EUROLAB Autorenkonferenzen

Im Jahr 2010 hat EUROLAB im Rahmen seiner Tätigkeit die EUROLAB Autorenkonferenzen eingeführt.

Die Ziele der EUROLAB Autorenkonferenzen sind:

  1. Moderne Forschung in einer Reihe von gesellschaftlich relevanten Themen auf der Grundlage von modernsten empirischen Beweisen zu produzieren, indem
  2. Forschende und Fachleute aus der ganzen Welt zusammengeführt werden, die an dem ausgewählten Thema arbeiten
  3. und eine Vielzahl von empirischen Daten verwenden, die
  4. mit verschiedensten Forschungsmethoden analysiert werden.

Nach einem offenen Call zur Einreichung von Beiträgen werden die auf der Autorenkonferenz vorzustellenden Papiere durch einen Überprüfungsprozess ausgewählt. Eine zweite Bewertung und Überprüfung der Papiere findet nach der Konferenz statt. Die Auswahl der Papiere wird durch ein externes Prüfungsgremium führender Expertinnen und Experten im jeweiligen Forschungsgebiet unterstützt.

Zwischen 2011 und 2016 fanden im Rahmen des EUROLAB in Zusammenarbeit mit anderen GESIS-Kolleginnen und Kollegen und akademischen Partnern vier Konferenzen statt. Detaillierte Informationen zu den Themen der Autoren-Konferenzen und bearbeiteten Bände finden Sie im Folgenden.

 

2019: “Populism and polarization – a dual threat to Europe’s liberal democracies?” | Marlene Mauk, Heidi Schulze und Jonas Linde, 21. - 22. November 2019, special issue Politics and Governance (in Kürze erscheinend).

In den letzten Jahren sind die europäischen Demokratien zunehmend unter Druck geraten; insbesondere Populismus und Polarisierung fordern die liberale Demokratie heraus. Die 5. EUROLAB Autorenkonferenz, die vom 21.-22. November 2019 in Köln stattfand, brachte 27 Forscher*innen zusammen, um zu diskutieren, ob und wie Populismus und Polarisierung das Funktionieren und die Stabilität der Demokratie gefährden. Die Beiträge untersuchten unter anderem, wie populistische und radikale Bewegungen digitale Medien nutzen, um ihre Ideen zu verbreiten, wie populistische Ideologien illiberale Demokratiekonzeptionen fördern können, und wie sich die Repräsentation populistischer Parteien in Parlamenten und Regierungen auf die Einstellungen der Bürger zur Demokratie auswirkt.

Ausgewählte Beiträge erscheinen im Sommer 2020 als Special Issue von Politics and Governance.

 

2015: “Besatzungskinder und Wehrmachtskinder – Auf der Suche nach Identität und Resilienz“ | Elke Kleinau und Ingvill C. Mochmann (Hrsg.), 7. - 8. Mai, 2015, Campus

Der 8. Mai 2015 markierte den 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges. Zu diesem Anlass fand die vierte EUROLAB Autorenkonferenz zum Thema Kinder aus dem Zweiten Weltkrieg und ihre Suche nach Identität und Widerstandsfähigkeit statt. Aufgrund des Themenschwerpunkts wurde die Konferenz in deutscher Sprache abgehalten. Sie wurde von GESIS vom 7.-8. Mai in Zusammenarbeit mit der Universität Köln organisiert und hatte rund 60 Teilnehmende zu Gast, darunter Forschende verschiedener Disziplinen, betroffene Menschen, Journalisten und politische Akteure. Ein bearbeiteter Band mit den auf der Konferenz präsentierten Arbeiten wurde von Elke Kleinau und Ingvill C. Mochmann vom Campus Verlag im August 2016 veröffentlicht. Mehr dazu hier.

 

2013: “Values, Crisis, and Democracy” | Malina Voicu, Ingvill C. Mochmann und Herman Dülmer (Hrsg.), 26. - 27. September 2013, Routledge 

Vom 26.- 27. September 2013 fand die dritte EUROLAB Autorenkonferenz statt. Themen waren die Auswirkungen der schweren Wirtschaftskrise, die die Welt seit 2008 erlebt hat. Die Hauptthemen der Diskussionen waren die Konsequenzen, die sie auf die Werte der Menschen hatte, vor allem in den Ländern, die stark von der Krise und den folgenden Auswirkungen auf die Demokratien betroffen waren. Beiträge zu diesem Thema wurden in dem bearbeiteten Band von Malina Voicu, Ingvill C. Mochmann und Hermann Dülmer von Routledge im Januar 2016 veröffentlicht. Mehr dazu hier.

 

2012: “Political trust and disenchantment with politics” | Christina Eder, Ingvill C. Mochmann, Markus Quandt (Hrsg.), 26. - 27. Januar 2012, Brill

Die zweite EUROLAB Autorenkonferenz vom 26. bis 27. Januar 2012 befasste sich mit dem Rückgang des politischen Vertrauens und der Politikverdrossenheit. Beiträge von 17 Expertinnen und Experten führten zu einem insgesamt neun Kapitel langen Buch von Christina Eder, Ingvill C. Mochmann und Marcus Quandt, das 2014 von Brill veröffentlicht wurde. Es enthält eine Reihe von vergleichenden Analysen in europäischen und außereuropäischen Staaten. Die Ergebnisse zeigen, dass man nicht allgemein von Politikverdrossenheit hinsichtlich aller Arten von politischer Partizipation sprechen kann. Mehr dazu hier.

 

2011: “Non-Standard Employment in Europe” | Max Koch and Martin Fritz (Hrsg.), 25. - 27. Mai 2011, Palgrave 

Die erste Autorenkonferenz beschäftigte sich mit dem Thema "Destandardisierung der Beschäftigung in der EU". Vom 25.-27. Mai 2011 präsentierten und diskutierten Expertinnen und Experten ihre Forschung über nicht-standardisierte Beschäftigung und ihre Konsequenzen aus theoretischer und empirischer Perspektive. Die Konferenz führte zu einem von Max Koch (Lund University) und Martin Fritz (GESIS) herausgegebenen Buch, das im Jahr 2013 von Palgrave Macmillan veröffentlicht wurde. Es beinhaltet theoretische Ausarbeitungen, Länderstudien aus Großbritannien, Spanien, Deutschland, Polen, Kroatien und den nordischen Ländern sowie vergleichende europäische Analysen zu Teilzeit- und befristeter Beschäftigung und deren Beziehungen zur Armut von Arbeiterinnen und Arbeitern. Mehr dazu hier.

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