Studienbeschreibung
Inhalt
- Was ist der Mikrozensus?
- Das Wichtigste über den Mikrozensus im Überblick
- Datenerhebung
- Stichprobe
- Hochrechnung im Mikrozensus
- Erhebungsprogramm
- Der faktisch anonymisierte Mikrozensus - Das Scientific Use File -
- Zur Abgrenzung der Bevölkerungsbegriffe und zu Gewichtung und Hochrechnung im Mikrozensus Scientific Use File
- Zugang zum Mikrozensus
- Service-Angebot des German Microdata Lab bei GESIS
- Weiterführende Literatur
Was ist der Mikrozensus?
Der Mikrozensus ist die amtliche Repräsentativitätsstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt in Deutschland und mit einem Auswahlsatz von 1% der Bevölkerung die größte jährliche Haushaltsbefragung in Europa. Sie wird seit 1957 in Westdeutschland und seit 1991 auch in den neuen Bundesländern durchgeführt. Grundlage des Mikrozensus ist die gesamte wohnberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Die Arbeitskräftestichprobe der Europäischen Union (EU Labour Force Survey) ist in den Mikrozensus integriert.
Siehe auch:
"Informationen für die Befragten" [.pdf] (172 KB)
(Statistisches Bundesamt in Zusammenarbeit mit den Statistischen Landesämtern)
Das Wichtigste über den Mikrozensus im Überblick
| Grundgesamtheit: | Gesamte wohnberechtigte Bevölkerung in Privathaushalten und Anstaltsunterkünften am Haupt- und Nebenwohnsitz. (Nicht zur Erhebungsgesamtheit gehören Angehörige ausländischer Streitkräfte sowie ausländischer diplomatischer Vertretungen mit ihren Familienangehörigen. Personen ohne Wohnung (Obdachlose) haben im Mikrozensus aufgrund der Anlage als Flächenstichprobe keine Erfassungschance.) |
Stichprobe: | Flächenstichprobe (Klumpenstichprobe) |
| Auswahleinheiten: | Die Auswahlbezirke (Primäreinheiten) sind künstlich abgegrenzte Flächen (Klumpen), die i. d. R. benachbarte Gebäude umfassen; bei größeren Gebäuden ist nur ein Gebäude bzw. ein Gebäudeteil enthalten. Partielle Rotation: Ein Auswahlbezirk verbleibt (seit 1977) vier Jahre in der Stichprobe, jährlich wird ein Viertel der Auswahlbezirke durch neu in die Stichprobe aufzunehmende Auswahlbezirke ersetzt. [1974-1977: Rotationshälften mit zwei Jahren Verbleib in der Stichprobe, jährlicher Austausch der Hälfte der Auswahlbezirke.] Die aus dem Auswahlbezirk wegziehenden Haushalte und Personen werden nicht weiter befragt, sondern durch zuziehende Haushalte und Personen ersetzt. Der Mikrozensus ist somit eine Wiederholungsbefragung mit teilweiser Überlappung der Erhebungseinheiten. In den Scientific Use Files (Grund- und Regionalfiles) ist die Zugehörigkeit zu einem Rotationsviertel nicht identifizierbar. Die Möglichkeit der Zusammenführung der Querschnittsdaten zu einem Panel ist rechtlich seit dem Mikrozensusgesetz 1996 gegeben. Für Panelauswertungen stehen zwei Panels als Scientific Use Files zur Verfügung: 1996-1999 und 2001-2004. [zur Panel-Seite] |
| Auswahlgrundlage: | Alte Bundesländer: Volkszählungen (VZ 1970: MZ 1972-1989; VZ 1987: MZ ab 1990) Neue Bundesländer/Ost Berlin (ab 1991): "Bevölkerungsregister Statistik" der DDR Aktualisierung: Die auf Basis der Volkszählungen bzw. des Bevölkerungsregisters Statistik gezogene Grundauswahl wird jährlich durch zwischenzeitlich neu entstandene Gebäude bzw. Wohnungen aktualisiert. [weitere Informationen] |
| Auswahlverfahren: | einstufig geschichtete Klumpenstichprobe (seit 1972) |
| Schichtungsmerkmale: | MZ ab 1990: Bundesland, Regionalschicht, Gebäudeschicht (Gebäudegrößenklasse); zusätzlich ab 2005: Berichtsquartal. MZ 1972-1989: Bundesland, Gemeindegrößenklasse, Straßenart (Anstalten vs. Großgebäude) |
| Auswahlsatz: | 1 Prozent; |
| Auswahltechnik: | Systematische Zufallsauswahl [weitere Informationen] |
| Erhebungseinheiten: | Personen (in Privathaushalten und Gemeinschaftsunterkünften), Haushalte und Wohnungen |
| Analyseeinheiten: | Personen, Lebensgemeinschaften (ab 1996), Familien, Haushalte, Wohnungen |
| Erhebungsverfahren: | I. d. R. mündliche Befragung (face-to-face) durch Interviewer der Statistischen Landesämtern. Die Interviews werden mit Hilfe eines Laptops (CAPI, regulär ab 2005; davor Erhebungsbögen (PAPI)) durchgeführt, zum Teil auch schriftlich (Selbstausfüllerbogen; 2009: rd. 21%). Zulässig sind außerdem Proxy-Interviews, d. h. ein erwachsenes Haushaltsmitglied darf stellvertretend für andere Haushaltsmitglieder antworten (Fremdauskünfte für Personen ab 15 Jahren: ca. 26%). [weitere Informationen] |
| Scientific Use File | Das Scientific Use File ist eine faktisch anonymisierte 70%-Substichprobe der Haushalte (bei Erhebungsjahren mit Fragen zur Wohnsituation eine 70%-Stichprobe der Wohnungen) des Mikrozensus. Die faktisch anonymisierte Substichprobe wird als systematische Zufallsauswahl aus dem Originalmaterial des Statistischen Bundesamtes gezogen. Das Ziehungsverfahren berücksichtigt die wesentlichen Designelemente des Mikrozensus (Schichtung und Klumpung). [weitere Informationen] |
| Gewichte in der Stichprobe: | In der Regel werden Designgewichtungen (freie Hochrechnnung) und Zellgewichtungen (gebundene Hochrechnungen, Anpassungsgewichtung) durchgeführt. Die Designgewichtung berücksichtigt nur das Auswahlverfahren, während mit der gebundenen Hochrechnung auch Ausfallkorrekturen für Unit-Nonresponse und Anpassungen an bekannte Populationsverteilungen vorgenommen werden. Da die Ziehungswahrscheinlichkeit des Scientific Use Files im Wesentlichen konstant 70% beträgt, können Designgewichte unter Berücksichtigung der Kehrwerte der Auswahlsätze des Mikrozensus (1%) und des Scientific Use Files (70%) gebildet werden. Ausgenommen hiervon sind die Ergänzungs- und Zusatzprogramme (v. a. Merkmale der EU-Arbeitskräfteerhebung), die bis 2004 als Substichproben mit variablen Auswahlsätzen durchgeführt wurden. Für Zellgewichtungen bzw. für die gebundene Hochrechnung enthält das Scientific Use File die Hochrechnungsvariablen der Mikrozensus-Originaldaten, mit denen Haushaltsausfälle kompensiert und Anpassungen an bekannte Populationsverteilungen erreicht werden (Ausnahme: 1973-1987; s.u.). Die Hochrechnungsvariablen müssen bis 2005 noch mit den Kehrwerten der Ziehungswahrscheinlichkeiten des Mikrozensus und des Scientific Use Files multipliziert werden. [weitere Informationen] |
| Regionalinformationen: | Die Scientific Use Files (Grundfiles) enthalten an Regionalinformationen Angaben zum Bundesland und zur (vergröberten) Gemeindegrößenklasse. |
| Veränderungen | Die wichtigsten Veränderungen Mikrozensus 2009 Die wichtigsten Veränderungen Mikrozensus 2008 Die wichtigsten Veränderungen Mikrozensus 2007 |
Datenerhebung
Die Befragungen finden i.d.R. mündlich statt (entweder mit Hilfe eines Fragebogens: Paper and Pencil Personal Interviewing, PAPI) oder – seit den 1990er Jahren – auch computergesteuert mittels Laptop (Computer Assisted Personal Interview, CAPI). Seit dem Mikrozensus 2005 wird flächendeckend CAPI eingesetzt. Ein Teil der Befragten (ca. 20%) erteilt die Auskunft schriftlich. Für die ausgewählten Haushalte und die darin lebenden Personen besteht gemäß der gesetzlichen Regelungen Auskunftspflicht. Einige Fragen sind freiwillig zu beantworten. Der Mikrozensus ist eine Haushaltsstichprobe, d. h. alle Personen in einem Haushalt werden entweder direkt befragt oder eine erwachsene Person gibt Auskunft über die weiteren (alle minderjährigen) Haushaltsmitglieder (Proxy-Interviews). Der Mikrozensus umfasst auch ausländische Haushalte. Zur Erhebung ihrer Angaben wird der gleiche Erhebungsbogen verwendet wie bei deutschen Haushalten. Die Interviewer leiten die Daten an die Statistischen Landesämter weiter. Haushalte, die sich dafür entschieden haben, den Fragebogen selbst auszufüllen, senden diese an das jeweilige Statistische Landesamt. Von den Interviewern nicht erreichbare Haushalte werden von den Statistischen Landesämtern angeschrieben und erhalten einen Fragebogen für die schriftliche Befragung. Die Daten werden von den Statistischen Landesämtern aufbereitet und beim Statistischen Bundesamt zu einem Datensatz zusammengespielt.
Berichtszeitraum
Der Berichtszeitraum ist ab 2005 die jeweils letzte Kalenderwoche vor der Befragung.
(Für die Berichtszeiträume bis 2004 siehe hier)
Stichprobe
Das stichprobenmethodische Grundkonzept des Mikrozensus ist die einstufige Klumpenstichprobe. Die Auswahleinheiten (die so genannten Auswahlbezirke) sind künstlich abgegrenzte Flächen, die in der Regel mehrere räumlich beieinander liegende Gebäude (bei großen Gebäuden nur ein Gebäude oder einen Gebäudeteil) umfassen. Bis zum Mikrozensus 1989 umfasste ein Auswahlbezirk durchschnittlich 23 Wohnungen. Zur Verbesserung der Regionalisierbarkeit wurde 1990 die durchschnittliche Größe der Auswahlbezirke verkleinert. Ein Auswahlbezirk umfasst seitdem durchschnittlich 9 Wohnungen. Für Auswahlbezirke der eigenen Gebäudeschicht mit Gemeinschaftsunterkünfte beträgt die Richtgröße 15 Personen. Befragt werden alle in den ausgewählten Bezirken wohnende Haushalte (alle Haushaltsmitglieder).
Als Auswahlgrundlage dient im früheren Bundesgebiet das Datenmaterial der Volkszählung (für die Mikrozensen 1972-1989 die Volkszählung 1970; ab dem Mikrozensus 1990 die Volkszählung 1987) und in den neuen Bundesländern das "Bevölkerungsregister Statistik" der DDR.
Die auf Basis der Volkszählungen bzw. des Bevölkerungsregisters Statistik gezogene Grundauswahl wird jährlich durch zwischenzeitlich neu entstandene Gebäude bzw. Wohnungen aktualisiert. Ab 1990 erfolgt die Aktualisierung durch eine Neubauauswahl auf Grundlage der Bautätigkeitsstatistik, wobei die Auswahlbezirke der Neubauauswahl im Unterschied zur Grundauswahl sechs Wohnungen umfassen. In den Mikrozensen 1972-1989 wurde die Ergänzungsauswahl mittels Erfassung der Neubautätigkeit in den ausgewählten Gemeinden durch Interviewermeldungen für bereits bestehende Auswahlbezirke, sonst Erfassung anhand von Bebauungsplänen o. ä., umgesetzt.
Schichtungsmerkmale:
Mikrozensen 1990 ff.: Bundesland, Regionalschicht, Gebäudeschicht (Gebäudegrößenklasse); zusätzlich ab 2005: Berichtsquartal.
Mikrozensen 1972-1989: Bundesland, Gemeindegrößenklasse, Straßenart (Anstalten vs. Großgebäude).
Auswahltechnik:
Systematische Zufallsauswahl
ab 1990:
- Vor der Grundauswahl regionale Anordnung der Auswahlbezirke der Auswahlgesamtheit je Schicht
- Zerlegung der Auswahlgesamtheit in 100 1%-Stichproben: Je 100 aufeinanderfolgende Auswahlbezirke ("Zonen") werden mit einer zufälligen Permutation der Zahlen 0 bis 99 versehen
- Zerlegung der Auswahlgesamtheit in vier Rotationsviertel zu je 0,25%: Je vier aufeinanderfolgende Zonen werden mit einer zufälligen Permutation der Zahlen 1 bis 4 versehen. [Weitere Aufteilungen für Substichproben (z. B. EU-Arbeitskräfteerhebung, Ad-hoc-Module usw.) analog.]
- Alle Auswahlbezirke mit gleicher zugeordneter Nummer zählen zu einer von 100 1%-Stichproben. Aus dieser Auswahlgesamtheit werden 20 "Vorratsstichproben" durch einfache Zufallsauswahl ausgewählt.
- Bei der Neubauauswahl, die in einer eigenen Gebäudeschicht abgegrenzt ist, gibt es gegenüber der Grundauswahl im Stichprobenplan einige Modifikationen. Während ein Auswahlbezirk der Grundauswahl (ohne Gemeinschaftsunterkünfte) durchschnittlich neun Wohnungen umfasst, ist die Richtgröße bei der Neubauauswahl sechs Wohnungen. Für Auswahlbezirke der Gebäudeschicht mit Gemeinschaftsunterkünften beträgt die Richtgröße 15 Personen. Je regionaler Schicht erfolgt keine Schichtung nach Gebäudegrößenklassen, d. h., es gibt nur eine Schicht („Neubauschicht“). Die Auswahlbezirke der Neubauauswahl werden vor der Ziehung nach Aktualisierungsjahr und regionalen Gesichtspunkten sortiert. (Die Neubauauswahl entspricht einer systematischen Auswahl mit Zufallsstart.)
Zusatz ab 2005:
- Zerlegung der Auswahlgesamtheit in 48 "Wochenteile" bzw. Interviewerpakete (12 Monate * 4 Rotationsviertel)
- Zusammenfassung von jeweils 4 Nummern der 48 Wochenteile zu einem Monatsvolumen (gleichmäßige Verteilung der Stichprobe über das Jahr)
- Aufteilung der 1% Stichprobe nach Zufallsverfahren in zwölf gleiche Unterstichproben (gleichmäßige Verteilung der Stichproben über das Jahr)
1972-1989:
- Bildung künstlicher Auswahlbezirke (Segmente) je Schicht, Straße und Zahl der Haushalte in der Straße- Nummerierung der Segmente in der Reihenfolge der Schichtung und regionalen Anordnung und Zusammenfassung von je 100 Segmenten zu einer Zone.
- Zufällige Unterteilung der Zonen in zehn Teilzonen á zehn Segmenten für die Durchführung von Substichproben sowie für die Bildung von Rotationsgruppen.
- Zufällige Auswahl von zehn Prozent der Teilzonen (Vorauswahl), die für den folgenden Auswahlschritt mit Zufallszahlen durchnummeriert wurden.
- Systematische Zufallsauswahl von zehn Prozent der Teilzonen, also eines Auswahlbezirks pro Schicht.
(Sonderregeln für Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohner, Großgebäude und große Anstalten.)
Hochrechnung im Mikrozensus
Die Hochrechnung des Mikrozensus basiert auf einem zweistufigen Verfahren. Im ersten Schritt wird von der Nettostichprobe der erfolgreich befragten Haushalte auf die Bruttostichprobe aller zu befragenden Haushalte hochgerechnet (Ausfallkorrektur bzw. Kompensation). Im zweiten Schritt erfolgt die Anpassung der Bruttostichprobe an bekannte Populationsverteilungen (u. a. Eckzahlen aus der Laufenden Bevölkerungsfortschreibung).
Die Grundkonzeption der Hochrechnung des Mikrozensus ist im Wesentlichen gleich geblieben, jedoch haben sich die jeweils verwendeten Berechnungsverfahren geändert:
Ab 2005 werden sowohl die Kompensations- als auch Anpassungsfaktoren nicht mehr als Soll-durch-Ist-Faktoren, sondern mittels Regressionsschätzung (Generalized Regression Estimation, Kalibrierungsverfahren) berechnet.
1990-2004: Der Kompensations- bzw. Anpassungsfaktor ergibt sich als Verhältnis der zu befragenden Haushalte zu den befragten Haushalten bzw. als Verhältnis von Populationsverteilungen zu den Mikrozensusverteilungen (Soll durch Ist). Die endgültigen Hochrechnungsfaktoren ergeben sich aus der Multiplikation des haushaltsbezogenen Kompensations- und des personenbezogenen Anpassungsfaktors. Ein Haushaltsfaktor für Auswertungen auf Haushalts- und Familienebene wird als ungewogenes arithmetisches Mittel dieser Personenfaktoren eines Haushalts berechnet.
1972-1989: Zufallsgesteuertes Doppeln und Streichen von Personensätzen.
(1) Kompensation: Zum Ausgleich ausgefallener (i. d. R. nicht erreichbarer) Haushalte werden anhand von Informationen über diese Haushalte Kompensationsfaktoren berechnet. (Der Unit-Nonresponse beträgt im Mikrozensus seit 2008 ca. drei Prozent der Haushalte. Der Item-Nonresponse liegt bei einzelnen Fragen bzw. Merkmalen bei deutlich unter zehn Prozent.)
1990-2004: Die Kompensation erfolgt regional für 19 Kompensationsklassen der Merkmalskombinationen: Haushaltsgröße; Staatsangehörigkeit der Haushaltsbezugsperson; für Deutsche: Wohnrechtsverhältnis der Haushaltsbezugsperson; für 1-Personenhaushalte: Geschlecht, Altersgruppe. Zusätzlich ab 2005: Unterscheidung nach Privathaushalten und Gemeinschaftsunterkünften sowie Rotationsviertel und Neubauschicht.
1972-1989: Als Kompensationsmerkmale werden die Haushaltsgröße, das Wohnverhältnis und der Beruf des Haushaltsvorstands berücksichtigt.
(2) Anpassung: Die mit dem Kompensationsfaktor für Unit-Nonresponse gewichteten Stichprobenwerte werden an bekannte Populationsverteilungen der Laufenden Bevölkerungsfortschreibung angepasst. Für Zeit- und Berufssoldaten einschließlich Bundes- und Bereitschaftspolizei sowie Grundwehrdienstleistende stammen die Eckwerte aus Bestandsdaten des Bundesministeriums der Verteidigung, des Bundesministeriums des Innern bzw. der Bundespolizei.
Seit 1990 werden Mikrozensusverteilungen an Eckwerte aus der Laufenden Bevölkerungsfortschreibung nach Altersklassen, Staatsangehörigkeit bzw. Staatsangehörigkeitengruppen und Geschlecht, Zeit- und Berufssoldaten einschließlich Bundes- und Bereitschaftspolizei sowie Grundwehrdienstleistende angepasst.
Ab 2005 erfolgt die Anpassung nicht mehr wie bis 2004 zu disjunkten Anpassungsschichten, sondern quartalsweise auf unterschiedlichen regionalen Ebenen und es werden auch Ergebnisse des Ausländerzentralregisters verwendet. Des Weiteren liegen für alle Personen eines Haushalts gleiche Gewichtungs- bzw. Hochrechnungsfaktoren vor.
Vor 1989 erfolgte die Anpassung der Mikrozensus-Ergebnisse (nach Kompensation) an Eckdaten der fortgeschriebenen Wohnbevölkerung durch zufälliges Doppeln und Streichen von Personensätzen je Regierungsbezirk nach Geschlecht und Staatsangehörigkeit (Deutsche / Ausländer).
Erhebungsprogramm
Das Fragenprogramm des Mikrozensus besteht aus einem gleichbleibenden Grundprogramm, das sozioökonomische Grundinformationen liefert und die laufende Beobachtung des Arbeitsmarktes ermöglicht. Im Grundprogramm, das sich an alle Haushalte richtet, sind im Mikrozensus folgende Bereiche enthalten:
- Haushalt und Haushaltszusammensetzung
- Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit, Arbeitssuche, Nichterwerbspersonen
- Besuch von Kindergarten (bis 2004), Schule, Hochschule
- Allgemeiner und berufliche Ausbildung
- Quellen des Lebensunterhalts, Einkommen
- Gesetzliche Rentenversicherung
- Gesetzliche und private Krankenversicherung
- Pflegeversicherung
Neben den jährlich zu erhebenden Merkmalen des Grundprogramms werden in Ergänzungsprogrammen mit unterschiedlichen Auswahlsätzen weitere Angaben zu den Themen Aus- und Fortbildung, aktuelle und frühere Erwerbstätigkeit und Erwerbsbeteiligung erhoben. Darüber hinaus gibt es Zusatzprogramme mit Merkmalen unterschiedlicher Themenschwerpunkte, die nicht jährlich erhoben werden. Seit dem Mikrozensus 2005 werden die Zusatzprogramme mit dem vollen Auswahlsatz von 1% erhoben. Darüber hinaus sind seit dem Mikrozensus 2005 Ad-hoc Module enthalten, die im Rahmen des EU Labor Force Survey mit einem Auswahlsatz von 0,1% erhoben werden. Eine Liste der Themen und Auswahlsätze aller zusätzlichen Erhebungsprogramme finden sich hier.
Einen Überblick über die vollständigen Erhebungsprogramme der einzelnen Jahrgänge findet sich hier:
- Erhebungsprogramm 1973-1985
- Erhebungsprogramm 1985-1995
- Erhebungsprogramm 1996-2004
- Erhebungsprogramm 2005-2012
Die Themen der Ad-hoc Module 2005 bis 2012 sind:
- 2005: Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- 2006: Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand
- 2007: Arbeitsunfälle, Arbeit und Gesundheit
- 2008: Migration und Arbeitsmarkt
- 2009: Übergänge von der Schule ins Erwerbsleben
- 2010: Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- 2011: Beschäftigung behinderter Personen
- 2012: Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand
- 2013: Arbeitsunfälle und sonstige berufsbedingte Gesundheitsprobleme
- 2014: Arbeitsmarktsituation von Zuwanderern und ihren direkten Nachkommen
- 2015: Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung
Der faktisch anonymisierte Mikrozensus – Das Scientific Use File
Das Mikrozensus Scientific Use File (SUF) ist eine faktisch anonymisierte 70-Prozent-Substichprobe der Haushalte des Mikrozensus. In den Erhebungsjahren mit dem Zusatzprogramm zur Wohnsituation wird keine Haushaltssubstichprobe, sondern eine 70%-Substichprobe der Wohnungen gezogen.
Für die faktisch anonymisierte Substichprobe gilt, dass sie als systematische Zufallsauswahl aus den Originaldaten des Statistischen Bundesamtes gezogen wird. Die Daten werden dazu nach Berichtsquartal (ab 2005), Bundesland, Unterstichprobenkennung (ab 2008), Regierungsbezirk, Gemeindegrößenklasse (ab 2006), Anzahl der Personen in Privathaushalten, Auswahlbezirksnummer und Nummer des Haushalts (bei Mikrozensen mit dem Zusatzprogramm zur Wohnsituation: Nummer der Wohnung) sortiert. Durch diese Anordnung ist gewährleistet, dass die Substichprobe hinsichtlich dieser Merkmale nur geringe zufallsbedingte Abweichungen aufweist.
Bei Gemeinschaftsunterkünften erhält jede Person eine eigene fortlaufende ("Haushalts" bzw. "Wohnungs"-) Nummer. Zur Stichprobenziehung dient die letzte (Einer-) Stelle des Haushalts bzw. der Wohnungsnummer. Alle Haushalte (Wohnungen), deren Einerstelle einer von drei zufällig gezogenen einstelligen Zahlen entspricht, gelangen nicht in die Stichprobe (30% der Haushalte bzw. Wohnungen).
Zu den Besonderheiten der Substichprobenziehung beim Mikrozensus SUF 2006 siehe hier.
Weiterhin unterscheidet sich das Mikrozensus SUF vom Originalfile des Mikrozensus dadurch, dass bestimmte Variablen – bedingt durch die Anonymisierung – in klassierter und vergröberter Form verfügbar sind. So sind im Mikrozensus SUF die Regionalangaben Bundesland und eine vergröberte Gemeindegrößenklasse, die nicht für die kleinen Bundesländer Bremen und Saarland ausgewiesen ist, enthalten. Mit Hilfe eines speziellen Codes der Variablen Gemeindegrößenklasse (EF8=9 für 1989-1995; EF708=9 für 1996-2004; EF563=9 ab 2005) kann zwischen West- und Ost-Berlin unterschieden werden (das Regionalfile des MZ 2000 ermöglicht Analysen auf regional tiefer gegliederter Ebene). Auch bei den weiteren Variablen des Scientific Use Files werden je nach Bedarf Merkmalsvergröberungen vorgenommen, so dass jede Ausprägung in den univariaten Verteilungen mindestens 5.000 Fälle in der Grundgesamtheit aufweist. Die Ausprägungen der Variable Nationalität werden so aggregiert, dass jede Nationalitätengruppe in der Grundgesamtheit wenigstens 50.000 Einwohner umfasst.
Für einen Überblick über die Gesamtfallzahlen der Mikrozensen siehe hier.
Besonderheiten für die Mikrozensen 1973-1987:
In den Grundfiles der Mikrozensen 1973 bis 1987 sind nicht alle im Grundprogramm erhobenen Informationen enthalten.
Es fehlen:
- die Angaben zur Gesundheit (Krankheiten, Unfälle, Behinderungen etc.) in den Jahrgängen 1973, 1976, 1978 und 1982.
- die Angaben zum vermögenswirksamen Sparen in den Jahrgängen 1973 und 1982
- die Angaben zur Vertriebenen- und Flüchtlingseigenschaft und zu Pendlerangaben (Ort und Weg zur Arbeitsstätte) im Jahrgang 1982
- die Angaben zu Urlaubs- und Erholungsreisen und zur Wohnsituation des Haushalts im Jahrgang 1987.
Zur Abgrenzung der Bevölkerungsbegriffe und zur Hochrechnung im Mikrozensus SUF
Zum Vergleich mit den vom Statistischen Bundesamtes veröffentlichten Zahlen sind die jeweiligen Bevölkerungs- und Erwerbskonzepte zu berücksichtigen. Für eine gesonderte Aufstellung für jeden Jahrgang siehe:
| 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1993 1991 1989 1987 1985 1982 1980 1978 1976 1973 |
Für die Mikrozensus Scientific Use Files stehen keine spezifischen Gewichtungsvariablen, sondern die entsprechenden Gewichtungsvariablen (u.a. Personengewicht, Haushaltsgewicht) des Mikrozensus Originalfiles zur Verfügung. Diese Gewichtungsvariablen dienen zur Kompensation der systematischen Ausfälle und des zufallsbedingten Stichprobenfehlers sowie zur Anpassung der Daten an die Bevölkerungsfortschreibung.
Beim Abgleich der Ergebnisse von Häufigkeitsauszählungen des Scientific Use Files mit den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes zum Mikrozensus muss die entsprechende Gewichtungsvariable verwendet werden.
Um auf 1% der Bevölkerung, also auf den vollen Mikrozensus hochzurechnen, wird das Gewicht mit dem Kehrwert der Ziehungswahrscheinlichkeit für das Scientific Use File (100/70) multipliziert. In den Fachserien des Statistischen Bundesamtes werden die Ergebnisse meist auf die gesamte Bevölkerung hochgerechnet. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit müssen in diesem Fall Ergebnisse eigener Berechnungen noch zusätzlich zur Hochrechnung und Gewichtung mit 100 multipliziert werden. Dies entspricht der Multiplikation des jeweiligen Gewichtungsfaktors mit 100/0,7. Abweichend zu den übrigen Erhebungsjahren ist der Gewichtungsfaktor des Mikrozensus Scientific Use Files 2005 mit 1000/70 zu multiplizieren, um auf die volle 1%-Stichprobe des Originalfiles hochzurechnen. Sollen die Ergebnisse des Mikrozensus Scientific Use Files 2005 auf die gesamte Bevölkerung hochgerechnet werden, muss der Gewichtungsfaktor mit 1000/0,7 multipliziert werden.
Seit 2005 liegen für alle Personen eines Haushalts gleiche Hochrechnungsfaktoren vor. Das Scientific Use File enthält die Hochrechnungsfaktoren der Mikrozensus-Originaldaten für Quartalsauswertungen und Jahresdurchschnitte sowie für das Ad-hoc-Modul und die Strukturvariablen der EU-Arbeitskräfteerhebung (0,1% Substichprobe; Jahresdurchschnitt). Ab 2006 sind in den Hochrechnungsfaktoren des Scientific Use Files die Ziehungswahrscheinlichkeiten (70%) bereits berücksichtigt.
1996 bis 2004 kann neben dem Haushalts-Hochrechungsfaktor auch auf Hochrechnungsfaktoren für Personen zurückgegriffen werden.
Für die Daten von 1989 bis 1995 liegt lediglich ein Hochrechungsfaktor auf Haushaltsebene vor, so dass für die Personenebene in den Scientific Use Files 1989 bis 1995 kein entsprechender Hochrechnungsfaktor bereitsteht. Testauswertungen haben jedoch gezeigt, dass die Verwendung des Haushalts-Hochrechungsfaktors für Auswertungen auf Personenebene zu keinen wesentlich anderen Ergebnissen führt als die Verwendung des korrekten Personen-Hochrechungsfaktors.
In den Mikrozus SUFs vor 1989 sind keine Gewichtungsvariablen enthalten. Zur Ergänzung bekannter Ausfälle und zur Anpassung an die Eckwerte der laufenden Bevölkerungsfortschreibung wird stattdessen das Verfahren des zufälligen Doppelns und Streichens angewandt. Die Hochrechnung erfolgt durch Fallauswahl (Filterung) unter Verwendung des Merkmals zum Doppeln und Streichen sowie durch Multiplikation mit den Kehrwerten der Auswahlsätze des Mikrozensus (1%) und der Substichprobe (70%).Um die Ergebnisse der Mikrozensen vor 1989 mit den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes zu vergleichen, sind die gedoppelten Personen im Datensatz zu belassen und die zu streichenden Personen auszuschließen. Sollen die Daten hingegen in „ungewichteter“ Form verwendet werden, müssen die gedoppelten Personen aus dem Datensatz entfernt werden, während die zu streichenden Personen im Datensatz verbleiben. Auch bei Analysen auf Haushaltsebene sind die gedoppelten Personen zu löschen, da ansonsten ein Haushalt aus mehr Zeilen im Datensatz bestehen kann, als er tatsächlich Personen umfasst. Zur Identifikation der gedoppelten und zu streichenden Personen ist eine spezielle Variable in den Scientific Use Files enthalten.
Zugang zum Mikrozensus
Die Mikrozensus Scientific Use Files können zu einer Bereitstellungsgebühr bei den Forschungsdatenzentren der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bestellt werden; ab 1.1.2011 beträgt die Bereitstellungsgebühr 250 Euro pro Statistik und Erhebungsjahr.
Voraussetzung ist der Abschluss eines Nutzungsvertrags sowie eine besondere Verpflichtung auf Geheimhaltung für alle Personen, die mit den Daten arbeiten. Diese besondere Verpflichtung liegt bei Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (Universitäten) in der Regel vor; ansonsten muss sie durch die Statistischen Ämter vorgenommen werden.
Weitere Informationen zur Nutzung und Bestellung von Mikrozensus Scientific Use Files sind hier zusammengestellt.
Service-Angebot des German Microdata Lab bei GESIS
In Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt stellt das German Microdata Lab (GML) dem Nutzer der Mikrozensus Scientific Use Files ausführliche Informationen zur Verfügung und bietet Setups zum Einlesen des Rohdatenmaterials und zur Erstellung von Systemfiles in Datenformaten gängiger Softwarepakete an. Für Interessenten und Nutzer des Mikrozensus besteht weiterhin die Möglichkeit, sich an das GML zu wenden und folgende Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen:
- Beratung, inwieweit der Forschungsplan mit Daten des Mikrozensus zu realisieren ist
- Beratung und evtl. Unterstützung beim Verfassen des Antrags (Forschungsplans)
- Beratung zu technischen Fragen (EDV-Voraussetzungen, Datensicherheit etc.)
- Beratung zu Auswertungs- und Analysefragen
Weiterführende Literatur
Informationen zum Mikrozensus allgemein und seiner Konzeption |
- Afentakis, A.; Bihler, W. (2005): Das Hochrechnungsverfahren beim unterjährigen Mikrozensus ab 2005 Wirtschaft und Statistik (10): 1039-1048. [.pdf]
- Berke, P. (2009): Ergebnisse einer nordrhein-westfälischen Zusatzbefragung der Interviewerinnen und Interviewer im Mikrozensus zu ihren Erfahrungen in der Feldarbeit. S. 15-35 in: Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Geschäftsbereich Statistik (Hrsg.): Statistische Analysen und Studien NRW, Band 55. [.pdf]
- Emmerling, D.; Riede, T. (1997): 40 Jahre Mikrozensus. Wirtschaft und Statistik (3), S. 160-174.
- Gerhardt, A.; Habenicht, K.; Munz, E. (2009): Analysen zur Einkommensarmut mit Datenquellen der amtlichen Statistik. In: Information und Technik Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Statistische Analysen und Studien NRW, Band 58. [.pdf]
- Groß, F. (2006): Die Neuorganisation des Interviewereinsatzes im Mikrozensus - Erfahrungen nach dem ersten kontinuierlichen Erhebungsjahr. S.12-19 in: Statistische Hefte 1/2006. [.pdf]
- Hartmann, P. (1989): Der Mikrozensus als Datenquelle für die Sozialwissenschaften. ZUMA-Nachrichten 24, S. 6-25.
- Heidenreich, H.-J. (1994): Hochrechnung des Mikrozensus ab 1990. In: Gabler, S.; Hoffmeyer-Zlotnik, J.; Krebs, D. (Hrsg.): Gewichtung in der Umfragepraxis .Westdeutscher Verlag, Opladen, S. 112-123
- Iversen, K. (2007): Auswirkungen der neuen Hochrechnung für den Mikrozensus ab 2005. Wirtschaft und Statistik (8): 739-747. [.pdf]
- Iversen, K. (2007): Das Mikrozensusgesetz 2005 und der Übergang zur Unterjährigkeit. Wirtschaft und Statistik (1): 38-44. [.pdf]
- Köhne-Finster, S.; Lingnau, A. (2009): Untersuchung der Datenqualität erwerbsstatistischer Angaben im Mikrozensus. Ergebnisse des Projekts "Nachbefragung im Mikrozensus/ LFS". Wirtschaft und Statistik 12/2008: 1067-1088. [.pdf]
- Körner, T. Puch, K. (2009): Der Mikrozensus im Kontext anderer Arbeitsmarktstatistiken - Ergebnisunterschiede und ihre Hintergründe. Wirtschaft und Statistik (6): 528 - 552. [.pdf]
- Lengerer, A.; Bohr, J.; Janßen, A. (2005): Haushalte, Familien und Lebensformen im Mikrozensus - Konzepte und Typisierungen. ZUMA-Arbeitsbericht 2005/05.
- Lotze, S.; Breiholz, H. (2002): Zum neuen Erhebungsdesign des Mikrozensus. Teil 1. Wirtschaft und Statistik (5): 359-366. [.pdf]
- Lotze, S.; Breiholz, H. (2002): Zum neuen Erhebungsdesign des Mikrozensus. Teil 2. Wirtschaft und Statistik (6): 454-459. [.pdf]
- Lüttinger, P.; Riede, T. (1997): Der Mikrozensus: amtliche Daten für die Sozialforschung. ZUMA-Nachrichten 4,S. 19-43.
- Meyer, K. (1994): Zum Auswahlplan des Mikrozensus ab 1990. In: Gabler, S.; Hoffmeyer-Zlotnik, J.; Krebs, D. (Hrsg.): Gewichtung in der Umfragepraxis. Westdeutscher Verlag, Opladen, S. 106-111.
- Nöthen, M. (2005): Von der "traditionellen Familie" zu "neuen Lebensformen". Neuerungen in der Familienberichterstattung des Mikrozensus. Wirtschaft und Statistik (1): 25-40. [.pdf]
- Nourney, M. (1973): Stichprobenplan des Mikrozensus ab 1972. Wirtschaft und Statistik (11): 631-638.
- Rengers, M. (2009): Unterbeschäftigung und Teilzeitbeschäftigung im Jahr 2008. Wirtschaft und Statistik (9): 886-907. [.pdf]
- Schäfer, T.; Brückner, G. (2008): Soziale Homogenität der Bevölkerung bei alternativen Definitionen für Migration. Eine Analyse am Beispiel von Bildungsbeteiligung, Erwerbstätigkeit und Einkommen auf der Basis von Mikrozensusdaten. Wirtschaft und Statistik (12): 1046-1066. [.pdf]
- Schmidt, S. (2000): Erwerbstätigkeit im Mikrozensus. Konzept, Definition, Umsetzung. ZUMA-Arbeitsbericht 00/01.
- Statistisches Bundesamt (2009): Mikrozensus: Haushaltszahlen ab 2005. Wiesbaden. [.pdf]
- Statistisches Bundesamt (2007): Statistik von A bis Z. Mikrozensus. Wiesbaden. hier
- Statistisches Bundesamt (2005): Qualitätsbericht Mikrozensus-Zusatzerhebung zur Wohnsituation [vierjährig: 1998, 2002, 2006, ...]. Wiesbaden. [.pdf]
- Statistisches Bundesamt (2004): Arbeitsunterlagen zum Mikrozensus. Das Erhebungsprogramm des Mikrozensus seit 1957. Bonn.
- Statistisches Bundesamt (1997): Arbeitsunterlagen zum Mikrozensus. Das Erhebungsprogramm des Mikrozensus seit 1957. Wiesbaden.
- Statistisches Bundesamt (1989): Inhaltliche Fragen bevölkerungsstatistischer Stichproben am Beispiel des Mikrozensus. Bericht zur Konferenz vom 21. und 22. Oktober 1988. Heft 10 der Schriftenreihe Ausgewählte Arbeitsunterlagen zur Bundesstatistik. Wiesbaden.
- Wolf, C.; Lüttinger, P. (2009): Proxy-Angaben im deutschen Mikrozensus, S. 395-412 in: Johann Bacher und Christof Wolf. Herausforderungen und Grenzen der Umfrageforschung. Sonderheft 7 der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie. Wiesbaden: VS Verlag.
- Zühlke, S. (2008): Auswirkungen von Proxy-Interviews auf die Datenqualität des Mikrozensus. S. 3-10 in: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Statistische Analysen und Studien NRW, Band 53. [.pdf]
Ergebnisse des Mikrozensus 2009 |
- Statistisches Bundesamt (2011): Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 2.2 Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Ergebnisse des Mikrozensus 2009. Wiesbaden.
- Statistisches Bundesamt (2011): Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 3 Haushalte und Familien. Ergebnisse des Mikrozensus 2009. Wiesbaden.
- Statistisches Bundesamt (2010): Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.1 Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit. Mikrozensus 2009. Wiesbaden.
- Statistisches Bundesamt (2010): Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.2 Beruf, Ausbildung und Arbeitsbedingungen der Erwerbstätigen. Mikrozensus 2009. Wiesbaden.
- Statistisches Bundesamt (2011): Mikrozensus 2009 – Fragen zur Gesundheit – Kranke und Unfallverletzte. Wiesbaden.
- Statistisches Bundesamt (2010): Qualitätsbericht Mikrozensus 2009. Wiesbaden.
- Statistisches Bundesamt (2010): Alleinerziehende in Deutschland. Ergebnisse des Mikrozensus 2009. Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 29. Juli 2010 in Berlin.
Unter Publikationen kann auf weitere kostenlose Publikationen aus dem Bereich Mikrozensus zugegriffen werden.
Eine Liste der Ergebnisse zu früheren Mikrozensen finden Sie hier.
EU-Verordnungen zur Arbeitskräfteerhebung |
- Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates vom 9. März 1998 zur Durchführung einer Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte in der Gemeinschaft. [.pdf]
- Verordnung (EG) Nr. 1575/2000 der Kommission vom 19. Juli 2000 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates zur Durchführung einer Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte in der Gemeinschaft hinsichtlich der von 2001 an für die Datenübermittlung zu verwendenden Codierung. [.pdf]
- Verordnung (EG) Nr. 2257/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2003 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates zur Durchführung einer Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte in der Gemeinschaft im Hinblick auf die Anpassung der Liste der Erhebungsmerkmale. hier
- Verordnung (EG) Nr. 1897/2000 der Kommission vom 7. September 2000 zur Umsetzung der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates zur Durchführung einer Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte in der Gemeinschaft bezüglich der Arbeitsdefinition der Arbeitslosigkeit. [.pdf]
- Verordnung (EG) Nr. 246/2003 der Kommission vom 10. Februar 2003 zur Annahme des Programms von Ad-hoc-Modulen für die Erhebung über Arbeitskräfte nach der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates für den Zeitraum 2004-2006. https://www.destatis.de/DE/Methoden/Rechtsgrundlagen/Statistikbereiche/Inhalte/089f_VOArbeitskraefteModul_2004_2006.pdf?__blob=publicationFile[.pdf]
- Verordnung (EG) Nr. 29/2004 der Kommission vom 8. Januar 2004 zur Annahme der Spezifikationen des Ad-hoc-Moduls 2005 "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" nach der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates. [.pdf]
- Verordnung (EG) Nr. 384/2005 der Kommission vom 7. März 2005 zur Annahme des Programms von Ad-hoc-Modulen für die Jahre 2007 bis 2009 für die Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte gemäß der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates. [.pdf]
- Verordnung (EG) Nr. 388/2005 der Kommission vom 8. März 2005 zur Annahme der Spezifikationen des Ad-hoc-Moduls 2006 - Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand - nach der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 246/2003. [.pdf]
- Verordnung (EG) Nr. 430/2005 der Kommission vom 15. März 2005 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates zur Durchführung einer Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte in der Gemeinschaft im Hinblick auf die ab 2006 für die Datenübermittlung zu verwendende Kodierung und die Nutzung einer Teilstichprobe für die Datenerhebung zu Strukturvariablen (Gültig bis 31. Dezember 2008). [.pdf]
- Verordnung Europäische Gemeinschaft (EG) Nummer 102/2007 der Kommission vom 2. Februar 2007 zur Annahme der Spezifikation des Ad-hoc-Moduls 2008 zur Arbeitsmarktsituation von Zuwanderern und ihren Nachkommen gemäß der Verordnung Europäische Gemeinschaft (EG) Nummer 577/98 des Rates und zur Änderung der Verordnung Europäischen Gemeinschaft (EG) Nummer 430/2005 (89l). [.pdf]
- Verordnung Europäische Gemeinschaft (EG) Nummer207/2008 der Kommission vom 5. März 2008 zur Annahme der Spezifikation des Ad-hoc-Moduls 2009 zum Eintritt junger Menschen in den Arbeitsmarkt gemäß der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates. [.pdf]
- Verordnung (EG) Nr. 365/2008 der Kommission vom 23. April 2008 zur Annahme des die Jahre 2010, 2011 und 2012 umfassenden Programms von Ad-hoc-Modulen für die Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte gemäß der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates. [.pdf]
- Verordnung (EG) Nr. 377/2008 der Kommission vom 25. April 2008 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 577/98 des Rates zur Durchführung einer Stichprobenerhebung über Arbeitskräfte in der Gemeinschaft im Hinblick auf die ab 2009 für die Datenübermittlung zu verwendende Kodierung, die Verwendung einer Teilstichprobe für die Datenerhebung zu Strukturvariablen und die Definition der Referenzquartale. [.pdf]
Diese und weitere EU-Verordnungen stehen unter
zum Download zur Verfügung
Informationen zur Weitergabe faktisch anonymisierter Einzeldaten |
- Müller, W.; Blien, U.; Knoche, P.; Wirth, H. (1991): Die Faktische Anonymität von Mikrodaten, (Band 19 der Schriftenreihe Forum der Bundesstatistik). Metzler-Poeschel, Stuttgart.
- Wirth, H. (1992): Die faktische Anonymität von Mikrodaten: Ergebnisse und Konsequenzen eines Forschungsprojektes. ZUMA-Nachrichten Nr. 30, S. 7-65. [.pdf]
Informationen zur Fehlerrechnung im Mikrozensus |
- Krug, W.; Nourney, M.; Schmidt, J.: (1994): Wirtschafts- und Sozialstatistik. Gewinnung von Daten. München: Oldenbourg (3. völlig neubearb. Auflage).
- Statistisches Bundesamt (2009): Qualitätsbericht Mikrozensus 2008. Wiesbaden. [.pdf] [Anhang, S. 11-14, enthält die Fehlerrechnung für die Originaldaten des Mikrozensus]
- Rendtel, U.; Schimpl-Neimanns, B. (2001): Die Berechnung der Varianz von Populationsschätzern im Scientific Use File des Mikrozensus ab 1996. ZUMA-Nachrichten 48: 85-116. [.pdf] [siehe auch Mikrodaten-Tools]
- Schimpl-Neimanns, B. (2011): Schätzung des Stichprobenfehlers in Mikrozensus Scientific Use Files ab 2005. AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv 5 (1): 19-38. DOI: 10.1007/s11943-011-0092-4. [siehe auch Mikrodaten-Tools]
- Schimpl-Neimanns, B., 2010: Varianzschätzung für Mikrozensus Scientific Use Files ab 2005. GESIS-Technical Report Nr. 2010/03. [.pdf]
Veröffentlichungen auf der Datengrundlage von Scientific Use Files der Mikrozensen |
- Finden sich hier

