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PIAAC im Überblick
PIAAC steht für Programme for the International Assessment of Adult Competencies. Ähnlich wie bei PISA, dem Programme for International Student Assessment, handelt es sich dabei um eine von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geförderte und international vergleichende Studie zur Erfassung von Kompetenzen. Im Gegensatz zur PISA-Studie, bei der die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern gemessen werden, liegt der Fokus bei PIAAC auf der erwachsenen Bevölkerung im Alter von 16 bis 65 Jahren.
Mit PIAAC werden grundlegende Kompetenzen untersucht, die notwendig sind, um den alltäglichen und beruflichen Anforderungen erfolgreich begegnen zu können. Hierzu gehören Lesekompetenz, alltagsmathematische Kompetenz und Problemlösefähigkeiten im Kontext neuer Technologien. Ergänzend werden soziale und ökonomische Merkmale der befragten Personen erhoben, wie z.B. die individuelle Bildungs- und Berufsbiographie.
Für PIAAC werden pro Teilnehmerland etwa 5.000 zufällig ausgewählte Erwachsene im Alter von 16 bis 65 Jahren befragt. In 2010 wurden die Erhebungsinstrumente und das Design in einer umfangreichen Feldstudie getestet. Die PIAAC-Hauptstudie wird von Sommer 2011 bis Frühjahr 2012 durchgeführt. PIAAC findet zeitgleich in 25 Ländern weltweit statt. Erste Ergebnisse sind für Herbst 2013 zu erwarten.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften mit der Durchführung der PIAAC-Studie in Deutschland beauftragt. Unter der Projektleitung von Prof. Dr. Beatrice Rammstedt führt ein Team von Wissenschaftlerinnen die Studie in Deutschland durch. Das Team wird von internen sowie externen Experten wissenschaftlich beraten.
