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ALLBUS 1992 (ZA-Nr. 2140)
Erhebungszeitraum:
Wissenschaftlicher Beirat:
- Klaus Allerbeck, Universität Frankfurt;
- Jutta Allmendinger, Universität München;
- Walter Müller, Universität Mannheim;
- Karl Dieter Opp, Universität Hamburg;
- Franz Urban Pappi, Universität Mannheim;
- Erwin K. Scheuch, Universität Köln;
- Rolf Ziegler, Universität München
Datenerhebung:
- Infratest (München) und Infratest Burke (Berlin)
Inhalt:
Trenderhebung zur gesellschaftlichen Dauerbeobachtung von Einstellungen,
Verhalten und sozialem Wandel in Deutschland. Die Schwerpunkte dieser
Untersuchung sind für 1992:
- Einstellungen zu Politik und Wirtschaft
- Einstellungen zur Migration und eigene
Migrationsbewegungen
- Nationalstolz
- Einstellungen zur deutschen Vereinigung
- Wichtigkeit von Lebensbereichen und
Berufsaspekten
- Einstellungen zu Ehe, Familie und Partnerschaft
- Fragen zum Thema AIDS (HIV)
- Religiosität und Kirchlichkeit
- Sonstiges
- ALLBUS-Demographie
- Daten zum Interview
- Soziale Ungleichheit II (ISSP 1992)
- Abgeleitete Indizes
Themen:
-
Einstellungen zu Politik und
Wirtschaft: Zufriedenheit mit der Demokratie in der
Bundesrepublik; Meinung zur Funktionsfähigkeit des politischen Systems
(politische Unterstützung); Zufriedenheit mit den Leistungen der
Bundesregierung und der Landesregierung; Wahlberechtigung und
Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl; Wahlrückerinnerung;
Wahlabsicht (Sonntagsfrage); politisches Interesse; Postmaterialismus
(Wichtigkeit von Ruhe und Ordnung, von Bürgereinfluß, von
Inflationsbekämpfung und von freier Meinungsäußerung); politische
Partizipation; Selbsteinstufung auf einem Links-Rechts-Kontinuum;
Beurteilung der derzeitigen und zukünftigen Wirtschaftslage in der
Bundesrepublik und im eigenen Bundesland; Beurteilung der eigenen
derzeitigen und zukünftigen wirtschaftlichen Situation.
-
Einstellungen zur Migration
und eigene Migrationsbewegungen: Einstellung zum Zuzug von
Aussiedlern, Asylsuchenden, EG-Arbeitnehmern und Nicht-EG-Arbeitnehmern;
Staatsangehörigkeit; Geburt in Ost- oder Westdeutschland; Jahr der
Übersiedlung nach Ostdeutschland oder Westdeutschland; Immigranten- oder
Übersiedlerstatus; Auswanderung in ein anderes EG-Land vorstellbar;
Wohndauer im derzeitigen Bundesland und am Wohnort.
-
Nationalstolz:
Stolz auf deutsche Einrichtungen und deutsche Leistungen; Stolz, ein
Deutscher zu sein.
-
Einstellungen zur deutschen
Vereinigung: Wiedervereinigung ist vorteilhaft für Westen
bzw. Osten; Abhängigkeit der Zukunft im Osten von der
Leistungsbereitschaft seiner Bürger; Fremdheit der Bürger im anderen Teil
Deutschlands; Leistungsdruck in den neuen Bundesländern; Einstellung zum
Umgang mit individueller Stasi-Vergangenheit; Einstellung zur Forderung
nach mehr Opferbereitschaft im Westen und mehr Geduld im Osten;
Einschätzung des Sozialismus als Idee.
-
Wichtigkeit von
Lebensbereichen und Berufsaspekten: Familie und Kinder,
Beruf und Arbeit, Freizeit und Erholung, Freunde und Bekannte,
Verwandtschaft, Religion und Kirche, Politik und öffentliches Leben,
Nachbarschaft; Präferenzen bei einer beruflichen Tätigkeit (Sicherheit,
Einkommen, Verantwortung etc.).
-
Einstellungen zu Ehe, Familie
und Partnerschaft: Einstellung zur Familie und zur Heirat;
Einstellung zur Berufstätigkeit von Frauen und Müttern; gewünschte
Eigenschaften von Kindern; Erziehungsziele; Einstellung zur Abtreibung.
-
Fragen zum Thema AIDS (HIV):
Kenntnis der Krankheit AIDS; Informationsquellen über AIDS; Einstellung zu
höheren Krankenversicherungsbeiträgen für HIV-Infizierte; Einstellung zur
Entlassung infizierter Arbeitnehmer und zum Einreiseverbot für
HIV-infizierte Ausländer; Einstellung zu einer zentralen Meldepflicht;
Angst vor persönlicher Ansteckung und ergriffene Schutzmaßnahmen;
persönliche Bekanntschaft mit AIDS-Infizierten.
-
Religiosität und
Kirchlichkeit: Gottesglaube und Lebenssinn; Wunsch nach
kirchlicher Beerdigung; Selbsteinstufung der Religiosität; Konfession und
frühere Konfession des Befragten und des Ehepartners; Taufe von Kindern.
-
Sonstiges:
Allgemeines Vertrauen zu Mitmenschen und zu Politikern; sozialer
Pessimismus und Zukunftsorientierung (Anomia); Sicherheitsgefühl in der
näheren und weiteren Umgebung (Kriminalitätsfurcht); Einschätzung von
persönlichen und allgemeinen Umweltbelastungen; perzipierte Konflikte in
der Bundesrepublik; Furcht vor Verlust des Arbeitsplatzes bzw. der
betrieblichen Existenz.
-
ALLBUS-Demographie:
- Angaben zur befragten Person: Geschlecht; Geburtsmonat, Geburtsjahr,
Alter; Herkunft und Staatsangehörigkeit, Übersiedlung nach Ost- oder
Westdeutschland, Interesse an einer Übersiedlung in den Ost- bzw.
Westteil oder einer Auswanderung in ein Land der Europäischen
Gemeinschaft; Wohnort (Bundesland, Regierungsbezirk, politische
Gemeindegröße, Boustedt-Gemeindetyp) und Wohndauer; Konfession,
Kirchgangshäufigkeit; Wahlabsicht (Sonntagsfrage) und
Wahlrückerinnerung; allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung;
Erwerbsstatus; Angaben zum gegenwärtigen Beruf, Stellungsdauer, Branche,
Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst, berufliche Aufsichtsfunktion,
wöchentliche Arbeitsdauer; Zeitpunkt der Aufgabe hauptberuflicher
Erwerbstätigkeit; Dauer von Arbeitslosigkeit; Angaben zum ehemaligen
Beruf; Befragteneinkommen; Familienstand.
- Angaben zum gegenwärtigen Ehepartner: Zusammenleben vor der Ehe;
Alter; allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung; Erwerbsstatus,
Angaben zum gegenwärtigen bzw. zum ehemaligen Beruf; Zeitpunkt der
Aufgabe hauptberuflicher Erwerbstätigkeit; Konfession; kirchliche
Trauung.
- Angaben zum ehemaligen Ehepartner: Alter; Angaben zum Beruf;
Konfession; kirchliche Trauung.
- Angaben zum nichtehelichen Lebenspartner: Gemeinsamer Haushalt mit
Lebenspartner; Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter des Partners;
allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung; Erwerbsstatus, Angaben
zum gegenwärtigen bzw. zum ehemaligen Beruf; Konfession.
- Angaben zu den Eltern des Befragten: Allgemeiner Schulabschluß von
Mutter und Vater; Angaben zum Beruf des Vaters.
- Haushaltsbeschreibung: Haushaltsgröße, Anzahl von über 17-jährigen
Haushaltspersonen (reduzierte Haushaltsgröße); Haushaltseinkommen; Zahl
der Kinder; Wohnungstyp; Telephonanschluß.
- Angaben zu den einzelnen Haushaltspersonen (Haushaltsliste):
Verwandtschaft der Haushaltspersonen zum Befragten; Geschlecht der
Personen; Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter; Familienstand.
- Gegenwärtige Mitgliedschaften des Befragten (Deutscher
Gewerkschaftsbund (DGB), Deutsche Angestell- tengewerkschaft (DAG),
Christlicher Gewerkschaftsbund (CGB), Union Leitender Angestellter (ULA),
Deutscher Beamtenbund (DBB), Bauernverband, Gewerbeverband,
Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Berufsverband der freien
Berufe, sonstiger Berufsverband; Gesangverein, Sportverein,
Hobby-Vereinigung, Heimat- oder Bürgerverein, sonstige gesellige
Vereinigung, Vertriebenen- oder Flüchtlingsverband, Wohlfahrtsverband,
kirchlicher oder religiöser Verein, Jugend- oder Studentenorganisation,
politische Partei, Bürgerinitiative, andere Vereine oder Verbände).
-
Daten zum Interview:
Anwesenheit des Befragten in den letzten vier Tagen vor dem mündlichen
Interview; Interviewdauer; Interviewbeginn und -ende.
-
Soziale Ungleichheit II (ISSP):
Gerechter Anteil am Lebensstandard; wichtigste Voraussetzungen für Erfolg
in der Gesellschaft; Einstellung zum Sozialstaat und zu sozialen
Unterschieden; Selbsteinstufung auf einer Oben-Unten-Skala; Schätzung des
durchschnittlichen Einkommens ausgewählter Berufsgruppen und Angabe eines
gerechtfertigten Einkommens für die Mitglieder dieser Berufsgruppen.
-
Abgeleitete Indizes:
Postmaterialismus-Index (nach Inglehart); Familientypologie,
Haushaltsklassifikationen (nach Porst und Funk); Berufsvercodung gemäß
ISCO (International Standard Classification of Occupations) 1968 und 1988;
Berufsprestige (nach Treiman); Magnitudeprestige (nach Wegener);
Einordnungsberufe (nach Pappi und Terwey); Klassenlagen (nach Goldthorpe);
Transformationsgewicht; Ost-West-Gewicht für gesamtdeutsche Auswertungen.
Grundgesamtheit und Auswahl:
- Untersuchungsgebiet: Bundesrepublik Deutschland
- Haushaltsstichprobe: Mehrstufig geschichtete Zufallsauswahl
(ADM-Mastersample) aus Privathaushalten in den alten und neuen
Bundesländern.
- Befragt wurden deutschsprachige Personen, die bis zum Befragungstag
das 18. Lebensjahr vollendet hatten. Grundlage für die Auswahl war in
Westdeutschland das von Infratest modifizierte ADM-Master-Design, in
Ostdeutschland das Infratest-Mastersample Ost mit jeweils anschließendem
Random-Route. Der disproportionale Stichprobenansatz war so gestaltet, daß
die West-Ost-Relation der auswertbaren Interviews ca. 2 : 1 betrug.
Erhebungsverfahren:
- Mündliche Befragung mit standardisiertem Fragebogen (PAPI - Paper and
Pencil Interviewing)
- schriftliche Zusatzbefragung (drop off) im Rahmen des ISSP
Primary Sampling Units / Sample-Points:
| West: |
504 |
Stimmbezirke (geschichtete Zufallsauswahl
aus den Infratest zur Verfügung stehenden 3500 Stimmbezirken der
ADM-Hauptstichprobe) |
| Ost: |
297 |
Sample-Points (aus Infratest-Mastersample
von Gemeinden) |
Ausschöpfungsquote:
Datensatz:
| Anzahl der Befragten: |
3548 |
| Anzahl der Variablen: |
555 |
Weitere Hinweise:
English site
© GESIS Michael Terwey
25.06.2008
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