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Artikel in Nature Communications Physics von Oliveira, Karimi, Zens, Schaible, Génois & Strohmaier: Group mixing drives inequality in face-to-face gatherings


Kategorien: GESIS-News

Oliveira, M., Karimi, F., Zens, M. et al. Group mixing drives inequality in face-to-face gatherings. Commun Phys 5, 127 (2022). https://doi.org/10.1038/s42005-022-00896-1

Für eine gerechte Gesellschaft ist es unerlässlich, herauszufinden, wie sich Ungleichheit aus menschlicher Interaktion ergibt. Hier zeigen die Autor*innen, dass die Art und Weise, wie soziale Gruppen in Face-to-Face-Situationen interagieren, die Entstehung von Unterschieden in der Sichtbarkeit von sozialen Gruppen ermöglichen kann. Diese Unterschiede führen dazu, dass die Mitglieder bestimmter sozialer Gruppen weniger soziale Bindungen haben als der Durchschnitt (d. h. Ungleichheit des Grades).

Die Autor*innen charakterisieren die Ungleichheit von Gruppengraden in sensorbasierten Datensätzen und stellen einen Mechanismus vor, der diese Ungleichheiten als Ergebnis von Gruppenmischung und Ungleichgewicht der Gruppengröße erklärt. Sie untersuchen, wie Gruppengrößen diese Ungleichheit beeinflussen und decken so die kritische Größe und die Mischungsbedingungen auf, bei denen eine kritische Minderheitengruppe entsteht. Wenn eine Minderheitengruppe größer als diese kritische Größe ist, kann sie eine gut vernetzte, kohäsive Gruppe sein; wenn sie kleiner ist, vergrößert der Zusammenhalt der Minderheit die Ungleichheit.