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Mikrozensuspanel

Der Mikrozensus ist als rotierende Panelstichprobe angelegt, bei der die Haushalte eines Auswahlbezirkes vier Jahre lang befragt werden, wobei jedes Jahr ein Viertel der Auswahlbezirke ausgetauscht wird. Wegziehende Personen und Haushalte werden durch die nachziehenden Personen bzw. Haushalte ersetzt.

Mit Abschluss des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Verbundprojektes „Aufbereitung und Bereitstellung des Mikrozensus als Panelstichprobe“ (Projektseite beim Statistischen Bundesamt) steht der Mikrozensus erstmals seit September 2006 der Forschung als Scientific Use File analog zu den Mikrozensus-Querschnittsfiles zur Verfügung. Selbst bei der Auswahl des nur von 1996 bis 1999 befragten Rotationsviertels des Mikrozensus liegen, insbesondere im Vergleich zu den von der Forschung selbst erhobenen Paneldaten, für Analysen sehr große Fallzahlen vor. Damit ist es möglich, ökonomische und soziale Strukturen und ihre Veränderungen in tiefer sachlicher Gliederung zu analysieren, auch für kleine Bevölkerungsgruppen verlässliche Aussagen zu machen und den sozialen und wirtschaftlichen Wandel differenzierter als bislang zu beobachten.

Inzwischen steht ein vom Statistischen Bundesamt, Gruppe VIII C – Mikrozensus, erstelltes zweites Scientific Use File (SUF) des Mikrozensuspanels 2001-2004 zur Verfügung.

© GESIS GML 14.04.2009