Historical Social Research

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39.3 - Terrorism, Gender, and History

HSR Vol. 39 (2014) No. 3:
Special Issue: Terrorism, Gender, and History.

Sylvia Schraut & Klaus Weinhauer (Eds.): Terrorism, Gender, and History. State of Research, Concepts, Case Studies.

Gender-Perspektiven auf Terrorismus sind in den meisten wissenschaftlichen Disziplinen kaum zu finden. Dieses Sonderheft steht in der Tradition einer kulturwissenschaftlich orientierten interdisziplinären Terrorismusforschung, wie sie sich seit den 1990er Jahren entwickelt hat. Die Forschungserträge der Beiträge dieses Hefts lassen sich in vier Punkten zusammenfassen. Terrorismus als ein geschichtsloses aktuelles politisches Problem zu betrachten, ignoriert, erstens, dessen politische, historische und kulturelle Traditionen. Zweitens, wird die Kategorie Geschlecht in politischen oder akademischen Terrorismusstudien vernachlässigt, trägt dies nicht nur dazu bei, die transnationalen, verflochtenen und transgenerationellen Einflüsse von gender-Konzepten auf terroristische Handlungen zu übersehen, sondern beschränkt auch das Verständnis der Repräsentation des Terroristen in den Medien und in der Forschung. Drittens, werden die Interaktionen zwischen Terrorismus, Staat und Mediengesellschaften von Geschlechteraspekten entscheidend mitbestimmt. In Mediengesellschaften übermitteln die Mainstream-Medien nicht nur passiv irgendwelche Botschaften. Vielmehr können sie dominante politisch-kulturelle (Geschlechter-)Normen und Werte unterstützen, aber auch Agenda-setting betreiben, indem sie über terroristische sowie darauf bezogene staatlichen Aktionen berichten, sie interpretieren und diskutieren. Damit generieren sie Anschlusskommunikation, auf die Terroristen und der Staat reagieren müssen. Viertens vertieft der interdisziplinäre Austausch in gender-orientierten Terrorismusstudien unser Wissen über politische Gewalt. Zudem wird so deutlich, wie wichtig es ist, Geschlecht nicht nur als eine weitere Analysekategorie unter anderen zu verwenden, sondern intensiver über die weitergehenden Implikationen nachzudenken, die sich aus der Arbeit mit Geschlechterkonzepten für die gesamte Terrorismusforschung ergeben.

Focus: Interactive Visualizations.

Daniel Hienert: A Model for the Integration of Interactive Visualizations into the Process of Information Searching and Linking on the Web.

Das Web bietet Zugriff auf eine Masse von heterogenen Informationen. Der Zugriff auf diese Informationen erfolgt mithilfe von Suchmaschinen und über das Browsing von verlinkten Informationen. Interaktive Visualisierungen können ein integraler Teil des Such- und Linkingprozesses sein, da sie Vorteile bieten wie (1) eine Vielzahl von verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten für große, heterogene und komplexe Informationen und (2) die Interaktivität, die den Erkenntnisprozess des Benutzers unterstützt. Dieser Fokus behandelt die Grundlagen der Informationssuche, Informationsvisualisierung und Informationsverarbeitung und bildet ein Modell für die Integration von interaktiven Visualisierungen in den Prozess der Informationssuche und -verlinkung im Web.

Dieses Heft enthält weiterhin ein Mixed Issue.

Inhaltsverzeichnis & Abstracts

Special Issue: Terrorism, Gender, and History
Focus: Interactive Visualizations
Mixed Issue