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Bestandsaufnahme
Naturfreunde in der ganzen Republik freuen sich angesichts aktueller
Meldungen, dass Luchs und Wolf vermehrt in die deutschen Wälder zurückkehren.
Galten sie noch vor wenigen Jahren in der Bundesrepublik als ausgerottet,
wandern sie in jüngster Vergangenheit wieder vereinzelt aus dem Osten ein,
lassen sich auf deutschem Boden nieder und vermehren sich. Diese
Erfolgsgeschichte ökologischer Renaturierung weiß zu beeindrucken, doch auf den
zweiten Blick erhellt sich eine andere, mitunter beunruhigende Lesart. Der
Vormarsch des Tieres ist gleichbedeutend mit dem schleichenden Rückzug des
Menschen in Deutschland. Die Geburtenzahlen liegen in der Bundesrepublik seit
mehr als dreißig Jahren unter dem für den Ersatz der Elterngeneration
notwendigen Niveau von 2,1 Kindern je Frau. In den letzten Jahren pendelte die
Geburtenziffer um einen Wert zwischen 1,34 und 1,36 und lag damit weit entfernt
von jener Größe, die für ein Wachstum der deutschen Bevölkerungszahlen
sorgen könnte.
Seit 2002 schlägt sich dieser Trend auch in den absoluten
Bevölkerungszahlen für die gesamte Republik nieder: Um mehr als 300.000
Einwohner schrumpfte die deutsche Bevölkerung auf etwa 82,501 Mio. im Jahr 2004. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich in kommenden Jahren nicht bloß
fortsetzen, sondern wird gewaltig an Fahrt aufnehmen. Wenn die Generation der so
genannten "Baby-Boomer", d.h. der Angehörigen der geburtenstarken
Jahrgänge in den 1950er Jahren zwischen 2030 und 2050 das Zeitliche segnen
wird, dann werden die Bevölkerungszahlen in den Keller sacken,
mit gravierenden
Folgen für das bestehende Wirtschafts- und Sozialsystem.

Bis dahin müssen sich Wolf und Luchs noch auf unbeseelte Landstriche
und unwirtliche Randgebiete beschränken. Gleichwohl wird sich die wirtschaftliche und soziale Situation in
Deutschland in den nächsten Jahren rasch und grundlegend verändern. Denn die
Anzahl der Erwerbstätigen bezogen auf die Gesamtbevölkerung wird deutlich
sinken, da ab 2010 die Jahrgänge, die ins Berufsleben eintreten, schrumpfen.
Parallel dazu werden jedoch die bereits angesprochenen "Baby-Boomer-Jahrgänge"
ab 2015 ihren Dienst quittieren und ein wohlverdientes Rentnerdasein führen.
Dies wird ein gewaltiges Ungleichgewicht zwischen der Menge der
Erwerbstätigen auf der einen und der Menge der Nichterwerbstätigen auf der anderen Seite
verursachen. Die Problematik liegt damit auf der Hand: Während sich die Zahl der
Konsumenten kaum verändert und ungefähr gleich bleibt, wird sich die Zahl der
Produzenten von Gütern und Dienstleistungen dramatisch verkleinern. Die
Auswirkungen auf unser Wirtschafts- und Sozialsystem lassen sich in düsteren
Farben ausmalen, die anstehenden Veränderungen für Arbeitsmarkt, Renten-,
Kranken- und Pflegeversicherung sind augenscheinlich: Das
Renteneintrittsalter wird weiter steigen und Arbeitszeiten von bis zu 50 Stunden
in der Woche erreichen wieder den Grad der allgemeinen Normalität. Die Altersvorsorge
wird fast ausschließlich aus der Privatschatulle finanziert werden müssen und die
Frühverrentung wird wohl als Phänomen des ausgehenden 20. Jahrhunderts in die
Geschichte eingehen. Entsprechend werden auch die Kosten im Bereich der Kranken-
und Pflegeversicherung erheblich ansteigen. So sind die Gesundheitsausgaben
naturgemäß für ältere Bürger um ein Vielfaches höher als für junge Menschen. Ein
ähnliches Bild ergibt sich für die Pflegeversicherung, da das Risiko, zum
Pflegefall zu werden, mit dem Alter entsprechend ansteigt.

Soweit das düstere Szenario für die nächsten Jahrzehnte. Doch weitgehend
unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung etablieren sich inzwischen vermehrt
Zweifel und Einsprüche gegenüber einer derart negativen Interpretation der
aktuellen Bevölkerungsprognosen. Zunehmend werden wissenschaftliche Stimmen
laut, die in der breit angelegten öffentlichen Diskussion über den
demographischen Wandel, der stets ein Hauch von Pessimismus anhängt, eine
übertriebene Medienhysterie sehen. So schlagen die neuen Zahlen der aktuellen
Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes hohe Wellen. Die Statistiker
legen ihrer Prognose drei unterschiedlichen Annahmen zur Geburtenhäufigkeit, zur
Lebenserwartung und zum Saldo der Zuzüge nach und der Fortzüge aus Deutschland
zugrunde. Geht man davon aus, dass die heutigen Bevölkerungswerte unverändert
konstant bleiben, dann wird die deutsche Bevölkerung bis zum Jahr 2050 um 17 %
auf 69 Millionen Menschen geschrumpft sein. Dieses Statement wirkt nicht nur
augenscheinlich schockierend, sondern birgt selbstverständlich eine immense
Brisanz, zumal sich das Thema "Demographischer Wandel" seit Monaten hartnäckig
auf der medialen Tagesordnung hält und die Öffentlichkeit sich entsprechend
sensibilisiert zeigt. Der Boden für aufrüttelnde Schlagzeilen ist also bereitet
und schon sprießen munter neue pessimistische Zukunftsszenarien.
Dabei könnte sich die Schwarzmalerei rasch als heiße Luft entpuppen. Denn
die Prognosen des Statistischen Bundesamtes enthüllen auf den zweiten Blick
andere, weit weniger dramatische Zahlenspiele. Sollten sich die zugrunde
gelegten Werte entgegen aller Vorhersagen im Gegensatz zu heute doch
verändern, so hätte dies eine Entwicklung der Bevölkerungszahlen zur Folge,
die dem Betrachter nur ein müdes Lächeln entlocken könnte. Verdoppelt man
Basisannahme von netto 100.000 Einwanderern pro Jahr, dann mildert sich der
Bevölkerungsrückgang auf 74 Mio. Menschen im Jahr 2050 ab. Geht man gar
davon aus, dass sich - wie in der optimistischen Variante der
Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes angelegt - die Zahl der
Geburten pro Frau auf einen Wert von 1,6 erhöht, so würde die Bundesrepublik
im Jahr 2050 noch 77,5 Mio. Einwohner beherbergen. Zwar käme dieser Wert
einer Nettoschrumpfung von annähernd 5 Mio. Menschen gleich, doch ob diese
Zahl noch genügend öffentliche Sprengkraft besäße, um sich den Platz auf den
Titelseiten zu sichern, darf bezweifelt werden.
Ist also die Demographie mit ihren Prognosen und Zahlenspielereien nichts
weiter als fauler Zauber? Ganz gewiss nicht, doch größere Sachlichkeit im
Umgang mit Zahlen und ihren Interpretationen wäre manchmal ratsam.
Die Wissenschaft besitzt auch eine aufklärende Aufgabe und hat damit die
Pflicht, auf die Unsicherheit im Umgang mit Voraussagen und Zahlentrends
hinzuweisen. Zwar zeigt sich die Geburtenrate seit annähernd dreißig Jahren
stabil, doch ist damit längst nicht ausgeschlossen, dass möglicherweise in
wenigen Jahren in Anlehnung an die sexuelle Revolution der siebziger Jahre
eine familiäre Revolution über die bundesrepublikanische Gesellschaft
hinwegfegt und damit sämtliche Voraussagen obsolet werden lässt.
Gegen
den aktuellen medialen Trend, den demographischen Wandel in Deutschland mit
negativen Worten zu ummanteln, erheben sich vermehrt Stimmen, die der
kommenden Bevölkerungsentwicklung positive Seiten abgewinnen können. Die
steigende Lebenserwartung ist eben nicht nur gleichbedeutend mit einer
stärkeren Belastung des Rentensystems, sondern im günstigsten Fall auch mit
einer Verlängerung des eigenen Lebens. An der anhaltend niedrigen
Geburtenrate lässt sich nicht nur die Kinderunfreundlichkeit der Deutschen
ablesen, sondern sie kann auch als Index für eine zunehmende Emanzipation
der Frauen gedeutet werden. Die Gesellschaft steht nicht vor einem
demographischen Wandel, sondern befindet sich bereits mittendrin. Zieht man
Bevölkerungsdaten aus der Vergangenheit zu Rate, so wird schnell klar, dass
sich die Struktur der deutschen Gesellschaft in einem dynamischen Prozess
befindet und sich
einer stetigen Veränderung ausgesetzt sieht. Der Wandel tritt nicht plötzlich
ein, sondern vollzieht sich kontinuierlich und schleichend. Die
Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens müssen
jenem Prozess immer wieder aufs Neue angepasst werden - doch Veränderung bedeutet
nicht nur Verlust und Aufgabe des Staus quo, sondern auch Innovation und
Fortschritt. Selbst wenn die düsteren Zukunftsprognosen zutreffen und die
Bevölkerung drastisch schrumpft, so können sich immerhin Luchs und Wolf und
mit ihnen eine ganze Reihe von Tier- und Naturfreunden als Gewinner fühlen.

-
Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung - Das Institut wurde
im Jahr 2000 gegründet und versucht, mit seiner ausführlichen
dokumentarischen Arbeit ein öffentliches Bewusstsein für den
demographischen Wandel zu schaffen.
-
Professur für Bevölkerungswissenschaften an der Universität Bamberg
- Ein bevölkerungswissenschaftliches Studium umfasst Inhalte wie
Familiendemographie, Sozialdemographie oder soziale Ungleichheit.
-
Lehrstuhl für empirische Sozialforschung und Demographie - Der
Lehrstuhl beschäftigt sich mit den Ursachen und Konsequenzen des
Demographischen Wandels und legt seine Forschungsschwerpunkte auf
Gesundheit, Langlebigkeit und Lebensqualität älterer Menschen in
alternden Gesellschaften.
-
Max-Planck-Institut für demographische Forschung - Das 1995
gegründete Institut besteht aus zwei wissenschaftlichen Abteilungen mit
den Forschungsprogrammen "Altern" und "Fertilität und Familiendynamik".
- Rostocker
Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels - Das Rostocker
Zentrum erforscht die Ursachen und Konsequenzen des Demographischen
Wandels und konzentriert sich dabei auf Deutschland und Europa.
-
Lehrstuhl für Demographie und Ökonometrie - Forschungsschwerpunkte
des Lehrstuhls sind u.a. Demographie der Migration, Mortalitätsanalysen
und Bevölkerungsprognosen.
-
Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung - Das Institut führt u.a.
Befragungen zu Lebenserwartung, Integration und Auswirkungen der
demographischen Entwicklung auf die soziale Sicherung durch.
- Institut für
Sozialökonomische Strukturanalysen (SÖSTRA) - Am Institut SÖSTRA
arbeiten Wirtschaftswissenschaftler, Arbeitsmarktforscher und Soziologen
interdisziplinär an unterschiedlichen Projekten, die auch den
Schwerpunkt Demographischer Wandel und die Auswirkungen auf Arbeitsmarkt
und Erwerbstätigkeit umfassen.
- Mannheimer
Forschungsinstitut Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) - Das
MEA sieht seine Aufgabe in der Antizipation und Begleitung sowohl mikro-
als auch makroökonomischer Aspekte des demographischen Wandels. Mithilfe
empirischer Modelle und daraus folgender Prognosen werden
Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft abgeleitet.
-
Deutsche Gesellschaft für Demographie e.V.(DGD) - Die DGD ist
eine Vereinigung von an demographischen Fragen interessierten
Wissenschaftler, die auf ihrer Homepage über aktuelle Meldungen und
Termine informiert.
-
Zentrum Demographischer Wandel (ZDW), Technische Universität Dresden
- Das Zentrum Demographischer Wandel soll wissenschaftliche Beiträge
dazu leisten, die Herausforderungen zu meistern, die der Gesellschaft
aus dem demographischen Wandel erwachsen.
-
Prof. Dr. Herwig
Birg, Bevölkerungswissenschaften/Demographie, Universität Bielefeld
- Diese Website bietet Informationen zum wissenschaftlichen Profil, zu
den Arbeitsschwerpunkten und zur Beratungs-, Gutachter- und
Vortragstätigkeit von Herwig Birg, dem medial auffälligsten
Bevölkerungsforscher in Deutschland.
-
Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. (FfO), Institut für
Gerontologie an der Universität Dortmund - Anfang der 90er Jahre
wurde in Dortmund die Forschungsgesellschaft für Gerontologie gegründet.
Neben dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Dortmund sind über 50
namhafte Institutionen und ausgewiesene Einzelpersonen aus Politik,
Wissenschaft und Praxis, Mitglieder in der Forschungsgesellschaft für
Gerontologie.
-
Deutsche
Gesellschaft für Soziologie: Sektion Alter(n) und Gesellschaft - Die
Sektion versteht sich als Forum für die Auseinandersetzung mit den
Fragen des wechselseitigen Zusammenhangs des Alterns und der
Gesellschaftsentwicklung - den sozialen Bedingungen des Alterns und den
Konsequenzen aus der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung des Alters
für die soziologischen Theorien und Forschungsansätze. Dabei geht es
auch um das Spannungsverhältnis von Gerontologie und Soziologie.
-
Hochschule Vechta, Institut für Gerontologie - Das am 01.04.2006 neu
gegründete Institut für Gerontologie (IfG) der Hochschule Vechta kann
auf eine mehr als zehnjährige Geschichte in der Aus- und Weiterbildung
von Gerontologen und Gerontologinnen zurückblicken.
Wissenschaftler/-innen unterschiedlicher Fachrichtungen lehren und
forschen am Institut auf dem Gebiet der Gerontologie - der Wissenschaft
vom Alter und Altern. Das Studienangebot zeichnet sich durch
Interdisziplinarität und Praxisorientierung aus, weshalb das IfG
bundesweit eine herausragende Stellung in der gerontologischen
Ausbildung einnimmt.
-
Deutsches Zentrum für
Altersfragen (DZA) - Das Deutsche Zentrum für Altersfragen ist ein
auf dem Gebiet der Sozialen Gerontologie und Altenarbeit tätiges
wissenschaftliches Forschungs- und Dokumentationsinstitut, dessen Zweck
es laut Satzung ist, "Erkenntnisse über die Lebenslage alternder und
alter Menschen zu erweitern, zu sammeln, auszuwerten, aufzubereiten und
zu verbreiten".


- Mitteilungen der Deutschen
Gesellschaft für Demographie e.V. (DGD), Jg.1, Ausgabe 2 (Juli 2002)
- 9 Aufsätze und Beiträge rund um den Bevölkerungsrückgang in der
Bundesrepublik Deutschland
- Elisabeth Niejahr: Die vergreiste Republik, Die Zeit 02/2003,
8 S., HTML-Dokument - ein
Artikel über die Folgen des demographischen Wandels in Deutschland und
die verhaltene Reaktion der Politik.
-
Björn Schwentker: Aussterben abgesagt, Die Zeit 08.06.2006, 3 S.,
HTML-Dokument - Der Artikel, Teil einer vierteiligen Zeit-Serie zur
Demographie, widerspricht der panischen Stimmung in den Medien, die das
niedrige Geburtenniveau und die steigende Lebenserwartung zur Wurzel des
wirtschaftlichen Übels in Deutschland erklärt.
- Dr. Ole Wintermann, Dr.
Thieß Petersen, Jürgen Theilmeier, Matthias Ritter: Demographischer
Aktionsplan für die Bundesländer, 2005, 24 S., PDF-Dokument - Der
Aktionsplan schlägt Maßnahmen zu einer systematischen Politikgestaltung
auf der Ebene der Bundesländer vor, um den durch Geburtenrückgang und
steigende Lebenserwartung verursachten Problemen erfolgreich begegnen zu
können. Der Aktionsplan bietet eine Vielzahl von Hinweisen zu
Praxis-Beispielen, Downloads und Institutionen.
-
Bertelsmann Stiftung
[Hg.]: Die demographische Bedrohung meistern, Erste Bausteine zur
Erarbeitung eines nationalen integrierten Aktionsplans, 2003, 41 S.,
PDF-Dokument - Auf der Grundlage der Bevölkerungsdaten von 2003 umreißt
der Beitrag durch den demographischen Wandel verursachte Probleme und
entsprechende Lösungsansätze auf folgenden Themengebieten: Arbeitsmarkt,
Soziale Sicherung, Qualifizierung, Migration, Staatsverschuldung.
-
Professor
Herrmann Adrian: Die demographische Entwicklung in Deutschland und
Europa mit ihren katastrophalen Auswirkungen auf Wirtschaft und
Gesellschaft. Vergleich Deutschland, Europa, Japan, USA; Problematik
und Lösungswege, 2003, 78 S., PDF-Dokument - Viele ausführliche
Statistiken und Graphiken bieten einen guten Überblick über die
gegenwärtige demographische Situation in Deutschland.
-
Institut für Demoskopie
Allensbach [Hg.]: Einflussfaktoren auf die Geburtenrate, Ergebnisse
einer Repräsentativumfrage der 18- bis 44-jährigen Bevölkerung, 2004,
105 S., PDF-Dokument - Die niedrige Geburtenrate in der Bundesrepublik
Deutschland wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die
gesellschaftliche Struktur in Deutschland nachhaltig verändern. Die
vorliegende Studie stützt sich auf insgesamt 1.257 Interviews und
versucht die Gründe zu erhellen, die Frauen für bzw. gegen einen
Kinderwunsch ins Feld führen.
-
Institut für
Demoskopie Allensbach: Die demographische Entwicklung hat dramatische
Folgen, Allensbacher Berichte, Nr.8, 2004, 5 S., PDF-Dokument - Vor
35 Jahren, im Jahr 1971, gab es zuletzt einen Geburtenüberschuss, d.h.
mehr Geburten als Sterbefälle in der Bundesrepublik Deutschland. Die
Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach dokumentiert die
Einstellungen und Meinungen der Bevölkerung zum demographischen Wandel
in Deutschland.
-
Schlussbericht der
Enquête-Kommission "Demographischer Wandel - Herausforderungen unserer
älter werdenden Gesellschaft an den Einzelnen und an die Politik",
Deutscher Bundestag, 14. Wahlperiode, Drucksache 14/8800, 2002, 304 S.,
PDF-Dokument - Am 16. Oktober 1992 wurde eine Enquête-Kommission
eingesetzt, die sich aus 16 Abgeordneten aller Fraktionen und Gruppen
des Deutschen Bundestages und 10 Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern zusammensetzte. Nach zwei Zwischenberichten legte die
im Jahr 1999 erneut eingesetzte Kommission den vorliegenden
Schlussbericht vor, der sich mit den Kernpunkten Generationenverhältnis,
Arbeit und Wirtschaft, Migration und Integration, Alterssicherung sowie
Gesundheit, Pflege und soziale Dienste beschäftigt.
-
Axel
Börsch-Supan: Der demografische Wandel: Vom Gespenst und Mythos zur
Chance, WSI-Mitteilungen 08/2006, eine Seite, PDF-Dokument - Der
Direktor des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer
Wandel (MEA) kommentiert die Auswirkungen des demographischen Wandels
auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation in der
Bundesrepublik und schlägt im Gegensatz zu den üblichen Kassandrarufen
im öffentlichen Diskurs wohltuend optimistische Töne an. Er begreift die
zwischen 2010 und 2035 anstehende Strukturveränderung zwischen Jung und
Alt, zwischen Erwerbstätigen und Nichterwerbstätigen als
Herausforderung, der sich Politik und Gesellschaft stellen müssen, mit
guten Chancen, zufrieden stellende Lösungen zu entwickeln.
-
Tagesschau vom 05. Januar 2007, 20.00 Uhr, Videodatei - Die kurze
Meldung über den demographischen Wandel in Deutschland kann zwar nicht mit
einem umfangreichen Informationspaket aufwarten, verdeutlicht aber durch
seine Präsenz in der wichtigsten Nachrichtensendung Deutschlands den hohen
Stellenwert des demographischen Wandels auf der politischen Skala.
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Norbert F. Plötzl: Schluss mit dem Methusalem-Spuk, Spiegel-Online,
24.10.2006, 2 S., HTML-Dokument - Der Autor erläutert mit seinem Artikel
die Stellung der Demographie als Wissenschaft in Deutschland. Er warnt
einerseits vor falscher Hysterie und Panikmache, verweist allerdings
auch auf die objektiv vorhandenen Probleme, die sich mit dem
demographischen Wandel in Deutschland ergeben. Da er sowohl Anhänger
einer pessimistischen Sicht auf die Entwicklung als auch deren
fachlichen Gegner zu Wort kommen lässt, spiegelt er in anschaulicher
Weise die zwei Seiten der demographischen Medaille wider.


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demographisches Glossar mit Begriffserklärungen von
"Abhängigkeitsquotient" bis "Zuwanderung"
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Zentrum für
Demographischen Wandel - eine Informationsseite des Rostocker
Zentrums zur Erforschung des demographischen Wandels mit Zahlen &
Fakten, Veranstaltungen, Publikationen und Informationen zu Demografie &
Politik und Studium & Schule.
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Wegweiser Demographischer Wandel - Der Wegweiser Demographischer
Wandel der Bertelsmann Stiftung ist ein Informations- und
Frühwarnsystem, um auf den demographischen Wandel aktiv reagieren zu
können. Für alle Kommunen Deutschlands mit mehr als 5.000 Einwohnern
beinhaltet der Wegweiser Demographischer Wandel Daten, Prognosen und
Handlungskonzepte für die kommunale Praxis.
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Demographie Konkret Online: Gesamtstrategische Ansätze - an vier
Landkreisen und Städten werden exemplarisch konkrete Handlungskonzepte
aufgezeigt, die auf die Auswirkungen des demographischen Wandels
reagieren
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Demografische Forschung Aus erster Hand - Infoletter, der vom
Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Kooperation mit dem
Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften und des Rostocker Zentrums zur Erforschung des
Demografischen Wandels herausgegeben wird und viermal jährlich in
elektronischer Form oder als Druckversion erscheint. Das Infoblatt soll
den Dialog zwischen Forschung und Öffentlichkeit intensivieren und
stellt für die Demographie relevante Studien vor

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