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Bildung
Die PISA-Studie (Programme for International Student Assessment - PISA 2000) brachte es an den Tag: Deutschlands Bildungsergebnis ist im internationalen Vergleich weit abgeschlagen und reformierungsbedürftig. Die Studie brachte heiße Debatten auf allen Ebenen hervor und berührte wie kaum ein Thema den Nerv der Nation. Nicht nur Politiker, auch die Bildungsbürokratie, Universitäten und Schulen stehen unter Reformdruck. Inzwischen ist der erste PISA-Schock in die Jahre gekommen, Reformen wurden diskutiert und angepackt, die wenigsten allerdings umgesetzt. Im Bereich der Hochschulen werden teilweise Studiengebühren erhoben und das Bachelor-Studium wurde eingeführt. Ganztagsschulprogramme und -förderung wurden initiiert und eine frühere Einschulung diskutiert. Auch der Kindergartenbereich gerät ins Blickfeld und wird zur Frühförderung entdeckt. Die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kurzform: Kultusministerkonferenz - KMK) - ein Zusammenschluss der für Bildung und Erziehung, Hochschulen und Forschung sowie kulturelle Angelegenheiten zuständigen Minister bzw. Senatoren der Länder - bietet Übersichtsberichte: Das Dossier zum "Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland" enthält eine Darstellung des Bildungswesens vom Elementarbereich bis zur Weiterbildung und bietet darüber hinaus Hintergrundinformationen zu den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Ergebnisse der PISA-Studie aus dem Jahr 2000 haben im internationalen Vergleich viele Fragen zur Effektivität des deutschen dreigeteilten Schulsystem aufgeworfen und legen Vermutungen nahe, dass soziale Disparitäten weiter zementiert und Migrantenkinder über Bildung weiter diskriminiert werden. Grundsätzliche Fragen zum kulturellen Gesamtverhältnis in Deutschland stellt ein noch immer interessanter Artikel des Forum Wissenschaft, einer Zeitschrift des wissenschaftspolitischen Verbandes 'Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler' (BdWi).
PISA 2003
konzentrierte sich auf die Bereiche
Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften sowie Problemlösen als
CCC-Komponente (Cross Curricular Competencies/Erfassung fächerübergreifender
Kompetenzen). Forderungen an die Rahmenbedingungen von Bildung und Erziehung in Schule und Kindertageseinrichtungen stellt auch der Verband allein erziehender Mütter und Väter (VAMV) e.V. Der Anspruch auf kostenfreie Bildung von Geburt an ist dabei ein wichtiger Bestandteil wie auch die Abschaffung des auf Selektion angelegten dreigliedrigen Schulsystems. Auf der Basis des Hochschulrahmengesetz des Bundes (HRG) erlassen die 16 Länder ihre Hochschulgesetze, in denen weitere Einzelheiten geregelt werden. Das HRG hat das Ziel, die Hochschulen auf neue Anforderungen durch Globalisierung, Internationalisierung und Wettbewerb einzustellen, ihre Autonomie zu verstärken und ihnen größere Spielräume für eigene Profilbildung einzuräumen und zu entbürokratisieren. Hierdurch wurden u. a. die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge in das Regelangebot der Hochschulen überführt sowie die "Juniorprofessur" ermöglicht. Die Studie Eurostudent 2005 liefert einen Beitrag zum kontinuierlichen Monitoring sozialer Daten für die Verwirklichung des europäischen Hochschulraumes im Rahmen des Bologna-Prozesses. Dafür wurden die nationalen Sozialerhebungen aus Österreich, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Lettland, Portugal, Spanien, den Niederlanden sowie Großbritannien (mit England und Wales) aufbereitet. Studieren-im-Netz ist eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über Studienangebote im Internet, Online-Studiengänge, virtuelle Studienmodule, E-Learning und Multimedia an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien. www.studienwahl.de bietet alle wichtigen Informationen zu rund 10.000 Studienangeboten, die an deutschen Hochschulen und Berufsakademien angeboten werden, darunter mehr als 1.000 mit Bachelor- bzw. Masterabschluss. Ca. 1.300 Links führen zu weiteren Quellen sowie zu den Internetseiten aller deutschen Hochschulen. Ziel des BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) ist es, jedem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, unabhängig von seiner sozialen und wirtschaftlichen Situation eine Ausbildung zu absolvieren, die seinen Fähigkeiten und Interessen entspricht. Täglich neue Berichte zu Bildung und Studium bietet "Spiegel online" in seinem UniSPIEGEL. Erstmals seit dem Jahr 2000 wurden in 2004 wieder mehr betriebliche Ausbildungsplätze geschaffen als im Vorjahr. Zum Auftakt der Ausbildungsoffensive 2005 setzt sich die Bundesregierung für die Fortsetzung dieser Erfolge ein. Eine Patenschaftsstelle für Ausbildung unterstützt und koordiniert den „Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland“, der allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen jungen Menschen ein Angebot auf Ausbildung unterbreiten will. Die Patenschaftsstelle ist bei der "Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung" (SBB) in Bonn angesiedelt, einer gemeinsamen Einrichtung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Deutschen Handwerkskammertages und des Bundesverbandes der Freien Berufe. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Patenschaftsstelle zunächst bis Ende 2005. Nach einer neuen Studie der Bertelsmann-Stiftung blicken deutsche Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren überwiegend skeptisch (42 Prozent) oder sogar pessimistisch (10 Prozent) in die berufliche Zukunft. Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage zeichnet alles andere als ein hoffnungsfrohes Stimmungsbild unter den Jugendlichen: Mehr als jeder dritte Jugendliche (39 Prozent) macht sich große Sorgen, keinen Ausbildungsplatz zu bekommen; 34 Prozent haben Angst, später arbeitslos zu werden. Die Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und
Weiterbildung ist Aufgabe des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
Ziele seiner Forschungs-, Entwicklungs- und Beratungsarbeit sind, Zukunftsaufgaben der Berufsbildung zu identifizieren, Innovationen in der nationalen wie internationalen Berufsbildung zu fördern und neue praxisorientierte Lösungsvorschläge für die berufliche Aus- und Weiterbildung zu entwickeln. Berufliche Weiterbildungsangebote werden stichprobenartig von der STIFTUNG WARENTEST geprüft und die Testergebnisse veröffentlicht. Der "Bundesbericht Forschung 2004" stellt die deutsche Forschungslandschaft umfassend dar und bezieht erstmals auch Daten des Berichts zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands ein. Der Bericht will aufzeigen, dass die Bundesregierung mit einer deutlichen Steigerung der Mittel für Forschung und Entwicklung auf jetzt neun Mrd. Euro und einem klaren Innovationskurs den Standort Deutschland gestärkt und Arbeitsplätze geschaffen hat. Eine Übersicht zu den 2004 und früher bewilligten Fördermaßnahmen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bietet deren Jahresbericht: Er stellt koordinierte Programme, Projekte, Stipendien, Preisträger usw. in Form von Kurzprofilen vor. Unterstützung für den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft will ein vom NRW-Ministerium für Wissenschaft und Forschung mit den Transferstellen der nordrhein-westfälischen Hochschulen gemeinsam betriebenes Internet-Portal leisten. Der Deutsche Bildungsserver ist ein Informationsportal mit Datenbanken (u.a. zu Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, Wissenschaft und Forschung, Weiterbildung / Erwachsenenbildung. Neben einer einfachen und erweiterten Suche in den Datenbanken gibt es ferner eine Volltextsuche über deutschsprachige Bildungsserver und über Verlagsserver.
"Wir setzen uns dafür ein, den Bildungsauftrag der Kindergärten ernst zu nehmen", so die SPD in ihrem Wahlmanifest zur Bildungspolitik. Weiterer Schwerpunkt sind ein Ganztagsschulprogramm, der offene Zugang zu den Hochschulen, unabhängig von sozialen oder finanziellen Voraussetzungen und Gebührenfreiheit fürs Erststudium. "Bildung ist die wichtigste Ressource unseres Landes. Diese müssen wir wieder besser ausschöpfen. Es gilt, unser großes Potenzial an Innovationskraft besser zu nutzen". Dies sind die Kernsätze zum Thema im gemeinsamen Regierungsprogramm von CDU/CSU, das die Schwerpunkte im weiteren auf die Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen, auf den Ausbau von Ganztagsschulen, die Freiheit und den Wettbewerb für die Hochschulen und auf eine klare Werteorientierung für junge Menschen setzt. "Die solidarische Modernisierung unseres Landes ist ohne gerechte Bildungschancen für alle nicht denkbar", so die Aussage von Bündnis 90/Die Grünen in ihrem Wahlprogramm. Und weiter: "Bildung ist die Basis, auf der jeder Mensch selbständig das Leben gestalten und Verantwortung übernehmen kann: für sich, für die Gesellschaft und für die Umwelt. Bildungspolitik ist eine Querschnittsaufgabe. In der Bildung liegt in einem rohstoffarmen Land der Schlüssel zu Freiheit, Wohlstand und sozialer Sicherheit." "Bildung ist vorrangig Entfaltung der Persönlichkeit des heranwachsenden Menschen. Sie soll seine Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten fördern und ihn zur Teilhabe am Berufsleben und der Gesellschaft befähigen. Das Bürgerrecht auf Bildung will die optimale Förderung jeder Begabung in allen Lebensabschnitten", legt die FDP in ihrem Wahlprogramm als Hauptlinie fest, nach dem die einzelnen Bildungsbereiche wie frühkindliche Bildung, Startklasse, Qualitätsstandards, Ganztagsschulen, Studienentgelte, Modularisierung ausgerichtet werden. Die Linke. PDS fordert "hochwertige Bildung für alle". In ihrem Kasseler Wahlmanifest konstatiert die WASG: "Wir wollen qualifizierte Ausbildungsangebote für alle Jugendlichen: Wer nicht ausbildet, muss zahlen. Wir wollen den Ausbau der Hochschulen und die Gebührenfreiheit für Schulen und Hochschulen. Neben Krippenplätzen muss es zügig ein umfassendes Vorschulangebot geben".
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"Bildungsforschung"
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