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Familie-Hansen-Preis 2019 geht an Prof. Edith Heard

| Kategorien: Wissenschaftspolitik; MINT; Wissenschaft Aktuell

Renommierte Auszeichnung der Bayer-Stiftung für „Wissenschaft & Bildung“: Prof. Edith Heard, Generaldirektorin des European Molecular Biology Laboratory (EMBL), wird für bahnbrechende Erkenntnisse im Bereich der Epigenetik und deren Rolle in der Grundlagenforschung ausgezeichnet.

Die Preisträgerin des „Familie-Hansen-Preises 2019“ ist Prof. Edith Heard. Kuratorium und Stiftungsrat der Bayer Science & Education Foundation haben ihr die Auszeichnung zuerkannt, die zu den renommiertesten Wissenschaftspreisen in Deutschland zählt und mit 75.000 Euro dotiert ist. Mit dem Preis werden die bahnbrechenden Erkenntnisse und umwälzenden Entdeckungen von Heard im Bereich der Epigenetik gewürdigt. Die feierliche Verleihung durch den Vorstandsvorsitzenden der Bayer AG, Werner Baumann, erfolgt am 28. Oktober 2019 im Rahmen eines Festaktes in Leverkusen.

Mit dem Familie-Hansen-Preis werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geehrt, die wegweisende Forschungsbeiträge auf innovativen Gebieten der Biologie und Medizin geleistet haben. Er wird seit dem Jahr 2000 im Andenken an den Preisstifter Prof. Dr. Kurt Hansen verliehen. Der ehemalige Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzende der Bayer AG hatte 1999 den Preis aus „Dankbarkeit für ein ausgefülltes Leben als Naturwissenschaftler und Diplom-Kaufmann“ gestiftet.

Edith Heard erhält die renommierte Auszeichnung für ihre bahnbrechende Arbeit zur Aufdeckung des molekularen Mechanismus der X-Chromosom-Inaktivierung (XCI). Bei diesem faszinierenden Vorgang wird bei manchen weiblichen Säugetieren eines der X-Chromosomen inaktiviert – auch beim Menschen. Darüber hinaus war Heard auch an der Entdeckung der topologisch assoziierten Domänen (TAD) beteiligt, die Einheiten der Chromosomenorganisation im Zellkern darstellen. Für die Entwicklung neuer Medikamente für die Behandlung von Krebs und anderen Erkrankungen spielt das Verständnis des Zusammenspiels von Chromatinstruktur und Genaktivität eine zentrale Rolle.

Quelle und weiterführende Informationen: PM - Bayer AG, 03.07.2019

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