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„Forschendes Lernen – Lernendes Forschen. Partizipative Sozial- und Bildungsforschung trifft partizipative Bildungsmethoden“

| Kategorien: Bildung und Erziehung, Frauen- und Geschlechterforschung, Call for Papers

Tagung und Projektwerkstatt, München, 8./9. November 2017

Call for Papers:

„Nicht „über“ sondern „mit“ den Zielgruppen arbeiten – diese Grundidee vereint partizipative Sozialforschung und partizipative Bildungsmethoden. Doch wie kann diese Einbindung der Betroffenen in Forschungs- und Bildungsprojekte gelingen? Welche Methoden braucht es, damit die jeweiligen Zielgruppen wirklich angesprochen werden und mitgestalten können? Welche Herangehensweise erzeugt welche Ein- und Ausschlüsse bestimmter Personengruppen? Wie entstehen Fragestellungen und Ergebnisse, die für die konkreten Lebenswelten der Betroffenen relevant und nützlich sind?

Zu diesen und ähnlichen Fragestellungen möchten wir Sozial- und Erziehungs-wissenschaftler_innen und pädagogische Praktiker_innen miteinander in den Austausch bringen, denn zwischen partizipativem Forschen und Lernen spannt sich bei genauerer Betrachtung eine große Schnittmenge auf. Forschung ist für die Teilnehmenden in aller Regel mit einem Lerneffekt verbunden, vor allem wenn es sich um partizipative Forschung handelt. So hat beispielsweise ein Interview nicht nur den Effekt der Datengewinnung, sondern eröffnet den Befragten gleichzeitig Möglichkeiten der Selbstreflexion. Umgekehrt hat Lernen, das konsequent an den Bedarfen der Lernenden ansetzt, in der Regel einen explorativen, ja forschenden Charakter: Inhalte können nicht einfach von außen vorgegeben werden, sondern werden mit allen Beteiligten gemeinsam erarbeitet.

Wenn solche und ähnliche Fragestellungen Sie beschäftigen, laden wir Sie ein, Ihre Projekte, Ideen und Methoden im Rahmen von „Forschendes Lernen – Lernendes Forschen“ vorzustellen. Die Hauptzielgruppe stellen dabei Nachwuchswissenschaftler_innen aus den Sozial- und Erziehungswissenschaften (Promovierende und Studierende im Master) und pädagogische Praktiker_innen (Sozialpädagog_innen, Sozialarbeiter_innen, Lehrkräfte, Sozialplaner_innen) dar.

Die zweitägige Tagung und Projektwerkstatt bietet neben zwei ausführlichen Impulsvorträgen viel Raum zur Diskussion der Inputs der Teilnehmenden. Dabei möchten wir insbesondere dazu einladen, einen kritischen Blick darauf zu werfen, wie methodisch mit Kategorien (etwa entlang von Geschlecht, Herkunft oder Schicht) so umgegangen werden kann, dass diese nicht zusätzlich festgeschrieben werden.

Konkret können Sie sich folgendermaßen einbringen:

  • Posterpräsentation: Sie stellen Ihr Projekt in Form eines Posters und eines Kurzvortrags vor und diskutieren es mit den Teilnehmenden.
  • Projektwerkstatt/Methodenworkshop: Sie wenden sich in einer Kleingruppe mit Ihren methodische Fragen, Projektideen, Ergebnissen etc. an erfahrene Expert_innen auf dem Gebiet der partizipativen Sozialforschung bzw. der partizipativen Bildungsmethoden.
  • Beitrag im Tagungsband: Im Nachgang der Veranstaltung wird eine Publikation zu partizipativen Forschungs- und Bildungsmethoden erscheinen. Hieran können Sie sich mit einem Aufsatz beteiligen, der entweder ein konkretes Projekt ausführlich vorstellt oder sich einer übergeordneten theoretisch-methodischen Fragestellung zum Tagungsthema widmet. In beiden Fällen reichen Sie zunächst einen Abstract ein (maximal 3000 Zeichen inkl. Leerzeichen). Diesen begutachten wir und fordern Sie ggf. zur Einreichung eines ausführlichen Essays (max. 15 Seiten) auf. Auch wenn Sie nicht an der Veranstaltung teilnehmen können, sind Sie eingeladen, einen Beitrag im Sammelwerk zur Tagung zu veröffentlichen!


Im Format Projektwerkstatt/Methodenworkshop können Sie Ihre Beiträge unmittelbar auf der Tagung ohne vorherige Begutachtung vorstellen. Wenn Sie an der Posterpräsentation und/oder der Veröffentlichung teilnehmen möchten, ist eine vorherige Einreichung nötig. Hierzu schicken Sie Ihre Poster und Abstracts bitte bis zum Einsendeschluss 17. September 2017 (24 Uhr) an unten stehende Mail-Adresse.

Sie bekommen bis zum 30. September 2017 ein Feedback zu ihrer Einreichung.

Sollte die Teilnahme an der Veranstaltung für Sie ein finanzielles Problem darstellen, scheuen Sie Sich nicht, sich bei uns zu melden! Fahrt- und Unterbringungskosten können unter bestimmten Umständen bezuschusst werden.

Ihre Beiträge senden Sie bitte per E-Mail an:
Sandra Eck, M. A.
wissenschaftliche Mitarbeiterin
Frauenakademie München
Baaderstraße 3
80469 München
eck@frauenakademie.de
Unter dieser Adresse stehen wir auch für Rückfragen und Anregungen jederzeit zur Verfügung."

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