Die Diskussion über das subjektive Wohlbefinden als Komponente von
Wohlfahrt und Lebensqualität und die Verwendung von ‚objektiven' und /
oder ‚subjektiven' Indikatoren für ihre Messung durchzieht die
Sozialindikatoren- und Lebensqualitätsforschung seit ihren Anfängen.
Inzwischen besteht jedoch nicht nur ein breiter Konsens darüber, dass
das subjektive Wohlbefinden zu den konstitutiven Elementen eines „guten
Lebens“ gehört, sondern wir blicken auch auf mehrere Jahrzehnte
intensiver theoretischer und empirischer Forschung zu Fragen des
subjektiven Wohlbefindens und der Lebensqualität zurück: Wissenschaftler
aus verschiedenen Disziplinen – zunächst vor allem Psychologen und
Soziologen, neuerdings zunehmend auch Ökonomen – haben nicht nur
theoretische Modelle und empirische Maße des subjektiven Wohlbefindens
entwickelt, sondern auch dessen Niveau und zeitliche Veränderung
beobachtet und international vergleichend analysiert, empirische
Korrelate identifiziert sowie theoretische Erklärungen für die
vielfältigen empirischen Befunde geliefert. Zeit also für eine
vorläufige Bilanz!
Was sind die Ergebnisse dieser Forschung und was wissen wir heute zu
Fragen des subjektiven Wohlbefindens und der subjektiven Lebensqualität?
Wie verändert sich das subjektive Wohlbefinden über die Zeit? Wie
ungleich sind Glück und Zufriedenheit verteilt? Gibt es glücklichere und
unglücklichere Gesellschaften oder Kulturen, und was sind die Gründe
dafür? Welche Rolle spielt die Persönlichkeit neben anderen
Einflussfaktoren für das subjektive Wohlbefinden? Das sind einige der
inhaltlichen Fragen mit denen sich die geplante internationale Tagung
der Sektion Soziale Indikatoren befassen will. Die Bilanzierung soll
aber auch die zur Verfügung stehenden Datengrundlagen, Indikatoren und
Methoden umfassen sowie Unzulänglichkeiten, Defizite und zusätzlichen
Forschungsbedarf aufzudecken versuchen. Gegenstand der Tagung sind nicht
nur Fragen des allgemeinen und bereichsspezifischen subjektiven
Wohlbefindens in Form von Glück und Zufriedenheit, sondern auch andere
Komponenten und alternative Operationalisierungen des subjektiven
Wohlbefinden und der subjektiven Lebensqualität.
Die Tagung findet am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
statt.
Donnerstag, 5. Juli
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| 10.00 - 10.30 |
Heinz-Herbert Noll
(Mannheim) |
Begrüßung und Einführung |
Einleitung
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| 10.30 - 11.15 |
Ruut Veenhoven
(Rotterdam) |
Measures of Subjective
Well-Being |
Präsentation
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| 11.15 - 12.00 |
Bruce Headey
(Melbourne) |
The Set-Point Theory Of
Happiness: May Be More Right Than Wrong But Needs Substantial
Revision |
Präsentation
Full-Paper
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| 12.00 - 12.45 |
Hans Peter Widmaier
(Zürich) |
Statik und Dynamik von
Glück und Wohlbefinden |
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| 12.45 - 13.45 |
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Mittagspause |
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| 13.45 - 14.30 |
Stefan Bergheim
(Frankfurt) |
Gibt es glücklichere und unglücklichere Gesellschaften oder Kulturen,
und was sind die Gründe dafür? |
Präsentation
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| 14.30 - 15.15 |
Heiner Meulemann
(Köln) |
Religion, Säkularisierung
und Wohlbefinden |
Präsentation
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| 15.15 - 15.45 |
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Kaffeepause |
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| 15.45 - 16.30 |
Martin Kroh, Gert
Wagner (Berlin) |
Wie die 11er-Skala zur
Lebenszufriedenheit in das SOEP kam: Zur Rolle der Empirie bei der
Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Theorie |
Präsentation
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| 16.30 - 17.15 |
Ulrich Schimmack
(Toronto) |
Recent Developments in the Study of Subjective Indicators of
Well-Being in the German Socio-Economic Panel |
Präsentation
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| 17.15 - 18.00 |
Eduardo Wills (Bogotá) |
Validation of the Personal Wellbeing Index (PWI) in Toronto, Belo
Horizonte and Bogotá: A comparative cross-cultural study |
Präsentation
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| Ab 18.00 |
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Postersession mit Beiträgen von H. Galip (Ankara), K. Mahne (Berlin),
J. Simonson (Hannover), H. Stichnoth (Paris), G. Grözinger/W.
Matiaske/V. Tobsch (Flensburg)
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Poster

(Grözinger, Matiaske, Tobsch (Flensburg)) |
| 18.15 - 19.00 |
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Mitgliederversammlung der Sektion |
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| 19.00 |
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Wine & Cheese |
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Freitag, 6. Juli
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| 09.15 - 10.00 |
Anke Zimmermann
(Cambridge) |
Happily Ever After?
Cohabitation, Marriage, Divorce, and Happiness in Germany |
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| 10.00 - 10.45 |
Stefan Weick
(Mannheim) |
Zufriedenheitsbewertungen
und Anspruchsniveauanpassungen bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit in
Privathaushalten |
Präsentation
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| 10.45 - 11.15 |
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Kaffeepause |
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| 11.15 - 12.00 |
Anette Fasang, Sara
Geerdes, Klaus Schömann, Liuben Siarov (Bremen) |
Der Zusammenhang von Arbeitsmarktmobilität und Arbeitszufriedenheit in
der Europäischen Union |
Präsentation
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| 12.00 - 12.45 |
Timothy Bechtel
(Offenbach) |
Economic versus
Psychological Determinants of Life Quality |
Präsentation
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| 12.45 - 13.45 |
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Mittagspause |
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| 13.45 - 14.30 |
Jörg Dittmann, Jan
Göbel (Mannheim / Berlin) |
Dein Haus, Dein Auto, Deine Bildung – Die Bedeutung des
sozioökonomischen Status der Wohnumgebung für die individuelle
Lebenszufriedenheit |
Präsentation
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| 14.30 - 15.15 |
Christoph Reinprecht
(Wien) |
Lebensqualität trotz
Prekarität? Empirische Einsichten in den komplexen Zusammenhang von
Migration und Lebensqualität |
Präsentation
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| 15.15 - 15.30 |
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Kaffeepause |
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| 15.30 - 16.15 |
Wolfgang Glatzer,
Roland Bieräugel (Frankfurt) |
Subjektive Indikatoren im Sozialstaatssurvey - Kontinuität und
Erneuerung |
Präsentation
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| 16.15 - 17.00 |
Uwe Engfer (Darmstadt) |
Endlich Zeit für alles!?
Veränderungen im Zeitbudget und in der Zufriedenheit mit der
Zeitverwendung nach dem 55. Lebensjahr |
Präsentation
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| 17.00 |
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Schlusswort und Ende der
Tagung |
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