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Bernhard Schimpl-Neimanns: Zur Datenqualität der
Bildungsangaben im Mikrozensus
ZUMA – Arbeitsbericht 2006/03
Zusammenfassung
In diesem Beitrag wird am Beispiel des Besuchs der Klassenstufen 11-13
allgemein bildender Schulen die Qualität der Bildungsangaben im
Mikrozensus 1996 diskutiert. Ergänzend zum Schulbesuch werden auf Basis
des Mikrozensuspanels erstmals Analysen zur Antwortkonsistenz der Angaben
zum allgemeinen Schulabschluss vorgestellt. Vergleiche mit den
Populationsdaten aus der amtlichen Bildungsstatistik zum Schulbesuch
lassen Erhebungs- und Abgrenzungsprobleme im Mikrozensus erkennen.
Teilweise sind Schüler beruflicher Schulen entgegen den Definitionen des
Mikrozensus als Besucher allgemein bildender Schulen erfasst. Zudem ist
eine gravierende Übererfassung bei den unter 18-jährigen
Oberstufenschülern festzustellen, die auf eine prob¬lematische
Unterscheidung der Klassenstufen 5-10 vs. 11-13 bzw. der Sekundarstufen I
und II verweist. Die mit dem Mikrozensuspanel berechneten Übergangsraten
der Bildungsabschlüsse zwischen verschiedenen Zeitpunkten weisen zumeist
eine Stabilität von über 80 Prozent auf. Im Vergleich zu Ergebnissen
sozialwissenschaftlicher Umfragen spricht dies für eine ausreichende bis
gute Datenqualität des allgemeinen Schulabschlusses.
AbstractBy the example of academic secondary school attendance
the paper addresses data quality issues in the reporting of education data
in the German Microcensus 1996. In addition to school attendance, new
analyses on item stability of data on general educational certificates
based on the German Microcensus-Panel are presented. A comparison of the
Microcensus data with data from official Education Statistics points to
certain limitations in data collection and definitions used in the
Microcensus. It is not possible to distinguish adequately between students
or graduates from general education schools and those from vocational
schools. The Microcensus estimates a much higher enrollment of upper
secondary level pupils aged under 18 than the Education Statistic. This
suggests difficulties of respondents to differentiate lower from upper
secondary levels (grades 5-10 vs. 11-13). Transition rates of the general
educational attainment based on Microcensus-Panel data between different
time points show a stability of over 80 per cent for the most categories.
Compared with results of science based surveys this indicates sufficient
to good data quality.
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© GESIS Kerstin Hollerbach
14.06.2006
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