Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

Frauen- und Männeranteile im akademischen Qualifikationsverlauf, 2016

| Kategorien: Wissenschaftliche Qualifikation, Deutschland

Diagramm

Inhaltliche Beschreibung

Das Scherendiagramm zeigt die Frauen- und Männeranteile auf den verschiedenen Stufen der akademischen Laufbahn. Präsentiert werden die Daten von Schulabgängern mit Studienberechtigung, Studierenden und Promotionen, Personal, sowie Habilitationen bis hin zu Professuren im Jahr 2016.
Zwischen Studienbeginn und Studienabschluss bleiben die Frauen- und Männeranteile gleich. Frauen brechen seltener ihr Studium ab als Männer (vgl. Studienabbruchquoten).
Ein deutlicher Rückgang der Frauenanteile ist beim Übergang zur Promotion und zur Habilitationen festzustellen. Mit diesen Qualifikationsstufen gehen Frauen der Wissenschaft verloren.

Kontext und gleichstellungspolitische Bedeutung

Scherendiagramme sind eine Möglichkeit, die Unterrepräsentanz von Frauen im Verlauf der wissenschaftlichen Qualifikation und in den Führungspositionen zu verdeutlichen. Eine andere Möglichkeit ist die Analyse idealtypischer Qualifikationsverläufe, bei der die Frauenanteile im Qualifikationsverlauf ausgehend von einem Jahrgang von Studienanfängern und Studienanfängerinnen bis zur Berufung auf eine Professur dargestellt werden.

Quellen

Statistisches Bundesamt Deutschland: Fachserie 11
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Fachserie_11.html

Reihe 1 Allgemeinbildende Schulen: Schulabgängern mit Studienberechtigung
Reihe 4.1 Studierende an Hochschulen: Studienanfänger/innen und Studierenden
Reihe 4.2 Prüfungen an Hochschulen: Abschlussprüfungen und Promotionen
Reihe 4.4 Personal an Hochschulen: Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal, Habilitationen und Professuren

GWK Bericht „Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung, 21. Fortschreibung
des Datenmaterials (2015/2016)“: Daten zu den Berufungen
http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Papers/GWK-Heft-55-Chancengleichheit.pdf

Daten als Excel-Datei: hier (125 KB)

Datenqualität

Art der Datenerhebung
Statistisches Bundesamt: Sekundärerhebung (Vollerhebung) auf Basis der Verwaltungsdaten der Hochschulen
Berufungsdaten der GWK: Abfrage der GWK-Geschäftsstelle bei den Landesministerien

Erhebungstermin
Statistisches Bundesamt: Reihe 1: Beginn des Schuljahres; Reihe 4.1: Daten aus den Immatrikulations- und Rückmeldefristen der Hochschulen; Reihe 4.2: Prüfungsjahr (01.10.-30.09.); Reihe 4.4: Stichtag 01.12.
Berufungsdaten der GWK: Stichtag 31.12.

Periodizität
Jährlich

Erhebungseinheiten

Ähnliche Datensätze

Frauen- und Männeranteile im Qualifikationsverlauf: Analyse idealtypischer Karriereverläufe: Studienbeginn (1997) bis Berufungen (2014-2016))
Frauenanteile an den Studienanfänger/innen, Studierenden und Absolvent/innen von 1993-2016
Studienabbruchquoten für deutsche Studierende an Universitäten und Fachhochschulen nach Studiengängen, 2014

Weiterführende Literatur

Dubois-Shaik, Farah; Fusulier, Bernard (2015): Academic Careers and Gender Inequality. Leaky Pipeline and Interrelated Phenomena in Seven European Countries. University of Trento: Trento (hier).

Blome, Eva; Erfmeier, Alexandra; Gülcher, Nina; Smykalla, Sandra (2014): Handbuch zur Gleichstellungspolitik an Hochschulen. Von der Frauenförderung zum Diversity Management? 2. Aufl.: Wiesbaden: Springer VS., Kap. 1.1 Geschlechterverhältnisse an Hochschulen.

Connolly, Sara; Fuchs, Stefan (2009): Analysing the leaky pipeline in academia. In: European Commission (Hg.): Women in science and technology. Creating sustainable careers. Brüssel: European Commission, S. 59–68 (hier).

Suche in der Literaturdatenbank des CEWS: hier

Schlagworte

Statistik und statistische Daten, Berufsbiographie, Hochschulen, Studierende, Studienabschluss, Promotion, Habilitation, Berufung, Professur, Wissenschaft als Beruf

Kategorien: Wissenschaftliche Qualifikation, Deutschland