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ALLBUS 1992 (ZA-Nr. 2140)

Erhebungszeitraum:

  • Mai 1992 bis Juni 1992

Wissenschaftlicher Beirat:

  • Klaus Allerbeck, Universität Frankfurt;
  • Jutta Allmendinger, Universität München;
  • Walter Müller, Universität Mannheim;
  • Karl Dieter Opp, Universität Hamburg;
  • Franz Urban Pappi, Universität Mannheim;
  • Erwin K. Scheuch, Universität Köln;
  • Rolf Ziegler, Universität München

Datenerhebung:

  • Infratest (München) und Infratest Burke (Berlin)

Inhalt:

Trenderhebung zur gesellschaftlichen Dauerbeobachtung von Einstellungen, Verhalten und sozialem Wandel in Deutschland. Die Schwerpunkte dieser Untersuchung sind für 1992:

  1. Einstellungen zu Politik und Wirtschaft
  2. Einstellungen zur Migration und eigene Migrationsbewegungen
  3. Nationalstolz
  4. Einstellungen zur deutschen Vereinigung
  5. Wichtigkeit von Lebensbereichen und Berufsaspekten
  6. Einstellungen zu Ehe, Familie und Partnerschaft
  7. Fragen zum Thema AIDS (HIV)
  8. Religiosität und Kirchlichkeit
  9. Sonstiges
  10. ALLBUS-Demographie
  11. Daten zum Interview
  12. Soziale Ungleichheit II (ISSP 1992)
  13. Abgeleitete Indizes

Themen:

  1. Einstellungen zu Politik und Wirtschaft: Zufriedenheit mit der Demokratie in der Bundesrepublik; Meinung zur Funktionsfähigkeit des politischen Systems (politische Unterstützung); Zufriedenheit mit den Leistungen der Bundesregierung und der Landesregierung; Wahlberechtigung und Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl; Wahlrückerinnerung; Wahlabsicht (Sonntagsfrage); politisches Interesse; Postmaterialismus (Wichtigkeit von Ruhe und Ordnung, von Bürgereinfluß, von Inflationsbekämpfung und von freier Meinungsäußerung); politische Partizipation; Selbsteinstufung auf einem Links-Rechts-Kontinuum; Beurteilung der derzeitigen und zukünftigen Wirtschaftslage in der Bundesrepublik und im eigenen Bundesland; Beurteilung der eigenen derzeitigen und zukünftigen wirtschaftlichen Situation.
  2. Einstellungen zur Migration und eigene Migrationsbewegungen: Einstellung zum Zuzug von Aussiedlern, Asylsuchenden, EG-Arbeitnehmern und Nicht-EG-Arbeitnehmern; Staatsangehörigkeit; Geburt in Ost- oder Westdeutschland; Jahr der Übersiedlung nach Ostdeutschland oder Westdeutschland; Immigranten- oder Übersiedlerstatus; Auswanderung in ein anderes EG-Land vorstellbar; Wohndauer im derzeitigen Bundesland und am Wohnort.
  3. Nationalstolz: Stolz auf deutsche Einrichtungen und deutsche Leistungen; Stolz, ein Deutscher zu sein.
  4. Einstellungen zur deutschen Vereinigung: Wiedervereinigung ist vorteilhaft für Westen bzw. Osten; Abhängigkeit der Zukunft im Osten von der Leistungsbereitschaft seiner Bürger; Fremdheit der Bürger im anderen Teil Deutschlands; Leistungsdruck in den neuen Bundesländern; Einstellung zum Umgang mit individueller Stasi-Vergangenheit; Einstellung zur Forderung nach mehr Opferbereitschaft im Westen und mehr Geduld im Osten; Einschätzung des Sozialismus als Idee.
  5. Wichtigkeit von Lebensbereichen und Berufsaspekten: Familie und Kinder, Beruf und Arbeit, Freizeit und Erholung, Freunde und Bekannte, Verwandtschaft, Religion und Kirche, Politik und öffentliches Leben, Nachbarschaft; Präferenzen bei einer beruflichen Tätigkeit (Sicherheit, Einkommen, Verantwortung etc.).
  6. Einstellungen zu Ehe, Familie und Partnerschaft: Einstellung zur Familie und zur Heirat; Einstellung zur Berufstätigkeit von Frauen und Müttern; gewünschte Eigenschaften von Kindern; Erziehungsziele; Einstellung zur Abtreibung.
  7. Fragen zum Thema AIDS (HIV): Kenntnis der Krankheit AIDS; Informationsquellen über AIDS; Einstellung zu höheren Krankenversicherungsbeiträgen für HIV-Infizierte; Einstellung zur Entlassung infizierter Arbeitnehmer und zum Einreiseverbot für HIV-infizierte Ausländer; Einstellung zu einer zentralen Meldepflicht; Angst vor persönlicher Ansteckung und ergriffene Schutzmaßnahmen; persönliche Bekanntschaft mit AIDS-Infizierten.
  8. Religiosität und Kirchlichkeit: Gottesglaube und Lebenssinn; Wunsch nach kirchlicher Beerdigung; Selbsteinstufung der Religiosität; Konfession und frühere Konfession des Befragten und des Ehepartners; Taufe von Kindern.
  9. Sonstiges: Allgemeines Vertrauen zu Mitmenschen und zu Politikern; sozialer Pessimismus und Zukunftsorientierung (Anomia); Sicherheitsgefühl in der näheren und weiteren Umgebung (Kriminalitätsfurcht); Einschätzung von persönlichen und allgemeinen Umweltbelastungen; perzipierte Konflikte in der Bundesrepublik; Furcht vor Verlust des Arbeitsplatzes bzw. der betrieblichen Existenz.
  10. ALLBUS-Demographie:
    • Angaben zur befragten Person: Geschlecht; Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter; Herkunft und Staatsangehörigkeit, Übersiedlung nach Ost- oder Westdeutschland, Interesse an einer Übersiedlung in den Ost- bzw. Westteil oder einer Auswanderung in ein Land der Europäischen Gemeinschaft; Wohnort (Bundesland, Regierungsbezirk, politische Gemeindegröße, Boustedt-Gemeindetyp) und Wohndauer; Konfession, Kirchgangshäufigkeit; Wahlabsicht (Sonntagsfrage) und Wahlrückerinnerung; allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung; Erwerbsstatus; Angaben zum gegenwärtigen Beruf, Stellungsdauer, Branche, Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst, berufliche Aufsichtsfunktion, wöchentliche Arbeitsdauer; Zeitpunkt der Aufgabe hauptberuflicher Erwerbstätigkeit; Dauer von Arbeitslosigkeit; Angaben zum ehemaligen Beruf; Befragteneinkommen; Familienstand.
    • Angaben zum gegenwärtigen Ehepartner: Zusammenleben vor der Ehe; Alter; allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung; Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen bzw. zum ehemaligen Beruf; Zeitpunkt der Aufgabe hauptberuflicher Erwerbstätigkeit; Konfession; kirchliche Trauung.
    • Angaben zum ehemaligen Ehepartner: Alter; Angaben zum Beruf; Konfession; kirchliche Trauung.
    • Angaben zum nichtehelichen Lebenspartner: Gemeinsamer Haushalt mit Lebenspartner; Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter des Partners; allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung; Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen bzw. zum ehemaligen Beruf; Konfession.
    • Angaben zu den Eltern des Befragten: Allgemeiner Schulabschluß von Mutter und Vater; Angaben zum Beruf des Vaters.
    • Haushaltsbeschreibung: Haushaltsgröße, Anzahl von über 17-jährigen Haushaltspersonen (reduzierte Haushaltsgröße); Haushaltseinkommen; Zahl der Kinder; Wohnungstyp; Telephonanschluß.
    • Angaben zu den einzelnen Haushaltspersonen (Haushaltsliste): Verwandtschaft der Haushaltspersonen zum Befragten; Geschlecht der Personen; Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter; Familienstand.
    • Gegenwärtige Mitgliedschaften des Befragten (Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Deutsche Angestell- tengewerkschaft (DAG), Christlicher Gewerkschaftsbund (CGB), Union Leitender Angestellter (ULA), Deutscher Beamtenbund (DBB), Bauernverband, Gewerbeverband, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Berufsverband der freien Berufe, sonstiger Berufsverband; Gesangverein, Sportverein, Hobby-Vereinigung, Heimat- oder Bürgerverein, sonstige gesellige Vereinigung, Vertriebenen- oder Flüchtlingsverband, Wohlfahrtsverband, kirchlicher oder religiöser Verein, Jugend- oder Studentenorganisation, politische Partei, Bürgerinitiative, andere Vereine oder Verbände).
  11. Daten zum Interview: Anwesenheit des Befragten in den letzten vier Tagen vor dem mündlichen Interview; Interviewdauer; Interviewbeginn und -ende.
  12. Soziale Ungleichheit II (ISSP): Gerechter Anteil am Lebensstandard; wichtigste Voraussetzungen für Erfolg in der Gesellschaft; Einstellung zum Sozialstaat und zu sozialen Unterschieden; Selbsteinstufung auf einer Oben-Unten-Skala; Schätzung des durchschnittlichen Einkommens ausgewählter Berufsgruppen und Angabe eines gerechtfertigten Einkommens für die Mitglieder dieser Berufsgruppen.
  13. Abgeleitete Indizes: Postmaterialismus-Index (nach Inglehart); Familientypologie, Haushaltsklassifikationen (nach Porst und Funk); Berufsvercodung gemäß ISCO (International Standard Classification of Occupations) 1968 und 1988; Berufsprestige (nach Treiman); Magnitudeprestige (nach Wegener); Einordnungsberufe (nach Pappi und Terwey); Klassenlagen (nach Goldthorpe); Transformationsgewicht; Ost-West-Gewicht für gesamtdeutsche Auswertungen.

Grundgesamtheit und Auswahl:

  • Untersuchungsgebiet: Bundesrepublik Deutschland
  • Haushaltsstichprobe: Mehrstufig geschichtete Zufallsauswahl (ADM-Mastersample) aus Privathaushalten in den alten und neuen Bundesländern.
  • Befragt wurden deutschsprachige Personen, die bis zum Befragungstag das 18. Lebensjahr vollendet hatten. Grundlage für die Auswahl war in Westdeutschland das von Infratest modifizierte ADM-Master-Design, in Ostdeutschland das Infratest-Mastersample Ost mit jeweils anschließendem Random-Route. Der disproportionale Stichprobenansatz war so gestaltet, daß die West-Ost-Relation der auswertbaren Interviews ca. 2 : 1 betrug.

Erhebungsverfahren:

  • Mündliche Befragung mit standardisiertem Fragebogen (PAPI - Paper and Pencil Interviewing)
  • schriftliche Zusatzbefragung (drop off) im Rahmen des ISSP

Primary Sampling Units / Sample-Points:

West:  504 Stimmbezirke (geschichtete Zufallsauswahl aus den Infratest zur Verfügung stehenden 3500 Stimmbezirken der ADM-Hauptstichprobe)
Ost:  297 Sample-Points (aus Infratest-Mastersample von Gemeinden)

Ausschöpfungsquote:

West:  51,9 %
Ost:  54,7 %

Datensatz:

Anzahl der Befragten:  3548
Anzahl der Variablen:  555

Weitere Hinweise:

 

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© GESIS Michael Terwey 25.06.2008