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Soziale Indikatoren auf dem Kongreß der DGS in Dresden
Die Sektion Sozialindikatoren in der Deutschen Gesellschaft für
Soziologie hat auf dem Dresdener Soziologiekongreß, der vom 7.-11. Oktober
1996 stattfand, zwei Veranstaltungen gestaltet: Zusammen mit der Sektion
Familien- und Jugendsoziologie die Plenarveranstaltung "Individualisierung
und Pluralisierung der privaten Lebensführung" sowie unter alleiniger
Regie die Sektionssitzung "Wohlfahrtsdifferenzen und Migrationsprozesse:
Objektive und subjektive Indikatoren". Beide Veranstaltungen stießen
trotz der vielen attraktiven Alternativen die sich den Kongreßteilnehmern
boten, auf eine beachtliche Resonanz und waren gut besucht. Beiträge aus
der Plenarveranstaltung z.B. wurden auch in der Medienberichterstattung über
den Kongreß positiv hervorgehoben. Die Sektionsveranstaltung umfaßte
vier Vorträge, die jeweils Anlaß zu regen Diskussionen boten. Georg
Vobruba (Leipzig) skizzierte in seinem Einleitungsvortrag "Migration und
Wohlstandsgefälle" von dem Begriff des Wohlstandsgefälles
ausgehend einen Bezugsrahmen für das Verständnis, aber auch die
empirische Beobachtung und Analyse von Migrationsprozessen. Stefan Weick
(Mannheim) berichtete über die Ergebnisse einer Studie zu familialen
Lebensformen, den Wohnbedingungen und dem Einstieg in das Erwerbsleben von
Migranten in der Bundesrepublik auf der Basis der Zuwandererstichprobe des Sozioökonomischen
Panels. Auf die gleiche Datenbasis stützte sich auch der Beitrag von
Michaela Kreyenfeld (Bochum), die aus einer humankapitaltheoretischen
Perspektive untersuchte, wie sich für Übersiedler eine in der früheren
DDR erworbene Ausbildung und Berufserfahrung bei der Integration in den
westdeutschen Arbeitsmarkt auszahlen. Schließlich berichteten Uwe Engfer
(Darmstadt) und Thomas Seng (Berlin) über die Differenzierung der
Lebensverhältnissen in Ostmitteleuropa und die Konsequenzen für die
Ost-West-Migration" und stützten sich dazu unter anderem auf
Ergebnisse aus den Surveys des "SOCO-Projects" (Social Costs of
Economic Transformation in Central Europe). Im Anschluß an das
inhaltliche Programm fand eine Mitgliederversammlung der Sektion
Sozialindikatoren statt, auf der die weitere Arbeit der Sektion diskutiert wurde
und vor allem auch die Nachwahl für das von zwei auf drei Mitglieder
erweiterte Sprechergremium stattfand. Neben dem amtierenden Sprecher
Heinz-Herbert Noll (ZUMA, Mannheim) und stellvertretenden Sprecher Wolfgang
Glatzer (Universität Frankfurt) wurde Roland Habich (WZB, Berlin) als
zweiter stellvertretender Sprecher in das Vorstandsgremium der Sektion gewählt.
© Sektion Sozialindikatoren Heinz-Herbert Noll
12.11.2007
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