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CoAct startet Ausschreibungen für bürger*innengeführte Forschung zu „Geschlechtergerechtigkeit“


Kategorien: Diversity, Antidiskriminierung, Intersektionalität; Europa und Internationales; Gleichstellungspolitik; Netzwerke und Organisationen; Wissenschaft Aktuell; Call for Papers

Das EU-Forschungsprojekt „CoAct | Co-designing Citizen Social Science for Collective Action“ entwickelt neue Ansätze in der Bürger*innenforschung in den Sozialwissenschaften (Citizen Social Science).

 Zivilgesellschaftliche Organisationen, die ein selbstinitiiertes Forschungsprojekt zu „Geschlechtergerechtigkeit“ durchführen wollen, können sich ab sofort und bis zum 30. September 2021 über die CoAct Webseite bewerben: https://coactproject.eu/opencalls

CoAct schreibt bis zu vier Förderungen mit max. 20.000 Euro für zivilgesellschaftliche Initiativen aus, die ein eigenes Citizen Social Science-Forschungsprojekt zum Thema „Geschlechtergerechtigkeit“ entwickeln und durchführen wollen (Bewerbungen müssen auf Englisch verfasst werden). Eine von Bürger*innen eigenständig initiierte und durchgeführte Forschung nimmt soziale Themen direkt auf und produziert praxisrelevantes Wissen. Die Bürger*innen werden dabei als Expert*innen für die sozialen Probleme und Fragestellungen verstanden, welche sie unmittelbar betreffen. Bürger*inneninitiierte Wissenschaft fördert so gesellschaftliche Teilhabe und erarbeitet nachhaltige Lösungen.

Mit „Geschlechtergerechtigkeit“ wurde ein Thema von gesellschaftlicher Relevanz ausgewählt, das Chancenungleichheiten, Diskriminierungen und Gewalt adressiert. Bewerbungen aus einem breiten Spektrum zivilgesellschaftlicher Initiativen sind willkommen, z. B. feministische Perspektiven, LGTBQ+ und nichtbinäre Geschlechtsidentitäten sowie Ansätze Kritischer Männlichkeit.

Drei Themen und regionale Schwerpunkte

Die CoAct-Ausschreibungen fokussieren „Geschlechtergerechtigkeit“ in Kombination mit drei spezifischen Themen und regionalen Schwerpunkten:

1. Nachhaltige Städte und Gemeinden (Region Berlin-Brandenburg) Die Ausschreibung richtet sich an Initiativen in der Region Berlin-Brandenburg, die darauf abzielen, Städte und Dörfer inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig für all ihre Bewohner*innen zu gestalten.

2. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (Osteuropa) Die Ausschreibung richtet sich an Organisationen in Osteuropa. Zivilgesellschaftliche Initiativen aus Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik und Ungarn sind eingeladen, ihre Bewerbungen einzureichen.

3.Chancen und Risiken der Digitalisierung (Europäische Union) Die Ausschreibung ist offen für zivilgesellschaftliche Organisationen, die auf internationaler Ebene in der EU tätig sind. Die Vorschläge sollten sich mit der Problematik der geschlechtsspezifischen Ungleichheiten in Online-Räumen befassen. Mögliche Themen sind die geschlechtsspezifische Dynamik von Online-Plattformen oder die Gefährdung durch Online-Mobbing.

Weitere detaillierte Informationen zu den drei Ausschreibungen, dem Bewerbungsprozess und den Auswahlkriterien auf der CoAct-Webseite.

Kontakt: E-Mail: opencalls­ (at) coactproject.eu 

The CoAct project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No. 873048.

Quelle und weitere Informationen zu Förderumfang und Ausschreibung, PM - FH Potsdam, 07.07.2021