Historical Social Research

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Wilhelm Heinz Schröder, Sozialdemokratische Reichstagskandidaten 1898-1918. Eine Kollektivbiographie [Abstract]

Das biographisch-statistische Handbuch „Sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete und Reichstagskandidaten 1898-1918“ ging von der zentralen Bedeutung der Reichstagskandidatur für die Partei aus. Die SPD war die einzige Partei im Kaiserreich, die im Rahmen des bestehenden Mehrheitswahlrechtes (nur für Männer) in allen 397 Wahlkreisen durch einen eigenen Reichstagskandidaten präsent war. Die Reichstagskandidatur galt als höchstes Parteiamt im Wahlkreis und wurde für viele Sozialdemokraten zur notwendigen Bedingung einer politischen Karriere. Entsprechend enthält das Handbuch die Lebensläufe fast aller sozialdemokratischen „Spitzenpolitiker“ auf nationaler, regionaler und in Auswahl auch auf lokaler Ebene für die beiden letzten Jahrzehnte des Kaiserreichs. Die 700 Kurzbiographien werden durch eine statistische Dokumentation der Reichstagswahlen ergänzt und durch mehrere Register inhaltlich erschlossen. – Im ersten Teil des Beitrages werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Relevanz sowie die Rekrutierung der Reichstagskandidaten beschrieben und analysiert. – Im zweiten Teil werden 17 analytische Fragen an den kollektivbiographischen Lebenslauf der Reichstagskandidaten gestellt und beantwortet, so u.a. Fragen nach Geburt, soziale und regionale Herkunft, Religion/Konfession, Schul- und Hochschulausbildung, Militärdienst, Familienstand, politische/berufliche Karriere bis hin zu den Todesumständen. Abgeschlossen wird der Beitrag mit einem „typischen Lebenslauf“ der Reichstagskandidaten.