Center für Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft

Fachinformationsdienst Geschlechterforschung / Gender Studies bewilligt


Kategorien: CEWS Aktuell

Der Aufbau eines Fachinformationsdienstes (FID) Geschlechterforschung / Gender Studies wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt. Damit entsteht erstmals eine zentral koordinierte Infrastruktur zur wissenschaftlichen Informationsversorgung für die inter- und transdisziplinäre Geschlechterforschung in Deutschland.

Der FID unterstützt Forschende mit zielgruppenspezifischen Angeboten – in den Gender Studies ebenso wie in anderen Disziplinen, in denen geschlechterbezogene oder intersektionale Perspektiven verfolgt werden. Er bündelt bestehende Rechercheinfrastrukturen, verbessert die Literaturversorgung und schafft zielgruppenspezifische Angebote im Bereich Forschungsdatenmanagement und Open Access. Im Fokus stehen dabei die nachhaltige Unterstützung und Sichtbarmachung geschlechterbezogener Forschung – unter anderem über ein Fachportal, das im kommenden Jahr online gehen wird.

Erste Angebote werden ab 2026 bereitgestellt. Ab dann werden auch Workshops in den verschiedenen Aktionsfeldern des FID stattfinden. Sie greifen Bedarfe aus der Fachcommunity auf und laden zur Mitgestaltung der Angebote ein.

Das Vorhaben wird von einem Konsortium getragen, bestehend aus:

Welche Rolle übernimmt GESIS/CEWS dabei? Wir sind am Aufbau und Verbreitung von communityspezifischen Informationen für das Forschungsdatenmanagement und über relevante NFDI-Konsortien beteiligt.

Kooperationspartner ist zudem das Digitalen Deutschen Frauenarchiv (DDF) mit seiner feministischen Datenbank und Suchmaschine META, die zentrale Bestände zur Frauen- und Geschlechtergeschichte digital verfügbar macht und durch den FID erweitert wird. Das DDF bringt zudem seine langjährige Expertise in der Erschließung und Vermittlung feministischer Wissensbestände in den Fachinformationsdienst ein.

Wir danken allen Partnern und Unterstützer*innen, die den Antrag in der Entwicklungsphase begleitet haben – und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Wenn Sie Ideen für Kooperationen haben oder Veranstaltungen planen, bei denen der FID eingebunden werden könnte: Melden Sie sich gern frühzeitig bei uns.