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Die ALLBUS-Baseline (Beispieldatensatz)
Mit dieser Studie wurden Basisdaten erhoben, die unter einer
längerfristigen Perspektive von elementarer Bedeutung für die Analysen
der seit Ende 1989 einsetzenden Transformationsprozesse in Ostdeutschland
sowie ihrer Rückwirkungen auf die alten Bundesländer sein dürften.
Befragt wurden insgesamt 3058 Personen, davon 1514 in West- und 1544 in
Ostdeutschland. Die Studie wurde als Sonderstudie innerhalb des
ALLBUS-Programmes bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beantragt
und im Rahmen der Einzelförderung bewilligt. Antragsteller waren Peter Ph.
Mohler (federführend), Michael Braun, Michael Häder und Erwin K.
Scheuch. Zuständig für die Bearbeitung der Studie bei ZUMA war Wolfgang
Bandilla. Die Datenerhebung erfolgte durch Infratest. Das Zentralarchiv
betreut den Vertrieb der Baseline-Daten und des dazugehörigen Codebuches.
Zur Grundgesamtheit gehörten alle Personen, die in Deutschland in
Privathaushalten wohnten und die bis zum Befragungstag das 18. Lebensjahr
vollendet hatten. Hieraus wurde in den alten und neuen Bundesländern eine
mehrstufig geschichtete Zufallsauswahl gezogen, wobei für die Auswahl in
Westdeutschland das von Infratest modifizierte ADM-Design, in
Ostdeutschland das Infratest-Mastersample Ost mit jeweils anschließendem
Random-Route die Grundlage bildete. Ausführliche Informationen hierzu
finden sich bei Bandilla, W./Gabler, S./Wiedenbeck, M. 1992:
Methodenbericht zum DFG-Projekt ALLBUS Baseline-Studie 1991,
ZUMA-Arbeitsbericht 92/04. Die inhaltlichen Schwerpunkte dieser Studie
lagen in der Erhebung von Einstellungen zu den Bereichen: 'Politik und
Wirtschaft' (z.B. zum politischen Interesse und zur Bewertung des
politischen Systems), 'Vereinigungsprozeß' (etwa zu den Vor- und
Nachteilen des Vereinigungsprozesses), 'soziale Ungleichheit'
(Einschätzung der Gerechtigkeit von sozialen Unterschieden), 'Arbeit und
Beruf' (z.B. die Bewertung allgemeiner Merkmale beruflicher Arbeit) sowie
'Ehe und Familie' ( u.a. die Einstellungen zur Familie und zur Rolle der
Frau). Im Ost-West-Vergleich lassen sich somit anhand dieser Daten eine
Vielzahl z.T. hochaktueller Fragen beantworten.
Die Datei Basis enthält eine Variablenauswahl dieser Studie für alle
3058 Fälle. Der vollständige Datensatz kann beim Zentralarchiv für
empirische Sozialforschung an der Universität Köln angefordert werden
(ZA-Nr. 1990). Ergebnisse dieser Studie finden sich in dem von P. Mohler
und W. Bandilla beim Westdeutschen Verlag herausgegebenen Band 'Blickpunkt
Gesellschaft 2 - Einstellungen und Verhalten der Bundesbürger in Ost und
West'. Die Datensätze der seit 1980 alle zwei Jahre durchgeführten ALLBUS
Erhebungen werden ebenfalls über das Zentralarchiv vertrieben.
© GESIS Cornelia Züll
14.06.06
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