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Inhalte >>  [ Allgemeine Informationen ] Schwerpunktthemen ] Studienbeschreibungen ] Häufige Fragen ] Fragenprogramm & Fragebögen ] Variablen & Erhebungsjahre ] Methodenberichte ] ALLBUS Beirat ]

Allgemeine Informationen zum ALLBUS

Was ist der ALLBUS?

Wie ist das Fragenprogramm aufgebaut?

Wer wird befragt?

Methodenforschung im ALLBUS

Wer führt den ALLBUS durch?

Der wissenschaftliche Beirat des ALLBUS

Welche Institutionen fördern den ALLBUS?

Literatur zum ALLBUS-Programm

Weitere Hinweise

 Was ist der ALLBUS?

Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) ist eine Umfrageserie zu Einstellungen, Verhaltensweisen und Sozialstruktur der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland. Die Erhebungen werden seit 1980 in zweijährigem Abstand durchgeführt. In persönlichen Interviews wird jeweils ein repräsentativer Querschnitt der bundesdeutschen Bevölkerung befragt. Als Serviceleistung für die sozialwissenschaftliche Forschung und Lehre werden die ALLBUS-Daten unmittelbar nach der Aufbereitung und Dokumentation allen interessierten Personen und Institutionen für Analysen zur Verfügung gestellt (Bestellung der Daten).

Mit dem ALLBUS wird eine methodisch anspruchsvolle, reichhaltige Datenbasis bereitgestellt, die für zahlreiche Analysezwecke genutzt werden kann:

  • die einzelnen Querschnittsdatensätze, die jeweils einen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt haben, dienen der Untersuchung von Einstellungen und Verhaltensweisen der deutschen Bevölkerung;
  • die Replikation von Fragekomplexen aus dem ALLBUS und aus anderen Studien ermöglicht die Analyse von Entwicklungsprozessen und gesellschaftlichem Wandel;
  • die enge Kooperation mit dem amerikanischen General Social Survey (GSS) und mit Forschergruppen aus weiteren Ländern sowie insbesondere die Einbindung des International Social Survey Programme (ISSP) bieten die Möglichkeit, international vergleichende Gesellschaftsanalysen durchzuführen.

 

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 Wie ist das Fragenprogramm aufgebaut?

Das Fragenprogramm jeder ALLBUS-Erhebung umfaßt ein bis zwei  Themenschwerpunkte wie z.B. abweichendes Verhalten, religiöse Orientierungen, Einstellungen zu sozialer Ungleichheit, politische Partizipation. Zusätzlich enhält es Einzelindikatoren und kleinere Itembatterien zu verschiedenen weiteren Bereichen. Um die Untersuchung sozialen Wandels zu ermöglichen, werden Themenschwerpunkte im allgemeinen in 10-jährigem Turnus, Einzelindikatoren und Itembatterien in zwei- oder vierjährigem Abstand repliziert. Darüber hinaus werden in jeder ALLBUS-Umfrage detaillierte demographische Informationen zum Befragten und seinem Ehe- bzw. Lebenspartner erfaßt.
Seit 1986 wird der deutsche Teil des International Social Survey Programme (ISSP) meist zusammen mit dem ALLBUS durchgeführt. Das ISSP erhebt jährlich einen anderen Themenschwerpunkt (z.B. Rolle der Regierung, nationale Identität) in allen beteiligten Ländern in gleicher Form.

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Wer wird befragt?

Die Grundgesamtheit der ALLBUS-Umfragen bestand bis einschließlich 1990 aus allen wahlberechtigten Personen in der (alten) Bundesrepublik und West-Berlin, die in Privathaushalten leben. Seit 1991 - als aufgrund der deutschen Vereinigung eine zusätzliche Umfrage außerhalb des zweijährigen Turnus durchgeführt wurde - besteht die Grundgesamtheit aus der erwachsenen Wohnbevölkerung (d.h. Deutschen und Ausländern) in West- und Ostdeutschland.
Die Stichprobengröße betrug bis 1990 3000 Befragte. In der ALLBUS-Baseline-Studie 1991 wurden jeweils 1500 Interviews in West- und in Ostdeutschland durchgeführt. Seit 1992 beträgt die Nettofallzahl 2400 Interviews in den alten und 1100 Interviews in den neuen Bundesländern.
Die Stichproben der Umfragen in den Jahren 1980 bis 1992 sowie 1998 wurden nach dem ADM-Stichprobendesign gebildet. 1994 und 1996 wurden dagegen Gemeindestichproben mit Ziehung von Personenadressen aus den Einwohnermelderegistern eingesetzt.

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 Methodenforschung mit dem ALLBUS

Methodische Fragestellungen können zum Teil mit den ALLBUS-Umfragen selbst untersucht werden (z.B. Tests auf Reihenfolgeeffekte oder Effekte unterschiedlicher Frageformulierungen durch den Einsatz von Split-Versionen und ab 2001 den Übergang von PAPI zu CAPI), zum Teil anhand begleitend durchgeführter Methodenstudien,  für die gesonderte Datensätze im ZA verfügbar sind (z.B. zu Interviewereffekten, zur Test-Retest-Reliabilität, zur Nonresponse-Problematik).

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 Wer führt den ALLBUS durch?

Der ALLBUS ist ein Vorhaben der GESIS, das in Kooperation mit einem  wissenschaftlichen Beirat realisiert wird. Die Arbeitsgruppe ALLBUS bei  GESIS-ZUMA ist für das Forschungsprogramm und das Gesamtdesign des ALLBUS zuständig. Sie bereitet in enger Zusammenarbeit mit dem ALLBUS-Ausschuß die Studien vor und führt sie zusammen mit einem privaten Umfrageinstitut durch. Die Codebucherstellung, die Aufbereitung und Kumulation von Datensätzen, der Datenvertrieb und die Archivierung erfolgen durch das GESIS-ZA in Köln (Ansprechpartner im GESIS-ZA).

 

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Der wissenschaftlichen Beirat des ALLBUS

Dem wissenschaftlichen Beirat des ALLBUS  gehören derzeit folgende Personen an:

Prof. Dr. Hans-Jürgen Andreß (Universität Bielefeld, Vorsitzender)
Prof. Dr. Andreas Diekmann (Universität Bern)
Prof. Dr. Hubert Feger (Freie Universität Berlin)
Prof. Dr. Johannes Huinink (Universität Rostock)
Prof. Dr. Heiner Meulemann (Universität Köln)
Prof. Dr. Heike Solga  (Universität Göttingen)

 

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 Welche Institutionen fördern den ALLBUS?

Die Umfragen in den Jahren 1980 bis 1986 und die Baseline-Studie 1991 wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft aufgrund von Einzelanträgen gefördert. Seit 1987 ist der ALLBUS im Rahmen der Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen (GESIS) institutionalisiert. Die GESIS wird von dem für Bildung und Forschung zuständigen Bundesministerium und von den Ländern finanziert.

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Eine Einführung in bzw. einen Überblick über das ALLBUS-Programm geben:

 

Braun, M., & Mohler, P.Ph. (1991)

Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS). Rückblick und Ausblick in die neunziger Jahre. ZUMA-Nachrichten, 29, 7-28.

Abstract:"Mit der Durchführung der Umfrage 1990 hat der ALLBUS seit seinem Start im Jahre 1980 einen Zeitraum von 10 Jahren zurückgelegt. Dies - und auch die Veränderungen, die mit der Vereinigung beider deutscher Staaten verbunden sind - ist Anlaß für eine ausführliche Darstellung des ALLBUS in den ZUMA-Nachrichten. Im ersten Teil wird die Grundkonzeption des ALLBUS beschrieben und das bisher Erreichte bilanziert. Im zweiten Teil werden einige Entwicklungslinien der Gestaltung der Umfrage sowie Planungen für die nächsten Erhebungen vorgestellt."

 

Mayer, K.U., & Schmidt, P. (1984)

Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften - Beiträge zu methodischen Problemen des ALLBUS 1980. ZUMA- Monographien Sozialwissenschaftliche Methoden. Frankfurt/New York: Campus.

Abstract: Inhalt: 1. Karl Ulrich Mayer: Zur Einführung: Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften als eine Mehrthemen-Wiederholungsbefragung. 2. Hartmut Esser: Determinanten des Interviewer- und Befragtenverhaltens: Probleme der theoretischen Erklärung und empirischen Untersuchung von Interviewereffekten. 3. Volker Schanz und Peter Schmidt: Interviewsituation, Interviewermerkmale und Reaktionen von Befragten im Interview: eine multivariate Analyse. 4. Hans-Peter Kirschner: ALLBUS 1980: Stichprobenplan und Gewichtung. 5. Jürgen H.P. Hoffmeyer-Zlotnik: Erfassen von Wohnquartiersvariablen - ein Mittel zur soziologischen Zuordnung der Wohnbevölkerung. 6. Manfred Küchler: Eine soziodemographische Beschreibung der Träger post-materialistischer Einstellungen. 7. Cornelia Krauth und Rolf Porst: Sozioökonomische Determinanten von Einstellungen zu Gastarbeitern. 8. Peter Schmidt und Gunter Wolf: Sozialstrukturelle und individuelle Determinanten von subjektiver Schichtidentifikation und politischen Einstellungen. 9. Andreas Diekmann: Einkommensdiskriminierung von Frauen - Messung, Analyseverfahren und empirische Anwendungen auf Angestellteneinkommen in der Bundesrepublik.

 

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 Weitere Hinweise:

Fragetexte und Randauszählungen der ALLBUS-Studien sind in Codebüchern (Recherche in ALLBUS-Codebüchern) dokumentiert, die vom ZA vertrieben werden (Ansprechpartner im ZA). Die Codebücher zu den Einzelerhebungen enthalten darüber hinaus den jeweiligen ALLBUS-Methodenbericht, der einen Überblick über die Entwicklung des Frageprogramms, die Stichprobenziehung und den Feldverlauf gibt.


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© GESIS Michael Blohm 06.01.2008