Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

Geballte Kompetenz zur Gleichstellung in der Wissenschaft: 20 Jahre CEWS

| Kategorien: Außerhochschulische Forschung; Wissenschaftspolitik; Frauen- und Geschlechterforschung; Geschlechterverhältnisse; Gleichstellungspolitik; Gleichstellungsmaßnahmen; Hochschulen, Hochschulforschung; CEWS Aktuell

CEWS, das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung des GESIS – Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften feierte in diesem Herbst sein 20-jähriges Jubiläum!

Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft Prof. Dr. -Ing. Matthias Kleiner stellte in seiner Laudatio die bedeutende Rolle des CEWS als EU-weites Best Practice Beispiel für nachhaltige Strukturen im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft heraus. “The CEWS is an EU-wide best practice example for sustainable structure for promoting equality in science but also for taking gender aspects into account in research. The CEWS contributes to integrating this dimension from Social Sciences into other disciplines and this has an interdisciplinary effect in the best Leibniz sense and ensures excellence.” lobte Kleiner das CEWS im Rahmen einer BMBF-Tagung zum Thema „Impulse für Europa: Chancengerechte Strukturen und Vielfalt in der Forschung“, die im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft am 11./12. November 2020 online ausgerichtet wurde.

Das CEWS unterstützt eine evidenzbasierte Wissenschafts- und Gleichstellungspolitik, um Wissenschaft insbesondere für Frauen geschlechtersensibel, diskriminierungsfrei und respektvoll zu gestalten. Hierbei steht der Abbau von Hierarchien und Privilegien im Fokus der Arbeit des Kompetenzzentrums. Sein Alleinstellungsmerkmal ist die kohärente Verschränkung von Forschung, Vernetzung, Beratung und wissenschaftlichem Service. Dabei stellt das CEWS für seine Zielgruppen, die vorwiegend aus Gleichstellungsakteur*innen, Leitungspersonen in den Wissenschaftseinrichtungen, Politikgestaltenden und Forschenden bestehen, die Brücke zwischen Forschung und Praxis dar und wirkt international.

Eine Initiative der rot-grünen Koalition im Bund gab im Jahr 2000 den Impuls zur Gründung des CEWS durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das zunächst bis zum Jahr 2005 als Drittmittelprojekt von Dr. Brigitte Mühlenbruch an der Universität Bonn geleitet wurde. Nach einem Bund-Länder-Beschluss wurde das CEWS unter der Leitung von Jutta Dalhoff 2006 in das GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften integriert und verstetigt. Eigenverantwortlich und auch gemeinsam mit anderen Institutionen werden sowohl deutsche als auch EU-Projekte durchgeführt.

Heute kann das CEWS auf 42 erfolgreich durchgeführte Drittmittelprojekte zurückblicken, aktuell sind fünf Projekte in Bearbeitung, insgesamt umfassen diese 47 eingeworbenen Projekte ein Fördervolumen von 11,5 Millionen Euro.

„Das CEWS-Team im Jahre 2020 richtet den Fokus seiner Arbeit weiterhin auf die Herstellung und Gewährleistung der Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft - inzwischen unter Einbeziehung von vielfältigen und interkategorialen Perspektiven,“ betont Jutta Dalhoff.

https://www.gesis.org/cews/cews-home/20-jahre-cews

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