonsums: wer 'harte' Drogen nimmt, wendet fast durchgängig mehr Gewalt an, und gewalttätige Schüler weisen auch in anderen Bereichen (sozialer Kontext, Einstellungen, Handlungen) eine erhöhte Devianz auf." (Autorenreferat)
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[13-L] Pfeiffer, Christian; Wetzels, Peter:
Junge Türken als Täter und Opfer von Gewalt (Siddetin Fail ve Kurbanlari Genc Türkler), (Forschungsberichte / Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V., Nr. 81), Hannover: 2000, 25 S. (Standort: http://www.kfn.de/fb81.pdf; UuStB Köln(38)-20000106199; Graue Literatur)
INHALT: Im Mittelpunkt des kurzen Forschungsberichts, welcher in türkischer und deutscher Sprache abgedruckt ist, steht das Gewaltausmaß bei türkischen Jugendlichen in der Bundesrepublik. Es werden die Ergebnisse einer Befragung bei 14-16jährigen Schülerinnen und Schülern in Bezug auf die selbstberichtete Delinquenz und die Erfahrungen als Opfer von Gewalt dargestellt. Anhand von statistischen Daten verdeutlichen die Autoren die unterschiedliche Gewaltbelastung Jugendlicher in Abhängigkeit von ethnischer Herkunft und Geschlecht, wobei die sozioökonomische Lebenslage von Jugendlichen, die beobachtete elterliche Gewalt in der Familie sowie das aktive Gewalthandeln in der Schule im Vordergrund stehen. (ICI)
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[14-L] Popp, Ulrike:
Gewalt an Schulen als "Türkenproblem"?: Gewaltniveau, Wahrnehmung von Klassenklima und sozialer Diskriminierung bei deutschen und türkischen Schülerinnen und Schülern, in: Empirische Pädagogik, Jg. 14/2000, H. 1, S. 59-91 (Standort: UuStB Köln(38)-EWA Z 3052; Kopie über Literaturdienst erhältlich)
INHALT: "In diesem Beitrag wird anhand der Daten einer repräsentativen Schülerstichprobe von hessischen Sekundarschulen untersucht, ob sich deutsche und türkische Schüler(innen) im Ausmaß ihres Gewalthandelns in der Schule unterscheiden. Gleichzeitig wird vor dem Hintergrund des Befundes, dass türkische Jugendliche in der Öffentlichkeit mit stärkeren Ressentiments und Kriminalisierungsprozessen konfrontiert sind, auch nach stigmatisierenden Erfahrungen im schulischen Kontext und nach der Wahrnehmung des Klimas in der Lerngruppe gefragt. Resultat ist, dass die Gruppe der türkischen Schüler(innen) insgesamt eine höhere Gewaltbelastung aufweist als die der Deutschen, aber gleichzeitig von Etikettierungserfahrungen stärker betroffen ist und sich innerhalb des Klassenverbandes weniger akzeptiert und wohl fühlt. Bei einem schulzweigbezogenen Vergleich deutscher und türkischer Hauptschüler(innen) und Gymnasiast(innen) verschwinden die auf Gewalt bezogenen Differenzen - als ein signifikanter Unterschied jedoch bleibt, dass die türkischen Schüler(innen) das soziale Eingebundensein in ihre Lerngruppe negativer bewerten als ihre deutschen Mitschüler(innen)." (Autorenreferat)
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[15-L] Rostampour, Parviz:
Schüler als Täter, Opfer und Unbeteiligte: Veränderungen der Rollen im sozialen und biographischen Kontext, in: Psychosozial, Jg. 23/2000, H. 1, S. 17-27 (Standort: UuStB Köln(38)-XG5196; Kopie über Literaturdienst erhältlich)
INHALT: Im folgenden werden die Ergebnisse einer vergleichenden Untersuchung über die Entwicklung und das Ausmaß von Gewalt an sächsischen Schulen für die Jahre 1995/96 und 1998 vorgestellt. Eine tabellarische Übersicht verdeutlicht die Entwicklung des Gewaltniveaus in Abhängigkeit von Schulformen und Klassenstufen, wobei die Veränderungen der Täter- und Opferrollen in der Altersgruppe der 12-17jährigen im Übergang von Klasse 6 zu 8 und von Klasse 8 zu 10 im Mittelpunkt stehen. Die biografische Entwicklung der Täter-Opferrollen und des Rollentausches zwischen Tätern, Opfern und Unbeteiligten wurde anhand von ca. 700 Panel-Daten untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das gewalttätige Verhalten in der Schule in vielen Fällen ein vorübergehendes Phänomen darstellt und dass eine eindeutige Täterkarriere nur bei sehr wenigen Schülern erkennbar ist. Ferner ist die Entwicklung des Täter- bzw. Opferstatus nicht von vornherein festgelegt, sondern in beiden Richtungen - als Verfestigung oder Auslöser dieser Rolle - offen. (ICI)
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[16-L] Schäfer, Mechthild; Frey, Dieter (Hrsg.):
Aggression und Gewalt unter Kindern und Jugendlichen, Göttingen: Verl. f. Psychologie Hogrefe 1999, 284 S., ISBN: 3-8017-1203-6 (Standort: UB-Bonn(5)-99-1832)
INHALT: "Dieses Buch entspringt einer Trotzreaktion. Ist Aggression und Gewalt unter Jugendlichen nur dann ein ernstzunehmendes Thema, wenn eine Veränderung zum Negativen, also eine Zunahme beobachtbar ist? In der öffentlichen Diskussion wird dieses suggeriert, aber zahlreiche Kollegen, die sich mit verschiedensten Aspekten von Aggression und Gewalt unter Kindern und Jugendlichen wissenschaftlich auseinandersetzen, melden klare Zweifel an. Sie förderten die Idee zu einer Podiumsdiskussion 'Gibt es empirische Evidenz, die rechtfertigt, von einer Zunahme der Aggression bei Jugendlichen zu sprechen?', die im September 1996 im Rahmen des 40. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) in München stattfand."(Textauszug). Inhaltsverzeichnis: Mechthild Schäfer und Dieter Frey: Subjektive und objektive Empirien zur Einschätzung und Diskussion von Aggression und Viktimisierung (11-18); Peter K. Smith: Aggression und Bullying in Schulen (19-40); Hans Oswald: Steigt die Gewalt unter Jugendlichen? (43-51); Reiner Hanewinkel und Dorette Eichler: Gewalt an Schulen Schlesweig-Holsteins (53-63); Friedrich Lösel, Thomas Bliesener und Mechtild Averbeck: Hat die Delinquenz von Schülern zugenommen? Ein Vergleich im Dunkelfeld nach 22 Jahren (65-89); Beate Schuster: Gibt es eine Zunahme von Bullying in der Schule? Konzeptuelle und methodische Überlegungen (91-104); Peter Noack und Elke Wild: Überlegungen zur Entwicklung von aggressiven und rechtsextremen Einstellungen (107-234); Elke Wild und Peter Noack: Stabilität und Wandel in den Einstellungen von Jugendlichen und Eltern zur Gewalt (135-151); Nicole E. Werner, Maureen A. Bigbee, Nicki R. Crick: Aggression und Viktimisierung in Schulen: "Chancengleichheit" für agressive Mädchen (153-177); Hans Oswald: Jenseits der Grenze zur Gewalt: Sanktionen und rauhe Spiele (179-199); Reinhold S. Jäger: Gewaltprävention (203-244); Reiner Hanewinkel und Dorette Eichler: Ergebnisse einer Interventionsstudie zur Prävention schulischer Gewalt (245-264); Dieter Frey, Mechthild Schäfer und Renate Neumann: Zivilcourage und aktives Handeln bei Gewalt: Wann werden Menschen aktiv? (265-284).
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[17-L] Schubarth, Wilfried:
Werden Schüler immer gewalttätiger?: neue Forschungen zur Schülergewalt, in: Recht der Jugend und des Bildungswesens, Jg. 47/1999, H. 3, S. 372-378
INHALT: Der Autor fasst die wesentlichen Ergebnisse der letzten Studien zum Thema Gewalt in der Schule zusammen. Demnach gibt es kaum Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Schülern und auch der tatsächliche Anstieg begangener Gewalttaten ist moderat. Gewalttätige Schüler kommen eher aus Familien mit niedrigem Bildungsniveau und restriktivem Erziehungsstil und sind überwiegend männlich. Sie konsumieren überdurchschnittlich viel Genuss- und Rauschgifte und begehen auch ausserhalb der Schule erheblich mehr delinquente Handlungen. Der Artikel wartet noch mit einer Vielzahl weiterer Fakten auf. Zusammenfassend sind eine Vielzahl konkreter Folgerungen formuliert. Präventive Aspekte werden genauso berücksichtigt wie Möglichkeiten der Intervention. (DIPF/Oe.)
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[18-L] Schütz, Corinna; Todt, Eberhard; Busch, Ludger:
Gewalt in deutschen Schulen 1990-2000, in: Polizei & Wissenschaft, 2002, H. 1, S. 13-27
INHALT: "Die öffentlichen Medien proklamieren eine generelle Zunahme von Gewalt an deutschen Schulen. Zudem wird beklagt, die Qualität aggressiver Handlungen habe sich verändert; die Täter seien jünger als früher. Diese Behauptungen werden mit Forschungsergebnissen und Statistiken der letzten zehn Jahre konfrontiert. Eigene Untersuchungen an verschiedenen hessischen Schulen werden referiert und mit anderen Ergebnissen verglichen. Es wird gezeigt, dass eine Differenzierung zwischen der Prävalenz entwicklungstypischer Aggression, die nicht zugenommen zu haben scheint, und einzelnen Intensivtätern oder 'Bullies' getroffen werden muss. Es wird auf so genannte Gegenspieler von Aggression eingegangen, welche die Wahrscheinlichkeit aggressiver Handlungen reduzieren können. Ferner wird eine Typologie von 'Bullies' anhand interventionsrelevanter Merkmale vorgestellt." (Autorenreferat)
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[19-L] Tillmann, Klaus-Jürgen:
Gewalt an Schulen: öffentliche Diskussion und erziehungswissenschaftliche Forschung, in: Heinz Günter Holtappels, Wilhelm Heitmeyer, Wolfgang Melzer, Klaus-Jürgen Tillmann <Hrsg.> - 2., korr. Aufl.: Forschung über Gewalt an Schulen: Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention, Weinheim: Juventa Verl. 1999, S. 11-25, ISBN: 3-7799-0463-2 (Standort: Bibl. TH Aachen(82)-Le66)
INHALT: Der Verfasser gibt einen Überblick über den gegenwärtigen Erkenntnisstand und legt eine Datenauswertung zur quantitativen Entwicklung von zu Delinquenzraten bei Schülern im Zeitvergleich vor. Rückblickend unterteilt er die Thematisierung von Gewalt an Schulen in drei Stufen: (1) intensive Medienberichterstattung seit Anfang der 90er Jahre und seit 1992 (2) Thematisierung in der pädagogischen Profession und (3) in der empirischen Erziehungswissenschaft. Der Verfasser legt Ergebnisse der jüngeren Forschung zu Verbreitung, Gruppenunterschieden und Täter-Opfer-Thematik vor. Der Vergleich von Schülerbefragungen aus den Jahren 1972 und 1995 macht eine Zunahme von Gewalt an Schulen sichtbar. Der Verfasser schließt mit Überlegungen zu weiteren Forschungsdesiderata. (ICE2)
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