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32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie: 
Soziale Ungleichheit – kulturelle Unterschiede

München, 4. - 8. Oktober 2004

Plenarveranstaltung der DGS-Sektionen Soziale Indikatoren und Medizin- und Gesundheitssoziologie zum Thema:

"Gesundheit, Lebensstile und Ungleichheit:
Indikatoren und Analysen im Kontext politischer Diskussionen"

Donnerstag, 7. Oktober 2004, 11.00 - 12.45 Uhr

Programm

 

Für die allgemeine soziologische Diskussion des Zusammenhangs sozialer Ungleichheit und kultureller Unterschiede ist der Bereich "Gesundheit" von exemplarischer Bedeutung: Wie in keinem anderen Bereich finden hier Gleichheitsziele und –normen allgemeine Anerkennung. Zudem werden hier auch selbstgewählte Lebensstile nicht nur häufig als Erklärung für differentielle Morbidität und Mortalität in Anspruch genommen, sondern spielen auch in der politischen Diskussion über eine Neugestaltung der Gesundheitsversorgungssysteme eine zunehmend wichtige Rolle. Die Veranstaltung soll ein Forum bieten, Fragen der sozialen Ungleichheit im Bereich der Gesundheit und der Gesundheitsversorgung in ihren verschiedenen Dimensionen zu erörtern und in ihren politischen Konsequenzen zu diskutieren. Theoretische, konzeptuelle und indikatorengestützte empirische Analysen zu klassen-, schicht-, regions-, kohorten- und geschlechtsspezifischer sowie ethnischer Ungleichheit in Gesundheitszustand oder Lebenserwartung und ihre soziologische Erklärung sind besonders erwünscht. Das gilt ebenfalls für Beiträge, die derartige Ungleichheiten als Gegenstand der gesellschaftlichen Dauerbeobachtung thematisieren und in ihren politischen Konsequenzen, z.B. für Generationengerechtigkeit und Lastenverteilung untersuchen. Von besonderem Interesse sind zudem Analysen zu den distributiven Konsequenzen der aktuellen gesundheitspolitischen Reformen.
zur Langfassung

 

Programm:

Donnerstag, 7. Oktober, 11.00 bis 12.45 Uhr

A. Mielck (Neuherberg) Soziale Ungleichheit in der gesundheitlichen Versorgung: Argumente gegen die Überbetonung von Lebensstil und Eigenverantwortung
Th. Lampert, T. Ziese (Berlin) Soziale Ungleichheit des Krankheits- und Sterbegeschehens in Deutschland – Welchen Erklärungsbeitrag leistet das gesundheitsrelevante Verhalten?
C.G. Ullrich, B. Christoph (Mannheim) Wahrnehmung von Lastenverteilungen und Verteilungskonflikten im deutschen Gesundheitssystem – Ergebnisse einer empirischen Untersuchung
H. Brockmann (Bremen) Können wir uns die demographische Alterung leisten? Altersrationierung und Generationengerechtigkeit am Beispiel des Krankenhauspatienten
 

Organisation und Kontakt:

Prof. Dr. Johann Behrens, Sprecher der Sektion Medizin- und Gesundheitssoziologie; Martin-Luther-Universität Halle, johann.behrens[at]medizin.uni-halle.de

Dr. Heinz-Herbert Noll, Sprecher der Sektion Sozialindikatoren, GESIS-ZUMA, heinz-herbert.noll[at]gesis.org.


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