IZ-Forschungsberichte

Die ehemaligen IZ-Forschungsberichte berichteten über Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Informationswissenschaften. Sie enthalten Dissertationen oder Abschlussberichte großer Projekte. Die Berichte sind im ehemaligen IZ-Verlag erschienen.

Rough Set Theory based Automatic Text Categorization and the Handling of Semantic Heterogeneity

Xueying Zhang
Rough Set Theory based Automatic Text Categorization and the Handling of Semantic Heterogeneity

Social Science Information Centre, Bonn, Germany,
Nanjing University of Science and Technology, P.R. China and
Nanjing Normal University, P.R. China

Bonn: Informationszentrum Sozialwissenschaften 2006
(Forschungsberichte; Band 8), 151 Seiten, kart., in englischer Sprache
ISSN 1431-5114, ISBN 3-8206-0149-X

Mit der zunehmenden Zahl an elektronisch zugänglichen Informationen aus unterschiedlichen Quellen steigt der Bedarf an Technologien, mit denen diese Informationen automatisch klassifiziert und organisiert werden können. Das zurzeit gängigste Verfahren ist die automatische Kategorisierung von Texten, das heißt die automatische Zuordnung vordefinierter Kategorien zu Textdokumenten mit unbekanntem Inhalt. Eine Alternative zu traditionellen statistischen Verfahren und Methoden der Wissensverarbeitung für die automatische Textkategorisierung sind Methoden des maschinellen Lernens, zum Beispiel die Rough Set Theory (RST), die heute mehr und mehr Beachtung findet.
Dieser Forschungsbericht stellt die neuesten Ergebnisse der Forschung im Bereich der automatischen Textkategorisierung vor. Schwerpunkte sind die sprachenunabhängige Textrepräsentation und die Anwendung eines RST-Modells, welches Information Retrieval Theorien und die Grundlagen der Rough Set Theory bei der Behandlung semantischer Heterogenität in Informationssystemen vereint. Zudem konzentriert sich die Arbeit auf die Verbesserung der automatischen Textklassifizierung mithilfe von Textkategorisierung auf der Basis der Rough Set Theory, dynamischer Kategorienerweiterung und Synonymerkennung.
Der Forschungsbericht entstand durch eine Kooperation zwischen dem Informationszentrum Sozialwissenschaften in Bonn und der Nanjing University of Sciences and Technology / Nanjing Normal University in China. Diese wurde vom Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD im Rahmen des Sandwich-Programms unterstützt. Der Forschungsbericht ist die englische Version der chinesischen Doktorarbeit von Xueying Zhang.

Visualisierung im Document Retrieval

Maximilian Eibl
Visualisierung im Document Retrieval
Theoretische und praktische Zusammenführung von Softwareergonomie und Graphik Design

2. überarbeitete und erweiterte Auflage

Bonn: Informationszentrum Sozialwissenschaften 2003
(Forschungsberichte; Band 7), 276 Seiten, kart.
ISSN 1431-5114; ISBN 3-8206-0144-9

In der Frage nach der Ästhetik in der Ergonomie hat sich in den letzten Jahren ein Wandel vollzogen. Noch in den 1990er Jahren missachteten Ergonomen ästhetische Faktoren in der Gestaltung von Benutzungsschnittstellen weitgehend. Inzwischen hat sich allerdings das gegenseitige Interesse von Ergonomen und Designern verstärkt, so dass sich Herausgeber und Autor entschlossen, mit dem vorliegenden Band eine erweiterte und aktualisierte Ausgabe der vergriffenen ersten Auflage vorzustellen. Einige Teile der Erstauflage sind gestrafft, andere aktualisiert. Ferner wurden Teile hinzugefügt, die den aktuellen Stand der Thematik in Theorie und Praxis widerspiegeln. Der nun vorliegende Forschungsbericht enthält über 50 neue Textseiten, 39 neue Abbildungen und fast 90 neu eingearbeitete Referenzen.

Das Buch beschreibt detalliert die Visualisierung DEViD (Graphik Design und Softwareergonomie integrierende Visualisierung für Document Retrieval-Systeme) als Beispiel für eine Kooperation zwischen Ergonomie und Design. Neben weiteren praktischen Beispielen werden auch einige theoretische Überlegungen zur Integration von Design und Ergonomie vorgenommen.

Die beigelegte CD-ROM enthält

  • die in der Druckausgabe aus technischen Gründen schwarzweiß gehaltenen Abbildungen in Farbe
  • eine englische und deutsche Animation, die den Aufbau und die Funktionsweise von DEViD vorstellt
  • eine knapp 50seitige englischsprachige Zusammenfassung sowie
  • die Literaturlisten beider Auflagen.

Objektorientierte Dynamische Benutzungsoberflächen - ODIN

Maximilian Stempfhuber
Objektorientierte Dynamische Benutzungsoberflächen - ODIN 
Behandlung semantischer und struktureller Heterogenität in Informationssystemen mit den Mitteln der Softwareergonomie

Bonn: Informationszentrum Sozialwissenschaften 2003 (Forschungsberichte; Band 6)
337 Seiten, mit 265 Abb., 20 Tab., kart.
ISSN 1431-5114; ISBN 3-8206-0142-2

Integrierten Informationssystemen kommt bei der Informationsversorgung von Wissenschaft und Praxis eine immer stärkere Bedeutung zu. Die aktuell stattfindende Integration der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Deutscher Forschungsgemeinschaft geförderten Informationsverbünde und Virtuellen Fachbibliotheken in das deutsche Wissenschaftsportal Vascoda zeigt dies deutlich. Dabei stellt die Unterschiedlichkeit der verfügbaren Datenbestände bezüglich ihrer formalen Struktur und inhaltlichen Erschließung die Entwickler von Informationssystemen vor neue Herausforderungen.

Der vorliegende Forschungsbericht beschreibt ODIN - ein Modell für die Gestaltung von grafischen Benutzungsoberflächen, das ein abgestimmtes Bündel von Konzepten und Oberflächenelementen zur Behandlung von Heterogenität darstellt.
ODIN führt zum einen eine neue Syntax für adaptive und adaptierbare Benutzungsoberflächen ein, die dem Nutzer sowohl auf seinem Weg vom Anfänger zum Experten als auch in unterschiedlichen Kontexten einen konsistenten und erwartungskonformen Interaktionsmodus bieten soll. Zum anderen ermöglicht ODIN die Exploration und aktive Nutzung von Metadaten über die Heterogenität in einem Informationssystem und integriert unterschiedliche Verfahren zur Heterogenitätsbehandlung mit den informationellen Prozessen des Nutzers.

Kooperationsnetzwerke in der Forschung

Jürgen Güdler
Kooperationsnetzwerke in der Forschung 
Entstehung, Struktur und Wirkung am Beispiel der Soziologie

Bonn: Informationszentrum Sozialwissenschaften 2003
(Forschungsberichte; Band 5), 238 Seiten, kart.
ISSN 1431-5114; ISBN 3-8206-0140-6

Kooperation in Netzwerken gilt als besonderes Kennzeichen moderner Wissenschaft. Gleichwohl sind Studien, die - in der Entwicklungsperspektive - einen Zusammenhang zwischen der Professionalisierung einer Disziplin und der Zunahme kooperativen Handelns oder - in der Strukturperspektive - zwischen Kooperation in Netzwerken und Qualität von Forschung belegen könnten, rar. In der hier vorgelegten Arbeit werden am Beispiel der deutschsprachigen Soziologie entsprechende Zusammenhänge auf der Basis eines reichen Sets an Daten untersucht. Grundlage bilden die Datenbanken des Informationszentrums Sozialwissenschaften. Die Untersuchungspopulation stellen knapp tausend in SOFIS (sozialwissenschaftliche Forschungsprojekte) identifizierte Soziologen, die in den späten 70er und frühen 80er Jahren eine Forscherlaufbahn eingeschlagen haben. Vernetzung wird anhand von gemeinsamen Beteiligungen an Projekten sowie von Co-Autorenschaften (Literaturdatenbank SOLIS) ermittelt. Aussagen zum individuellen Nutzen frühen kooperativen Handelns in Form einer späteren Platzierung im Wissenschaftssystem werden ergänzend unter Heranziehung der Datenbank LEHRE (Sozialwissenschaftliche Lehrveranstaltungen - 1995 eingestellt) getroffen. Für die Frage nach der langfristigen Entwicklung kooperativen Handelns wird einleitend auf weitere Quellen zurückgegriffen, die einen Vergleich deutscher (1945 bis 1995) und amerikanischer (1895 bis 1995) Kooperationstrends erlauben.

Mit der Kombination aus klassischen bibliometrischen Verfahren sowie der akteursorientierten Verknüpfung von Daten unterschiedlichster Herkunft für Zwecke der strukturellen und biographischen Analyse betritt diese Studie methodisches Neuland. Dabei neu entwickelte Verfahren zur Messung von Kooperation und Vernetzung, Produktivität, Forschungsqualität, Mobilität und späterer Platzierung bilden einen wichtigen Beitrag zur Indikatorenforschung.

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Das GERSHWIN-Konzept

Bernhard Stüber
Das GERSHWIN-Konzept
Die Konzeption einer adaptiven planbasierten Hilfekomponente für Softwaresysteme

Bonn: Informationszentrum Sozialwissenschaften 2003
(Forschungsberichte; Band 4), 230 Seiten, kart.
ISSN 1431-5114; ISBN 3-8206-0138-4

Trotz ihrer Vorteile gegenüber herkömmlichen Hypertext-Hilfen werden adaptive Hilfesysteme in kommerziellen Anwendungen nur sehr selten eingesetzt. Die Hauptgründe dafür liegen in einer fehlenden allgemeingültigen Konzeption beim Entwurf einer adaptiven Hilfe und den fehlenden Software-Werkzeugen, die die Entwicklung einer solchen Hilfe auf dieser Basis unterstützen. Zur Lösung dieser Problematik wird mit GERSHWIN eine Konzeption zur Entwicklung eines adaptiven Hilfesystems vorgestellt. Um eine entsprechende individuelle Hilfestellung zu ermöglichen, wird das Benutzerverhalten in der Anwendung beobachtet und mit Hilfe eines Planerkennungsverfahrens ausgewertet. GERSHWIN beschreibt eine Vorgehensweise für die Entwicklung eines adaptiven Hilfesystems und stellt für den praktischen Einsatz auch eine Programmbibliothek zur Verfügung. Voraussetzung für den Einsatz von GERSHWIN ist der Zugriff auf den Quellcode der Applikation, die eine adaptive GERSHWIN-Hilfe erhalten soll. Die Schnittstelle ist hierbei jedoch denkbar einfach - es werden lediglich vier Funktionen zur Kommunikation mit dem Hilfesystem benötigt.

Existiert bereits ein Hilfesystem zur Applikation, so wird dieses durch die GERSHWIN-Hilfe vollständig ersetzt. Grundlage für die Planerkennung ist eine sogenannte Planbasis, die angibt, welche Aufgaben mit der Applikation wie erledigt werden können. Diese Inhalte werden anhand der Analyse der Funktionalitäten der Applikation und anhand von Benutzertests ermittelt. Zur Eingabe dieser Pläne enthält GERSHWIN einen visuellen Planeditor, der die Kernkomponenten zur Planerkennung und zur Visualisierung der Hilfeinformationen ergänzt. Implementierte Anwendungsbeispiele für die GERSHWIN-Hilfe sind die Unterstützung für eine sozialwissenschaftliche Recherchesoftware (GESINE-Thesaurus) und ein Kursblockungsprogramm (daVinci-Kursplan).

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Visualisierung im Document Retrieval

Maximilian Eibl
Visualisierung im Document Retrieval
Theoretische und praktische Zusammenführung von Softwareergonomie und Graphik Design

Bonn: Informationszentrum Sozialwissenschaften 2000
(Forschungsberichte; Band 3), 241 Seiten, kart.
ISSN 1431-5114; ISBN 3-8206-0131-7
2. überarbeitete und erweiterte Auflage ist erschienen

Der Forschungsbericht befasst sich mit der Problematik der Recherche in Dokumentbeständen, wobei der Fokus auf der Bedienbarkeit der Recherchesysteme liegt. Zur Erhöhung der Nutzerfreundlichkeit von Recherchesystemen wird eine Visualisierung eingeführt, die nicht nur Aspekte verschiedener Retrieval-Modelle integriert, sondern auch Kriterien der Softwareergonomie und des Graphik Design entspricht. 

Als Vorteil von Visualisierungen wird generell die überlegene Aussagekraft visueller gegenüber textueller Darstellung gesehen. Visualisierungen können jedoch nicht uneingeschränkt als Allheilmittel gesehen werden, sondern müssen kritisch hinterfragt werden. Softwareergonomie und Graphik Design sind zwei Disziplinen, die die Gestaltung einer Visualisierung entscheidend verbessern können. Problematisch ist nur, dass die beiden Disziplinen oftmals gegeneinander arbeiten. Während Softwareergonomie größten Wert auf Effizienz und Effektivität legt, steht im Graphik Design die Ästhetik im Vordergrund, welche wiederum den wünschenswerten Effekt hat, Nutzerakzeptanz zu stärken. Um ästhetisch ansprechende Software zu gestalten, bricht das Graphik Design jedoch oftmals softwareergonomische Grundsätze. In der vorliegenden Arbeit wurde die Visualisierung gleichermaßen nach softwareergonomischen wie ästhetischen Gesichtspunkten entwickelt.

Marktanalyse und Marktprognose

Hansjörg Haas, Jürgen Krause, Jürg Lindlbauer, Thomas Mandl, Bernd Pauer, Ulrich Scheinost, Maximilian Stempfhuber
Marktanalyse und Marktprognose
Das ZVEI-Verbandsinformationssystem ELVIRA

Hrsg. v. Ulrich Scheinost, Hansjörg Haas, Jürgen Krause und Jürg Lindlbauer
Bonn: Informationszentrum Sozialwissenschaften 1998
(Forschungsberichte; Band 2), 120 Seiten, kart.
ISSN 1431-5114; ISBN 3-8206-0126-0

Der Einsatz externer Information für die Zwecke der Unternehmensführung läßt heute vor allem im Mittelstand noch stark zu wünschen übrig. Das bisher in diesem Bereich relativ geringe Interesse an dieser Art der Informationsversorgung ist allerdings nicht nur ein Problem der Nachfrage. Es genügt nicht, die Informationen lediglich online bereitzustellen und den möglichen Kunden mit einer mehr oder weniger komplizierten Abfragesprache zu konfrontieren, die in kostenpflichtigen Kursen vermittelt wird. Die Benutzerakzeptanz von Fakteninformationssystemen hängt in starken Maße von der Qualität und Aufbereitung des angebotenen Wissens und dem einfachen und natürlichen Zugang zu diesem Wissen ab. Eine genaue Analyse und Kenntnis der Verwendungskontexte der Daten bilden deshalb die Grundlage für die Realisierung eines Verbandsinformationssytems wie ELIVRA (Elektronisches Verbandsinformations-, Recherche- und Analysesystem). Hinzu kommt die anwendungsspezifische Umsetzung softwareergonomischer Erkenntnisse als Basis der ausgewogenen Gestaltung der Benutzungsoberfläche, über die der Nutzer seine Informationen effizient und leicht verständlich recherchiert. Diese Aspekte und ihr Zusammenwirken wurden bei der Entwicklung des Verbandsinformationssystems ELVIRA für den Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, Frankfurt (ZVEI) modellhaft behandelt.
ELVIRA entstand in Zusammenarbeit mit dem ZVEI, den Wirtschaftsforschungsinstituten DIW (Berlin) und ifo (München) sowie dem IZ Sozialwissenschaften (Bonn) und soll als Modell für andere Wirtschaftsverbände und Institutionen mit ähnlichen Informationsverpflichtungen bzw. -ambitionen dienen. Das Projekt ELVIRA wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft gefördert (Förderkennzeichen II C7-003060/10).

Dynamik der Medienforschung

Jürgen Güdler
Dynamik der Medienforschung
Eine szientometrische Analyse auf der Grundlage sozialwissenschaftlicher Fachdatenbanken

Hrsg. v. Jürgen Krause und Matthias Herfurth
Bonn: Informationszentrum Sozialwissenschaften 1996
(Forschungsberichte; Band 1), 136 Seiten, kart.
ISSN 1431-5114
ISBN 3-8206-0117-1

Auf der Grundlage von über 9.000 Nachweisen medienwissenschaftlicher Forschungsprojekte und Publikationen aus den Jahren 1987 bis 1994 untersucht die Studie thematische Entwicklungslinien in der deutschsprachigen Medienforschung. Unter Anwendung neu entwickelter, netzwerkanalytischer Meßverfahren werden dabei auch - im Sinne einer prospektiven Evaluation - Aussagen über das zukünftige Entwicklungspotential bestimmter Forschungsfelder getroffen. Neuartige Visualisierungstechniken erleichtern den Einblick in komplexe Strukturentwicklungen. Der in einem leicht verständlichen Stil verfaßte Forschungsbericht richtet sich gleichermaßen an in der Medien- wie in der Wissenschaftsforschung aktive Personen.