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Das Zentrum für Sozialindikatorenforschung im Überblick
Infrastruktur- und Serviceleistungen
Das Zentrum für Sozialindikatorenforschung bietet für Interessenten aus Wissenschaft und Praxis
eine Vielzahl von Infrastruktur- und Serviceleistungen auf dem Gebiet der
gesellschaftlichen Dauerbeobachtung und Sozialberichterstattung an:
System Sozialer Indikatoren für die Bundesrepublik Deutschland
Das System Sozialer Indikatoren dient der Beobachtung der Wohlfahrtsentwicklung
und des sozialen Wandels in der Bundesrepublik Deutschland. Das System
wird im Zentrum für Sozialindikatorenforschung kontinuierlich fortgeschrieben
und weiterentwickelt. Die Funktion des Indikatorensystems besteht vor allem
darin, ein Beobachtungsraster und geeignete Daten bereitzustellen, die
es erlauben, Zustand und Entwicklung der objektiven Lebensbedingungen sowie
der subjektiven Lebensqualität der Bürger im Sinne eines regelmäßigen
"monitoring" zu messen, zu beschreiben und zu analysieren. Für gegenwärtig
vierzehn Lebensbereiche umfasst das Indikatorensystem knapp 400 Indikatoren
mit über 3000 Zeitreihen. Der Beobachtungszeitraum erstreckt
sich vom Beginn der fünfziger Jahre bis in die Gegenwart. Mit der
Disaggregation der Zeitreihen nach verschiedenen Merkmalen bietet das
Indikatorensystem auch Informationen über die soziale Lage einzelner
Bevölkerungsgruppen sowie die Ungleichheit der Lebensverhältnisse insgesamt. Mit
der Auswahl von 89 Schlüsselindikatoren
werden in komprimierter Form Informationen zur Entwicklung der deutschen
Gesellschaft bereitgestellt.
Digitales Informationssystem Soziale Indikatoren
Das Digitale Informationssystem Soziale Indikatoren (DISI)
erschließt die Daten des Systems Sozialer Indikatoren für die
Bundesrepublik Deutschland im Rahmen einer PC-Software für Windows 9x/NT.
Es liegt gegenwärtig in einer komplett neu gestalteten zweiten Version
vor. DISI 2.1 eröffnet über die Register- oder die Suchfunktion
einen einfachen Zugang zu dieser umfangreichen Datenbasis. Es verfügt
über Möglichkeiten zur Datenvisualisierung und -export und steht
komplett zweisprachig (deutsch/englisch) zur Verfügung.
European System of Social Indicators
Nachdem die Abteilung im Rahmen des von der Europäischen
Kommission finanzierten EuReporting-Projekts die konzeptionellen und
strukturellen Grundlagen eines European
System of Social Indicators entwickelt hat, wird dieses ca. 30 europäische
Länder sowie die USA und Japan umfassende Indikatorensystem nun
sukzessive implementiert. Derzeit liegen Zeitreihendaten für eine Vielzahl
von sozialen Indikatoren aus 9 von insgesamt 13 projektierten Lebens-
und Politikbereichen vor: 'Population,
Households and Families', 'Housing', 'Education and Vocational Training',
'Labour Market and Working Conditions', 'Income, Standard of Living, and Consumption Patterns',
'Health', 'Environment', 'Crime and Public Safety' und 'Total Life Situation'.
Informationsdienst Soziale Indikatoren
Als spezifischen Beitrag zu einer regelmäßigen Sozialberichterstattung
gibt die Abteilung den "Informationsdienst
Soziale Indikatoren" (ISI) heraus, der zweimal pro Jahr erscheint.
Der "Informationsdienst Soziale Indikatoren" will ein sachkundiges, aber
nicht ausschließlich sozialwissenschaftlich geschultes Publikum regelmäßig
über Probleme und Tendenzen der Wohlfahrtsentwicklung sowie Trends
des sozialen Wandels informieren. Damit werden zugleich empirische Materialien
zu aktuellen Themen der gesellschaftspolitischen Diskussion vorgelegt.
ISI berichtet zudem über Aktivitäten und Ergebnisse aus der Sozialindikatorenforschung
und Sozialberichterstattung. Der Bezug ist kostenlos.
Wohlfahrtssurvey
In Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für
Sozialforschung (WZB) betreut die Abteilung den Wohlfahrtssurvey.
Der Wohlfahrtssurvey ist eine speziell für die Wohlfahrtsmessung und
Analyse der Lebensqualität - in ihren objektiven und subjektiven Komponenten
- konzipierte Repräsentativbefragung und gehört zusammen mit
der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage
der Sozialwissenschaften (ALLBUS) und dem Sozioökonomischen
Panel (GSOEP) zu den wichtigsten Instrumenten der gesellschaftlichen Dauerbeobachtung
in Deutschland.
Datenreport
Der Datenreport als die derzeit bedeutendste Publikation zur Sozialberichterstattung in
der Bundesrepublik Deutschland ist ein Handbuch, das problemorientiert
ausgewählte Daten und Fakten aus der amtlichen Statistik und der empirischen
Sozialforschung in kommentierter Form präsentiert und damit umfassend über die wirtschaftliche
und gesellschaftliche Situation in der Bundesrepublik Deutschland
informiert. Während der erste Teil des Datenreports die faktischen
Lebensbedingungen und ihren Wandel mit den Daten der amtlichen Statistik
beschreibt, enthält der zweite Teil Analysen zur Wohlfahrtsentwicklung
auf der Basis sozialwissenschaftlicher Daten, die insbesondere auch Informationen
über die subjektive Wahrnehmung und Bewertung der objektiven Lebensbedingungen
aus der Sicht der Bürger umfassen.Herausgeber des Datenreports ist das
Statistische
Bundesamt in Zusammenarbeit mit dem WZB
(Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) und GESIS-ZUMA. Das
Zentrum für Sozialindikatorenforschung gestaltet Teil II des Datenreports
zusammen mit dem Bereich
Datenmanagement des WZB.
Der Datenreport kann gegen eine Bereitstellungspauschale über die Bundeszentrale für Politische
Bildung oder in einer
besonderen Ausgabe auch über den Buchhandel bezogen werden. Die aktuelle Ausgabe des Datenreports ist der
Datenreport 2006. Er steht auf unseren Abteilungsseiten zum Download
zur Verfügung. Einzelexemplare
des Datenreport 2006 können auch bei uns
angefordert werden. Für die Bestellung größerer Stückzahlen bitten wir Sie,
sich an die Bundeszentrale
für politische Bildung zu wenden.
Literaturarchiv
In einer Spezialbibliothek werden Literatur und Arbeitsmaterialien aus
dem Bereich der Sozialindikatorenforschung und Sozialberichterstattung
gesammelt und mit Hilfe eines EDV-Literaturdokumentationssystems dokumentiert.
Das Archiv umfasst mehrere tausend Dokumente - insbesondere "graue
Literatur" - aus der Sozialindikatorenforschung und steht auch externen
Nutzern offen.
Individuelle Beratungen und Informationsservice
Die Abteilung unterstützt und berät Interessenten aus Wissenschaft
und Praxis in allen Fragen der gesellschaftlichen Dauerbeobachtung, Sozialberichterstattung
und Sozialindikatorenforschung, z.B. bei der Suche nach statistischen Informationen,
methodischen Fragen, der Konzeption und Durchführung von Quality-of-Life-
Surveys und dem Aufbau von Sozialberichterstattungssystemen.
Workshops und Konferenzen
Die Abteilung veranstaltet regelmäßig Workshops
und Konferenzen zu wechselnden Themen aus dem Bereich der gesellschaftlichen Dauerbeobachtung
und Sozialberichterstattung.
Gutachten und Expertisen
In der Form von Drittmittelprojekten erstellt die Abteilung auch Gutachten
und Expertisen zu speziellen Fragen aus dem Bereich der gesellschaftlichen
Dauerbeobachtung und Sozialberichterstattung.
Forschung
Die Forschungsaktivitäten des Zentrums
für Sozialindikatorenforschung konzentrieren
sich auf die folgenden Themenfelder:
-
Sozialindikatorenforschung und Sozialberichterstattung: Konzepte, Methoden und
inhaltliche Fragen
-
Empirische Wohlfahrtsforschung und Messung der Lebensqualität
-
Soziale Ungleichheit und sozialstruktureller Wandel
-
Trends sozialen Wandels im internationalen Vergleich
Publikationen
der Abteilung
© GESIS Heinz-Herbert Noll
22.04.2008
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