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21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks

| Kategorien: Geschlechterverhältnisse, Studium, Wissenschaftspolitik, Vereinbarkeit, Hochschulen, Hochschulforschung, MINT, Wissenschaft Aktuell

Neue Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zeigt soziale und wirtschaftliche Lage von Studierenden in Deutschland. Es wurden zahlreiche Auswertungen nach Geschlecht vorgenommen.

Studierende in Deutschland sind im Schnitt 24,7 Jahre alt, unverheiratet, in ein Vollzeit-Studium eingeschrieben und verfügen über 918 Euro im Monat. Das ist ein Ergebnis der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, die vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wurde.

Die Sozialerhebung ist eine Langzeituntersuchung, die bereits seit 1951 regelmäßig Auskunft über die soziale und wirtschaftliche Lage der Studierenden in Deutschland gibt. Im Sommersemester 2016 war die Beteiligung an der erstmals online organisierten Befragung so hoch wie noch nie, die Angaben von mehr als 60.000 Studierenden an 248 Hochschulen konnten für die aktuelle Sozialerhebung ausgewertet werden – an der letzten Befragung 2012 hatten rund 16.000 Studierende teilgenommen.

Einige Auswertungen nach Geschlecht:

Studienfächer und Formen des Studiums: "Die bekannten geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Studienfachwahl (Middendorff et al., 2013, S. 118-122) zeigen sich für die Immatrikulierten des Sommersemesters 2016 erwartungskonform erneut (s. Randauszählung nach Geschlecht im Anhang). Die Studentinnen entscheiden sich am häufigsten für Studienfächer aus dem Bereich der Kulturwissenschaften (25 %), gefolgt von der Fächergruppe Sozialwissenschaften/-wesen/Psychologie/Pädagogik (21 %). Am dritthäufigsten sind Studentinnen in den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften (19 %) eingeschrieben. Im Unterschied dazu sind für Studenten die Ingenieurwissenschaften zentral bei der Studienfachwahl. Knapp ein Drittel (31 %) der studierenden Männer ist in einem Studiengang dieser Fächergruppe immatrikuliert. Am zweithäufigsten studieren sie Mathematik/Naturwissenschaften (24 %). Ein Fünftel (21 %) ist in Fächern der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften eingeschrieben, demnach ist diese Fächergruppe die dritthäufigste Wahl der Studenten."

Abschlüsse an Universtäten und Fachhochschulen:" Im Vergleich nach Geschlecht gibt es nur geringfügige Unterschiede: Die Mehrheit sowohl der Studentinnen als auch der Studenten ist in einem Bachelor-Studiengang eingeschrieben (weiblich: 60 % vs. männlich: 64 %). Die Anteile derer, die einen Master-Abschluss anstreben, unterscheiden sich ebenfalls im Vergleich von Frauen und Männern nur geringfügig (22 % vs. 23 %). Etwas deutlichere Disparitäten sind bezüglich traditioneller Abschlüsse zu beobachten. Ein Fünftel der Studentinnen (18 %) und etwas mehr als ein Zehntel der Studenten (12 %) haben einen traditionellen Abschluss zum Ziel (s. Randauszählung nach Geschlecht im Anhang)."

Studierende mit Kind: "Im Sommersemester 2016 haben sechs Prozent aller Studierenden mindestens ein Kind, Frauen anteilig etwas häufiger als Männer (Bild 3.1). Hochgerechnet auf alle Immatrikulierten an den Hochschulen der Grundgesamtheit absolvierten ca. 131.000 Studierende ihr Studium mit Kind(ern), unter ihnen ca. 71.000 Frauen und ca. 60.000 Männer. Im Vergleich zur 20. Sozialerhebung ist der Anteil der Studierenden mit Kind (s. Glossar auf www.sozialerhebung.de) um einen Prozentpunkt gestiegen, was nahezu vollständig auf die Entwicklung in Ostdeutschland zurückzuführen ist (s. Glossar auf www.sozialerhebung.de). Im Vergleich zu 2012 ist hier ein um zwei Prozentpunkte höherer Anteil an Studierenden mit Kind zu verzeichnen, während in Westdeutschland der Anteil unverändert fünf Prozent beträgt. Aufgrund höherer Studierendenzahlen hat sich die hochgerechnete Anzahl an Studierenden mit elterlicher Verantwortung insgesamt um etwa 30.000 erhöht."

Lesen Sie diese und weitere Ergebnisse unter:

PM: Veröffentlichung der 21. Sozialerhebung

http://www.sozialerhebung.de/sozialerhebung/archiv

In der Zusammenfassung sind die wesentlichen Ergebnisse des Hauptberichtes zur 21. Sozialerhebung zu folgenden Themenfeldern zusammengefasst:

  • Studienfächer und Formen des Studiums,
  • Studienverlauf: Studiengangwechsel und Auslandsmobilität,
  • sozio-demographisches Profil: Alter, Geschlecht, Familienstand, Bildungsherkunft, Migrationshintergrund,
  • gesundheitliche Beeinträchtigung,
  • Studienfinanzierung und Studienförderung: Einnahmen, Ausgaben, BAföG,
  • Studienverhalten: Zeitbudget, Erwerbstätigkeit neben dem Studium,
  • Wohnsituation,
  • Mensen und Cafeterien,
  • Informations- und Beratungsbedarf.

http://www.sozialerhebung.de/download/21/Soz21_zusammenfassung.pdf

Kategorien: Geschlechterverhältnisse, Studium, Wissenschaftspolitik, Vereinbarkeit, Hochschulen, Hochschulforschung, MINT, Wissenschaft Aktuell