From vision to a Global Research Community

20 Jahre EUROLAB

Am 18. Mai 2017 feierte das EUROLAB sein 20-jähriges Jubiläum mit einem Festakt zum Thema „From Vision to a Global Research Community – 20 Years of EUROLAB“. Seit dem ersten Gastforscher im Frühjahr 1997, hat sich das EUROLAB zu einer festen Institution entwickelt, die zunächst europäischen, heute auch internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Zugang zu Forschungsdaten ermöglicht und individuelle Arbeitsplätze sowie die Vernetzung mit anderen Forschenden bietet.

Seit seiner Gründung hat sich das Tätigkeitsfeld des EUROLAB mehrfach verändert: Zwischen 1997 und 2010 wurde das EUROLAB im Rahmen von drei verschiedenen Programmen der Europäischen Kommission gefördert. 2007 wurde es als Teil des Datenarchivs fester Bestandteil von GESIS. Seit 2011 werden halbjährlich EUROLAB-Stipendien vergeben, die Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern einen einmonatigen Aufenthalt bei GESIS, EUROLAB ermöglichen. Im gleichen Jahr wurde zudem die erste von inzwischen vier EUROLAB Autorenkonferenzen veranstaltet, zu welchen in regelmäßigen Abständen zu einem gesellschaftlich relevanten Thema Experten aus aller Welt eingeladen werden. Die letzte große Neuerung fand im Oktober 2016 statt: Seitdem ist das EUROLAB Teil der neu geschaffenen Abteilung „Wissenstransfer“ und fungiert als Gateway für Forschungsaufenthalte bei GESIS. Zudem wurde in 2017 ein neues Stipendienprogramm, die GESIS Grants, implementiert, die Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschafts- und Infrastruktureinrichtungen einlädt, mit GESIS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort bis zu drei Monate an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten.

Während der Veranstaltung am 18. Mai wurden die Entwicklungen des EUROLAB von der Idee bis zu den jüngsten Veränderungen sowie seinen zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen diskutiert. Dr. Ekkehard Mochmann, Gründer des EUROLAB, erläuterte die Notwendigkeit eines Zugangs zu komparativen Daten für Sozialwissenschaftler und den Weg von der Idee bis zur tatsächlichen Implementierung des EUROLAB. Prof. Dr. Ingvill C. Mochmann stellte im Anschluss die jüngeren Entwicklungen des EUROLAB, wie z. B. die Implementierung der EUROLAB Autorenkonferenzen, und Statistiken zu EUROLAB-Gastforschenden sei 1997 dar. Der Gastwissenschaftler Prof. Dr. Antonio Alaminos von der Universität Alicante sowie die Gastwissenschaftlerin Dr. Nataliya Reshetova, Leibniz-DAAD-Stipendiatin, berichteten über ihre Erfahrungen und die Bedeutung, die das EUROLAB für sie und ihre Karriere hatte. Prof. Dr. Jacques Thomassen gab einen Einblick in die Bedeutung des EUROLAB aus Sicht der Auswahlkommission für die EUROLAB-Stipendien. Zuletzt diskutierten Angela Schindler-Daniels von der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen, Dr. Birgit Klüsener vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst und Prof. Dr. Christof Wolf, Präsident von GESIS über die Zukunft des EUROLAB und die Mobilität von Forschern und Forschungskollaborationen in Zeiten der Globalisierung.