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Deutsche Physikalische Gesellschaft DPG zeichnet Physikerinnen aus

| Kategorien: Gleichstellungspolitik, MINT, Karriereförderung und Weiterbildung, Wissenschaft Aktuell

Traditionell hat die Deutsche Physikalische Gesellschaft am „Tag der DPG“ ihre Preisträgerinnen und Preisträger für verschiedene physikalische Disziplinen und Kategorien benannt. Viele erhalten ihre Auszeichnungen im kommenden Jahr auf der 82. Jahrestagung der DPG in Erlangen.

 

So wird beispielsweise der Hertha-Sponer-Preis  für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Physik an eine Wissenschaftlerin vergeben. Der Preis soll vor allem jüngere Wissenschaftlerinnen durch öffentliche Auszeichnung ermutigen und so mehr Frauen für die Physik gewinnen. Die auszuzeichnende Arbeit muss der Öffentlichkeit zugänglich sein.

In diesem Jahr wurde Dr. Karin Everschor-Sitte von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für ihre wegweisende Forschung zum theoretischen Verständnis von topologisch geschützten magnetischen Strukturen, den Skyrmionen, für den Hertha-Sponer-Preis benannt.

Karin Everschor-Sitte hat in einer Reihe von Pionierarbeiten theoretisch untersucht, wie man winzige magnetische Wirbel, sogenannte Skyrmionen, erzeugen und bewegen kann. Ähnlich einem Knoten sind Skyrmionen topologisch stabil. Everschor-Sitte konnte zeigen, wie man sie trotzdem durch einen homogenen elektrischen Strom generieren kann, wenn man die magnetische Anisotropie lokal gezielt verringert. Diese Idee könnte in neuartigen magnetischen Speicherelementen verwendet werden.

Frau Everschor-Sitte hat an der Universität zu Köln Physik und Mathematik studiert und dort 2012 „mit Auszeichnung“ in theoretischer Physik promoviert. Nach einer kurzen Anstellung in München ging sie für zwei Jahre als Postdoc nach Austin (Texas). Seit 2015 ist sie als Postdoc in Mainz und leitet seit Ende 2016 eine Emmy-Noether-Gruppe, die magnetische Skyrmionen und ihr Anwendungspotential untersucht.

Dr. Lavinia Heisenberg, ETH Zürich wurde für ihre bahnbrechenden Beiträge zur Entwicklung von Gravitationstheorienden für den Gustav-Hertz-Preis 2018 für junge Physikerinnen und Physiker benannt. Mit ihren Arbeiten insbesondere zu einer verallgemeinerten, Proca-ähnlichen Lagrangedichte für Vektorfelder auf gekrümmten Raumzeiten und zu deren kosmologischer Relevanz hat sie eine neue Richtung für die Gravitationsforschung eröffnet. Darüber hinaus bearbeitet sie ein weites Spektrum kosmologischer und gravitationstheoretischer Probleme. Lavinia Heisenberg studierte Physik an der Universität Heidelberg und wurde 2014 an der Universität Genf mit einer mehrfach ausgezeichneten Dissertation über alternative Gravitationstheorien promoviert. Von Genf aus ging sie zunächst als Postdoc an das Nordic Institute for Theoretical Physics (Nordita) und das Oskar Klein Centre in Stockholm und wechselte als Nominated Junior Fellow an das Institute for Theoretical Studies der ETH Zürich.

Weitere Informationen:

Website: http://www.dpg-physik.de

http://www.dpg-physik.de/preise/preistraeger2018.html

Quelle: PM - DPG, 23.11.2017

 

 

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