|
Forschungsschwerpunkte:
Stichproben
Datenfusion
Multivariate Analysen
Korrespondenzanalyse
Mehrebenenanalyse
Missing values/Nonresponse/Gewichtung
Datengewinnung
Stichproben
Das klassische
Aufgabengebiet der GESIS-ZUMA-Statistiker bei der Untersuchungsplanung betrifft
Stichprobenerhebungen [Literatur].
Wir beschäftigen uns insbesondere mit Stichproben für
- persönlich-mündliche
Befragungen (z.B. Einwohnermeldeamtsstichproben)
- telefonische
Befragungen (z.B. Gabler-Häder-Design [Buch1]
[Buch2])
- interkulturelle
Umfragen (z.B. European Social Survey).
Für die akademisch
verfasste Sozialforschung stellen wir Telefonstichproben bereit, die nach
dem Gabler-Häder-Design gezogen werden. Der dazu notwendige Auswahlrahmen
wird von uns in der Regel zweimal jährlich aktualisiert.
Bei Bevölkerungsumfragen
werden häufig komplexe Stichprobendesigns eingesetzt. Für die Bestimmung
des notwendigen Stichprobenumfangs bzw. für die korrekte Schätzung der
Konfidenzintervalle ist dann die Berücksichtigung von Design-Effekten
erforderlich. Die Berechnung dieser Design-Effekte ist ein spezieller
Schwerpunkt unserer Arbeit.
Datenfusion
Insbesondere auf dem Gebiet der Medien-Marktuntersuchungen wird zur
Datengewinnung die Datenfusion verwendet. Dabei werden verschiedene
Erhebungen zu einer synthetischen Erhebung verschmolzen, wobei die Methode
aus statistischer Sicht einer kritischen Betrachtung bedarf. Grundlegend für
die Datenfusion ist, dass aus der Verteilung von Merkmalen (X,Z) und (Y,Z)
auf die Verteilung von (X,Y) geschlossen wird. Für eine sinnvolle
statistische Inferenz sind dazu Hypothesen etwa über bedingte Unabhängigkeit
notwendig [Literatur].
Datenauswertung
Multivariate Analysemethoden
Bei der Datenauswertung von zeitabhängigen und kategorialen Daten
werden häufig neben einfachen statistischen Kennzahlen und Tests
multivariate Verfahren verwendet.
Korrespondenzanalyse
Die Behandlung von kategorialen Daten mittels der Korrespondenzanalyse
gewinnt immer mehr an Bedeutung. Zur Interpretation kann die
Visualisierung von Häufigkeitsprofilen mittels der Korrespondenzanalyse
hilfreich sein, da sie Strukturen in den Daten aufzeigt [Literatur].
Mehrebenenanalyse
Ausgangspunkt der Mehrebenenanalyse (multilevel analysis) ist , dass
die Annahme der stochastischen Unabhängigkeit der Einzelbeobachtungen in
vielen Fällen nicht angemessen ist. Ursache dafür sind Clusterstrukturen
in den Beobachtungen [Literatur].
Missing values/Nonresponse/Gewichtung
Missing values haben Folgen für die Datenauswertung. Die Realisierung
von Stichprobenplänen führt in den seltensten Fällen zu Stichproben,
die man als ausschließliches Ergebnis des verwendeten Designs ansehen
kann. Die Quellen systematischer Fehler, d.h. nicht im Rahmen des Designs
stichprobentheoretisch beschreibbarer Zufallsfehler, sind vielfältig und
spielen in verschiedenen Studien unterschiedlich wichtige Rollen. Am
augenfälligsten sind Probleme mit missing values sowohl als item- wie
auch unit- nonresponses. Der übliche Umgang mit diesen Problemen bewegt
sich zwischen dem Ignorieren des Problems bis hin zu Gewichtungsverfahren.
Die GESIS-ZUMA-Statistiker beschäftigen sich mit verschiedenen Möglichkeiten,
den Einfluss des Nonresponse auf die Stichprobenqualität zu reduzieren [Literatur]
[Buch].
© GESIS Siegfried Gabler
29.01.2004
|