Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

  • Sie sind hier:
  • CEWS
  • News & Events

Zonta-Preis für Biologin Sina Bartfeld

| Kategorien: Gleichstellungspolitik, Gleichstellungsmaßnahmen, MINT, Netzwerke und Organisationen, Wissenschaft Aktuell

Die Würzburger Biologin, Dr. Sina Bartfeld hat den mit 2.000 Euro dotierten Zonta-Preis erhalten.

Von 2009 bis 2014 forschte sie als Postdoktorandin am Max-Planck-Institut in Berlin und am Hubrecht-Institut der Königlich Niederländischen Akademie für Kunst und Wissenschaft auf dem Campus der Universität Utrecht. Seit 2015 leitet Sina Bartfeld eine Nachwuchsgruppe am Zentrum für Infektionsforschung der Universität Würzburg. Neben ihrem erfolgreichen Engagement im Studium und der wissenschaftlichen Weiterqualifikation war Bartfeld zwischen 1998 und 2010 gelegentlich als Wissenschaftsjournalistin tätig. Sie veröffentlichte rund 50 Artikel in Zeitungen wie „Die Welt“ und „Der Tagesspiegel“ und gewann drei Preise für Wissenschaftsjournalismus.

Sina Bartfeld ist verheiratet und seit 2013 Mutter eines Sohnes. Seitdem beschäftigt sie sich mit den Herausforderungen, vor die Mütter und Väter gestellt sind, wenn sie Forschung und Wissenschaft mit Familie und Kinderbetreuung vereinbaren wollen. „Ich finde es wichtig, dass junge Frauen sehen, dass Wissenschaftlerinnen auch Mütter sind. Deswegen möchte ich, dass Kinder im Institut noch sichtbarer werden“, so die Preisträgerin. Das Preisgeld möchte sie dafür einsetzen, speziell für Feste am Institut Aktionen und Spielsachen für Kinder zu organisieren, damit mehr Beschäftigte ihre Kinder mitbringen.

Grundlagen für neue Krebstherapien schaffen:
Als Postdoktorandin untersuchte die Wissenschaftlerin Miniatur-Mägen, die sie aus menschlichen Stammzellen züchtete, sogenannte Organoide. Dabei stellte sie fest, dass sich die kleinen Mägen als Modelle für die Krebs- und Infektionsforschung eignen.
Seitdem erforscht die Biologin die virale Transformation der gezüchteten Zellen. Zu diesem Zweck infiziert sie die Zellen mit dem krebsverursachenden Bakterium Helicobacter pylori. Die Veränderung der infizierten Zellen soll Rückschluss darauf geben, wieso manche Menschen einen Tumor entwickeln, der Großteil jedoch gesund bleibt. Außerdem möchte die Wissenschaftlerin herausfinden, ob Helicobacter pylori sich an alle Zelltypen im Magen anheftet oder ob es eine bestimmte Zielzelle gibt. Diese Vorgehensweise möchte Bartfeld zukünftig auf einen anderen potenziellen Krebserreger ausweiten, das Epstein-Barr-Virus (EBV). Zu diesem Zweck möchte sie Organoide mit dem Virus infizieren, um herauszufinden, ob genau wie bei Helicobacter Krebszellen entstehen. Mit ihrer Forschung verfolgt Sina Bartfeld mehrere Ziele: Organoide in der Krebsforschung zu etablieren und eine Grundlage für neuartige Therapien zu schaffen.

Über den Zonta-Preis:
Für ihre Leistungen bekam Sina Bartfeld bei einem Festakt den mit 2.000 Euro dotierten Zonta-Preis verliehen. Der Zonta-Club Würzburg vergibt diesen Preis jedes Jahr an eine hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerin der Universität Würzburg. Er kommt für Doktorandinnen, Postdoktorandinnen oder Habilitandinnen der Medizin, Biologie, Chemie, Pharmazie, Mathematik, Informatik, Physik und Astronomie in Frage.

Quelle und weitere Informationen: PM-Universität Würzburg

 

 

Kategorien: Gleichstellungspolitik, Gleichstellungsmaßnahmen, MINT, Netzwerke und Organisationen, Wissenschaft Aktuell