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Heike Wirth, Paul Lüttinger: Die Klassenzugehörigkeit von Ehepaaren 1970 und 1993. Kontinuität oder Wandel?
ZUMA-Arbeitsbericht 98/01.

Die letzten Dekaden werden oft beschrieben als eine Phase der Auflösung traditioneller klassenspezifischer Strukturen und einer Zunahme individualisierter Lebensbeziehungen. Dies müßte sich auch als Abschwächung klassenspezifischer Heiratsbeziehungen bemerkbar machen. Für die Zeitpunkte 1970 und 1993 wurde diese Hypothese mit Daten der Volkszählung und des Mikrozensus überprüft. Es konnte eine weitgehende Stabilität in den Mustern der Klassenzugehörigkeit von verheirateten Männern und Frauen festgestellt werden. Zurückgeführt wird dies auf einen vor allem über soziale, kulturelle und regionale Faktoren stark selektierten und strukturierten Heiratsmarkt, der - entlang dieser Faktoren - in relativ homogene Subheiratsmärkte zerfällt, innerhalb derer die Partnerwahlen überwiegend stattfinden

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© GESIS Kerstin Hollerbach 14.06.2006