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Dr. Heinz-Herbert Noll
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Sozialindikatorenforschung
Die Forschungsaktivitäten im Bereich Soziale Indikatoren und Sozialberichterstattung konzentrieren sich auf verschiedene Aspekte der Messung und Analyse von Wohlfahrt und Lebensqualität in Deutschland sowie im internationalen - vor allem europäischen - Vergleich. Gegenwärtig konzentrieren sich die Arbeiten auf drei thematische Schwerpunkte:
Konzeptionelle und methodische Fragen
Die Beschäftigung mit konzeptionellen und methodischen Fragen der Sozialindikatorenforschung und Sozialberichterstattung ist darauf ausgerichtet, Grundlagen der Wohlfahrtsmessung "jenseits des Bruttosozialprodukts" sowie entsprechende Mess- und Beobachtungsinstrumente (z.B. Indikatorensysteme, Indices) zu entwickeln und zu verbessern.
Wohlfahrt und Lebensqualität
Die empirische Untersuchung von Wohlfahrt und Lebensqualität umfasst insbesondere Analysen der materiellen Lebensbedingungen (z.B. Wohnverhältnisse, materieller Lebensstandard und Deprivation) und des subjektiven Wohlbefindens (z.B. Lebenszufriedenheit) im Zeitverlauf sowie in international vergleichender Perspektive. Diese Analysen richten sich auf die Gesamtbevölkerung, aber auch auf Teilpopulationen, wie z.B. die ältere Bevölkerung. Von Interesse sind dabei vor allem die Zusammenhänge von objektiven und subjektiven Wohlfahrtskomponenten bzw. der objektiven Lebensbedingungen und der subjektiv wahrgenommenen Lebensqualität.
Soziale Ungleichheit
Die Forschungen zu sozialer Ungleichheit umfassen Analysen zum Ausmaß und der Struktur von sozialer und ökonomischer Ungleichheit (z.B. Verteilung von Einkommen und Konsumausgaben, Armut, soziale Schichtung) sowie deren subjektiver Wahrnehmung, Bewertung und Legitimation. Dieses Thema ist auch für den Forschungsschwerpunkt Sozialstrukturanalyse von Bedeutung.

