Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

Zielgruppe Forschungseinrichtungen

Durchschnittlich waren im Jahr 2017 18,6 Prozent der Führungspositionen in den außerhochschulischen Forschungseinrichtungen der vier deutschen Forschungsverbünde Max-Planck-Gesellschaft MPG, Fraunhofer-Gesellschaft FHG, Helmholtz-Gemeinschaft HGF und Leibniz-Gemeinschaft WGL mit Frauen besetzt. Laut Monitoring-Bericht 2018 stiegen die Frauenanteile an W3/C4-Professuren zwischen 2012 und 2017 bei den Forschungsverbünden, mit Ausnahme der FHG, kontinuierlich an (MPG: 9,1 % - 15,3%; HGF: 10,6% - 18,8%; WGL: 12,1% - 19,2%; FHG: 4,1% - 3,9%). Der Frauenanteil ist jedoch gerade in den Führungsebenen noch weit von einer angemessenen Beteiligung entfernt. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf das zur Verfügung stehende Potenzial: seit Jahren liegt der Frauenanteil an den Promovierenden und Post-docs in allen Organisationen bei ca. 40 Prozent.

In diesen wissenschaftlichen Einrichtungen bestimmen andere Organisationsstrukturen, rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen die Gleichstellungsarbeit als dies im Bereich der Hochschulen der Fall ist. Diesen spezifischen Anforderungen kommt das CEWS mit unterschiedlichen Analyseinstrumenten, Projekten, Beratungs- und Netzwerkangeboten nach.

Das CEWS hat beratenden Gaststatus in den Sitzungen des AK-Frauen in den Forschungszentren akfifz. Der akfifz ist das Netzwerk der Gleichstellungsbeauftragten der 18 Institute der Helmholtz-Gemeinschaft und bietet außerdem den zentralen Gleichstellungsbeauftragten der anderen drei Forschungsverbünde die Möglichkeit der übergreifenden Zusammenarbeit.

Das CEWS bezieht die außerhochschulischen Forschungseinrichtungen soweit wie möglich in seine umfassende Arbeit ein, um Forscherinnen aller Disziplinen auch diese Karrieremöglichkeiten immer weiter zu öffnen und die Einrichtungen vom Wettbewerbsvorteil der Geschlechtergerechtigkeit zu überzeugen.