Transfer

Wissenstransfer und Wissenschaftskommunikation sind bei GESIS fest in Leitbild und Organisationsstruktur verankert. Forschungsinhalte und -ergebnisse, wissenschaftliche Expertise und Infrastrukturangebote sind nicht nur für die sozialwissenschaftliche Fachwelt, sondern auch für fachfremde Disziplinen und gesellschaftliche Akteure zugänglich. Der Wissenstransfers bei GESIS basiert auf den Ergebnissen exzellenter Forschung und darauf aufbauender Infrastrukturangebote und wird innerhalb des Instituts als Querschnittsaufgabe gelebt. Dies gilt insbesondere für die Kernkompetenzen von GESIS rund um das Thema Forschungsdaten.

Im sozialwissenschaftlichen Bereich verfügt GESIS über national und international ausgewiesene Expertise in den Methoden der empirischen Sozialforschung mit einem Schwerpunkt auf Umfragedesign und -methodik. Thematisch forschen die Mitarbeitenden unter anderem zu digitalen Medien, politischer Partizipation, Werten und Einstellungen, Migration, sozialer Differenzierung sowie gesellschaftlichem Wandel. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bildungsforschung und den Geschlechterverhältnissen in der Wissenschaft. Im Bereich der Informatik werden digitale Angebote für die Sozialwissenschaften auf der Grundlage innovativer Wissenstechnologien entwickelt, um diese an neueste technologische Entwicklungen anschlussfähig zu machen. Die Forschung fokussiert hier auf die angewandte Informatik, insbesondere auf Text und Data Mining, Information Linking und Retrieval sowie Network Science. Im Aufbau befindet sich darüber hinaus die Entwicklung von Methoden und Werkzeugen zur Erschließung, Anreicherung und Analyse von digitalen Verhaltensdaten. Im Bereich Forschungsdatenmanagement befasst sich GESIS u. a. mit der Sekundärnutzung von Daten und der Datensicherheit sowie dem Erstellen von Datendokumentationsstandards, der Vernetzung von Daten und dem Umgang mit neuen Datentypen.

Veranstaltungen im Rahmen der Kölner Themenwochen (25. Mai bis 25. Juni 2021) 

Die nächsten Themenwochen der Kölner Wissenschaftsrunde widmen sich dem Thema “Das neue Normal – Chancen nutzen & Zukunft gestalten” und werden vom 25. Mai bis 25. Juni 2021 ausgerichtet. Die Themen- und Formatbeiträge werden von den Mitgliedereinrichtungen der Kölner Wissenschaftsrunde (KWR) bereitgestellt. Hier erhalten Sie den   Terminüberblick über alle Veranstaltungen der Kölner Themenwochen 2021.

 

Online-Vortrag: 

Prof. Dr. Ingvill Constanze Mochmann: „Das Schicksal von Kindern des Krieges“.

Im Vortrag geht es um die Frage: Was passiert mit Kindern, die von IS Kämpfern gezeugt wurden und deren deutsche Mütter nun zurückkehren? Was passiert allgemein mit Kindern, die in Kriegsgebieten von feindlichen Kämpfern gezeugt werden? Diese Thematik ist sowohl national als auch im internationalen Kontext hoch brisant. Aber wie kann man solch brisante Themen voranbringen, wenn die ganze Welt scheinbar vollständig von einer Pandemie absorbiert wird?

Prof. Dr. Ingvill Constanze Mochmann hat an der Universität Bergen in Norwegen und der Friedrich-Wilhelm Universität in Bonn studiert, an der Justus-Liebig-Universität Gießen in Politikwissenschaften promoviert und an der Universität zu Köln in Sozialwissenschaften habilitiert. Sie ist Leiterin des Research Gateway EUROLAB beim GESIS-Leibniz Institut für Sozialwissenschaften. Seit 2011 ist sie zudem Professorin für internationale Politik an der CBS International Business School (bis 2020 Cologne Business School) wo sie von 2013-2018 auch Vizepräsidentin für Forschung und Wissenstransfer war. Von 2013 bis 2014 war Prof. Mochmann Fellow bei der Harvard Humanitarian Initiative (HHI) und ist seitdem Mitglied der Expertengruppe der HHI. Ihre Forschungsinteressen umfassen Demokratie- und Minderheitenrechte, Kinder des Krieges/Children Born of War (CBOW), die UN Sustainable Development Goals und Forschungsmethoden. Sie ist aktives Mitglied in der „Research Data Alliance (RDA)“ und Gründerin des „International Network for Interdisciplinary Research on Children Born of War“.

Termin: 21.06.2021 von 16-17Uhr. Der Vortrag wird als Online-Veranstaltung (über Zoom) angeboten.
Anmeldung: Bitte melden Sie sich unkompliziert und kostenfrei unter transfer(at)gesis(dot)org an, damit wir ihnen die Zugangsdaten zusenden können. 

Podcast:

Die Fakten dicke! Der GESIS-Podcast „Gedisst wie – Bildungsungleichheit in Deutschland“.

Der GESIS- Podcast erscheint im Juni im Rahmen der Themenwochen mit einer neuen Folge zum Thema Bildungsungleichheit. Wenn es um Zugänge zu Bildung geht, steht es in Deutschland nicht zum Besten. Insbesondere der soziale Hintergrund hat großen Einfluss auf den Bildungs- und damit auch auf den Karriereweg von Menschen. Studien zeigen, dass die Corona-Lockdown-Maßnahmen diese Tendenzen verstärkt haben. Aber wurden in dieser Zeit auch neue Wege beschritten und damit neue Chancen eröffnet?

Diesmal wieder in der bekannten Doppelmoderation mit Dr. Lydia Repke und Dr. Sophie Zervos, sowie Claudia O’Donovan-Bellante in der Produktion.

Eintägiger Workshop in Data Science für Journalistinnen und Journalisten: Beobachtung von politischen Themen und Akteuren mit integrierten Datenquellen Social-Media-Daten und andere digitale Spuren erlauben uns, die Aktivitäten gesellschaftlich relevanter Akteure, wie z.B. von Politikerinnen und Politikern, “in situ” zu beobachten und zu analysieren. Dazu lassen sich einerseits Schnittstellen (APIs) von bekannten Plattformen verwenden. Andererseits können diese Daten mit zusätzlichen Quellen verknüpft werden, die z.B. aus weiteren APIs, Webseiteninhalten oder auch Umfragen stammen können. So lässt sich ein umfassendes Bild von Aktivitäten bestimmter Akteure oder Entwicklungen von Themen liefern.

Auf dem GESIS Data Day 2020 wollen wir interessierten Journalistinnen und Journalisten einen Einblick in diese Möglichkeiten geben. Der Schwerpunkt des Workshops liegt neben Kurzvorträgen auf der praktischen Anwendung von Methoden zur Gewinnung, Verknüpfung und Analyse von digitalen Spuren. Wir verwenden dafür im Workshop die Programmiersprache “R”. Zusätzlich zur Vorstellung von Datenquellen, eingesetzten Tools und Methoden werden die potenziellen Herausforderungen im Umgang mit digitalen Spuren diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Analyse von Textdaten, auf intransparente Datengenerierungsprozesse und die korrekte Interpretation der Ergebnisse. Das im Workshop erworbene Wissen soll natürlich auch auf andere Themenfelder anwendbar sein.

GESIS forscht selbst im Bereich Computational Social Science mit digitalen Spuren und verfügt sowohl über umfangreiches methodisches Know-How in diesem Bereich als auch über eigene, webbasierte und offen nutzbare Data-Science-Werkzeuge, die zum Einsatz kommen werden. Mit dem Datenbestandskatalog des Datenarchivs verfügt GESIS zudem über ein in Deutschland einmaliges Angebot an sozialwissenschaftlichen Forschungsdaten, die digitale Spurdaten sehr gut ergänzen - und vice versa.

Mit dem DataDay möchten wir den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit fördern und gemeinsam mit Wissenschaftsjournalisten aus dem Bereich Gesellschaft und insbesondere mit Datenjournalisten ins Gespräch kommen. Die Teilnahme ist kostenfrei. 

Veranstaltungsort: GESIS Köln, Unter Sachsenhausen 6-8, 50667 Köln. Anfahrt
Ansprechpartnerinnen vor Ort: Sophie Zervos und Claudia O'Donovan Bellante

DIE ANMELDUNG IST GESCHLOSSEN.

In unserem Transferleitbild lehnen wir uns an das Transferleitbild der Leibnizgemeinschaft an und stellen Inhalte und Services für folgende Interessengruppen bereit: