Fragebogenübersetzung in internationalen Studien

Dorothée Behr

Survey Design and Methodology Cross-cultural Surveys

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Für die Qualität der in internationalen Studien erhobenen Daten ist eine hochwertige Fragebogenübersetzung  zentral.  Wir empfehlen Übersetzungsprozesse zeitlich, personell und finanziell frühzeitig in der Antragstellung und Projektplanung zu berücksichtigen. Hier besteht derzeit häufig noch ein Manko in der Praxis.

Wir beraten Sie hinsichtlich der Ausgestaltung der Übersetzungs- und Qualitätssicherungsprozesse:

Hierbei dient als Orientierungsmodell das TRAPD-Verfahren, wie es auch aus dem European Social Survey (ESS) bekannt ist. Das Verfahren zeichnet sich durch zwei parallele Übersetzungen (Translation), eine sich anschließende interdisziplinäre Diskussion mit Übersetzern und Fach- und Umfrageexperten (Review), Finalisierungsprozesse (Adjudication), einen Pretest unter der Zielbevölkerung (Pretest) sowie Dokumentation des Gesamtprozesses (Documentation) aus. Wir diskutieren mit Ihnen mögliche Umsetzungen oder Alternativ-Verfahren und bieten praktische Hinweise, z.B. für die Erstellung von Projekt-/Übersetzungsanweisungen für Fragebogenübersetzer, für die konkrete Dokumentation eines Übersetzungsprojektes oder für die Übersetzung an sich.

Best practice in der Entwicklung von Fragebögen in internationalen Studien sieht vor, dass Übersetzbarkeit und kulturelle Relevanz bereits während der Entwicklung eines Ausgangsbogens mitgedacht werden. Quality assurance zusätzlich zur Quality control lautet hier die Losung. Auf diese Art und Weise können Fehler vermieden und Probleme gelöst werden, die andernfalls die eigentliche Übersetzungsphase gefährden könnten.

Wir beraten Sie zu folgenden Themen der Quality Assurance:

  • Anwendung von sogenannten advance translations oder translatability assessments. Hierunter werden a-priori-Übersetzungen eines noch nicht finalisierten Fragebogens verstanden, mit dem Ziel Problemstellen frühzeitig zu identifizieren;
  • Annotierung von Fragebögen mit dem Ziel, Übersetzern wichtige Informationen für die Übersetzung mit an die Hand zu geben;
  • Durchführung weiterer interkultureller Verfahren (z. B. interkulturelle Design-Teams, Pretests), um insgesamt Übersetzbarkeit und kulturelle Relevanz sicherzustellen und schlussendlich Vergleichbarkeit zu gewährleisten.