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EFI-Jahresgutachten 2017

| Kategorien: Geschlechterverhältnisse, Arbeitswelt und Arbeitsmarkt, Karriereentwicklung, Statistik, Wissenschaft Aktuell

Am 15. Februar 2017 hat die Expertenkommission Forschung und Innovation ihr zehntes Jahresgutachten an die Bundesregierung überreicht.

Kernthemen des EFI-Jahresgutachtens 2017 sind: – Herausforderungen für die deutsche F&I-Politik – Empfehlungen für zentrale Handlungsfelder – Optionen für eine steuerliche FuE-Förderung

Download des Gutachtens und der Inhaltskapitel

Bitte beachten Sie die Passagen zum nicht genutzten Fachkräftepotenzial von Frauen (Übergang in den Beruf) und die Unterrepräsentanz in höheren Karrierestufen S. 65 (Grafiken)/66 des Gutachtens:

"Um einem Mangel an qualifizierten Fachkräften vorzubeugen und einen Engpass für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu vermeiden, wird es in Zukunft immer wichtiger, bisher unzureichend genutzte Qualifikations- und Innovationspotenziale – sogenannte stille Reserven – auszuschöpfen. Aktuell verfügt Deutschland immer noch über umfangreiche stille Reserven (im Jahr 2015 befinden sich mehr als 200.000 Personen in der stillen Reserve im engeren Sinne140, wobei ca. zwei Drittel der stillen Reserve Frauen sind141). So ist zwar die Ausbildungsbeteiligung der Frauen in den letzten Dekaden massiv gestiegen, aber ihre Berufsbeteiligung ist immer noch vergleichsweise gering ausgeprägt.142
Auf höherrangigen Positionen sind Frauen trotz leichter Steigerungen immer noch deutlich unterrepräsentiert und zwar umso mehr, je höher die Karrierestufe ist. Beispielhaft ist die Entwicklung der Frauenanteile im akademischen Karriereverlauf und in Führungspositionen in der Privatwirtschaft in Abbildung B 3-1-2 bzw. B 3-1-3 dargestellt. 143 Deutschland lässt somit die Potenziale aus teuren und wertvollen Investitionen in Humankapital von Frauen ungenutzt, die es angesichts der demografischen Entwicklung, der globalen Herausforderungen und des zunehmenden internationalen Innovationswettbewerbs dringend bräuchte.144 Außerdem ist eine bessere Durchmischung von Frauen und Männern in Teams und eine stärkere Beteiligung von Frauen in Management-Positionen insbesondere bei einer auf Innovationen ausgelegten Firmenstrategie besonderswertvoll.145"

 

 

Kategorien: Geschlechterverhältnisse, Arbeitswelt und Arbeitsmarkt, Karriereentwicklung, Statistik, Wissenschaft Aktuell