Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage
der Sozialwissenschaften

GESIS Tagung zu Migration und interethnischen Beziehungen

Köln, 11.-12. Oktober 2018

Das Verhältnis zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen und die Auswirkung von Migration auf Meinungen und Zusammenhalt der Aufnahmegesellschaft sind Themen, die mit der Flüchtlingskrise 2015 verstärkt in das Zentrum der politischen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit gerückt sind und damit die tagespolitische Diskussion genauso wie die Migrationsforschung geprägt haben. Auch der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 wurde durch die Diskussion um den Umgang mit Flüchtlingen, Migranten und über Grenzen der Aufnahme- und Integrationskapazitäten der deutschen Gesellschaft bestimmt. Trotz der starken Aktualität der Themen Migration und Integration handelt es sich hierbei um Themen, welche bereits auf eine lange Forschungstradition in Deutschland zurückblicken können und zu denen ein reichhaltiges Angebot sozialwissenschaftlicher Forschungsdaten vorliegt. Zum Beispiel reichen im Rahmen der wiederholten Querschnittsbefragungen der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) umfangreiche Datenbestände zu interethnischen Einstellungen und Kontakten bis in die frühen 80er Jahren zurück.

Mit dem Aufbau der Integrierten Erhebungs- und Dateninfrastruktur (IEDI) bei GESIS werden mehrere Umfrageprogramme, die der Beobachtung des sozialen und politischen Wandels in Deutschland und im internationalen Vergleich dienen, in einer gemeinsamen Infrastruktur gebündelt, die eine stabile Finanzierung und optimale Erhebungsbedingungen garantiert.

Die GESIS Tagung zu interethnischen Beziehungen und Migration bietet ein Forum zur Präsentation und Diskussion von Forschungsarbeiten anhand von Umfrageprogrammen, deren Koordination und Erhebung in Deutschland maßgeblich von GESIS verantwortet wird. Dazu gehören insbesondere der ALLBUS, das GESIS Panel, die German Longitudinal Election Study, der European Social Survey, das International Social Survey Programme (ISSP), und die European Values Study (EVS). Damit soll die Tagung als Forum für die Nutzer der Datensätze dienen. Besonders begrüßt werden Analysen zum gesellschaftlichen Wandel (wiederholte Querschnitte, Kohortenanalysen und Panelanalysen), internationale Vergleiche sowie theoriegeleitete Untersuchungen zu Migration und Integration.

Wissenschaftliches Programmkomitee:

Prof. Dr. Peter Schmidt (Gießen), Prof. Dr. Bettina Westle (Marburg), Oshrat Hochman, PhD (Mannheim), Dr. Sonja Schulz (Köln) und Dr. Pascal Siegers (Köln).

Lokale Organisatoren

Sonja Schulz und Pascal Siegers, FDZ ALLBUS, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

Bei Fragen zur Konferenz können Sie sich gerne an die Ansprechpartner bei GESIS melden. Kontakt: allbus(at)gesis(dot)org

GESIS IEDI

Die Integrierte Erhebungs- und Dateninfrastruktur (IEDI) bei GESIS wurde im Januar 2017 gestartet, um nationalen und internationalen Umfrageprogrammen mit langfristiger Perspektive eine stabile Finanzierung und ein optimales Erhebungsumfeld zu bieten. Indem die Umfragen bei GESIS gebündelt werden, sollen hohe Qualitätsstandards bei allen Befragungen umgesetzt werden und über organisatorische und inhaltliche Synergien die Effizienz in der Durchführung der Umfragen gesteigert werden. Die wissenschaftlichen Communities steuern die inhaltliche und methodische Ausrichtung der Befragungsprogramme.
Die IEDI umfasst die Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS), die German Longitudinal Election Study (GLES), das GESIS Panel, sowie die deutschen Teilstudien des European Social Survey, des International Social Survey Programme und der European Values Study (EVS).