Die Allgemeine Bevölkerungsumfrage
der Sozialwissenschaften

ALLBUS Kumulation 1980-2014 (Studien-Nr. 4582, deutsche Version; Studien-Nr. 4584, englische Version)

Erhebungszeiträume:

  • 1980: Januar 1980 bis Februar 1980
  • 1982: Februar 1982 bis Mai 1982
  • 1984: März 1984 bis Juni 1984
  • 1986: März 1986 bis Mai 1986
  • 1988: April 1988 bis Juli 1988
  • 1990: März 1990 bis Mai 1990
  • 1991: Mai 1991 bis Juli 1991
  • 1992: Mai 1992 bis Juni 1992
  • 1994: Februar 1994 bis Mai 1994
  • 1996: März 1996 bis Juni 1996
  • 1998: März 1998 bis Juli 1998
  • 2000: Januar 2000 bis Juli 2000
  • 2002: Februar 2002 bis August 2002
  • 2004: März 2004 bis Juli 2004
  • 2006: März 2006 bis August 2006
  • 2008: März 2008 bis August 2008
  • 2010: Mai 2010 bis November 2010
  • 2012: April 2012 bis September 2012
  • 2014: März 2014 bis September 2014

Datenerhebung:

  • GETAS, Bremen (1980-84)
  • GFM-GETAS (IPSOS), Hamburg (1988, 1998)
  • INFAS, Bonn (1990, 2002)
  • Infratest, München (1986, 1991, 1992, 1994, 1996, 2000)
  • TNS Infratest, München (2004, 2006, 2008, 2010, 2012, 2014)

Datensatz:

  • 61.194 Befragte
  • 1.936 Variablen

Wissenschaftlicher Beirat:

  • Klaus Allerbeck, Universität Frankfurt;
  • Jutta Allmendinger, Universität München;
  • Hans-Jürgen Andreß, Universität Köln;
  • Wilhelm Bürklin, Universität Potsdam;
  • Andreas Diekmann, ETH Zürich;
  • Hubert Feger, Freie Universität Berlin;
  • Detlef Fetchenhauer, Universität Köln;
  • Johannes Huinink, Universität Bremen;
  • Marie Luise Kiefer, Universität Wien;
  • Frauke Kreuter, Universität München;
  • Steffen Kühnel, Universität Göttingen;
  • Karin Kurz, Universität Göttingen;
  • M. Rainer Lepsius, Universität Heidelberg;
  • Stefan Liebig, Universität Bielefeld;
  • Karl Ulrich Mayer, Max Planck Institut, Berlin;
  • Heiner Meulemann, Universität Köln;
  • Walter Müller, Universität Mannheim;
  • Karl Dieter Opp, Universität Leipzig;
  • Franz Urban Pappi, Universität Mannheim;
  • Erwin K. Scheuch, Universität Köln;
  • Rüdiger Schmitt-Beck, Universität Mannheim;
  • Heike Solga, Universität Göttingen;
  • Heike Trappe, Universität Rostock;
  • Michael Wagner, Universität Köln;
  • Bettina Westle, Universität Marburg;
  • Rolf Ziegler, Universität München

Inhalt

Trenderhebung zur gesellschaftlichen Dauerbeobachtung von Einstellungen, Verhalten und sozialem Wandel in Deutschland. Die Schwerpunkte der kumulierten Untersuchungen sind:

1.) Wirtschaft

Beurteilung der eigenen Wirtschaftslage und der aktuellen und zukünftigen Wirtschaftslage in der Bundesrepublik und im eigenen Bundesland.

2.) Politische Einstellungen und Partizipation

Zufriedenheit mit der Bundesregierung, der Landesre­gierung, der deutschen Demokratie und mit dem Funktionieren des politischen Systems (politische Unterstützung); Selbsteinstufung auf einem Links-Rechts-Kontinuum; politisches Interesse; Parteinei­gung; Wahlabsicht (Sonntagsfrage); Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl; Wahlrückerin­nerungsfrage; Sympathie-Skalometer für die CDU, CSU, SPD, FDP, Republikaner, NPD, PDS, DKP sowie Bündnis 90 / Die Grünen; Wahrscheinlichkeiten, diverse Parteien zu wählen; politische Partizipation; ehrenamtliche Tätigkeiten; Einstellung zur Kernenergie, zur Todesstrafe für Terroristen, zur Privatisie­rung öffentlicher Betriebe, zur Freigabe von Abtreibung; Demokratie-Skala; Wahrnehmung von Ein­flussmöglichkeiten auf die Politik (political efficacy, political alienation): bürgerferne Politiker, Selbst­vertrauen in Bezug auf politische Gruppenarbeit, zu viel Komplexität in der Politik, Bürgerorientierung der Politiker; politische Kenntnisse des Befragten und des Durchschnittsbürgers; Befähigung der Mehrheit zu politischer Arbeit; Wahlbeteiligung ist Bürgerpflicht; Postmaterialismus (Wichtigkeit von Ruhe und Ordnung, von Bürgereinfluss, von Inflationsbekämpfung und von freier Meinungsäußerung).

3.) Deutsche Vereinigung

Einstellung zur Forderung nach mehr Opferbereitschaft im Westen und mehr Geduld im Osten; Wiedervereinigung ist vorteilhaft für Westen bzw. Osten; Zukunft im Osten hängt von Leistungsbereitschaft der Ostdeutschen ab; wechselseitige Fremdheit der Bürger; Leistungs­druck in den neuen Bundesländern; Einstellung zum Umgang mit individueller Stasi-Vergangenheit; Einschätzung des Sozialismus als Idee.

4.) Soziale Ungleichheit und Wohlfahrtsstaat

Gerechter Anteil am Lebensstandard; Selbsteinschätzung der sozialen Schichtzugehörigkeit und Einstufung auf einer Oben-Unten-Skala; Beurteilung des bisherigen Berufserfolgs, Vergleich mit Berufsposition des Vaters und berufliche Erwartung für die Zukunft; perzipierte Stärke von Konflikten zwischen gesellschaftlichen Gruppen; Einstellungen zum deutschen Wirtschaftssystem und Beurteilungen von wohlfahrtsstaatlichen Maßnahmen; Einschätzung gleicher Ausbildungschancen für alle; Voraussetzungen für Erfolg in der Gesellschaft; Einkommensunterschiede als Leistungsanreiz; Akzeptanz von sozialen Unterschieden; Bewertung der eigenen sozialen Sicherung; Haltung zur Ausweitung oder Kürzung von Sozialleistungen, Einstellung zu einer Kürzung des Verteidigungsetats und perzipierte Haltung der Bundesregierung in solchen Fragen.

5.) Vertrauen in öffentliche Einrichtungen und Organisationen

Gesundheitswesen, Bundesverfassungsgericht, Bundestag, Gemeindeverwaltung, Bundeswehr, Kirche, Justiz, Fernsehen, Zeitungswesen, Hochschulen, Bundesregierung, Gewerkschaften, Polizei, Parteien, Arbeitsämter, Rentenversicherung, Arbeitgeberverbände, Kommission der Europäischen Union, Europäisches Parlament, Europäischer Gerichtshof.

6.) Nationalstolz

Stolz auf deutsche Einrichtungen und deutsche Leistungen; Stolz, Deutscher zu sein.

7.) Ethnozentrismus und Minoritäten

Haltungen zum Zuzug von Aussiedlern aus Osteuropa, Asylsuchenden, EU-Arbeitnehmern und Nicht-EU-Arbeitnehmern; Wahrgenommene Konsequenzen der Anwesenheit von Ausländern in Deutschland; Ausländerbehandlung durch Behörden; Wichtigkeitseinstufung verschiedener Einbürgerungsvoraussetzungen; Einstellungsskala und Kontakte zu Ausländern (Split: Gastarbeiter) in der Familie, am Arbeitsplatz und in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis; Einstellung zur doppelten Staatsbürgerschaft und zur Rechtsangleichung von Ausländern; perzipierte Stärke des Konflikts zwischen Gastarbeitern und Deutschen; Befürwortung von Islamunterricht an Schulen; Ausländeranteilsschätzung für Ost- und Westdeutschland sowie für die eigene Wohnumgebung; perzipierte Lebensstildifferenzen; Indikatoren für soziale Distanz zu ethischen Minderheiten und Ausländern; Items zum Antisemitismus; Wahrnehmung und Bewertung von diskriminierendem Verhalten gegenüber Ausländern.

8.) Nationale und regionale Verbundenheit

Verbundenheit mit der eigenen Gemeinde, mit dem Bundesland, mit der alten Bundesrepublik bzw. mit der DDR, mit Gesamtdeutschland sowie mit der EU.

9.) Einstellungen zu Ehe, Familie und Partnerschaft

Familie als Glücksvoraussetzung; Heirat bei dauernder Partnerschaft oder bei Schwangerschaft; ideale Kinderzahl; Einstellung zur Berufstätigkeit von Frauen und Müttern; Einstellungen zur Rolle von Mann und Frau in der Familie; Wichtigkeit von Erziehungszielen; wichtigste Erziehungsziele der Schule; Einstufung der Wichtigkeit ausgewählter Lernziele für ein Kind; gewünschte Eigenschaften von Kindern; Autoritarismus; Wichtigkeit der Familie.

10.) Abtreibung

Schwangerschaftsabbruch bei gesundheitlichen Gefährdungen von Mutter oder Kind, Abtreibung nach Vergewaltigung, bei sozialer Notlage oder bei ledigen Frauen ohne Heiratswunsch, völlige Freigabe von Abtreibung; Meinung zum Abtreibungszeitpunkt: bei ernsthafter Schädigung des Babys, wenn die Frau kein weiteres Kind will, bei ernsthafter Gesundheitsgefährdung der Mutter, wenn das Kind eine zu hohe finanzielle Belastung darstellt, wenn die Mutter alleinerziehend ist, wenn Abtreibung gegen den Willen des Vaters geschehen soll, bei fehlendem Kinderwunsch, bei Wunsch der Mutter ohne Angabe von Gründen.

11.) Fragen zum Thema AIDS (HIV)

Kenntnis der Krankheit AIDS; wahrgenommene Berichte in den Medien; Einstellung zu höheren Krankenversicherungsbeiträgen für HIV-Infizierte; Einstellung zur Entlassung infizierter Arbeitnehmer und zu einem Einreiseverbot für HIV-infizierte Ausländer; Einstellung zu einer zentralen Meldepflicht; Sorge um eine eigene HIV-Infektion; eigene Schutzmaßnahmen und Verhaltensänderungen; HIV-Infizierte im Bekanntenkreis.

12.) Wichtigkeit von verschiedenen Lebensbereichen und ausgewählten Berufsaspekten

Familie und Kinder, Beschäftigung und Arbeit, Freizeit und Erholung, Freunde und Bekannte, Verwandte, Religion und Kirche, Politik und öffentliches Leben, Nachbarschaft; Präferenzen bei einer beruflichen Tätigkeit (Sicherheit, Einkommen, Verantwortung etc.).

13.) Freizeitaktivitäten

Bücher lesen; Zeitschriften lesen; Schallplatten, CDs, Kassetten hören; Videos anschauen; Computer nutzen; im Internet surfen; private Weiterbildung; nichts tun, faulenzen; spazieren gehen, wandern; Yoga, Meditation; Restaurants; Besuche im Freundeskreis; Besuche im Verwandtenkreis; Gesellschaftsspiele; kurze Reisen; politische Beteiligung; ehrenamtliche Tätigkeiten; religiöse Veranstaltungen; Kunst und musische Betätigung; do it yourself; aktiver Sport; Film-, Sport-, Pop-, Jazz-, Tanzveranstaltungen besuchen; klassische Kultur (Oper, Konzerte, Theater, Ausstellungen);  Musik hören; das Internet nutzen; chatten, soziale Netzwerke; Computer spielen; Musik machen; andere künstlerische Tätigkeiten; Besuch von Museen, Ausstellungen; Besuch von Volksfesten, Stadtfesten.

14.) Mediennutzung

Musik hören: Volksmusik, Schlager, klassische Musik, Jazz, Volksmusik anderer Kulturen, Pop-Musik oder Charts, Rock, Heavy Metal, Elektronische Musik (House, Techno), Hip Hop, Soul, Reggae, Oper, Musical; Häufigkeit von Fernsehen pro Woche, Interesse an Fernsehsendungen: Shows und Quizsendungen, Sportsendungen, Spielfilme, Nachrichten, politische Magazine, Kunst und Kultur, Heimatfilme, Kriminalfilme, Actionfilme, Unterhaltungsserien; Häufigkeit der Lektüre von Tageszeitungen pro Woche.

15.) Gesundheit

Allgemeiner Gesundheitszustand; körperlicher und seelischer Zustand in den letzten vier Wochen; Beeinträchtigung bei körperlicher Belastung; chronische Krankheiten und Beschwerden; im letzten Monat krank gewesen; Grund für Arztbesuche in den letzten 3 Monaten; Häufigkeit der Arztbesuche in den letzten 3 Monaten; Krankenhausaufenthalt in den letzten 12 Monaten; Dauer des Krankenhausaufenthaltes; amtlicher Behinderungsgrad; Rauchgewohnheiten; allgemeine Lebenszufriedenheit; Körpergröße; Körpergewicht; Konsumhäufigkeit von verschiedenen Lebensmittelgruppen und Genussmitteln; Belastungen durch Arbeitsbedingungen; Mobbing; Belastung durch Lärm in Wohnumgebung tagsüber; Belastung durch Lärm in Wohnumgebung nachts; Belastung der Wohnumgebung durch Emissionen.

 

16.) Religion und Weltanschauung

Gottesglaube und Lebenssinn; Selbsteinstufung der Religiosität und Spiritualität; Häufigkeit von Meditation; Einstellungen zu Religiosität; religiöse Indifferenz; Nachdenken über metaphysische Fragen; Erfahrungen mit und Meinung zu verschiedenen Formen von Glauben, Paraglauben oder Aberglauben; Religion vs. Wissenschaft; Einstellungen zur Rolle von Religion in der Gesellschaft und der Welt; religiöse Toleranz; Kirchenmitgliedschaft; frühere Konfession; kirchliche Beerdigung; kirchliche Trauung; Taufe der Kinder; Kirchgangs- und Gebetshäufigkeit; Interesse an kirchlichen Sendungen in den Medien; Einstellung zur Heirat mit Angehörigen verschiedener Konfessionen; Glaube an ein Leben nach dem Tod; Glaube an den Himmel, die Hölle und an Wunder; Glaube an Wiedergeburt; Glaube an Geister, Engel und Teufel; Wichtigkeit von Religion im Elternhaus.

17.) Umwelt

Perzeption allgemeiner Umweltbelastungen und persönlich empfundene Umweltbelastungen.

18.) Einstellung zu und Kontakte mit Behörden

Beurteilung der Leistungen von Behörden und deren Verhalten gegenüber Bürgern.

19.) Anomia und Kriminalitätsfurcht

Allgemeines Vertrauen zu Mitmenschen und zu Politikern; sozialer Pessimismus und Zukunftsorientierung (Anomia); Kriminalitätsfurcht; Furcht vor Verlust des Arbeitsplatzes bzw. der betrieblichen Existenz.

20.) Individuelle und kollektive Werteorientierungen

Lebensziele (Gesetz und Ordnung respektieren, hoher Lebensstandard, Macht und Einfluss, Phantasie und Kreativität entwickeln, Sicherheit, Randgruppen helfen, eigene Bedürfnisse durchsetzen, Fleiß und Ehrgeiz, Toleranz, politisches Engagement, Hedonismus, Gottesglaube, Leistung im Beruf, Selbstverwirklichung); Meinung zu ausgewählten Delikten und Vergehen bezüglich ihrer Verwerflichkeit und ihrer Sanktionswürdigkeit; Gesetzestreue; Wahrscheinlichkeit, genannte Gesetzesübertretungen in Zukunft zu begehen; selbstberichtetes abweichendes Verhalten; Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, bei verschiedenen Delikten entdeckt zu werden; Senkung der Kriminalität durch härtere Strafen; eigene Viktimisierung.

21.) ALLBUS-Demographie

Angaben zur befragten Person: Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter, Geschlecht, Staatsbürgerschaft (Nationalität), Anzahl der Staatsbürgerschaften und Angaben zur ursprünglichen Staatsbürgerschaft, Wohnort (Bundesland, politische Gemeindegröße, BIKStadtregion, Bousted-Gemeindetyp, Ausländeranteil auf Kreisebene) und Wohndauer, Herkunft, Konfession bzw. Religionszugehörigkeit, Kirchgangshäufigkeit, Häufigkeit des Besuchs eines anderen Gotteshauses, Schulbesuch, allgemeiner Schulabschluss, berufliche Ausbildung, Führerscheinbesitz, Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen bzw. früheren Beruf, Angaben zum ersten Beruf,  Befristung des Arbeitsvertrages, Branche, Furcht vor Verlust des Arbeitsplatzes, Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst, Arbeitswegdauer, berufliche Aufsichtsfunktion, Zeitpunkt der Aufgabe hauptberuflicher Erwerbstätigkeit, Stellungsdauer, Nebenerwerbstätigkeit, wöchentliche Arbeitsdauer (Haupt- und Nebenerwerb), Betriebsgröße, Dauer von Arbeitslosigkeit, Unterbrechung der Erwerbstätigkeit, Wunsch nach Arbeit, vorwiegender Lebensunterhalt, Befragteneinkommen, Alter beim Verlassen der Eltern, Selbstbeschreibung des Wohnortes, Übersiedlung nach Ost- oder Westdeutschland, Interesse an einer Übersiedlung in den Ost- bzw. Westteil oder in ein anderes Land der Europäischen Gemeinschaft, Aufenthaltsdauer (in der Bundesrepublik, im Bundesland, am Wohnort), Land in dem Befragter in seiner Jugend lebte, Wohnungstyp, Telefonanschluss, kFamilienstand, Ehebiographie, Kinderwunsch.

Angaben zum gegenwärtigen Ehepartner: Erste, zweite und dritte Staatsbürgerschaft, Anzahl der Staatsbürgerschaften und Angaben zur ursprünglichen Staatsbürgerschaft, Alter, Konfession, allgemeiner Schulabschluss, berufliche Ausbildung, Hochschulabschluss, Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen bzw. früheren Beruf, Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst, Zeitpunkt der Aufgabe hauptberuflicher Erwerbstätigkeit, Dauer von Arbeitslosigkeit, Furcht vor Verlust des Arbeitsplatzes.

Angaben zum ehemaligen Ehepartner: Alter, Konfession, allgemeiner Schulabschluss, berufliche Ausbildung, Angaben zum gegenwärtigen bzw. früheren Beruf.

Angaben zu nichtehelichen Lebenspartnern: Erste, zweite und dritte Staatsbürgerschaft, Anzahl der Staatsbürgerschaften und Angaben zur ursprünglichen Staatsbürgerschaft, Alter, gemeinsamer Haushalt mit Lebenspartner, Aufgabenteilung im Haushalt, allgemeiner Schulabschluss, berufliche Ausbildung, Hochschulabschluss, Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen bzw. früheren Beruf, Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst, Furcht vor Verlust des Arbeitsplatzes, Zeitpunkt der Aufgabe hauptberuflicher Erwerbstätigkeit.

Angaben zu den Eltern und Großeltern des Befragten: Herkunftsland der Eltern und Großeltern, Allgemeiner Schulabschluss von Mutter und Vater, Universitätsbesuch von Mutter und Vater, berufliche Ausbildung von Mutter und Vater, Angaben zum Beruf des Vaters und der Mutter, Konfession bzw. Religionszugehörigkeit von Vater und Mutter.

Haushaltsbeschreibung: Haushaltsgröße, Haushaltseinkommen, Einkommensarten im Haushalt, Haupteinkommensquelle, Anzahl von über 17-jährigen Haushaltspersonen (reduzierte Haushaltsgröße), Zahl der Kinder, Größe der Wohnung, Haltung von Hund oder Katze.

Angaben zu den einzelnen Haushaltspersonen (Haushaltsliste): Verwandtschaft der Haushaltspersonen zum Befragten, Geschlecht der Personen, ihr Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter, Familienstand, Einkommen, deutsche Staatsbürgerschaft, Taufe, Konfession bzw. Religionszugehörigkeit; für Kinder außerdem: besuchte Schulform, allgemeiner Schulabschluss, Hochschulabschluss.

Angaben zu Kindern außerhalb des Haushalts: Zahl der Kinder außer Haus, Geschlecht, Alter, Taufe, Konfession bzw. Religionszugehörigkeit, allgemeiner Schulabschluss, Hochschulabschluss.

Gegenwärtige Mitgliedschaften des Befragten (Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Deutsche Angestelltengewerkschaft (DAG), Christlicher Gewerkschaftsbund (CGB), andere Gewerkschaft, Union Leitender Angestellter (ULA), Deutscher Beamtenbund (DBB), Bauernverband, Gewerbeverband, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), sonstiger Berufsverband; Gesangverein, Sportverein, Hobby-Vereinigung, Heimat- oder Bürgerverein, sonstige gesellige Vereinigung, Vertriebenen- oder Flüchtlingsverband, Wohlfahrtsverband, kirchlicher oder religiöser Verein, Jugend- oder Studentenorganisation, politische Partei, Bürgerinitiative, andere Vereine oder Verbände); Mitgliedsstatus des Befragten bei diversen Vereinen und Organisationen; Mitgliedschaft in informellen Gruppen; frühere Gewerkschaftsmitgliedschaft.

Freunde und vertraute Personen (egozentrierte Netzwerke) mit Angaben über: Geschlecht, Alter, Verwandtschaft und Beziehung zum Befragten, Schulabschluss, Erwerbstätigkeit, berufliche Stellung und Berufsgruppe, Wahlverhalten, Herkunft und Staatsbürgerschaft, Wohndistanz, verglichene Wirtschaftslage, Qualität und Quantität der Kontakte sowie gegenseitige Bekanntschaft.

22.) Daten zum Interview (Paradaten)

Interviewdatum; Interviewbeginn und -ende; Interviewdauer; eingeschätzte Attraktivität der Befragten; an wie vielen Befragungen teilgenommen; Bereitschaft zu einer Panelteilnahme; Erreichbarkeit des Befragten; Anwesenheit des Befragten zu Hause während der letzten Wochentage; Auskunftsbereitschaft des Befragten; Anwesenheit Dritter beim Interview; Anwesenheit des Ehepartners, Partners oder von Kindern beim Interview; Anwesenheit weiterer Familienangehöriger beim Interview; Eingriffe Dritter in den Interviewverlauf; Kooperationsbereitschaft und Zuverlässigkeit der Angaben des Befragten; Mitverfolgen des Interviews am Bildschirm; Häufigkeit der Internetnutzung; Teilnahmebereitschaft bei Internetumfragen; Zahl der Kontaktversuche; Angaben zum Wohngebäude des Befragten und der Wohnumgebung.

Angaben zum Interviewer: Geschlecht, Alter, Schulabschluss, Identifikationsnummer, Dauer der Interviewertätigkeit.

23.) Ergänzungen und abgeleitete Variablen

Body-Mass-Index; Postmaterialismus-Index (nach Inglehart); Familientypologie, Haushaltsklassifikationen (nach Porst und Funk); Berufsvercodung gemäß ISCO (International Standard Classification of Occupations) 1968, 1988 und 2008; Berufsprestige (nach Treiman); SIOPS (nach Ganzeboom); ISEI (nach Ganzeboom); Magnitudeprestige (nach Wegener); Einordnungsberufe (nach Pappi und Terwey); ISCED (International Standard Classification of Education) 1997 und 2011; Klassenlagen (nach Goldthorpe); Pro-Kopf-Einkommen; Äquivalenzeinkommen (modifizierte OECD-Skala); Transformationsgewichte für Auswertungen auf Haushalts- oder Personenebene; Ost-West-Gewichte für gesamtdeutsche Auswertungen.

Erhebungsverfahren:

  • Mündliche Befragungen mit standardisiertem Fragebogen (PAPI - Paper and Pencil Interviewing), ab Haupterhebung 2000 als CAPI - Computer Assisted Personal Interviewing)
  • Ergänzungen aus schriftlichen ISSP-Zusatzbefragungen (drop off)

Grundgesamtheit und Auswahl:

  • Untersuchungsgebiet: Bundesrepublik Deutschland (bis 1990 nur alte Bundesländer einschließlich West-Berlin).
  • Haushaltsstichproben (1980 bis 1992 und 1998): Mehrstufig geschichtete Zufallsauswahl aus allen Privathaushalten mit Personen, die zum Befragungszeitpunkt das 18. Lebensjahr vollendet hatten (ADM-Stichprobendesign).
  • Personenstichproben (1994, 1996 und ab 2000): Zweistufige, disproportional geschichtete Zufallsauswahl in Westdeutschland (incl. West-Berlin) und Ostdeutschland (incl. Ost-Berlin) aus allen in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Personen, die zum Befragungszeitpunkt in Privathaushalten lebten und zu Beginn des Erhebungsjahres das 18. Lebensjahr vollendet hatten. In der ersten Auswahlstufe wurden Gemeinden in Westdeutschland und in Ostdeutschland mit einer Wahrscheinlichkeit proportional zur Zahl ihrer erwachsenen Einwohner ausgewählt, in der zweiten Auswahlstufe wurden Personen aus den Einwohnermeldekarteien zufällig gezogen.
  • Ab 1991 wurden auch ausländische Zielpersonen in die ALLBUS-Stichproben aufgenommen. Falls keine hinreichend guten Deutschkenntnisse vorlagen, zählen diese Zielpersonen zu den systematischen Ausfällen.

Weitere Hinweise

  • Der zusammengefasste Datensatz von ALLBUS-Erhebungen aus 20 Surveys umfasst alle im ALLBUS-Fragenprogramm enthaltenen Zeitreihen (wenigstens zwei Erhebungszeitpunkte). Die besondere Relation von CAPI- und PAPI-Erhebung im Jahr 2000 wird in den Codebüchern und dem Methodenbericht zum ALLBUS 2000 näher erläutert.
  • Eine in der Demographie vereinfachte Version des Kumulationsdatensatzes (1161 Variablen) ist ebenso wie die ALLBUS-Einzelstudien als ALLBUScompact zusätzlich vorhanden (ZA4583).
  • Der kumulierte Datensatz ist darüber hinaus in einer englischen Version als ALLBUS/GGSS Cumulation 1980-2014 (ZA4584) bzw. als ALLBUS/GGSScompact Cumulation 1980-2014 (ZA4585) verfügbar.
  • Ein Digital Object Identifier (DOI) zur Zitation der Datensätze ist dem Datensatz beigefügt.