Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

Dr. Mariam Gabelaia erhält den Margarethe Koenig Preis zur Förderung junger Naturwissenschaftlerinnen

| Kategorien: Außerhochschulische Forschung; Gleichstellungspolitik; Gleichstellungsmaßnahmen; Karriereförderung und Weiterbildung; Wissenschaft Aktuell

Prof. Dr. Bernhard Misof, Prof. Dr. Heike Wägele und Dr. Julia Schwarzer überreichten Dr. Mariam Gabelaia am 19.10.2020 im Ausstellungsteil „Savanne“ des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig- Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK, Museum Koenig, Bonn) die offizielle Urkunde des Margrethe Koenig Preises. Aufgrund der Covid19 geschuldeten Situation war es eine Ehrung im kleinen Kreis. Der Preis, der ein vollständig unabhängiges Forschungsjahr ermöglicht, wird vom Museum Koenig zur Förderung junger Frauen in der Wissenschaft vergeben.

Es ist die erste internationale Vergabe des Preises, den Gabelaia nun ein Jahr lang für Untersuchungen der Beißkraft von sich sexuell fortpflanzenden im Vergleich zu parthenogenetisch fortpflanzenden Eidechsen nutzen wird.

Dr. Gabelaia stammt aus Georgien und hat an der Ilia State University in Tiflis und der belgischen Universität in Gent ihre Doktorarbeit über die Verwandtschaftsverhältnisse einer Eidechsengruppe und deren morphologischen Variationen geschrieben.

„Die preisgekrönte Arbeit verdeutlicht, wie wichtig es ist, Kenntnisse in internationalen Teams zu vernetzen“ erläutert Prof. Dr. Bernhard Misof, Direktor des ZFMKs. Heike Wägele, Koordinatorin des Margarethe Koenig Preises, ergänzt: „Frau Gabelaia verfolgt eine Karriere in der Wissenschaft und unser Methodenspektrum hier am Museum erlaubt ihr wichtige Fragestellungen zur Evolution der Echsen weiter zu verfolgen. Sie intensiviert mit dem Preis eine bereits begonnene Kooperation mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Hauses.“

„Der Preis ermöglicht es mir, meine weitere wissenschaftliche Laufbahn mit freien Entscheidungen insbesondere durch Drittmitteleinwerbung, Publikationen oder auch durch die Intensivierung wissenschaftlicher Kooperationen vorwärts zu bringen“ (Originalton in englischer Sprache) freut sich die Preisträgerin über den Gewinn. Die weitere Arbeit am ZFMK soll Klarheit bringen, ob Eidechsenarten, die sich sexuell fortpflanzen und ihre Territorien mit Bissen verteidigen, eine größere Beißkraft besitzen als Eidechsenarten, bei denen sich die Weibchen parthenogenetisch - also ohne Männchen – fortpflanzen.

„Der Margarete Koenig Preis umfasst einen Arbeitsvertrag über 12 Monate und verfolgt das Ziel, jüngst promovierte Wissenschaftlerinnen am ZFMK zu fördern“ erläutert Dr. Julia Schwarzer, Leiterin des Frauennetzwerkes am Museum Koenig. Die Preisträgerinnen sollen das Jahr nutzen, um Ergebnisse zu publizieren, an Fortbildungen und Kongressen teilzunehmen und Anträge und Bewerbungen zu schreiben.

Margarethe Koenig, nach der dieser Preis benannt wurde, war die Ehefrau des Gründers des Museums Koenig. Sie begleitete ihren Mann auf fast auf allen seinen ausgedehnten Forschungsreisen und hatte einen großen Anteil an der Gründung des Forschungsmuseums, des Lebenswerkes ihres Mannes.

https://www.zfmk.de/de/forschung/foerderung-und-lehre/margarethe-koenig-preis

Quelle und weitere Informationen: PM - Stiftung Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere, 30.10.2020