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Herbst-Mitgliedsversammlung des Forum Mentoring e.V. in Mainz

| Kategorien: Gleichstellungspolitik; Gleichstellungsmaßnahmen; Karriereförderung und Weiterbildung; Netzwerke und Organisationen; Wissenschaft Aktuell

Der Bundesverband Forum Mentoring e.V. tagte anlässlich seiner Herbstmitgliedsversammlung am 20. November 2019 an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Über 50 Verbandsmitglieder der Universitäten und Hochschulen trafen sich, um über Mentoring-Programme in der Wissenschaft zu diskutieren und sich weiterzubilden.

Nach einem Grußwort des Vizepräsidenten für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Prof. Dr. Stefan Müller-Stach, eröffnete die erste Vorsitzende des Forum Mentoring e.V., Sibylle Brückner die Tagung. Einen Schwerpunkt des internen Austauschs bildete der ausführliche Bericht über die Konferenz des europäischen Netzwerks für Mentoring-Programme eument-net im September in Neapel, an der die Vorstandsmitglieder Annette Ehmler und Isolde Drosch teilnahmen, um das Forum Mentoring und seine Arbeit vorzustellen. Ekaterina Masetkina, Mitglied im Forum Mentoring e.V. und seit 2019 Co-Chair des eument-net, erläuterte ihrerseits auf der Mitgliedsversammlung die Entstehung und Arbeit des europäischen Netzwerks. Formen und Möglichkeiten einer weiteren, engeren Kooperation sollen nun überlegt und angegangen werden.

Daneben ging es im öffentlichen Teil im Rahmen einer Arbeitsphase um die Frage nach Erfolgsfaktoren für die eigene berufliche Tätigkeit. Im Format des World Cafés moderierte Vorstandsmitglied Julia Fischer den regen und intensiven Austausch zur Fragestellung: Wie bin ich als Frau erfolgreich?

Einen weiteren thematischen Schwerpunkt stellte abschließend der Vortrag von Matthias Scheibe, M.A., von der Hochschule Coburg zum Thema „Die männliche Wissenschaft“ dar. Herr Scheibe beschrieb zunächst den Umstand, dass Wissenschaft weiterhin vielfach als „reine Männersache“ betrachtet wird. Dies gilt für alle Wissenschaftsbereiche und nicht nur für die naturwissenschaftlichen und technischen Felder, in denen mehrheitlich Männer studieren. Herr Scheibe analysierte das beschriebene Phänomen mit der Theorie zur „Hegemonialen Männlichkeit“ von Raewyn Connell und skizzierte, wie ein verändertes Ideal von Männlichkeit auch zu anderen Konstellationen im Wissenschaftssystem führen könnte.

Das Forum Mentoring e.V. umfasst aktuell bundesweit Mitglieder an mehr als 100 Hochschulen, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Das Netzwerk aus Mentoring-Expertinnen etablierte sich 2001 und arbeitet seit 2006 als eingetragener Verein, der sich als bundesweite Plattform für Wissenstransfer, Austausch und Vernetzung rund um Mentoring, insbesondere für die Qualitätssicherung der Programme einsetzt. Der Verband ist Herausgeber der Qualitätsstandards für Mentoring in der Wissenschaft. Mentoring-Programme leisten als Instrumente der zielgerichteten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der geschlechtergerechten Personalentwicklung einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem.

Quelle: PM - Forum Mentoring, anke.kujawski(at)forum-mentoring(dot)de ,16.12.2019

 

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