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djb gratuliert: Verdienstorden für Ramona Pisal, djb-Präsidentin 2011-2017

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Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier hat Ramona Pisal, Past Präsidentin des Deutschen Juristinnenbunds e.V. (djb), den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Übergeben wurde der Orden am letzten Freitag von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey: "Politik und Zivilgesellschaft können gemeinsam viel bewegen: mit Hartnäckigkeit, Engagement und Fachkompetenz. Sie, liebe Frau Pisal, haben als

Präsidentin des djb dafür gesorgt, dass zusammen viel erreicht wurde. Frauen können alles - dank Ihnen haben Frauen mehr Möglichkeiten, das auch wirklich zu zeigen."

Seit Langem und in vielen Bereichen engagiert sich Ramona Pisal ehrenamtlich, vor allem aber im djb. Von 2006 bis 2011 war sie Vorsitzende des djb-Landesverbandes Brandenburg, von 2007 bis 2011 Vizepräsidentin des Bundesverbands, von September 2011 bis September 2017 dessen Präsidentin. Zu den großen rechtspolitischen Erfolgen während ihrer Amtszeit zählt das vom BMFSFJ geförderte djb-Projekt "Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung", das die gesetzliche Quote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte der börsennotierten und gleichzeitig voll mitbestimmten Unternehmen im Jahr 2015 maßgeblich befördert hat. Außerdem kämpfte sie erfolgreich im Namen des djb mit dem Bündnis "Nein heißt Nein" für den Paradigmenwechsel im Strafrecht: Seit Juli 2016 sind sexuelle Handlungen gegen den erkennbaren Willen einer Person strafbar. Aktuell ist Ramona Pisal als Past Präsidentin Mitglied des Präsidiums des djb mit beratender Stimme. 

"Im Namen der Kolleginnen im djb und auch ganz persönlich gratuliere ich Ramona Pisal zu dieser Auszeichnung. Sie hat sich mit Nachdruck, hohem persönlichen Einsatz und großem strategischem Geschick um die Frauenrechte in Deutschland verdient gemacht. Ihr Vorbild ist Ansporn und Inspiration, diese Arbeit gemeinsam mit ihr und in ihrem Sinne fortzusetzen.", erklärt die Präsidentin des djb,
Prof. Dr. Maria Wersig.

Ramona Pisal wurde nach dem 2. Staatsexamen zunächst als Rechtsanwältin am Landgericht Köln zugelassen und trat anschließend in den richterlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Es folgte die Ernennung zur Richterin am Amtsgericht und 1994 ihre Abordnung an das Amtsgericht Potsdam. Nach der Abordnung an das Brandenburgische Oberlandesgericht 1996 wurde sie in den richterlichen Dienst des Landes Brandenburg versetzt und 1997 zur Richterin am Oberlandesgericht ernannt, 2006 zur Vorsitzenden Richterin am Oberlandesgericht.

Von 1999 bis 2009 war sie Pressesprecherin des Oberlandesgerichts, von 2001 bis 2016 hatte sie außerdem das Amt der Gleichstellungsbeauftragten inne. Ende 2016 erfolgte ihre Ernennung zur Präsidentin des Landgerichts Cottbus.

Quelle und weitere Informationen: PM - djb, 28.09.2018

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