Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage
der Sozialwissenschaften

ALLBUS 2002 (ZA-Nr. 3700, deutsche Version; ZA-Nr. 3702, englische Version)

Erhebungszeitraum:

  • Februar 2002 bis August 2004

Datenerhebung:

  • INFAS, Bonn

Datensatz:

  • 2820 Befragte
  • 723 Variablen

Wissenschaftlicher Beirat:

  • Hans-Jürgen Andreß, Universität Bielefeld;
  • Wilhelm Bürklin, Universität Potsdam;
  • Andreas Diekmann, Universität Bern;
  • Hubert Feger, Freie Universität Berlin;
  • Johannes Huinink, Universität Bremen;
  • Heiner Meulemann, Universität Köln;
  • Heike Solga, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin

ALLBUS 2002 (ZA-Nr. 3700)

Erhebungszeitraum:

  • Februar 2002 bis August 2002

Wissenschaftlicher Beirat:

  • Hans-Jürgen Andreß, Universität Bielefeld;
  • Wilhelm Bürklin, Universität Potsdam;
  • Andreas Diekmann, Universität Bern;
  • Hubert Feger, Freie Universität Berlin;
  • Johannes Huinink, Universität Bremen;
  • Heiner Meulemann, Universität Köln;
  • Heike Solga, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin

Datenerhebung:

  • INFAS, Bonn

Inhalt:

Trenderhebung zur gesellschaftlichen Dauerbeobachtung von Einstellungen, Verhalten und sozialem Wandel in Deutschland. Die Schwerpunkte dieser Untersuchung sind für 2002:

  1. Einstellungen zu Familie, Ehe und Partnerschaft
  2. Individuelle und kollektive Wertorientierungen
  3. Einstellungen zu Politik und Wirtschaft
  4. Einstellungen und Kontakte zu in Deutschland lebenden Ausländern
  5. Religiosität und Kirchlichkeit
  6. Sonstiges
  7. ALLBUS-Demographie
  8. Daten zum Interview
  9. Soziale Beziehungen und Hilfeleistungen (ISSP)
  10. Familie in Deutschland (ISSP)
  11. Abgeleitete Indizes

Themen:

  1. Einstellungen zu Familie, Ehe und Partnerschaft: Familie als Voraussetzung für Glück; Einstellung zur Heiratbei dauerndem Zusammenleben der Partner; Grund für Heirat Kind.
  2. Individuelle und kollektive Wertorientierungen: Lebensziele (Gesetz und Ordnung respektieren, hoher Lebensstandard, Macht und Einfluß, Phantasie und Kreativität entwickeln, Sicherheit, Randgruppen helfen, eigene Bedürfnisse durchsetzen, Fleiß und Ehrgeiz, Toleranz, politisches Engagement, Hedonismus, Gottesglaube, Leistung im Beruf, Selbstverwirklichung); gesellschaftliche Werte (Fleiß und Leistung, Verantwortung für Mitmenschen übernehmen, Konformität, Selbstbewußtsein und Kritikfähigkeit, Liberalität, Sicherheit und Wohlstand, politische Beteiligung, Selbstverwirklichung, Religiosität).
  3. Einstellungen zu Politik und Wirtschaft: Politische Partizipation; Parteipräferenz; Vertrauen in öffentliche Einrichtungen und Organisationen (Gesundheitswesen, Bundesverfassungsgericht, Bundestag, Kirche, Justiz, Fernsehen, Zeitungswesen, Universitäten, Bundesregierung, Polizei, Parteien); Wahrscheinlichkeiten, diverse Parteien zu wählen; politisches Interesse; Postmaterialismus (Wichtigkeit von Ruhe und Ordnung, Bürgereinfluß, Inflationsbekämpfung und freier Meinungsäußerung); Selbsteinstufung auf einem Links-Rechts-Kontinuum; politische Unterstützung (Demokratiezufriedenheit in Deutschland); Beurteilung der derzeitigen und zukünftigen Wirtschaftslage in Deutschland; Beurteilung der eigenen derzeitigen und zukünftigen wirtschaftlichen Situation.
  4. Einstellungen und Kontakte zu in Deutschland lebenden Ausländern: Staatsangehörigkeit; Einstellungsskala; Kontakte zu Ausländern in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis.
  5. Religiosität und Kirchlichkeit: Gottesglaube und Lebenssinn; Wunsch nach kirchlicher Beerdigung; Selbsteinstufung der Religiosität; Häufigkeit von Meditation; Einstellungen zu Religiosität; religiöse Indifferenz; Nachdenken über metaphysische Fragen; Erfahrungen mit und Meinung zu verschiedenen Formen von Glauben, Paraglauben und Aberglauben; Religion vs. Wissenschaft; religiöse Toleranz; Gottesglauben; Befürwortung von Islamunterricht an Schulen; Einstellung zur Heirat mit Angehörigen verschiedener Konfessionen; Glaubensinhalte; eigenes Bekehrungserlebnis; Sündenlehre; Einstellung zur kirchlichen Trauung; Kirchgangshäufigkeit; Konfession; frühere Konfession; Angehörigkeit zu einer nichtchristlichen Religionsgemeinschaft; Gebetshäufigkeit; Empfang von Sakramenten; Vertrauen in die evangelische bzw. die katholische Kirche; Interesse an kirchlichen Sendungen in den Medien; Taufe, Konfession und Kirchgangshäufigkeit des (Ehe-)Partners und der Kinder; Konfession und Kirchgangshäufigkeit der Eltern; Religiosität der Eltern.
  6. Sonstiges: Subjektive Schichteinstufung; gerechter Anteil am Lebensstandard; allgemeines Vertrauen zu Mitmenschen und zu Politikern; sozialer Pessimismus und Zukunftsorientierung (Anomia); Meinung zu ausgewählten Delikten und Vergehen bezüglich ihrer Verwerflichkeit; Nationalstolz; Autoritarismus; ehrenamtliche Tätigkeiten; Erfahrungen mit und Einstellungen zu Umfrageforschung.
  7. ALLBUS-Demographie:
    • Angaben zur befragten Person: Geschlecht, Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter, allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung, Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen Beruf, Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst, berufliche Leitungsfunktion, wöchentliche Arbeitsdauer, Dauer von Arbeitslosigkeit, Angaben zum ehemaligen Beruf, Zeitpunkt der Beendigung hauptberuflicher Erwerbstätigkeit, Familienstand, Scheidungen, Herkunft, Wohndauer und Mobilität, Staatsbürgerschaft (Nationalität), Befragteneinkommen, Mitgliedschaft des Befragten in einer Gewerkschaft oder Partei, Wahlabsicht (Sonntagsfrage), Wahlrückerinnerung, Wohnort (Bundesland, Regierungsbezirk, politische Gemeindegröße, BIK-Stadtregion).
    • Angaben zum gegenwärtigen Ehepartner: Alter, allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung, Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen Beruf, Nichterwerbsstatus.
    • Angaben zu nichtehelichen Lebenspartnern: Alter, allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung, Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen Beruf, Nichterwerbsstatus.
    • Angaben zu den Eltern des Befragten: Allgemeiner Schulabschluß, Universitätsbesuch, Konfession, Kirchgangshäufigkeit, Religiosität, Angaben zum Beruf des Vaters.
    • Haushaltsbeschreibung: Haushaltsgröße, Anzahl von über 17-jährigen Haushaltspersonen (reduzierte Haushaltsgröße), Haushaltseinkommen; Wohnungstyp.
    • Angaben zu den einzelnen Haushaltspersonen (Haushaltsliste): Verwandtschaft der Haushaltspersonen zum Befragten, Geschlecht der Personen, Alter, Familienstand, Taufe, Konfession, Kirchgangshäufigkeit.
    • Angaben zu Kindern außerhalb des Haushalts: Geschlecht, Alter, Taufe, Konfession, Kirchgangshäufigkeit.
  8. Daten zum Interview: Interviewdauer und Interviewdatum; Korrekturhäufigkeit; Anwesenheit Dritter beim Interview (Anwesenheit von Ehegatte, Partner, Kindern, Familienangehörigen, sonstigen Personen); Eingriff Dritter in das Interview; Kooperationsbereitschaft und Zuverlässigkeit der Angaben der befragten Person; Einfluß des Incentive auf die Interviewteilnahme; Bereitschaft zu einer Panelteilnahme; Erreichbarkeit der Befragungsperson; Angaben zum Wohngebäude des Befragten; Teilnahme an den ISSP-Zusatzbefragungen.
    Angaben zum Interviewer: Geschlecht, Alter, Schulabschluß, Identifikationsnummer, Interviewerfahrung.
  9. Soziale Beziehungen und Hilfeleistungen (ISSP): Häufigkeit von persönlichen (Besuche, Treffen) und nicht-persönlichen Kontakten (Telephon, Brief, Fax oder E-mail) mit den Eltern, Geschwistern und eigenen Kindern; Zeit für die Anreise zur Mutter; Häufigkeit der Kontakte zu Verwandten. Anzahl der engen Freunde aus dem Kollegenkreis, aus der Nachbarschaft und allgemein; Geschlecht des besten Freundes; Häufigkeit von persönlichen und nicht-persönlichen Kontakten mit dem besten Freund; präferierte Eigenschaften von engen Freunden; Gespräche über Politik mit Freunden. Einbindung in verschiedene Gruppen und Organisationen (Partei, Gewerkschaft, Kirche, Verein, Nachbarschaftsgruppe und andere); erster und zweiter Ansprechpartner für Hilfeleistungen im Haushalt, bei Geldproblemen, Niedergeschlagenheit; eigene Hilfeleistung im Haushalt, bei Geldproblemen, Niedergeschlagenheit und Arbeitsplatzsuche; wie von gegenwärtigem Arbeitsplatz erfahren; Meinungen zur Verpflichtung zu Hilfeleistungen; Meinung zur staatlichen Verantwortung für Kinderbetreuung und Sicherung des Lebensstandards; persönliche Glückseinschätzung; Gefühl der Überforderung; Vertrauen in Mitmenschen; Wohndauer; Einfluß auf lokale Angelegenheiten und auf die Politik allgemein; subjektive Schichteinstufung; Anzahl minderjähriger Kinder.
  10. Familie in Deutschland (ISSP): Einstellung zur Berufstätigkeit von Müttern und verheirateten Frauen; Rollenverteilung von Mann und Frau in Beruf und Haushalt; präferierter Umfang der Berufsausübung von Frauen während verschiedener Phasen der Kindererziehung; Einstellungen zu Ehe, Alleinerziehenden, Zusammenleben vor der Ehe und Scheidung; Ansichten zur Bedeutung von Kindern für das Leben; Einstellung zu Mutterschaftsurlaub und Kindergeld; Einkommensverwaltung in der Ehe oder Partnerschaft; Aufgabenteilung im Haushalt und der Familie; Hauptverdiener; Belastung durch Familie, Arbeit, Hausarbeit; persönliche Glückseinschätzung; Zufriedenheit mit Beruf und Familie; Berufstätigkeit der Mutter während der Kindheit des Befragten; Erwerbstätigkeit in verschiedenen Phasen der Kindererziehung; Selbsteinstufung auf einer Oben-Unten-Skala; Partner im öffentlichen Dienst; Wochenarbeitszeit des Partners.
  11. Abgeleitete Indizes: Postmaterialismus-Index (nach Inglehart); Familientypologie, Haushaltsklassifikationen (nach Porst und Funk); Berufsvercodung gemäß ISCO (International Standard Classification of Occupations) 1968 und 1988; Berufsprestige (nach Treiman); SIOPS (nach Ganzeboom); ISEI (nach Ganzeboom); Magnitudeprestige (nach Wegener); Einordnungsberufe (nach Terwey); Klassenlagen (nach Goldthorpe); Ost-West-Gewicht für gesamtdeutsche Auswertungen.

Grundgesamtheit und Auswahl:

  • Untersuchungsgebiet: Bundesrepublik Deutschland
  • Personenstichprobe: Zweistufige, disproportional geschichtete Zufallsauswahl in West- (incl. West-Berlin) und Ostdeutschland (incl. Ost-Berlin) aus allen deutschsprachigen Personen, die zum Befragungszeitpunkt in Privathaushalten lebten und vor dem 01.01.84 geboren sind.
  •  In der ersten Auswahlstufe wurden Gemeinden in Westdeutschland und in Ostdeutschland mit einer Wahrscheinlichkeit proportional zur Zahl ihrer erwachsenen Einwohner ausgewählt.
  • In der zweiten Auswahlstufe wurden Personen aus den Einwohnermeldekarteien zufällig gezogen.

Erhebungsverfahren:

  • Mündliche Befragung mit standardisiertem Frageprogramm (CAPI - Computer Assisted Personal Interviewing)
  • zwei schriftliche Zusatzbefragungen im Rahmen des ISSP (drop off mit Splitverfahren)

Primary Sample Units:

West: 111Sample-Points (in 105 Gemeinden)
Ost: 51Sample-Points (in 46 Gemeinden)

Ausschöpfungsquote:

West: 47,3 %
Ost: 47,2 %

Datensatz:

Anzahl der Befragten: 2820
Anzahl der Variablen: 722

Weitere Hinweise:

  • Befragte aus dem Bereich der neuen Bundesländer sind in den Daten überrepräsentiert (oversample).
  • Eine in der Demographie vereinfachte Version des Datensatzes (362 Variablen) ist als ALLBUScompact 2002 (ZA-Nr. 3701) zusätzlich vorhanden.